Hitze in Bangkok - Amelie Wild - E-Book

Hitze in Bangkok E-Book

Amelie Wild

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Beschreibung

Drei Eliteagenten, geschaffen für den Kampf, angetrieben von körperlichen Begierden. Bangkok. Skyspire Tower. Drei Stockwerke werden von einer fremden Macht abgeschirmt, hermetisch eingeschlossen. Niemand kann das Gebäude verlassen. Während sich Panik wie ein Lauffeuer ausbreitet, hallen sirenenhafte Töne durch die Etagen, dringen über Spiegelmodule tief in die Köpfe der Menschen ein und verdrehen ihr Denken. Manche verletzen sich selbst, andere stürzen sich vom 78. Stockwerk in den Tod – und wieder andere verlieren jede Hemmung, zerreißen ihre Kleidung und versinken in hemmungslosen Gruppensex Orgien. Die thailändische Regierung ist ratlos und ruft AUREON zu Hilfe. Aus der verborgenen Stadt Cenvaris brechen drei Agenten auf, die Probleme nicht nur lösen, sondern neu definieren: Lyra Virell, die Gedanken liest und behutsam umlenkt. Kian Draven, schnell, tödlich, unverletzbar. Selene Myrren, die sich im Schatten auflöst und anderswo wieder Form annimmt. Gemeinsam dringen sie in den Tower vor, zerstören die fremde Technik und führen die verängstigten Menschen zurück in die Freiheit. Doch das eigentliche Ziel bleibt: die Drahtzieher dieses perfiden Anschlags aufzuspüren. Ihre Nachforschungen führen sie durch das lärmende Bangkok, in verborgene Tempel, über träge Flüsse und in geheimnisvolle Clubs. Und immer wieder geraten Lyra, Selene und Kian in Situationen, die sie nur mit dem Einsatz ihres Körpers überstehen können. Kian verfällt der Verführung zweier attraktiver Sekretärinnen und lässt sich in eine Triole ziehen. Lyra hingegen wird von vier mächtigen Geschäftsmännern in einen Strudel aus Dominanz und Unterwerfung gedrängt ,und zum aktiven Teil eines BDSM-geprägten Gangbangs. Selene wiederum findet sinnliche Erfüllung in der zarten, gleichgeschlechtlichen Liebe mit einer thailändischen Schönheit. Als sie schließlich entdecken, dass ein ehemaliger AUREON-Mitarbeiter, ein brillanter Techniker, hinter all dem steckt, kulminiert die Jagd in einem dramatischen Finale an den Ufern des Khlong von Bangkok. Wird es Lyra, Kian und Selene gelingen, mit all ihrer tödlichen Verführungskraft die Mission zu vollenden? Oder werden sie im Rausch aus Lust und Gefahr alles verlieren? "Hitze in Bangkok" entführt in eine Welt, in der die fiebrige Atmosphäre der Metropole, erotische Verführung und atemlose Spannung untrennbar miteinander verschmelzen. Ein sinnlicher Thriller, der unter die Haut geht – und dich nicht mehr loslässt.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 249

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Amelie Wild

Hitze in Bangkok

Mission der Schattenkrieger (Band 2)

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Prolog

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

Epilog

Impressum neobooks

Prolog

Es gibt Orte, die auf keiner Landkarte stehen.

Keine Grenzlinie führt dorthin, kein Satellit erkennt ihre Umrisse.

Sie entziehen sich dem Blick der Welt, und formen sie doch im Verborgenen.

Cenvaris ist einer dieser Orte. Eine Stadt, verborgen hoch oben im Himalaya, dort, wo selbst der Wind zu schweigen scheint. Wer nie eingeladen wurde, wird sie nie finden. Und wer sie einmal verlässt, trägt sie in sich, wie eine Narbe, wie ein Geheimnis, das niemals vergeht.

Über Cenvaris herrscht AUREON, ein Name, den die Mächtigen dieser Welt nicht laut aussprechen, sondern mit einem gesenkten Blick quittieren. Es ist keine Organisation im herkömmlichen Sinn. Es ist ein Machtgeflecht, ein Schattenreich. Geleitet vom Rat der Zwölf, anonym, unergründlich, absolut. Und wenn dieser Rat beschließt, dass eingegriffen werden muss, senden sie ihre Vollstrecker: die Schattenkrieger.

Was in den Tiefen der AUREON-Labore geschaffen wurde, entzieht sich jeder Moral, jedem Gesetz. Über Jahrzehnte hinweg wagte sich die Wissenschaft dort dorthin, wo andere nicht einmal zu denken wagten. Sie experimentierten. Versagten. Verloren die Kontrolle, und erschufen am Ende drei Wesen, die mehr sind als Mensch.

Sie wurden nicht geboren. Sie wurden entwickelt, aus Genen, Maschinen, Visionen. Ihre Körper sind präzise, ihre Sinne geschärft, ihre Seelen ein zerbrechlicher Spiegel ihrer Macht. Leidenschaft, Begierde, Schmerz, Lust, nichts verläuft bei ihnen in gewöhnlichen Bahnen. Alles ist intensiver, gefährlicher, brennender.

Lyra Virell

Sie sieht nicht nur in die Gedanken eines Menschen, sie liest sie, wie andere ein Tagebuch lesen: offen, ungeschützt, intim. Gefühle, Erinnerungen, Hoffnungen. Und wenn sie will, streut sie Zweifel, formt neue Wahrheiten, verschiebt innere Grenzen – leise, unmerklich, verführerisch.

Kian Draven

Er ist eine Naturgewalt, eingeschlossen in menschlicher Gestalt. Sein Körper regeneriert sich schneller, als eine Kugel ihn durchbohren kann. Wunden schließen sich, Knochen wachsen nach, Gifte perlen an ihm ab wie Regen. Was andere vernichtet, macht ihn nur wütender. Und wenn er sich bewegt, ist es, als würde der Sturm selbst zum Angriff übergehen.

Selene Myrren

Sie ist der Schatten zwischen den Welten. Ihre Materie gehorcht nicht mehr den Gesetzen der Physik. Sie wird durchsichtig, durchlässig, ungreifbar – ein Flimmern in der Luft, ein Flüstern im Wind. Kugeln durchdringen sie, Mauern lassen sie passieren. Sie ist die Stille vor dem letzten Atemzug – und der Hauch, der ihm folgt.

Doch Cenvaris ist nicht nur ihr Rückzugsort. Es ist ein Geflecht aus Macht, Begierde und Intrige. Hinter den hohen Mauern der Citadel schweigen die Lippen, doch die Augen sprechen Bände. Bündnisse werden im Schatten geschlossen, und in dunklen Nächten auch gebrochen. Leidenschaft blüht dort nicht in Unschuld, sie ist ein Spiel aus Versuchung und Kontrolle, aus Hingabe und Gefahr.

Und während Lyra, Kian und Selene sich vorbereiten, ahnen sie nicht, dass der nächste Einsatz längst begonnen hat.

Ihre Wege führen sie in die Metropolen dieser Welt, in Kriegslabyrinthe, in denen jeder Atemzug der letzte sein könnte. Sie sind Klingen, die niemand sieht, bis sie zuschlagen. Jeder Auftrag ein Drahtseilakt zwischen Pflicht und Verlangen, zwischen Tod und Ekstase.

Wenn der Ruf kommt, zählt kein Zögern. Dann beginnt ein neues Kapitel.

Ein Auftrag, der mit einem Flüstern beginnt, und oft in Blut endet.

Doch jedes Mal, wenn sie zurückkehren, wissen sie:

Der nächste Ruf ist nicht fern.

Er wartet bereits im Schatten einer Welt, die nicht ahnt, was sie beschützt.

1

Der Abend lag wie eine feuchte Hand über Bangkok.

Die Stadt glühte, als hätte jemand unter das Geflecht aus Brücken, Garküchen, Neonreklamen und Hochhaustürmen einen Ofen geschoben. Aus der Ferne sah der Skyspire Tower aus, als würde er den Himmel berühren, an den Kanten blaues Licht, das in der feuchten Luft zu schweben schien.

Im 78. Stock schluckte der Teppich jedes Geräusch, als wolle er Schritte einfach verschwinden lassen. Hinter den raumhohen Fenstern pulsierte die Stadt, von Lichtadern durchzogen. Kellner in dunklen Westen balancierten Tabletts mit Champagnergläsern, ein Streichquartett fing den Atem der Klimaanlage ein, als gehöre er zur Partitur.

Der große Konferenzsaal war mit zahlreichen Pressevertretern, wichtigen Wirtschaftsexperten, Unternehmern, Geschäftsleuten und Sicherheitspersonal gefüllt.

In einem Nebenraum saß Dr. Araya Kittisiri, Wirtschaftsministerin von Thailand eine schlanke, schwarzhaarige Frau, Ende Vierzig, und ließ sich von einer Stylistin die Haare richten, und die Wangen pudern.

„Wir sind in zehn Minuten live!“, sagte Kasem Worasiri, PR-Chef der thailändischen Regierung, und auf sein Tablet blickte. „Der Moderator beginnt mit den Energieabkommen.“

„Zuerst die Fragen zu den Menschenrechten“, erwiderte die Ministerin, und blickte prüfend in den Spiegel. Der Anblick gefiel ihr, sie fühlte sich attraktiv, selbstbewusst und unbesiegbar. „Sonst wirkt es, als hätten wir etwas zu verbergen.“

Kasem Worasiri lächelte schmal. „Wir verbergen immer etwas, Kabel, Nerven, Zweifel. Aber heute verbergen wir es ordentlich.“

An den Türen des Nebenraums standen drei Personenschützer der Royal Thai Police, Special Branch Bureau. Sie wirkten nicht wie Statisten, sondern wie Klammern, die den Raum zusammenhielten. Der erste, kompakt und breit, trug den Anzug wie eine zweite Panzerung; unter dem Jackett zeichnete sich die flache Kontur einer Dienstpistole ab. Ein transparenter Ohrhörer lag hinter der Muschel, die Funkspule verschwand im Kragen. Seine Augen tasteten die Flure in kurzen, geübten Bahnen ab, als würde er ständig Punkte verbinden.

Links hielt eine große, drahtige Frau Position. Das Haar trug sie kurz, die Bewegungen waren sparsam und präzise. Sie stand leicht versetzt zur Tür, das Gewicht auf dem hinteren Bein, die Hände offen, aber bereit. Ein winziges Mikro am Revers, auf der Handfläche die Schatten eines Trainings, das aus Bewegungen Gewohnheiten macht.

Der dritte, etwas älter, trug die Ruhe eines Mannes, der schon zu viel Lärm gehört hatte. Eine feine Narbe schnitt ihm über die Wange, der Blick blieb weich und wach zugleich. Er hatte die Ecke mit Blick auf Treppenhaus und Aufzug gewählt, genau dort, wo Wege sich kreuzen. Am Gürtel unter dem Jackett lugte der Clip eines Klappmessers hervor, an der Manschette glänzte der Kopf eines Handschellenschlüssels.

Sie sprachen kaum, nur kurze Funkfetzen. Wenn jemand näherkam, verschob sich die Formation einen halben Schritt, und der Flur fühlte sich enger an, ohne dass sich irgendwer rührte. Es war der stille, professionelle Personenschutz für die hochrangigen Minister Thailands: freundlich im Auftreten, unübersehbar in der Wirkung

Im 79. Stockwerk befand sich ein großer Besprechungsraum, rechteckig, klar, mit einer Glasfront, die das milde Tageslicht über den langen Holztisch schob. An der Stirnseite hing ein stummgeschalteter Bildschirm, daneben ein Whiteboard mit sauber gezogenen Achsen. Auf dem Sideboard: Wasserkaraffen, eine Kanne Filterkaffee, ein Tablett mit schlichten Porzellantassen. Akustikpaneele dämpften jedes Geräusch zu einem konzentrierten Grundton aus Tastaturklackern, Papierblättern und leisen Stimmen.

Vier Frauen saßen an der linken Seite des Tisches, elegant und geschäftsmäßig in dunklen Blazern, schmalen Röcken und weißen Blusen. Die Schnitte waren modern, die Accessoires dezent, eine schmale Uhr, ein feiner Stift, ein einzelner Ring. Die erste Frau führte durch die Agenda, der Blick ruhig, die Notizen klar strukturiert. Die zweite verglich eine Tabelle mit den Punkten auf dem Bildschirm, markierte still Abweichungen. Die dritte tippte, ohne hinzusehen, Stichworte in ihr Notebook und hielt zwischendurch Blickkontakt, wenn Zahlen fielen. Die vierte skizzierte mit einem feinen Bleistift einen Ablauf auf einem gelben Block, Pfeile, Meilensteine, ein sauberer Handlauf durch den Inhalt.

Gegenüber lehnten sich vier Männer in dunklen Anzügen über einen offenen Laptop. Auf der Anzeige lagen Tabellenblätter mit farbigen Indikatoren, Pivot-Ansichten, Sensitivitäten. Einer deutete mit dem Stift auf eine Spalte „Kundenakquise-Kosten“, der nächste konterte mit der Auswirkung auf den Deckungsbeitrag, der dritte prüfte die Annahmen zur Umsetzungsdauer, während der vierte die Compliance-Checkliste im Blick behielt. Ihre Stimmen blieben sachlich, kurze Einwürfe, präzise Zahlen, dann wieder Stille, in der das Cursorblinken über die nächsten Schritte entschied.

Der Raum roch nach Papier, Kaffee und kühler Klimaanlagenluft. Blenden waren halb geschlossen, die Skyline dahinter wirkte wie eine beruhigende Grafik. Namenstäfelchen standen gerade, Stifte lagen parallel, die Unterlagen geordnet. Niemand sprach lauter als nötig. Nicken ersetzte Zustimmung, ein gehobener Finger bat um eine Minute für einen Einwand. Die Stimmung war konzentriert, professionell, mit dieser leichten Dringlichkeit, die Projekte in Bewegung hält, kein Drama, aber der klare Wille, heute Entscheidungen zu treffen.

Im 80. Stockwerk lag das Herz der Sicherheit: ein eigener Bereich, der eher an ein modernes Kontrollzentrum als an ein Büro erinnerte. Gedimmtes Licht, damit Augen und Monitore länger durchhalten; eine durchgehende Glasfront zum Flur, dahinter eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre. In der Mitte standen in Reihen die Arbeitsplätze der IT- und Security-Spezialisten, jeder Platz mit drei bis vier Bildschirmen ausgestattet, Headset, verschlüsseltem Telefon und einem kleinen Panel für Alarmquittierungen. Entlang der Stirnseite spannten sich große Videowalls: links Live-Feeds aus den Kameras und Wärmesensoren, in der Mitte die Gebäudeautomation mit Aufzügen, Türen, Schleusen, Klimaanlagen und Brandmeldern, rechts die Cyber-Ansicht, Firewalls, Intrusion-Detection, Netzwerksegmente, Log-Ströme.

Hier arbeitete das Team, das die komplette Sicherheitslage des Skyspire Tower in Echtzeit überwachte und steuerte.

Suthida Ratchanok, die Sicherheitsleiterin des Towers, blickte auf die Displays in einem mobilen Terminal. Vier Kamerabilder, Wärmeprofile, Zugangsprotokolle. Die Daten liefen sauber, zu sauber. Keine Unruhe unten in den Lobbys, keine Störungen in den Aufzügen.

Sie tippte sich auf den Kehlkopfsender: „Zentrale, bestätigt ihr die Filterung für Saal A?“

„Bestätigt!“, raunte eine Stimme zurück. „Hochfiltration Stufe 2. Begrenzte Außenluft, interne Zirkulation. Heutige Feinstaubwerte sind katastrophal!“

Suthida Ratchanok sah auf ihre Uhr. Neunzehn Uhr sechsunddreißig. Ein Geräusch mischte sich unter das Summen: nicht laut, eher ein Flirren. Es war heute ein ungewöhnliche Unruhe im Gebäude; die Sicherheitsleiterin schob das auf die Anwesenheit der Wirtschaftsministerin im Tower.

Auf der Terrasse des 78. Stocks, direkt hinter der Glasfront, lehnte Michael Seymor, ein junger Journalist, an der Reling. Er wünschte sich ein Interview und gute Fotos von der Ministerin. Er hielt sein Smartphone vor die Skyline, der Livestream zählte 1.327 Zuschauer.

„Bangkok!“, sagte Michael Seymor, in seine Handy Kamera, „stellt sich neu auf. Der Wirtschaftsrat tagt, Milliarden werden verhandelt, Lizenzen, Konzessionen. Wir sind gespannt, wie die Wirtschaftsministerin die Ziele der Regierung im Einklang mit den Menschenrechten erklären möchte.“

Er hielt inne. In seinem Ohr vibrierte die Luft. Der Wasserpegel im Glas neben ihm zeichnete Kreise.

„Hören sie das?“, fragte Dr. Araya Kittisiri, die Ministerin, die unverändert im Nebenraum saß.

„Das ist nur die Klimaanlage“, sagte der PR-Chef, „und der Hunger der Öffentlichkeit.“

Ein Kellner lachte leise, machte einen Schritt, hielt inne. Die Gläser auf seinem Tablett begannen zu zittern, als hätte jemand am Boden des Towers eine Saite gespannt und langsam fester gezogen.

Im Saal erklang ein kurzer Piepston. Dann noch einer, tiefer. Das Flirren in der Luft kippte in eine niederfrequente Vibration, die man mehr im Brustbein fühlte als im Ohr. Mehrere Gäste fassten sich an den Hals. Ein Mann löste seine Krawatte, hustete einmal, dann zweimal, trocken, metallisch. Ein anderer atmete durch den Mund.

Suthida Ratchanok, die Sicherheitschefin im 80. Stockwerk, straffte die Schultern, starrte auf einen Bildschirm, und rief in ihr Mikrofon: „Zentrale, was ist mit den Luftfiltern? Ich sehe einen Druckabfall.“

„Wir … wir sehen keinen Grund. Es gibt keine Leckage.“ Kurze Stille. „CO₂-Werte steigen nicht. Das ist merkwürdig.“

Die Glasblüten des Kronleuchters klirrten minimal gegeneinander, eine hauchfeine Musik erfüllte den großen Konferenzraum im 78. Stockwerk,

Michael Seymor hielt das Smartphone höher. „Hört ihr das auch?“

Der Kommentarstrom in seinem Livestream ploppte: Was ist das für ein Geräusch? Filter defekt? Zeig die Leute, nicht die Lampe!

Die Streichquartett-Geigerin verzog das Gesicht, als hätte jemand in ihre Saite gebissen, brach den Bogenstrich ab, und in der entstehenden Stille hörte man, wie ein Glas fiel und zerbrach. Ein zweites Glas folgte, ein drittes.

„Alles gut!“, rief der Moderator freundlich über den Saal hinweg. „Ein kleiner technischer …“

Der Mann brach ab. Seine Pupillen weiteten sich schlagartig. Nicht nur groß, sondern geometrisch, als lege sich ein zartes Wabenmuster über die Iris, ein silbriges Glitzern, als sei ein Film darüber gerutscht, der das Licht falsch brach. Er griff sich an die Schläfe und lachte heiser, ein Lachen, das im zweiten Atemzug in ein Grollen kippte, so tief, dass es nicht mehr zu seiner schlanken Statur passte.

„Madame Ministerin …“ Der PR-Chef brachte den Satz nicht zu Ende. Seine Finger zuckten, krümmten sich, die Sehnen traten hervor. Ein roter Punkt erschien in seinem Auge, nicht Blut, eher ein glühender Pixel. Er blinzelte, aber der Punkt blieb, und irgendwo im Raum machte jemand ein seltsames Geräusch, das zwischen Stöhnen und Knurren hing.

„Suthida Ratchanok an alle Einheiten!“, sagte die Sicherheitsleiterin, jetzt ohne Aufgeregtheit. „Sicherungsprotokoll Drei. Türen schließen, Aufzüge halten. Sanitäter bereit.“

„Aufzüge?“, fragte einer ihrer Leute. „Die fahren doch autonom.“

„Ich will sie trotzdem halten“, erwiderte Suthida.

Im 78. Stockwerk hörte die Musik abrupt auf, als die Streichgeigerin ihr Instrument in eine Ecke warf und ruckartig aufsprang. Sie zerriss ihr Kleid, zog das Textil nach unten und entblößte ihre kleinen, festen Titten. Die Nippel standen wie zwei harte Kirschkerne von den Halbkugeln ab.

Ein dicker Mann trat neben die Geigerin, ein schwerer Investor mit rotseidener Krawatte. Er neigte den Kopf, und betrachtete die süßen Brüste der Geigerin.

„Geile Titten!“, röhrte der Dicke, die Stimme triefte vor gieriger Rohheit. Er beugte sich vor, der Schweiß glänzte auf seiner Stirn, und dann schloss sich sein Maul um die nackte, zitternde Brust des Mädchens. Kein spielerisches Knabbern, kein filmisches Schauspiel – es war roh, brutal, widerwärtig echt. Mit stumpfer, verbeißender Kraft riss er die Haut auf.

Es folgte ein knackendes Geräusch, dann schoss Blut hervor, dunkelrot, heiß, lief über ihre helle Haut, über den Bauch und die Rippen, tropfte auf den Boden. Der Biss hatte sie nicht nur verletzt, er hatte sie entweiht.

Das Mädchen riss die Augen weit auf, als wären sie aus den Angeln gesprungen, der Mund öffnete sich zu einem gellenden Schrei. Ihr ganzer Körper verkrampfte, während der Dicke weiter in ihr Fleisch vergraben blieb, als wolle er sich dort festbeißen, als sei er ein Raubtier, das nicht mehr loslässt.

Die Anwesenden erstarrten. Niemand rührte sich. Sie starrten wie gebannt auf die Szene, auf das Blut, das in dicken Strömen über die halbnackten Brüste des Mädchens lief, auf ihr Gesicht, in dem Panik und Schmerz um die Vorherrschaft kämpften, und auf den dicken Investor, dessen Kiefer sich tief in sie gefressen hatte. Er keuchte, sabberte Blut und Speichel, während er noch fester zubiss, als wolle er sie verschlingen.

Ein Laut wie aus einer anderen Welt, halb Schrei, halb Gurgeln, entfuhr dem Mädchen, das jetzt nur noch zuckte, als hätte der Schmerz alle Nerven zu brennenden Drähten gemacht. Das Blut klebte an seiner Wampe, rann über seine Finger, tropfte in kleinen roten Spritzern auf den Boden.

Und niemand griff ein.

„Zurück!“, rief ein Wachmann, der plötzlich sehr klein wirkte.

Die Glasfront zum Balkon verdunkelte sich leicht, als schaltete die Automatik auf Sonnenschutz.

Michael Seymor hielt die Kamera jetzt auf die Menschen, statt auf die Skyline. Seine Zuschauerzahl sprang auf 9.000.

„Hier spritzt Blut! Könnt ihr es sehen?“, rief der Journalist aufgeregt. „Das ist …“ Seine Stimme brach.

Suthida Ratchanoks Terminal spuckte Daten. Herzfrequenzen in der Nähe der Sensoren: ansteigend. Hauttemperaturen: leicht erhöht. Sauerstoffsättigung: unauffällig. Der Algorithmus schrieb: Kein Brand, keine toxische Belastung. Die Audioanalyse aber zeigte eine anhaltende Spitze bei 19 Kilohertz, ein Bereich, den die meisten Menschen nur als Unbehagen wahrnahmen.

„Zentrale!“, sagte die Sicherheitsleiterin. „Wir haben hier keine Bombe. Das ist etwas anderes.“

Ein Atemzug im falschen Takt ging durch den Saal, ein merkwürdiges, gleichzeitiges Schnappen, als hätten Dutzende Menschen denselben unsichtbaren Dirigenten.

Der Moderator hob den Kopf. Seine Lippen bewegten sich. Es dauerte, bis jemand verstand, dass er zählte: „Sechs… sieben… acht…“

Andere griffen ein, setzten fort: „Neun… zehn… elf…“

Ein Chor ohne Klang, aber mit Absicht.

Die Ministerin öffnete die Tür des Nebenraumes, blickte in den Konferenzsaal und rief. „Was ist dort los?“

„Zurück!“, rief einer der Personenschützer, zog die Ministerin zurück in den Nebenraum und schloss die Tür.

Im Besprechungsraum des 79. Stocks sprang eine der geschäftsmäßig gekleideten Frauen auf, öffnete den Rock, zerrte das Textil gemeinsam mit dem Slip herunter. Sie präsentierte ihre glattrasierte Schamregion und rief: „Kommt, so helft mir doch! Ich bin so geil!“

„Was ist mit der los?“, fragte einer der vier Männer. Er hatte das Interesse am Laptop verloren, starrte gierig zwischen die gespreizten Schenkel der Frau.

Die vier Männer sprangen empor, öffneten die eigenen Hosen, und zerrten die harten Schwänze heraus.

Die entblößte Frau hatte sich mittlerweile rücklings auf den Besprechungstisch gelegt, die Beine weit gespreizt und rieb mit dem Mittelfinger über ihre Klitoris.

„Was ist los mit euch? Kommt doch her und fickt mich. Ich brauche es so dringend!“, jammerte die Geschäftsfrau.

Die anderen Frauen folgten dem Beispiel der ersten. Sie rissen sich förmlich die Kleidung vom Körper, legten sich ebenfalls rücklings auf den Besprechungstisch und spreizten einladend die Schenkel.

Kurz darauf wurde die erste Geschäftsfrau von einem Mann gefickt, während ein zweiter Mann seinen Schwanz in ihren Mund schob, und sich intensiv lecken ließ.

Ein weiterer Mann, mittlerweile auch komplett nackt, hatte sich eine der anderen nackten Frauen geschnappt, und sie auf den Bauch gedreht. Er spreizte ihre Gesäßbacken und schob seine Rute durch ihren Anus in den Enddarm. Die Frau schrie glückselig auf, stöhnte lautstark.

Der vierte Mann war auf den Tisch geklettert, hatte sich rücklings auf die Tischplatte gelegt. Sein erigierter Pint stand senkrecht nach oben. Sofort kroch eine Frau über seinen Unterleib, setzte sich auf den die harte Rute und begann sofort einen heftigen Ritt, der den Tisch wackeln ließ.

Im 78. Stock sprang die erste Scheibe. Es war kein Schuss, oder ein Einschlag erfolgt, die Scheibe war noch da, aber sie spann sich wie Milchglas, dann riss ein Stern aus Rissen auf, das Glas atmete aus und warf Splitter in den Saal.

Zwei Journalisten, die zur Pressekonferenz der Ministerin erschienen waren, hielten ihre Sakkos in Kerzen, bis der Stoff zu brennen begann. Dann schritten sie brennend aus dem Hauptraum, betraten die Terrasse, kletterten über das Gelände und sprangen aus dem 78. Stockwerk in die Tiefe.

„Feuerwehr alarmieren!“, schrie Suthida Ratchanok, die Sicherheitsleiterin des Towers.

Sirenen drangen schon von unten herauf, gedämpft von der Höhe, durchsetzt von dem sirrenden Ton, der nicht aufhören wollte.

Michael Seymor lief mit dem panischen Strom der Menschen aus der Haupthalle des 78. Stocks, das Smartphone in der ausgestreckten Hand.

In seinem Live-Chat erschienen Forderungen: Zeig die Fenster! Springt da jemand? Er hielt drauf. Ein Körper hing an der Fassade, brennend, die Flammen blau an den Rändern, die Hände wussten nicht, wohin, suchten Halt an glatten Flächen, fanden keinen. Dann rutschte er, als hätte jemand die Schwerkraft neu eingestellt, ein paar Meter abwärts, blieb an einem Halterungssteg hängen, zerrte, fiel weiter. Die Kommentare flackerten vorbei, wie Fische, die das Maul aufrissen.

„Nicht die Fenster!“, rief Suthida Ratchanok. „Haltet die Leute von der Glasfront weg!“

In einer Ecke lachten drei Personen gleichzeitig. Das Lachen war falsch, feucht, mechanisch. Es passte nicht zu den Gesichtern. Es passte zu gar nichts.

Der Wachmann neben dem Aufzug zögerte einen einzigen Schritt zu lang!

Ein Mann mit grauen Haaren und einer Hornbrille, stand plötzlich neben dem Wachmann, und packte seinen Arm. Zähne fuhren in den Unterarm; statt Blut trat eine dunkle, zähflüssige Substanz aus, glänzend wie Öl auf Regen. Sie tropfte auf den Teppich und begann, sich selbst zu zeichnen: feine Linien, die zu Waben wurden, ein sechseckiges Geflecht, das sich wie Frost über Stoff legte. Ein Geruch nach heißem Metall stieg auf, das Funkgerät des Wachmanns piepte einmal, dann verstummte es, und in der Stille schien das Muster weiterzuwachsen, zielstrebig, beinahe neugierig.

„Sanitäter!“, rief jemand. „Geben sie den Arm her!“

„Nicht anfassen!“, schrie Suthida Ratchanok in ihr Mikrofon. Ihre Stimme war durch die Lautsprecher im 78. Stock zu hören. „Kein Hautkontakt!“

Die Automatik des Gebäudes reagierte. Sprinkler sprangen an, ein silbriger Regen, der in sich selbst zitterte, als wäre er elektrisch. Das Wasser roch nicht nach Chlor. Es roch nach nichts. Als die nächsten Männer den Stoff ihrer Sakkos in den Kerzenflammen anzündeten, brannte der Stoff sogar noch heller, als habe das Sprinklerwasser sie geärgert.

Auf dem Monitor sah Suthida Ratchanok, wie in der Luft winzigste Partikel tanzten. Es war, als hätten sich die Ventilationsgitter für einen Moment in die falsche Richtung entschieden.

„Abtrennung aktivieren!“, sagte Ratchanok. „Feuerabschnitte schließen.“

Schwere Schott-Türen begannen, aus den Wänden zu fahren. Der Saal geriet in Zonen.

In dem kleinen Nebenraum stand die Ministerin, flankiert von den drei Personenschützern. Der PR-Chef und die Visagistin lehnten zitternd an der Wand.

„Wir müssen hier raus“, sagte die Ministerin, die Stimme erstaunlich ruhig. „Sofort!“

„Seitenflur Nordost“, antwortete der Personenschützer mit der Narbe. „Dann durch das Treppenhaus nach unten!“

Die große, drahtige Personenschützerin nickte, öffnete die Tür, trat in den Flur und blickte sich prüfend um. Ein kahlköpfiger Mann kam ihr entgegen, weißes Lächeln, einfacher Anzug. Als er näherkam, sah man, dass unter der Haut seiner Wange etwas rollte, als wäre dort eine zweite, kleinere Kugel eingefasst, die sich bewegte. Der Kahlkopf blieb stehen, drehte den Kopf, viel zu langsam, und legte ihn auf die Schulter, als sei der Nacken aus Gummi.

„Bitte folgen! Ich werde dich jetzt ficken!“, sagte er mit einer verzerrten Stimme und starrte die Frau gierig an.

„Zurück!“, fauchte die Personenschützerin, die Stimme ein schneidender Befehl. Mit einer blitzschnellen Bewegung riss sie die Pistole aus dem Holster, das Metall glänzte im Licht, die Mündung starr auf den Mann gerichtet. „Zurück, verdammt!“

Doch der Kahlkopf lächelte nur, ein krankhaftes, stieres Grinsen, das seine Zähne entblößte. Mit dem linken Fuß setzte er vor, so hart, dass das Gelenk hörbar knackte. Die Sehne an seinem Bein spannte sich wie ein blank gezogener Draht, gefährlich kurz vorm Reißen. Seine Augen lagen tief, glühten vor Irrsinn.

„Ficken … Ficken … Ficken …“, murmelte er, immer wieder, die Zunge schabte unruhig an den Zähnen, als prüfe sie eine unsichtbare Rasierklinge. Mit einem heiseren Laut, halb Wort, halb Tierlaut, stieß er sich ab, sprang nach vorne, ein fleischgewordener Angriff.

Der Schuss krachte wie Donner.

Ohne den Bruchteil einer Sekunde zu zögern, hatte sie abgedrückt. Die Kugel riss durch die Luft, bohrte sich mit brutaler Präzision in das rechte Auge des Kahlkopfes. Ein widerliches, feuchtes Krachen, dann explodierte der Schädel seitlich. Blut, Knochensplitter und Hirnmasse spritzten gegen die Wand, rote Schlieren zogen sich über den Boden.

Der Körper zuckte noch im Sprung, taumelte, brach ungebremst gegen den Boden. Die Arme ruderten im Leeren, ehe er wie ein nasser Sack zusammensackte. Dort lag er, der Kopf grotesk verdreht, das Gesicht ein aufgerissenes, blutiges Loch.

„Zurück in den Nebenraum!“, rief die Personenschützerin, stieß die Ministerin in den Raum und verschloss von innen die Tür. „Es ist unsicher draußen! Wir werden diese Stellung sichern, bis Verstärkung eintrifft!“

Michael Seymor, der Journalist, hatte den Schuss gehört, ein scharfer, finaler Knall, der durch die Wände drang und jede Unterhaltung im Konferenzraum zerriss. Getrieben von Reflex und Neugier riss er die Tür auf, lugte hinaus und sah den reglos hingestreckten Kahlkopf, das Gesicht nur noch eine blutige Höhle. Ehe er darüber nachdenken konnte, zog er sein Smartphone und begann zu filmen. Live, sofort, die Linse gierig auf das tote Fleisch gerichtet – Content, der wie Gift und Wahrheit zugleich in die Welt hinausfließen würde.

Dann stolperte er zurück, schob die Tür zu, verriegelte sie hastig. Seine Hände zitterten, das Metall der Klinke fühlte sich kalt und fremd an. Im Raum lag eine eigentümliche Stille, nur unterbrochen vom Geräusch: klack, klack, klack. Eine Vase, leer, rollte noch immer über den Boden. Daneben lag eine rote Rose, wie fallengelassen, zu schwach, um Widerstand zu leisten. Das Sofa, schief neben die Wand geschoben, wirkte wie eine hilflose Barrikade.

Hinter sich hörte Michael Seymor Stimmen, gedämpft, hastig, zerbrochen. Jemand schluchzte, ein anderer versuchte, mit ersticktem Flüstern zu beschwichtigen. Atemzüge keuchten durch den Raum, schnell und flach, als hätte man sie gerade zu einem Sprint gejagt, den sie nicht gewinnen konnten.

„Draußen herrscht Chaos!“, rief Seymor, die Stimme höher, als er wollte, brüchig wie Glas. „Es ist hier nicht mehr sicher!“

In dem Moment spürte er selbst, wie falsch das Wort in diesem Raum klang. Sicher? Nichts war mehr sicher, nicht hinter dieser Tür, nicht hinter Beton, nicht einmal im eigenen Körper. Seine Worte hingen leer in der Luft, wie ein Versprechen, das keiner glaubte.

Eine Frau trat neben Seymor, rothaarig, streng frisiert, gekleidet in ein exklusives Designer-Kostüm, das nun fehl am Platz wirkte wie ein Theaterkostüm in einer Ruine. Ihre Lippen waren farblos geworden, blutleer vor Schreck.

„Was passiert da draußen?“, hauchte sie, kaum mehr als ein Flüstern, das sich in den Geräuschen verlor.

Seymor blickte sie an. Seine Kehle fühlte sich zugeschnürt, und doch zwang er ein heiseres Lächeln hervor.

„Ich wünschte, ich wüsste es“, sagte er, und spürte, wie die Lüge in seinem eigenen Mund brannte.

„Wollen sie mich ficken?“, fragte die Rothaarige, streifte sich in langsamen, lasziven Bewegungen die Kleidung vom Körper; stand kurz darauf komplett nackt im Raum.

Michael Seymor betrachtete den entblößten Körper, dachte sich, dass sie eine echte Rothaarige war, da der gesamte Venushügel mit hellroten Haaren bedeckt war. Die Titten waren riesig, hingen leicht nach unten, wurden aber von langen, harten Nippeln gekrönt.

„Wir können hier doch nicht ficken!“, antwortete Seymor.

Die Rothaarige reagierte nicht auf den Einwand, ließ sich auf einem Sessel nieder, legte die Beine gespreizt auf die Armlehnen und präsentierte ihre geöffnete Scheide.

„Fick mich endlich! Ich brauche es so dringend!“

Seymor konnte sich nicht länger zurückhalten. Alles in seinem Kopf war auf Sex programmiert. Er ließ sich auf die Knie sinken, kroch zwischen ihre gespreizten Schenkel, um diese Herrlichkeit zu küssen. Seine Zunge leckte durch die ganze Länge der weichen, ihm zugewandten Spalte auf und ab. Er knabberte ein wenig an der steifen Klitoris herum und öffnete gleichzeitig seine Hose. Mit hektischen Handgriffen zerrte er seinen Schwanz hervor, wichste den Penis, während er sie weiter wild leckte.

Die Rothaarige zuckte unter seinen Zungenschlägen hin und her, dann umklammerte sie seine Kopfhaare, bemüht, seinen saugenden, leckenden Mund möglichst dicht an ihre lechzende, verlangende Scham heranzuführen.

„Ich ... ahhhh ... ich ... ooohhhhh ... du ...“, jammerte sie stöhnend.

Er löste seinen Kopf von ihrer Liebesgrotte, richtete sich auf, griff nach seinem eichenharten Penis, führte die pralle Eichel durch die schillernden Schamlippen der Rothaarigen und stieß dann heftig zu. Sein Glied rutschte mühelos bis zum Anschlag in ihre Lustgrotte. Er nahm zitternd wahr, wie herrlich eng sie war. Ihre Scheidenmuskulatur umschloss saugend und massierend seinen sofort in Bewegung geratenen Penis. Er vögelte hingebungsvoll, bald schnell, bald langsamer werdend, ganz den ekstatischen Gefühlen hingebend, die ihr schlanker, leidenschaftlich zuckender Körper ihm vermittelte.

„Jetzt ... oh, jetzt ...“, murmelte die Rothaarige, schlang die Arme um seinen Hals und wand sich unter den feurigen Explosionen, als sie die ersten Anzeichen eines Höhepunktes heraufziehen spürte. Sie schloss die Augen und sah nur noch bunte Sterne.

Dann konnte und wollte er sich nicht länger beherrschen. Keuchend, trunken vor Wonne entlud sich der Journalist, pumpte sein Sperma in ihre zuckende Scheide.

Die Rothaarige weinte. Tatsächlich! Über ihre Wangen liefen Tränen.

Seymor verlor das Interesse an der Frau. Er zog seinen Penis aus ihrer Fotze, stopfte ihn zurück in die Hose und stand auf.

Er drehte sich wieder zum Raum und erschrak!

Der große Tisch im Konferenzraum explodierte, nicht in Feuer und Rauch, sondern in einer plötzlichen, animalischen Bewegung. Vier Menschen warfen sich gleichzeitig nach vorn, als hätten sie ein unsichtbares Signal empfangen, einen Befehl, dem sich kein Muskel widersetzen konnte. Ihre Hände griffen nach den Gläsern, schlugen sie gegen die Tischkante, bis sie splitterten.

Das Klirren schnitt wie ein Echo durch den Raum. Scharfkantige Scherben bohrten sich in ihre Finger, sie packten sie fester, als wollten sie den Schmerz erzwingen. Dann rissen sie die Splitter quer über ihre Handflächen. Haut platzte auf, Fleisch spaltete sich, und sofort stob Blut hervor, dunkelrot, in zuckenden Fontänen.

Es spritzte über die glänzende Tischplatte, tropfte in die Papiere, rann in die Fugen des Holzes. Einzelne Tropfen klatschten gegen die Wände, als hätte jemand mit Farbe geworfen. Doch das Blut blieb nicht chaotisch. Es begann, sich zu verändern.

Die Spritzer glitten auseinander, verbanden sich wie von unsichtbarer Hand gelenkt. Linien formten sich, gerade, messerscharf, präzise. Erst Kreuze, dann geometrische Winkel, und schließlich ein klares Muster: sechseckig, streng, unnatürlich sauber.

Suthida Ratchanoks Terminal piepte. Sie wechselte in den Gebäudemodus. „Warum sind die schallaktiven Absorber offline?“, fragte sie. Niemand antwortete. „Zentrale?“

„Wir …“ Die Stimme brach, kam wieder. „Wir sehen keine Abweichung. Der Ton … kommt nicht von außen. Er entsteht in den Wänden. Das Chaos ist nur in 78., 79. und 80. Stockwerk. Sonst ist überall Ruhe.“

Die ersten Livestreams schossen durch die globale Sphäre: Videos, die jeder kannte, wackelige Perspektiven, Schreie, glasige Augen.

Eine Nachrichtensprecherin in einer anderen Stadt hielt kurz inne, setzte neu an, fuhr fort, als wäre der Teleprompter kurz gestolpert. In manchen der Streams flackerte das Bild bei hellen Kanten, eine Art digitaler Moiré, der sich nur zeigte, wenn das Licht in einem bestimmten Winkel auf Glas traf.

„Falscher Alarm, kein Terror!“, versicherte jemand ins Mikro einer Kamera, und genau in diesem Moment rannte ein Mann mit brennender Schulter aus dem Saal, prallte gegen die Glasfront, die nicht hielt, sondern aufging, als wäre sie eine automatische Tür, die plötzlich zum Balkon hin freigab. Er kletterte über die Brüstung und stürzte sich in die Tiefe.

Suthida Ratchanok spürte die Luft, wie sie bewegter wurde, obwohl die Klimaanlage eigentlich auf konstant stand. Dann hörte sie direkt hinter sich ein Lachen, tief, vibrierend. Sie fuhr herum. Niemand. Nur der plätschernde Sprinkler, der in den Lichtern der Glasblüten aussah wie ein harmloser Regen. Das Lachen schien direkt aus der Wand gekommen zu sein.