Not A Cowgirl - Mia Kingsley - E-Book
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Not A Cowgirl E-Book

Mia Kingsley

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Beschreibung

Nachdem ich zusammen mit meinen Freundinnen drei Banken überfallen habe, bin ich dafür zuständig, einen passenden Unterschlupf zu finden, in dem wir uns verstecken können, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Meine erste Anlaufstelle für Anliegen mit fragwürdiger Legalität ist Marty, der mir nicht nur das Versteck vermittelt, sondern auch neue Papiere für uns besorgt und die nötigen Kontakte herstellt, damit wir nicht auf unserer Beute sitzen bleiben. Leider stellt sich bereits nach kurzer Zeit heraus, dass Marty die Ranch im Sleepy Oaks County doppelt belegt hat. Wenn ich bedenke, wie viel Dreck ich schon am Stecken habe, dann will ich gar nicht wissen, was die beiden Kerle verbrochen haben, die dreist ins Haus platzen und sich weigern, wieder zu gehen … Willkommen im Sleepy Oaks County, wo die Cowboys noch frei über die Felder streifen dürfen und kriminelle Frauen sich nicht zähmen lassen wollen. Wie gut, dass es Lassos gibt … Dark Romance. Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen, aber Teil einer Reihe mit wiederkehrenden Figuren.

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NOT A COWGIRL

SLEEPY OAKS COUNTY 5

MIA KINGSLEY

DARK ROMANCE

Copyright: Mia Kingsley, 2022, Deutschland.

Coverfoto: © Africa Studio – stock.adobe.com

Korrektorat: http://www.korrekturservice-bingel.de

ISBN: 978-3-910412-03-3

Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin gestattet.

Sämtliche Personen in diesem Text sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig.

Black Umbrella Publishing

www.blackumbrellapublishing.com

INHALT

Not A Cowgirl

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Nächster Band der Reihe: Pretend Cowgirl

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Über Mia Kingsley

NOT A COWGIRL

Nachdem ich zusammen mit meinen Freundinnen drei Banken überfallen habe, bin ich dafür zuständig, einen passenden Unterschlupf zu finden, in dem wir uns verstecken können, bis Gras über die Sache gewachsen ist.

Meine erste Anlaufstelle für Anliegen mit fragwürdiger Legalität ist Marty, der mir nicht nur das Versteck vermittelt, sondern auch neue Papiere für uns besorgt und die nötigen Kontakte herstellt, damit wir nicht auf unserer Beute sitzen bleiben.

Leider stellt sich bereits nach kurzer Zeit heraus, dass Marty die Ranch im Sleepy Oaks County doppelt belegt hat. Wenn ich bedenke, wie viel Dreck ich schon am Stecken habe, dann will ich gar nicht wissen, was die beiden Kerle verbrochen haben, die dreist ins Haus platzen und sich weigern, wieder zu gehen …

Willkommen im Sleepy Oaks County, wo die Cowboys noch frei über die Felder streifen dürfen und sich kriminelle Frauen nicht zähmen lassen wollen.

Wie gut, dass es Lassos gibt …

Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen, aber Teil einer Reihe mit wiederkehrenden Figuren.

PROLOG

SALLY

Ich nahm den Helm ab und hielt die Klappe des großen Müllcontainers hoch, damit Lennon ihre Footballausrüstung wegwerfen konnte. Sie zog die Gummihandschuhe aus, die sie darunter getragen hatte, und seufzte. »Mir ist so warm.«

Norma lachte bloß und schüttelte ihre Haare aus, ehe sie den Van öffnete und anfing, eine ganze Menge riesiger Einkaufstüten mit großen Designerlogos hervorzuholen.

»Das ist nicht dein Ernst«, brachte ich hervor, während ich das enge Minikleid zurechtzupfte, das ich unter meiner Spieleruniform getragen hatte.

»Sieh zu und lerne.« Norma schnalzte mit der Zunge, setzte ihre Gucci-Sonnenbrille auf und verteilte das Bargeld, das wir soeben gestohlen hatten, in den Einkaufstüten, das sie danach sorgfältig mit Seidenpapier verdeckte. Danach schaufelte sie den Schmuck und die restlichen wertvollen Gegenstände aus den Schließfächern in die gigantischen Handtaschen, die sie Lennon und mir danach reichte. Ich ächzte unter dem Gewicht und setzte meine Sonnenbrille auf.

Lennons Handy piepte und sie grinste. »Perfekt. Unsere Kaffeebestellung ist fertig.«

Als wir aus der Gasse neben der Bank kamen, hatten die Polizisten die Filiale längst umstellt und wir wurden weggescheucht. Niemand achtete auf drei Shopaholics, die wahrscheinlich gerade das Geld ihrer Eltern oder reichen Ehemänner mit vollen Händen auf der Shoppingmeile nicht weit von hier ausgegeben hatten.

Normas Absätze klackten auf dem Bürgersteig, als sie sich mit einem verärgerten Schnaufen zwischen den Polizisten durchdrängelte.

»Hey, Lady, wir arbeiten hier«, sagte einer der uniformierten Beamten.

»Verzeihung, Officer.« Norma musterte ihn, wie es nur jemand konnte, der sein ganzes Leben lang reich und privilegiert gewesen war.

»Simms, bringen Sie die Zivilisten hier weg. Wir versuchen, Kontakt zu den Bankräubern herzustellen.« Ein Mann im Anzug, dessen Dienstmarke um seinen Hals hing, wedelte mit der Hand.

»Oh, ein echter Banküberfall?« Lennon stellte sich auf die Zehenspitzen und warf einen Blick über die Absperrung.

»Simms!«, fauchte sein Vorgesetzter jetzt aufgebrachter.

Officer Simms umfasste meinen Ellbogen und breitete den anderen Arm aus, um Lennon, Norma und mich wie ein paar Hühner wegzuscheuchen.

Wir stöckelten bereitwillig davon, die Nasen in die Luft gereckt, wobei ich die Sekunden zählte, bis ich die Tasche von meiner Schulter nehmen konnte. Das Gewicht würde mir früher oder später den Arm abreißen. Vermutlich eher früher.

Norma holte einen Autoschlüssel aus ihrer Tasche hervor und blieb vor einem Porsche Cabrio stehen.

»Sehr dezent«, murmelte Lennon.

»Richtig.« Norma zuckte nonchalant mit den Achseln. »Was ist besser – ein Wagen, der nach Aufmerksamkeit schreit mitten auf der Hauptstraße, oder eine unauffällige Rostlaube, irgendwo versteckt in einer Seitenstraße? Sag du mir, welches Auto die Cops im Auge behalten werden.«

»Auch wieder wahr.« Lennon öffnete den Kofferraum, in dem wir die ganzen Tüten mit Mühe und Not unterbringen konnten.

»Dann kann ich das ja jetzt eigentlich auch wegwerfen, oder?«, fragte ich Norma und hielt das Smartphone hoch, während Lennon die Straße überquerte, um unsere Getränke bei Starbucks abzuholen.

»Natürlich.« Norma drückte meinen Arm. »Aber ich glaube nicht, dass Hyde dich jetzt noch auf dem Schirm hat, oder? Wir waren so vorsichtig.«

»Es ist mir trotzdem lieber.« Ich holte die SIM-Karte aus dem Handy, um sie später an einem anderen Ort zu entsorgen, und warf das Handy in den Mülleimer. »Professor Hyde ist einfach zu … versiert in solchen Dingen.«

»Du musst ihn nicht so nennen. Er ist nicht mehr dein Professor.«

Ich nickte langsam. »Gewohnheit. Außerdem kann ich mir einreden, dass auf diese Art mehr Distanz zwischen uns herrscht.«

»Mein Angebot steht nach wie vor.« Norma öffnete die Fahrertür und stieg ein.

Ich hingegen setzte mich freiwillig nach hinten. »Danke, aber ich glaube, ich kann einen Mord nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Abgesehen davon, dass er ein gruseliger Stalker ist, hat er mir ja nichts getan. Fast nichts.« Meine Stimme wurde leiser, weil ich dazu neigte, die Situation massiv herunterzuspielen.

»Es reicht schon, dass er dir Angst macht – genug Angst, dass du dein Leben hinter dir gelassen hast. Für mich ist das Grund genug. Und wir wissen beide, dass er dir gegenüber nicht so viel Gnade gezeigt hätte, wenn er den Weg zum Ziel gefunden hätte, statt gestört zu werden.«

»Viel hat mich ja eh nicht dort gehalten, sonst wäre es mir nicht so leichtgefallen.«

»Wie auch immer.« Norma rückte ihre Sonnenbrille zurecht. »Falls du deine Meinung änderst, ich werde die nächsten sechs Monate in Texas verbringen.«

Ich lachte, weil wir immerhin das gleiche Reiseziel hatten. Seit ich Norma und Lennon vor einem Jahr an der Bar eines heruntergekommenen Motels in Vermont kennengelernt hatte, waren wir einander nicht mehr von der Seite gewichen. Trotz unterschiedlicher Motivationen hatten wir das gleiche Ziel.

Lennon kam zurück und ließ sich auf den Beifahrersitz fallen. »Wisst ihr, was ich meine, wenn ich sage, dass es gleichzeitig leichter und schwerer war, als ich es mir vorgestellt habe?«

»Jepp«, sagte Norma und nahm ihren Iced Latte entgegen.

»Auf nach Texas?«, fragte ich und Norma startete den Motor.

»Auf nach Texas.« Lennon grinste. »Ich kann nicht glauben, dass wir drei Banküberfälle ohne das geringste Problem hinter uns gebracht haben.«

»Ich kann nicht glauben, dass ich jetzt genug Bargeld habe, um nie wieder eine Kreditkarte benutzen zu müssen. Nie wieder Ärger mit Professor Augustine Hyde.«

»Nie wieder Ärger mit meinen Eltern«, ergänzte Norma.

Lennon senkte den Blick und musterte angestrengt ihren Kaffeebecher, ehe sie traurig lächelte. »Kein rachsüchtiger Boss mehr.«

Ich drückte ihre Schulter, um sie zu trösten, als Norma den Blinker setzte und das Cabrio auf die Straße lenkte.

»Ich kann nicht glauben, dass ich unwissentlich für einen Gangster gearbeitet habe.« Lennon rieb sich übers Gesicht.

»Das ist jetzt alles vorbei. Wir können noch einmal neu anfangen.« Norma lächelte.

»Ganz in Ruhe und Frieden«, ergänzte ich.

KAPITEL1

CASTOR

Tanner zog den Kopf ein, als eine Kugel das Glas über unseren Köpfen durchschlug, was zur Folge hatte, dass der gesamte billige Fusel, der auf dem Regal stand, sich über uns ergoss. Als würde es nicht reichen, dass der Boden unter unseren Füßen klebte, stanken wir nun auch noch nach Scotch, Wodka und einigen Substanzen, die ich lieber gar nicht identifizieren wollte.

»Dafür, dass die Bar leer sein sollte, ist hier ganz schön viel los«, brüllte mein bester Freund über den Lärm.

»Kommt raus, ihr Hurensöhne«, keifte Vihaan Potter, dem diese drittklassige Kaschemme gehörte.

»Und die Menge an Diamanten im Safe war auch nicht so groß wie angekündigt. Wir riskieren hier gerade unseren Hals für gar nichts«, brüllte ich zurück.

Sollten wir hier lebend rauskommen, würden wir Marty im Shaky Shaky Boom Boom Shack definitiv einen Besuch abstatten – und zwar keinen freundlichen.

Mit dem Ellbogen stieß ich meinen Kumpel an, während weiterhin Glasscherben und Alkohol auf uns herabregneten. Unsere momentane Situation hatte wenigstens den Vorteil, dass unsere Wunden direkt gereinigt wurden. »Ich habe eine Idee«, schrie ich.

»Immer raus damit.« Tanner holte ein neues Magazin für seine eigene Pistole aus der Hosentasche. »Ich habe echt keinen Bock mehr auf diese Scheiße! Es wird Zeit, dass wir uns eine andere Beschäftigung suchen.«

»Vihaan?«, schrie ich. »Vihaan, brauchst du immer noch einen neuen Lieferanten?«

Er zögerte, bevor der harsche Befehl ertönte: »Hört auf!« Die Stille danach war im ersten Moment ohrenbetäubend. »Was meinst du damit, Castor?«

»Cassidy ist tot, richtig? Du bekommst wahrscheinlich keine Nachlieferungen mehr und deine Kunden werden ungeduldig.«

»Vielleicht. Die Frage ist, wie du mir da behilflich sein willst – zusammen mit deiner Kanalratte von Partner.«

»Ach, komm schon, Vihaan«, gab Tanner zurück. »Ich wusste nicht, dass Mahamai deine Cousine ist.«

»Halt’s Maul, Tanner!« Vihaan klang, als hätte er bereits Schaum vorm Mund, und ich wusste, dass ich besser schnell zum Punkt kommen sollte.

»Ich kenne eine Lady, die dir das Doppelte besorgen kann. Vier Kilo, jede Woche, aber ich muss für dich bürgen. Und ich kann nicht für dich bürgen, wenn ich tot bin.«

»Reicht es, wenn einer von euch bürgt?«, wollte Vihaan wissen.

»Prinzipiell«, gab ich zurück und rappelte mich langsam hoch. Mein Shirt tropfte und Glassplitter fielen aus meinem Haar, als ich mit erhobenen Händen aufstand. »Aber ich hänge irgendwie an dem Idioten. Außerdem ist er so nützlich fürs Grobe, während ich eher der Diplomatische bin.«

Tanner verzog das Gesicht und stand ebenfalls auf. Sofort schwenkten sämtliche Waffenläufe zu ihm und zielten auf jeden verfügbaren Zentimeter zwischen seiner Stirn und seiner Brust.

Vihaan hatte die Arme verschränkt und musterte uns angewidert. »Vier Kilo? Niemals. Du lügst. Wie Tanner gelogen hat, um meine Cousine ins Bett zu bekommen.«

»Mahamai hat sich an meinen Hals geworfen und nicht umgekehrt.« Tanner schüttelte den Kopf mit einem Schnaufen.

Ich trat Tanner auf den Fuß, damit er endlich die Klappe hielt und Vihaan nicht weiter anstachelte. »Ich werde jetzt gleich mein Handy aus der Tasche holen und Lola anrufen, okay? Dann kannst du mit ihr sprechen und falls ich lüge, hast du immer noch die Möglichkeit, uns umzubringen.«

Tanner gab ein ersticktes Geräusch von sich, verkniff sich aber glücklicherweise jeglichen Kommentar.

Ganz langsam fasste ich mit einer Hand nach unten und schob sie in die tiefe Hosentasche an meiner rechten Hüfte. Ich umfasste die Handgranate und zog den Stift raus, bevor ich die Hand wieder aus der Tasche holte. »Fang!«, rief ich Vihaan zu und warf mich im gleichen Moment zu Boden. Tanner kannte mich lang genug, um mir direkt zu folgen. Die Detonation dröhnte durch die Bar und eine Art sehr lauter, platschender Regen ertönte, als die ganzen Gewebsteile durch die Luft flogen und auf den diversen Oberflächen landeten. Es klingelte in meinen Ohren.

Im ersten Moment konnte ich vor lauter Piepen nicht hören, was Tanner sagte, als er mir aufgebracht gegen die Schulter boxte.

»Du bist so ein Arschloch«, schrie er und fuhr sich mit den Fingern durch sein Haar. Er würgte, weil danach Blut und Gehirnmasse an seiner Hand klebte. »Hättest du die Granate nicht von unten werfen können, damit wir nicht vorher noch das Risiko eingehen, erschossen zu werden?«