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Samantha Bennett war früher eine selbstbewusste Frau, bis sie ihren drogenabhängigen Dad verlor und William Edwards kennenlernte. Er half ihr, die schreckliche Zeit zu überstehen und legte ihr die Welt zu Füßen. Doch nach einem Jahr zeigte er sein wahres Gesicht und seither besteht Samanthas Leben aus ständiger Angst, sowie körperlichen und seelischen Schmerzen. Von der einst so starken Frau ist kaum noch etwas vorhanden, denn William hat sie gebrochen. Der Tod wäre ihr lieber, als dieses Leben. Ist sie für immer verloren oder gibt es jemanden, der sie retten kann?
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Inhaltsverzeichnis
Prolog
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Painful Dependence
Drama
von
Ella Green
Band 1
Painful Reihe
Impressum
Ella Green
Siedlerstraße 5
83714 Miesbach
www.ella-green.com
Copyright: Ella Green April 2016
Lektorat & Korrektorat: Nadine Kapp
Coverdesign: Lena Spehling
Titelbild: Conrado/Shutterstock Bild. Nr. 97170542
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin. Personen und Handlung sind frei erfunden, etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Menschen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Markennamen sowie Warenzeichen, die in diesem Buch verwendet werden, sind Eigentum ihrer rechtmäßigen Eigentümer.
Über die Autorin
Ella Green wurde 1983 in Oberbayern geboren.
New York - der "Big Apple" - ist ihr absoluter Traum, denn die pulsierende, riesige und atemberaubende Stadt bedeutet für Sie "Lebe deinen Traum und glaube an Dich selbst!"
Zusammen mit ihrem Hund und zwei Katzen lebt sie in Bayern und backt für ihr Leben gerne, besonders bunte Cupcakes - inspiriert wurde sie bei ihrer New York Traumreise durch die berühmte Magnolia Bakery mit den allerbesten Schoko-Cupcakes der Welt!
Dieses Buch widme ich allen Frauen, die die Hoffnung nach Freiheit nie aufgaben.
New York / August 14th 2015 / 10:30 p.m. (night)
„William, bitte nicht“, wimmerte ich, doch er hörte nicht auf.
Er schlug weiter auf mich ein und das, obwohl ich schon auf dem Küchenboden lag. Immer wieder, versuchte ich, seinen Fäusten auszuweichen, aber das war schier unmöglich. William hielt mich an meinem Pferdeschwanz fest und schleifte mich über den Boden. Plötzlich ließ er von mir ab und begann damit, mir seine Füße in den Rücken zu treten. Höllische Schmerzen durchzogen meinen Körper.
Bitte, lieber Gott, mach, dass er aufhört, dachte ich.
Gab es überhaupt einen allmächtigen Vater? Und wenn ja, warum ließ er zu, dass mich mein Freund regelmäßig verprügelte?
War ich dem Schöpfer egal? War ich in meinem früheren Leben ein schlechter Mensch gewesen? War das mein Schicksal?
Ein Leben, das aus Angst, Panik und Schmerzen bestand. Wieder schlug William mit seiner Faust in mein Gesicht und mir wurde schwindlig. Doch er hatte noch nicht so fest zugeschlagen, dass ich bewusstlos wurde, so wie es manchmal passierte.
William hörte plötzlich auf, drehte sich um und verließ die Küche.
Es war vorbei! Die schlimmsten zehn Minuten am heutigen Tage waren endlich zu Ende.
New York / August 15th 2015 / 08:30 a.m. (morning)
Das Veilchen, das mein linkes Auge zierte, versuchte ich, so gut es ging mit Make-up zu überschminken. Es tat höllisch weh, als ich ganz vorsichtig mit meinen Fingern über mein Auge tastete. Es war schon wieder geschehen. Letzte Nacht, als er von einem Geschäftsmeeting zurückkam, hatte er grundlos auf mich eingeprügelt.
Ich hätte schon längst meine Sachen packen und ihn verlassen müssen, aber ohne ihn war ich ein Nichts. Ein Niemand. Ich war finanziell von ihm abhängig. Spätestens heute Abend würde er sich mit einem sündhaft teuren Geschenk bei mir entschuldigen, so wie er es immer tat.
Erst letzte Woche hatte er mir eine Halskette von Tiffany geschenkt. Auf Knien kam er angekrochen und bat mich um Verzeihung. Da ich schwach war, glaubte ich ihm immer wieder und nahm seine Entschuldigung an. Seit fünf Jahren ging ich bereits durch die Hölle und eine Flucht war unmöglich. In den letzten Jahren hatte er mich nicht nur verprügelt, sondern auch regelmäßig sexuell missbraucht. Nicht einmal an den Tagen, an denen ich meine Periode hatte, war ich vor ihm sicher. Im Bett holte er sich das, was er wollte und brauchte. Sex war für mich nicht mehr das, was es einst war. Schon allein der Gedanke daran, ließ mir einen eiskalten Schauer über den Rücken hinunterlaufen.
Am Anfang unserer Beziehung war er der liebste und einfühlsamste Partner, den sich eine Frau nur vorstellen konnte. Aber das änderte sich nach einem Jahr. Irgendwann kam er von einem Meeting spät nachts nach Hause und erhob das allererste Mal die Hand gegen mich.
Selbst wenn ich schon am Boden lag, hörte er nicht auf, und manchmal glaubte ich, dass er mich zu Tode prügeln würde.
Der Tod wäre mir lieber, als dieses Leben, das von seelischen und körperlichen Schmerzen gezeichnet war. William Edwards hatte die Frau, die ich früher war, gebrochen.
Als ich ihn noch nicht kannte, war ich eine aufgeweckte, lustige und selbstbewusste junge Frau. Doch von der war nichts mehr übrig. Er hatte ein Wrack aus mir gemacht.
Kennengelernt hatte ich ihn im Central Park, als ich versucht hatte, mich von dem Schock zu erholen, dass sich mein Dad den goldenen Schuss gesetzt hatte. Mein Vater, ein Drogenjunkie, wurde von einem Passanten tot unter der Manhattan Bridge gefunden. So wie meine Mum es vor zehn Jahren tat, setzte er seinem Leben ein Ende.
In dem Jahr, als sich meine Mum mit einer Überdosis Schlaftabletten selbst umbrachte, begann ich dank eines Stipendiums, ein New Yorker College zu besuchen und konnte im Studentenwohnheim wohnen. Obwohl ich damals noch sehr jung war, kam ich mit dem Tod meiner Mum besser klar, als so manch einer gedacht hätte.
Doch als ich mitten in einem meiner Kurse einen Anruf vom New York Police Department erhielt, brach eine Welt für mich zusammen. Sie hatten mir am Telefon mitgeteilt, dass mein Vater tot war und ich ihn identifizieren müsste.
Nachdem ich den Cops bestätigt hatte, dass es sich bei dem Toten um Berry Bennett, meinen Dad, handelte, lief ich verwirrt zum Central Park.
Völlig am Boden zerstört und mit verheulten Augen saß ich auf einer Bank und wusste nicht mehr weiter. Und dann passierte es. William sprach mich an. Er zog mich sofort mit seinem Charme in seinen Bann. Es war, als hätte er gemerkt, dass ich mit meinen knapp dreiundzwanzig Jahren fremde Hilfe dringend benötigte, denn ab diesem Tag war er für mich da. Er half mir, die schwere Zeit zu überstehen und bat mich zu ihm in sein Penthouse in der Fifth Avenue zu ziehen. Das College verließ ich ohne Abschluss, denn jetzt musste ich erst mein Leben wieder auf die Reihe bekommen und das konnte ich nur mit meinem Retter William.
Damals liebte ich ihn. Doch heute hasste ich William abgrundtief. Aber ich konnte nicht vor meinem Peiniger fliehen. Wo sollte ich auch hin?
Leise schlich ich mich aus unserem Badezimmer, ging über den Flur und in den begehbaren Kleiderschrank, der ans Schlafzimmer grenzte. William schlief noch und ich wollte ihn nicht wecken, denn sonst hätte er mich womöglich wieder geschlagen. Er hasste es, wenn ich vor ihm wach war.
Ich zog mir eine Jeans und einen leichten Pullover an. Es war zwar Sommer, aber hätte ich ein Kleid angezogen, wären die blauen Flecken, die meinen Körper zierten, sichtbar gewesen. Meine schwarzen langen Haare ließ ich offen, strich mir ein paar Strähnen ins Gesicht und griff nach der Gucci Sonnenbrille auf der Kommode. Ich schüttelte den Kopf, denn diese Designerbrille hatte er mir als Entschuldigungsgeschenk gekauft. Seufzend verließ ich den begehbaren Kleiderschrank und ging durchs Schlafzimmer. Kurz blickte ich zu William, der zum Glück noch nicht bemerkte, dass ich wach war. Auf leisen Sohlen verließ ich den Raum und schloss die Tür hinter mir.
Mit meiner Prada Handtasche, auch ein Geschenk von William, in der Hand, ging ich durch den Flur, nahm meinen Schlüssel und machte mich auf den Weg zum Penthouse Lift.
Als ich in den Aufzug steigen wollte, hörte ich ein lautes Klirren hinter mir.
Verdammt. Er ist aufgewacht.
„Samantha, wo willst du hin?“, schrie er.
Ich drehte mich um, ging zurück Richtung Schlafzimmer und öffnete die Tür.
„Guten Morgen, William“ sagte ich kaum hörbar, als ich im Türrahmen stand und sah, dass er absichtlich eine Vase zu Boden geworfen hatte.
„Scheiß auf Guten Morgen, du hast mich geweckt! Und beantworte verdammt nochmal meine Frage!“, fauchte er mich zornig an.
„Ich möchte in den Central Park gehen“, antwortete ich ihm.
„Dann geh! Aber in einer Stunde bist du wieder hier, ich will frühstücken und das nicht alleine“, sagte er etwas ruhiger, aber in seiner Stimme lag noch immer Wut, weil ich ihn geweckt hatte.
„In Ordnung. Bis später“, antwortete ich mit hängenden Schultern und drehte mich um.
New York / August 15th 2015 / 09:15 a.m. (morning)
Die warme Luft schlug mir entgegen, als ich auf die Straße in Richtung Central Park ging. Typisch für einen Sommer in Manhattan.
Vor dem Metropolitan Museum of Art, das direkt gegenüber dem Wohngebäude lag, in dem sich das Penthouse befand, herrschte reges Treiben. Überall wo man hinsah, liefen hektische Geschäftsleute zur
U-Bahn, Touristen schossen Fotos vom größten Kunstmuseum der Vereinigten Staaten und ich war mittendrin.
Außerhalb des Penthouses fand ich meine Ruhe und konnte nachdenken, über mich und die Beziehung mit William. Immer wieder stellte ich mir die Frage, wie ich nur so abhängig von ihm sein konnte. Aber ohne Collegeabschluss würde ich keinen Job der mich finanziell absicherte, finden. Ich könnte zwar irgendwo in einem Café arbeiten und mir mit dem Gehalt eine Wohnung in Queens oder Brooklyn leisten. Aber ich sehnte mich danach, mein Studium fertig zu machen. Ich musste mit William darüber sprechen, dass ich wieder aufs College gehen wollte. Und sobald ich meinen Abschluss und einen Job hätte, könnte ich ihn endlich verlassen. Vorher war es unmöglich. Wie immer, wenn ich in den Park ging, machte ich einen Abstecher in mein Lieblingscafé, um mir einen Vanilla Latte zu kaufen. Von Weitem sah ich schon Matthew Malone, der lässig an seinem Polizeiwagen lehnte.
Ihn hatte ich vor drei Monaten hier vor dem Pink Flower Café kennengelernt, als ich mit ihm zusammengestoßen war und seine Uniform mit meinem Vanilla Latte versaute. Matthew war ein fünfunddreißigjähriger netter Detective, der im New York Police Department arbeitete. Mit seinen ungefähr ein Meter neunzig überragte er mich um zwanzig Zentimeter. Seine dunklen kurzen Haare hatte er wie immer unter seiner NYPD Mütze versteckt und seine braun grünen Augen, die jedes Mal wenn er mich sah zu leuchten begannen, fixierten mich schon von Weitem.
Er hatte schon ein paar Mal versucht, mich zu einem Date zu überreden, aber ich lehnte ab. Dass ich einen Freund hatte wusste er nicht. Würde er wissen, was mir dieser antat, dann würde er ihn wahrscheinlich verhaften. Doch dann würde ich ohne ein Dach über dem Kopf dastehen. Solange ich nicht mein eigenes Geld verdiente, konnte ich mich niemandem anvertrauen und William anzeigen.
„Guten Morgen, Samantha“, rief er, als ich zur Tür vom Pink Flower Café ging.
Ich nickte ihm nur zu und lächelte. Mehr konnte ich heute nicht tun. Auch wenn meine Sonnenbrille das Veilchen etwas verbarg, er würde es sehen.
Ich reihte mich in die Schlange ein und wartete, bis ich meine Bestellung aufgeben konnte. Hier war es wie immer rappelvoll, denn Touristen und Einheimische kauften sich hier ihre Dosis Koffein.
Endlich war ich an der Reihe.
„Einen Vanilla Latte, bitte“, sagte ich zum Barista.
„Dein Name?“
„Samantha“, entgegnete ich.
Der Barista schrieb meinen Namen auf einen Becher und gab ihn an seinen Kollegen weiter, ich bezahlte und wartete, bis mein Vanilla Latte fertig war.
„Vanilla Latte für Samantha“, hörte ich einen Mann rufen und hob die Hand.
„Ich bin hier.“
Der Mann gab mir den Becher und ich drehte mich um, um nach draußen zu gehen. Kurz bevor ich die Tür öffnete sah ich, dass Matthew noch immer an seinem Wagen lehnte.
Ich darf mir jetzt nichts anmerken lassen, dass es mir nicht gut geht. Bevor ich das Café verließ, atmete ich tief durch. Eigentlich hätte ich direkt an ihm vorbeigehen müssen, um zum Park zu gelangen, aber ich entschied mich für einen kleinen Umweg und bog nicht links, sondern rechts ab.
„Samantha, warte!“
Mist! Matthew hatte mal wieder Lust, mit mir über das Wetter oder die komischen Touristen zu reden.
Wir unterhielten uns öfter über diese Themen. Vor allem hatte er immer eine lustige Anekdote über seinen Job auf Lager. Wie zum Beispiel einmal, als eine deutsche Touristin unbedingt ein Foto von ihm und seinem Polizeiauto machen wollte. Wir New Yorker fanden so etwas schon irgendwie seltsam. Fotografieren die Deutschen ihre Polizisten auch? Ich blieb stehen und drehte mich zu Matthew, meinen Blick hielt ich aber gesenkt. Ich wollte nicht, dass er mir direkt ins Gesicht sehen konnte.
„Hi“, sagte er und kam auf mich zu.
„Hallo Matthew“, flüsterte ich und blickte starr auf den Boden.
„Alles okay bei dir? Du wirkst so angeschlagen!“
Angeschlagen war das richtige Wort – aber noch besser würde passen: verprügelt!
„Ach, ich habe nur schlecht geschlafen“, erwiderte ich, wollte mich schon wieder umdrehen, aber Matthew griff nach meinem Arm und hielt mich fest. Panisch riss ich meine Hand weg und Matthew sah mich erschrocken an. Berührungen jeglicher Art lösten eine Panikattacke in mir aus. Mein Körper begann zu zittern und kalter Schweiß rann meinen Rücken hinab.
„Nimm die Sonnenbrille ab.“
Shit, er hat das Veilchen entdeckt.
„Warum?“, fragte ich ihn.
„Weil ich sehen will, ob ich recht habe oder ob es eine optische Täuschung ist.“
„Es ist alles in Ordnung, Matthew“, sagte ich zu ihm, aber er gab sich nicht damit zufrieden.
Matthew griff mit seiner linken Hand an meine Brille und zog sie mir sanft herunter.
„Fuck! Samantha! Was ist passiert?“, fragte er erschrocken.
Ich zuckte mit den Schultern und versuchte zu lächeln. „Ich schlafwandle und bin letzte Nacht gegen den Türrahmen gelaufen“, log ich.
Ich konnte ihm die Wahrheit nicht sagen.
„Wem willst du was vormachen?“, erwiderte Matthew und schüttelte den Kopf.
„Glaub es oder glaub es nicht. Aber das ist die Wahrheit“, schnauzte ich ihn an, riss ihm die Sonnenbrille aus der Hand und setzte sie wieder auf.
Eilig drehte ich mich um und ließ ihn ohne ein Wort des Abschieds einfach stehen.
„Samantha Bennett, wir sind noch nicht fertig mit unserer Unterhaltung!“, rief er mir hinterher.
Ich drehte mich kurz um und versuchte, ihn anzulächeln.
„Doch sind wir!“
Mit schnellen Schritten und meinem Becher Vanilla Latte in der Hand, betrat ich den Central Park, die einzige grüne Oase in ganz Manhattan.
An den Wochenenden waren immer sehr viele New Yorker unterwegs, die ihrem Lieblingssport dem Joggen nachgingen. Ich war eher die Spaziergängerin und Banksitzerin, denn Leute zu beobachten, war mir das Liebste und das konnte ich hier sehr gut. Wie immer war meine Lieblingsbank frei und ich konnte mich darauf niederlassen. Diese Parkbank war schon vor der Beziehung mit William mein Rückzugsort.
Nur gut, dass William den Park nicht mochte, sonst hätte ich auch hier niemals meine Ruhe gehabt. Er brauchte die Action auf den Straßen, den Trouble und den Stress. Er war ein Mensch, der niemals stillsitzen konnte und immer auf Achse sein musste. Immer arbeiten. Immer Geld verdienen.
Wenn mich jemand fragen würde, was mein Freund beruflich machte, könnte ich nicht einmal eine Antwort geben. Schon seltsam, dass man nach fünf Jahren Beziehung immer noch nicht wusste, womit der Partner sein Geld verdiente. Sogar als wir uns kennen lernten hatte er mir nicht gesagt, womit er seine Brötchen verdiente. Über seine Arbeit wollte William nie mit mir sprechen. Wenn ich ihn fragte, was er denn beruflich tat, bekam ich immer die gleiche Antwort: Zerbrich dir deinen schönen Kopf nicht.
Irgendwann hatte ich dann aufgehört, Fragen über seinen Job zu stellen.
