Königsschwur - Joe Abercrombie - E-Book

Königsschwur E-Book

Joe Abercrombie

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Beschreibung

Ein düsteres Reich, ein verstoßener Prinz und eine gefährliche Mission – Königsschwur hat alles, was ein spannendes Fantasy-Epos braucht

Prinz Yarvi von Gettland ist ein Krüppel, ein Schwächling, ein Niemand. Mit nur einer funktionstüchtigen Hand geboren und von seinem Vater verachtet, muss er sich mit einem bedeutungslosen Diplomatenposten zufriedengeben. Als sein Vater und sein Bruder eines Tages brutal ermordet werden, überwindet Yarvi seine Schwäche und besteigt den Schwarzen Thron von Gettland. Und er legt einen Eid ab: denjenigen, der seine Familie getötet hat, zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen! Doch dann wird Yarvi von seinen engsten Vertrauten verraten ...

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Seitenzahl: 488

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Joe Abercrombie

Königsschwur

Roman

Aus dem Englischen von

Kirsten Borchardt

WILHELM HEYNE VERLAG MÜNCHEN

Titel der Originalausgabe:

HALF A KING

Deutsche Erstausgabe 02/2015

Copyright © 2014 by Joe Abercrombie

Copyright © 2015 der deutschsprachigen Ausgabe

by Wilhelm Heyne Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Redaktion: Werner Bauer

Karte: Nicolette Caven

Umschlaggestaltung: Nele Schütz Design, München,

unter Verwendung eines Motivs von shutterstock

Umsetzung eBook: Greiner & Reichel, Köln

ISBN 978-3-641-14432-6

www.heyne.de

@HeyneFantasySF

Für Grace

»Nicht bess’re Bürde bringt man auf Reisen

Als Wissen und Weisheit.«

aus: Hávamál, des Hohen Lied

IDER SCHWARZE THRON

Der allgemein größte Nutzen

Ein eisiger Wind blies in jener Nacht, als Yarvi erfuhr, dass er König war. Oder zumindest ein halber König.

Die Gettländer sprachen von einem suchenden Wind, denn er fand jede Ritze und jedes Schlüsselloch, trug stöhnend die tödliche Kühle von Mutter Meer in jedes Haus, ganz gleich, wie hoch die Feuer geschürt wurden oder wie eng sich die Menschen aneinanderdrängten.

Er riss an den Läden der schmalen Fenster von Mutter Gundrings Gemächern und ließ sogar die eisenbeschlagene Tür in ihrem Rahmen erzittern. Er spielte mit den Flammen in der Feuerstelle, bis sie vor Zorn zischten und knisterten; sie ließen die Schatten der getrockneten Kräuter, die von der Decke herabhingen, wie Krallen erscheinen und warfen ein flackerndes Licht auf die Wurzel, die Mutter Gundring in ihren knotigen Fingern hielt.

»Und das hier?«

Auf den ersten Blick sah es nach einem Klumpen Dreck aus, aber Yarvi hatte aufmerksam gelernt und wusste es besser.

»Schwarzzungenwurz.«

»Und wieso sollte sich ein Gelehrter nach dieser Wurzel bücken, mein Prinz?«

»Ein Gelehrter hofft, dass er es nicht tun muss. Aber wenn sie in Wasser gekocht worden ist, kann man das tödliche Gift, das in ihr steckt, weder sehen noch schmecken.«

Mutter Gundring warf die Wurzel beiseite und murmelte: »Manchmal muss ein Gelehrter sich nach dunklen Dingen bücken.«

»Gelehrte müssen sich überlegen, was das geringere Übel ist«, erwiderte Yarvi.

»Und abwägen, worin der allgemein größte Nutzen liegt. Fünf von fünfmal richtig.« Mutter Gundring nickte lobend, und Yarvi errötete vor Stolz. Ein Lob der großen Gelehrten von Gettland erwarb man sich nicht so leicht. »Und die Rätsel in der Prüfung werden leichter sein.«

»Die Prüfung.« Yarvi rieb sich nervös mit seinem gesunden Daumen über die verkrümmte Innenfläche seiner verkrüppelten Hand.

»Du wirst sie bestehen.«

»Das kann man nie wissen.«

»Es ist die Aufgabe der Gelehrten, stets zu zweifeln …«

»… aber sich stets überzeugt zu zeigen«, beendete er den Satz für sie.

»Siehst du? Ich kenne dich.« Das stimmte. Niemand kannte ihn besser, nicht einmal seine engsten Verwandten. Die schon gar nicht! »Nie zuvor habe ich einen so klugen Schüler gehabt. Du wirst beim ersten Durchgang bestehen.«

»Und dann werde ich nicht mehr Prinz Yarvi sein.« Bei diesem Gedanken empfand er nichts als Erleichterung. »Ich werde keine Familie mehr haben und keinen Erbanspruch.«

»Du wirst Bruder Yarvi sein, und deine Familie ist dann der Gelehrtenkreis.« Der Feuerschein fand die Runzeln um Mutter Gundrings Augen, als sie lächelte. »Und dein Erbanspruch sind dann die Pflanzen und die Bücher und das leise gesprochene Wort. Du wirst Erinnerungen pflegen und Ratschläge geben, heilen und die Wahrheit sprechen, geheime Wege kennen und Vater Friede in jeder Sprache den Weg ebnen. So, wie ich es zu tun versucht habe. Es gibt keine edlere Aufgabe, egal, welchen Unsinn die muskelbepackten Narren auf dem Kampfplatz von sich geben mögen.«

»Leider ist es nicht so leicht, die muskelbepackten Narren zu ignorieren, wenn man ihnen auf dem Kampfplatz gegenübersteht.«

»Ha.« Sie rollte die Zunge und spuckte ins Feuer. »Sobald du die Prüfung bestanden hast, musst du dort nur noch erscheinen, um jemandem den aufgeplatzten Kopf zu verbinden, wenn es beim Spiel allzu hart zuging. Eines Tages wirst du meinen Stab tragen.« Sie deutete mit einem Nicken zu dem zugespitzten Stück beschlagenen und gekerbten Albenmetalls, das an der Wand lehnte. »Eines Tages wirst du neben dem Schwarzen Thron sitzen und Vater Yarvi sein.«

»Vater Yarvi.« Bei dem Gedanken rutschte er unbehaglich auf dem Stuhl hin und her. »Dazu fehlt mir die Weisheit.« Eigentlich meinte er damit, dass ihm der Mut fehlte, aber ihm fehlte der Mut, das zuzugeben.

»Weisheit kann man erwerben, mein Prinz.«

Er hob seine linke Hand ins Licht, sodass ihre verwachsene Form deutlich sichtbar wurde. »Und Hände? Kann man die auch … erwerben?«

»Nun, eine Hand – zumindest eine brauchbare – mag dir fehlen, aber die Götter haben dir kostbarere Gaben mitgegeben.«

Er schnaubte. »Meine schöne Singstimme, meinst du das?«

»Warum nicht? Und eine schnelle Auffassungsgabe, Einfühlungsvermögen und Stärke. Nur eben die Art von Stärke, die einen großen Gelehrten ausmacht und nicht unbedingt einen großen König. Dich hat Vater Friede berührt, Yarvi. Denke immer daran: Starke Männer gibt es viele, weise nur wenige.«

»Kein Wunder, dass Frauen die besseren Gelehrten sind.«

»Und auch besser Tee kochen, normalerweise jedenfalls.« Mutter Gundring nahm einen schlürfenden Schluck aus dem Becher, den er ihr jeden Abend brachte, und nickte wiederholt wohlwollend. »Aber das Teekochen zählt ebenfalls zu deinen großen Fähigkeiten.«

»Echte Heldenarbeit. Wirst du mir weniger schmeicheln, wenn ich nicht mehr Prinz, sondern Gelehrter bin?«

»Ich werde dir so sehr schmeicheln, wie du es verdienst, und die übrige Zeit werde ich dir kräftig in den Hintern treten.«

Yarvi seufzte. »Manche Dinge ändern sich nie.«

»Jetzt weiter mit Geschichte.« Von einem Regal nahm Mutter Gundring ein Buch, dessen vergoldeter Rücken mit rot und grün funkelnden Edelsteinen besetzt war.

»Jetzt? Ich muss mit Mutter Sonne aufstehen, um deine Tauben zu füttern. Ich hatte gehofft, noch etwas schlafen zu können, bevor ich …«

»Ich werde dich schlafen lassen, wenn du die Prüfung bestanden hast.«

»Nein, das wirst du nicht.«

»Da hast du recht, das werde ich nicht.« Sie benetzte einen Finger, und das uralte Papier knisterte beim Umblättern. »Sag mir, mein Prinz, in wie viele Splitter wurde die Göttin von den Alben zerbrochen?«

»In vierhundertneun. In die vierhundert Kleinen Götter, die sechs Hohen Götter, den ersten Mann und die erste Frau und Frau Tod, die das Letzte Tor bewacht. Aber sind das nicht eher Fragen für einen Segensweber als für einen Gelehrten?«

Mutter Gundring schnalzte mit der Zunge. »Ein Gelehrter sollte sich mit jedem Feld des Wissens beschäftigen, denn nur das, was bekannt ist, kann beherrscht werden. Nenne die sechs Hohen Götter.«

»Mutter Meer und Vater Erde, Mutter Sonne und Vater Mond, Mutter Krieg und …«

Mit einem Krachen flog die Tür auf, und der »suchende« Wind fegte in das Gemach. Die Flammen in der Feuerstelle duckten sich ebenso wie Yarvi und tanzten verzerrt auf den hundertmal hundert Gläsern und Fläschchen auf den Regalen. Eine Gestalt polterte die Treppe herauf und ließ die Kräuterbündel hinter sich wie Gehenkte hin und her schwingen.

Es war Yarvis Onkel Odem, dem das Haar vom Regen an das blasse Gesicht geklebt war und dessen Brust sich schwer atmend hob. Er starrte Yarvi mit weit aufgerissenen Augen an und öffnete den Mund, gab aber keinen Laut von sich. Man brauchte kein einfühlsamer Mensch zu sein, um zu erkennen, dass schlimme Nachrichten auf seinen Schultern lasteten.

»Was ist denn?«, krächzte Yarvi, dessen Kehle vor Angst wie zugeschnürt war.

Sein Onkel fiel auf die Knie und vergrub die Hände im fettigen Stroh. Er neigte den Kopf und sprach zwei Worte, leise und rau.

»Mein König.«

Und Yarvi wusste, dass sein Vater und sein Bruder tot waren.

Pflicht

Sie sahen eigentlich gar nicht richtig tot aus.

Nur sehr weiß, wie sie da auf den kühlen Steinplatten in diesem kühlen Gewölbe lagen, die Leichentücher bis zu den Achseln und die blanken Schwerter über der Brust. Yarvi wartete die ganze Zeit darauf, dass sein Bruder im Schlaf den Mund verziehen würde. Oder dass sein Vater die Augen öffnen und ihn mit der vertrauten Verachtung ansehen würde. Aber sie taten es nicht. Sie würden es nie wieder tun.

Frau Tod hatte das Letzte Tor für sie geöffnet, und von dieser Pforte kehrte niemand mehr zurück.

»Wie ist es geschehen?«, hörte Yarvi seine Mutter von der Tür her fragen. Ihre Stimme klang so gefasst wie immer.

»Verrat, meine Königin«, antwortete sein Onkel Odem leise.

»Ich bin keine Königin mehr.«

»Natürlich … entschuldige, Laithlin.«

Yarvi berührte sanft die Schulter seines Vaters. So kalt. Er fragte sich, wann er seinen Vater zum letzten Mal angefasst hatte. Hatte er das überhaupt jemals getan? Wann sie zum letzten Mal wirklich miteinander gesprochen hatten, daran erinnerte er sich allerdings. Es war Monate her.

Ein Mann schwingt die Sense und die Axt, hatte sein Vater gesagt. Ein Mann rudert sein Schiff und macht die Knoten fest. Vor allem aber hält ein Mann seinen Schild. Er hält die Stellung. Ein Mann steht seinem Schultermann bei. Was ist das für ein Kerl, der nichts von dem vermag?

Ich habe nicht darum gebeten, nur eine halbe Hand zu bekommen, hatte Yarvi gesagt, der sich wie so oft in die Enge getrieben fühlte auf dem kargen Boden zwischen Schuld und Zorn.

Ich habe auch nicht um einen halben Sohn gebeten.

Und jetzt war König Uthrik tot, und sein Königskreis, der in aller Eile angepasst worden war, lastete schwer auf Yarvis Kopf. Er wog viel mehr, als ein so dünner Goldreif das eigentlich hätte tun dürfen.

»Ich habe dich gefragt, wie sie starben«, unterbrach seine Mutter das Schweigen.

»Sie gingen, um mit Grom-gil-Gorm über den Frieden zu verhandeln.«

»Mit den verdammten Vansterländern kann es keinen Frieden geben«, ertönte die tiefe Stimme von Hurik, dem Wahlschild seiner Mutter.

»Ihr Tod muss gerächt werden«, sagte Yarvis Mutter.

Sein Onkel versuchte, die Wogen zu glätten. »Zunächst ist sicherlich einmal Zeit zu trauern. Der Hochkönig hat offenen Krieg untersagt, bevor nicht …«

»Rache!« Ihre Stimme war so scharf wie zerbrochenes Glas. »Schnell wie der Blitz und heiß wie Feuer.«

Yarvis Augen schlichen sich zum Leichnam seines Bruders. Schnell und heiß, so war sein Bruder, oder vielmehr: So war er gewesen. Er hatte ein kantiges Kinn und einen muskulösen Hals, und seine Wangen zeigten bereits den Schatten eines dunklen Bartes, so wie ihr Vater ihn trug, und damit war er Yarvi so unähnlich wie überhaupt nur möglich. Sein Bruder hatte ihn geliebt, vermutete er. Eine ruppige Liebe, bei der jeder Schulterklopfer nur knapp unter der Wucht eines Faustschlags lag. Eine Liebe, wie man sie für etwas empfindet, das schon immer da war.

»Rache«, grollte Hurik. »Die Vansterländer müssen dafür bezahlen.«

»Verdammt seien die Vansterländer«, sagte Yarvis Mutter. »Unser Volk muss auf die Rache eingeschworen werden. Wir müssen ihm zeigen, dass der neue König Stahl in sich hat. Wenn die Leute vor uns auf den Knien liegen, kannst du Mutter Meer mit deinen Tränen füttern.«

Yarvis Onkel stieß einen schweren Seufzer aus. »Also Rache. Aber ist er bereit, Laithlin? Er war nie ein Kämpfer …«

»Er muss kämpfen, ob er bereit ist oder nicht!«, zischte seine Mutter. Die Leute redeten immer schon in Yarvis Gegenwart, als sei er nicht nur verkrüppelt, sondern auch taub. Offensichtlich hatte sein plötzlicher Aufstieg nichts an diesem Umstand geändert. »Bereitet einen Angriff vor.«

»Wo soll er stattfinden?«, fragte Hurik.

»Wichtig ist nur, dass wir überhaupt angreifen. Lasst uns allein.«

Als die Tür sich geschlossen hatte, hörte Yarvi die sanften Schritte seiner Mutter auf dem kalten Boden.

»Hör auf zu heulen«, sagte sie. Erst da merkte er, dass Tränen in seinen Augen standen; er wischte sie weg und schniefte dabei, denn er schämte sich. Er schämte sich immer.

Sie packte ihn an der Schulter. »Steh gerade, Yarvi.«

»Tut mir leid«, sagte er und versuchte die Brust so herauszustrecken, wie sein Bruder es vielleicht getan hätte. Immer tat ihm alles leid.

»Du bist jetzt König.« Sie zog die verdrehte Spange seines Mantels gerade, versuchte sein blassblondes Haar zu zähmen, das zwar kurz geschnitten war, aber trotzdem wild sein Gesicht umrahmte, und legte ihm dann endlich ihre kühlen Fingerspitzen an die Wange. »Dir muss niemals etwas leid-tun. Du musst das Schwert deines Vaters tragen und den Angriff gegen die Vansterländer anführen.«

Yarvi schluckte. Die Vorstellung eines Angriffs hatte ihn stets mit Entsetzen erfüllt. Und nun sollte er einen anführen?

Odem sah ihm seine Angst offenbar an. »Ich werde dein Schultermann sein, mein König, immer an deiner Seite, mein Schild bereit zu deiner Verteidigung. Ich werde dir helfen, wo immer ich kann.«

»Ich danke dir«, murmelte Yarvi. Er wollte keine Hilfe, er wollte nur nach Skekenheim geschickt werden, damit er seine Gelehrtenprüfung ablegen konnte – um dann in den Schatten zu sitzen, anstatt ins Licht gezerrt zu werden. Aber diese Hoffnung war zu Staub zerfallen. So war es immer mit seinen Hoffnungen, sie zerbröselten wie schlecht angemischter Mörtel.

»Du musst Grom-gil-Gorm dafür bezahlen lassen«, sagte seine Mutter. »Und dann musst du deine Kusine heiraten.«

Er starrte in ihre eisengrauen Augen. Dazu musste er ein wenig nach oben sehen, denn sie war immer noch ein wenig größer als er. »Was?«

Aus der sanften Berührung wurde ein unbarmherziger Griff. »Hör mir zu, Yarvi, und merk dir gut, was ich dir sage. Du. Bist. Der. König. Das mag sich niemand von uns gewünscht haben, aber so ist es nun einmal gekommen. Auf dir ruhen jetzt all unsere Hoffnungen, und sie ruhen damit auf einer Klippe über dem Abgrund. Du wirst nicht geachtet. Du hast kaum Verbündete. Du musst den Zusammenhalt unserer Familie stärken, indem du Odems Tochter Isriun heiratest, so wie dein Bruder es beabsichtigte. Wir haben darüber gesprochen. Es wurde schon vereinbart.«

Onkel Odem beeilte sich, etwas Wärme in all das Eis zu bringen. »Nichts würde mich glücklicher machen, als dein Ehevater zu werden, mein König, und unsere Familien auf ewig vereint zu sehen.«

Über Isriuns Gefühle sprach niemand, wie Yarvi bemerkte. Ebenso wenig wie über seine. »Aber …«

Seine Mutter runzelte die Stirn. Ihre Augen verengten sich. Er hatte erlebt, wie große Helden unter diesem Blick erzitterten, und Yarvi war kein Held. »Ich wurde deinem Onkel Uthil versprochen, von dessen Schwertkunst die Krieger heute noch flüsternd erzählen. Mit deinem Onkel Uthil, der König hätte sein sollen.« Ihre Stimme brach, als ob die Worte sie schmerzten. »Als Mutter Meer ihn verschlang und sie seinen leeren Grabhügel am Ufer aufwarfen, heiratete ich stattdessen deinen Vater. Ich schob meine Gefühle beiseite und tat meine Pflicht. Und das musst du jetzt auch.«

Yarvis Augen glitten wieder zum Leichnam seines Bruders mit seinem schön geschnittenen Gesicht, und er fragte sich, wie sie so ruhig Pläne schmieden konnte, während ihr Mann und ihr Sohn keine Armeslänge von ihr entfernt tot dalagen. »Du weinst nicht um sie?«

Das Gesicht seiner Mutter zog sich kurz krampfartig zusammen, und ihre ganze sorgfältig aufgebaute Schönheit zerbrach auf einmal, die Lippen zogen sich über den Zähnen zurück, ihre Augen wurden schmal, und die Sehnen an ihrem Hals traten hervor. Einen schrecklichen Augenblick lang wusste Yarvi nicht, ob sie ihn schlagen oder in klagendes Weinen ausbrechen würde, und er konnte nicht einmal sagen, welche Vorstellung ihm mehr Angst machte. Dann holte sie stoßweise Luft, schob eine blonde Haarsträhne, die sich gelöst hatte, wieder an Ort und Stelle, und war wieder sie selbst.

»Wenigstens einer von uns beiden muss ein Mann sein.« Und mit diesem königlichen Ausspruch wandte sie sich um und fegte aus dem Zimmer.

Yarvi ballte die Fäuste, zumindest eine; den Daumen der anderen Hand drückte er gegen den krummen Stummel des einen Fingers.

»Vielen Dank für die ermutigenden Worte, Mutter.«

Immer war er zornig. Immer dann, wenn es zu spät war, um ihm etwas zu nützen.

Er hörte, wie sein Onkel näher trat und mit einer so sanften Stimme sprach, als wollte er ein nervöses Fohlen beruhigen. »Du weißt, dass deine Mutter dich liebt.«

»Weiß ich das?«

»Sie muss stark sein. Für dich. Für das Land. Für deinen Vater.«

Yarvi wandte den Blick vom Leichnam seines Vaters ab und sah seinem Onkel ins Gesicht. So ähnlich, und doch auch wieder nicht. »Den Göttern sei Dank, dass du hier bist«, sagte er, und die Worte kamen rau aus seiner Kehle. Wenigstens einer in seiner Familie, für den er zählte.

»Es tut mir leid, Yarvi. Wirklich.« Odem legte Yarvi eine Hand auf die Schulter, und Tränen schimmerten in seinen Augen. »Aber Laithlin hat recht. Wir müssen tun, was für Gettland am besten ist. Wir müssen unsere Gefühle beiseiteschieben.«

Yarvi stieß einen tiefen Seufzer aus. »Ich weiß.«

Seine Gefühle waren beiseitegeschoben worden, solange er sich erinnern konnte.

Ein Weg zum Sieg

Keimdal, du wirst gegen den König antreten.«

Yarvi musste ein idiotisches Kichern unterdrücken, als er hörte, wie der Waffenmeister dieses Wort für ihn gebrauchte. Wahrscheinlich unterdrückten die achtzig jungen Krieger vor ihm ebenfalls ihr Lachen. Oder sie würden es spätestens dann tun, wenn sie ihren neuen König kämpfen gesehen hatten. Aber dann würde ihr Lachen zweifelsohne das Letzte sein, worüber Yarvi sich Sorgen machen musste.

Natürlich waren sie jetzt seine Untertanen. Seine Diener. Seine Männer, die geschworen hatten, für jede seiner Launen in den Tod zu gehen. Dennoch erschienen sie ihm wie rachsüchtige Feinde, sogar noch mehr als bei seinen frühen Waffenübungen als Kind.

Er fühlte sich noch immer wie ein Kind. Mehr denn je.

»Es wird mir eine Ehre sein.« Keimdal sah nicht besonders geehrt aus, als er zwischen seinen Kameraden hervortrat und sich dabei in seinem Kettenpanzer so mühelos bewegte wie eine Jungfer im Nachthemd. Er nahm einen Schild und ein hölzernes Übungsschwert zur Hand und ließ es ein paar Mal dramatisch durch die Luft pfeifen. Wahrscheinlich war er nicht einmal ein Jahr älter als Yarvi, aber er sah fünf Jahre älter aus – einen halben Kopf größer, wesentlich breiter in Brust und Schultern, und an seinem eckigen Kinn wuchsen bereits rötliche Stoppeln.

»Bist du bereit, mein König?«, raunte Odem Yarvi ins Ohr.

»Ganz bestimmt nicht«, zischte Yarvi, aber eine Flucht war unmöglich. Der König von Gettland musste Mutter Krieg ein liebender Sohn sein, egal wie wenig er dazu taugte. Er musste den älteren Kriegern, die um den Kampfplatz Aufstellung genommen hatten, beweisen, dass er mehr war als eine einhändige Peinlichkeit. Irgendwie musste er einen Weg finden, um zu gewinnen. Es gibt immer einen Weg, hatte seine Mutter ihm stets gesagt.

Aber trotz der schnellen Auffassungsgabe, die er zweifelsohne besaß, trotz seines Einfühlungsvermögens und der guten Singstimme wollte ihm nichts einfallen.

Heute war der Kampfplatz am Strand abgesteckt worden, acht Schritt Sand auf jeder Seite; vier Speere, die in den Boden gerammt worden waren, markierten jeweils eine Ecke. Jeden Tag wurde ein anderes Gelände ausgewählt – Felsen, Wälder, Moor, Thorlbys enge Straßen, sogar im Fluss – denn ein Gettländer musste überall zum Kampf bereit sein, ganz gleich, wo er sich befand. Oder eben auch nicht bereit, in Yarvis Fall.

Die tatsächlichen Kämpfe in den Ländern an der Bruchsee wurden meist an ihren zerklüfteten Ufern ausgetragen, und von daher fanden auch diese Übungen oft dort statt; Yarvi hatte über die Jahre genug Sand in den Mund bekommen, dass ein Langschiff darauf hätte auf Grund laufen können. Wäre Mutter Sonne schon hinter den Hügeln versunken, hätten die Altgedienten bis zu den Knien im Salzwasser gestanden, als sie aufeinander einschlugen. Aber jetzt war Ebbe, der flache Strand war übersät mit kleinen Spiegelpfützen, und die einzige Feuchtigkeit stammte von der Gischt, die der salzige Wind mit sich trug, und vom Schweiß, der Yarvi wegen des ungewohnt schweren Kettenpanzers aus jeder Pore drang.

Bei den Göttern, er hasste diesen Panzer! Er hasste Hunnan, den Waffenmeister, der so viele Jahre lang sein oberster Folterknecht gewesen war. Er hasste die Schwerter und Schilde, er verabscheute den Kampfplatz, und die Krieger, die sich dort so zu Hause fühlten, stießen ihn ab. Vor allem aber hasste er diesen schlechten Witz von einer Hand, mit der er geschlagen war und die bedeutete, dass er niemals zu ihnen gehören würde.

»Achte auf einen sicheren Stand, mein König«, raunte Odem.

»Der sichere Stand ist nicht mein Problem«, zischte Yarvi zurück, »immerhin habe ich ja wenigstens zwei Füße.«

In den letzten drei Jahren hatte er kaum je ein Schwert in der Hand gehabt, sondern alle wachen Stunden in Mutter Gundrings Gemächern zugebracht und dabei alles über die Verwendung von Pflanzen und die Sprachen entlegener Länder gelernt. Er hatte sich die Namen der Kleinen Götter eingeprägt und sich besonders darum bemüht, eine schöne Handschrift zu entwickeln. Während man ihm beigebracht hatte, wie man Wunden heilte, hatten sich diese Jungen – diese Männer, korrigierte er sich mit einem bitteren Geschmack im Mund – die größte Mühe gegeben, alles darüber zu erfahren, wie man Wunden schlug.

Odem klopfte ihm ermutigend auf die Schulter und warf ihn dabei fast um. »Halte den Schild hoch. Warte, bis sich dir eine Möglichkeit zu einem guten Schlag bietet.«

Yarvi schnaubte. Wenn er darauf warten wollte, dann würden sie noch hier stehen, bis die Flut kam, um sie zu ersäufen. Man hatte ihm den Schild mit peinlich vielen Riemen an seinen verkrüppelten Unterarm geschnallt, und mit dem Daumen und dem einen Fingerstumpf, den er an dieser Hand besaß, umklammerte er den Griff. Schon jetzt brannte ihm der Arm vor Anstrengung, obwohl er das verdammte Ding bisher einfach nur herunterhängen ließ.

»Unser König war eine Weile nicht mehr auf dem Kampfplatz«, rief Meister Hunnan und verzog dabei den Mund, als ob die Worte bitter schmeckten. »Geh ihn nicht zu hart an.«

»Ich werde ebenfalls versuchen, ihm nicht zu sehr wehzutun!«, rief Yarvi.

Ein paar Leute lachten, aber er hatte das Gefühl, dass ein wenig Verachtung darin mitschwang. Witz ist im Kampf ein schlechter Ersatz für starke Sehnen und eine Schildhand. Er sah Keimdal in die Augen und erkannte dessen gelassene Zuversicht, und er versuchte sich an der Überzeugung festzuklammern, dass es viele starke Männer gab, aber nur wenige weise. Selbst in seinem eigenen Schädel klang dieser Gedanke hohl.

Meister Hunnan lächelte nicht. Kein Witz auf der Welt war lustig genug, kein Kind liebenswert genug und keine Frau schön genug, als dass diese eisernen Lippen eine freundliche Regung hätten erkennen lassen. Er warf Yarvi den langen Blick zu, den er sich immer für ihn aufzuheben schien und in dem eine stille Verachtung lag, egal, ob er nun Prinz oder König war. »Fangt an!«, bellte er.

Wenn Kürze eine Gnade war, dann ging dieser Kampf tatsächlich gnädig aus.

Schon beim ersten Schlag, der auf Yarvis Schild krachte, rutschte ihm der Griff von Daumen und Fingerstumpf, der Schildrand schlug ihm gegen den Mund und ließ ihn zur Seite taumeln. Irgendwie gelang es ihm, den nächsten Hieb mit einer instinktiven Bewegung abzuwehren; das Holzschwert streifte nur seine Schulter, doch sein Arm wurde taub. Den dritten sah er nicht einmal kommen, er fühlte nur den scharfen Schmerz, als ihm der Knöchel unter dem Körper weggezogen wurde und er mit Schwung auf den Rücken fiel, sodass ihm die Luft aus den Lungen fuhr wie aus einem kaputten Blasebalg.

Kurz lag er blinzelnd da. Von den unerreichten Leistungen seines Onkels Uthil auf dem Kampfplatz erzählte man sich immer noch. Ihm schien, als würden die seinen ebenso lange in Erinnerung bleiben, wenn auch leider aus völlig anderen Gründen.

Keimdal rammte sein Holzschwert in den Sand und bot ihm die Hand. »Mein König.« Es war zwar besser versteckt als früher, aber Yarvi glaubte trotzdem zu sehen, dass sein Gegner die Mundwinkel spöttisch hochgezogen hatte.

»Du bist besser geworden«, stieß Yarvi durch die zusammengebissenen Zähne hervor und befreite seine Linke aus den nutzlosen Riemen, sodass Keimdal keine andere Wahl hatte, als ihn an seiner verkrüppelten Hand wieder auf die Beine zu ziehen.

»So wie du, mein König.« Yarvi konnte Keimdals Ekel deutlich erkennen, als er das verwachsene Ding anfassen musste, und er ließ es sich nicht nehmen, ihn noch ein bisschen mit dem Fingerstumpf zu kitzeln. Eine kleinliche Geste, schon möglich, aber wer schwach ist, muss sich mit kleinen Racheakten zufriedengeben.

»Ich bin schlechter geworden«, murmelte Yarvi, während Keimdal zu seinen Kameraden zurückging. »Falls man das überhaupt glauben kann.«

Sein Blick fiel auf das Gesicht eines Mädchens, das unter den jüngeren Schülern stand. Dreizehn Jahre alt vielleicht, mit kampflustigen Augen und dunklem Haar, das die scharf gezeichneten Wangen einrahmte. Yarvi konnte sich wahrscheinlich glücklich schätzen, dass Hunnan nicht sie ausgewählt hatte, damit sie ihm eine Abreibung verpasste. Vielleicht kam das in der Reihe der Erniedrigungen als Nächstes.

Der Waffenmeister schüttelte verächtlich den Kopf, als er sich abwandte, und in Yarvi wallte Zorn auf, der so bitter schmeckte wie die Winterflut. Sein Bruder mochte die gesamte Kraft seines Vaters geerbt haben, er hingegen hatte die ganze Wut vermacht bekommen.

»Sollten wir noch einen Gang machen?«, rief er kurz angebunden über den Platz.

Keimdals Augenbrauen hoben sich, dann zuckte er mit den breiten Schultern und hob Schwert und Schild wieder auf. »Wenn du es so befiehlst.«

»Oh, das tue ich.«

Unter den älteren Männern hob ein Raunen an, und Hunnan runzelte die Stirn noch mehr. Mussten sie diese erniedrigende Farce noch länger ertragen? Wenn ihr König sich lächerlich machte, dann machten sie sich alle lächerlich, und Yarvi war bereits lächerlich genug, dass es ihnen für den Rest ihrer Tage reichen würde.

Er fühlte, wie sein Onkel ihm sanft eine Hand auf den Arm legte. »Mein König«, raunte er sanft und beruhigend. Er war immer sanft und beruhigend, wie eine Brise an einem Sommertag. »Vielleicht solltest du dich nicht übermäßig anstrengen …«

»Da hast du natürlich recht«, sagte Yarvi. Die Wut des Narren macht ihn zu ihrem Sklaven, hatte Mutter Gundring ihm einmal gesagt. Die Wut des Weisen ist sein Werkzeug. »Hurik. Du trittst für mich ein.«

Schweigen erhob sich, und alle Augen wandten sich zum Wahlschild der Königin; dieser saß riesig und schweigend auf dem geschnitzten Stuhl, der ihn als einen der ehrenvollsten Krieger Gettlands auswies, und die breite Narbe auf seiner Wange wurde dort, wo sie in seinem Bart verschwand, geradezu weiß.

»Mein König«, grollte er, als er aufstand und einen Arm durch die verhedderten Riemen des am Boden liegenden Schildes schob. Yarvi reichte ihm sein Übungsschwert. In Huriks großer, vernarbter Faust sah es wie ein Spielzeug aus. Mit knirschenden Schritten trat er Keimdal gegenüber, der plötzlich wirklich wie sechzehn aussah. Hurik duckte sich, grub die Stiefel leicht in den Sand, dann zeigte er die Zähne und stieß ein kämpferisches Knurren aus, tief und bebend, das lauter und lauter wurde, bis der ganze Kampfplatz davon erzitterte, und Yarvi sah, wie sich Keimdals Augen vor Angst und Unsicherheit weiteten, so wie er sich das gerade erträumt hatte.

»Fangt an«, sagte er.

Dieser Gang war noch schneller zu Ende als der erste, aber hier konnte niemand von einem gnädigen Ausgang sprechen. In der Tat, Keimdal hielt sich wirklich wacker, aber Hurik fing seinen Schlag mit seinem Schwert so hart ab, dass die hölzernen Klingen gegeneinander krachten, und dann schoss er schnell wie eine Schlange auf ihn zu und trat ihm die Füße weg. Der Junge stieß einen Schrei aus, als er fiel, aber nur, bis Huriks Schildrand ihn mit einem hohlen Krachen über dem Auge erwischte und ihn halb bewusstlos schlug. Hurik runzelte die Stirn, als er vortrat, seinen Stiefel auf Keimdals Schwerthand setzte und mit dem Absatz zutrat. Keimdal stöhnte. Die eine Hälfte seines verzerrten Gesichts war mit Sand bekleistert, die andere mit Blut verschmiert, das aus der Platzwunde an der Stirn lief.

Die Mädchen wären wahrscheinlich anderer Ansicht gewesen, aber Yarvi war überzeugt, dass Keimdal nie besser ausgesehen hatte.

Er warf den Kriegern nun einen brennenden Blick zu, mit dem seine Mutter Sklaven bedachte, die ihr Missfallen erregt hatten. »Ein Punkt für mich«, sagte er, trat über Keimdals Schwert, das auf dem Sand lag, hinweg und ging hocherhobenen Hauptes vom Platz, wobei er einen Weg wählte, der Meister Hunnan zwang, hastig einen Schritt zur Seite zu machen.

»Das war nicht sehr großmütig, mein König«, sagte Onkel Odem, der nun an seine Seite trat und mit ihm Schritt hielt. »Aber recht vergnüglich.«

»Schön, dass ich dich zum Lachen bringen konnte«, brummte Yarvi.

»Viel mehr als das, denn ich bin stolz auf dich.«

Yarvi warf ihm einen Seitenblick zu und sah, dass sein Onkel ihn erwiderte, ruhig und gelassen. Er war stets so ruhig und gelassen wie frisch gefallener Schnee.

»Glorreiche Siege bieten Stoff für schöne Lieder, Yarvi, aber die weniger glorreichen sind nicht schlechter, wenn die Barden erst einmal mit ihnen fertig sind. Glorreiche Niederlagen hingegen sind einfach nur Niederlagen.«

»Auf dem Schlachtfeld gibt es keine Regeln«, sagte Yarvi, der sich an etwas erinnerte, das ihm sein Vater einmal gesagt hatte, als er betrunken gewesen war und keine Lust mehr gehabt hatte, seine Hunde anzuschreien.

»Genau.« Odem legte seine starke Hand auf Yarvis Schulter, und Yarvi fragte sich, wie viel glücklicher sein Leben hätte verlaufen können, wenn sein Onkel sein Vater gewesen wäre. »Ein König muss gewinnen. Alles andere spielt keine Rolle.«

Zwischen Göttern und Menschen

Mutter Sonne und Vater Mond, lasst euer goldenes und silbernes Licht herniederscheinen auf diese Vereinigung von Yarvi, Laithlins Sohn, und Isriun, Odems Tochter …«

Die hoch aufragenden Statuen der sechs Hohen Götter starrten finster mit ihren gnadenlosen Granataugen auf die Versammelten herab. Über ihnen schimmerten in kleinen Nischen rund um die Dachkuppel die Bernsteinfiguren der Kleinen Götter. Sie alle fällten ihr Urteil über Yarvis Wert und kamen vermutlich genau wie er zu dem schrecklichen Schluss, dass von Wert überhaupt keine Rede sein konnte.

Er krümmte die verwachsene Hand und versuchte, sie noch weiter in den Ärmel zu ziehen. Jeder in der Götterhalle wusste, was am Ende dieses Armes saß. Oder vielmehr, was da fehlte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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