Painful Revenge - Ella Green - E-Book

Painful Revenge E-Book

Ella Green

0,0
3,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Alles im Leben hat irgendwann ein Ende. Auch für Samantha? Nach einem Aufeinandertreffen mit ihrem Ex William, zieht sich die junge New Yorkerin immer mehr zurück. Matthew und seine Eltern sind ratlos, denn Samantha verschließt sich ihnen gegenüber. Nicht einmal ihre Psychologin Dr. Gilbert, kann zu ihr durchdringen. Einzig ihre Freundin, die Krankenschwester Molly, weiß was Samantha belastet. Kann sie ihr helfen? An Halloween erhält Samantha eine E-Mail, die das Leben von Matthews Familie in Gefahr bringen kann. Wird Samantha auf die Forderung eingehen? Und wird Matthew ihr die Wahrheit über den Tod ihres Vaters sagen?

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2023

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Epilog

Bonuskapitel

Painful Revenge

Drama

von

Ella Green

Band 3

Painful Reihe

Impressum

Ella Green

Siedlerstraße 5

83714 Miesbach

www.ella-green.com

https://www.facebook.com/EllaGreenAutorin/

Copyright: Ella Green August 2016

Korrektorat: Vanessa Ostiadal und Sissy Kaiser

Coverdesign: Lena Spehling

Titelbild: Zoom Team/Shutterstock Bild. Nr. 39233662

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin. Personen und Handlung sind frei erfunden, etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Menschen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Markennamen sowie Warenzeichen, die in diesem Buch verwendet werden, sind Eigentum ihrer rechtmäßigen Eigentümer.

Über die Autorin

Ella Green wurde 1983 in Oberbayern geboren.

New York - der "Big Apple" - ist ihr absoluter Traum, denn die pulsierende, riesige und atemberaubende Stadt bedeutet für Sie "Lebe deinen Traum und glaube an Dich selbst!"

Zusammen mit ihrem Hund lebt sie in Bayern und backt für ihr Leben gerne, besonders bunte Cupcakes - inspiriert wurde sie bei ihrer New York Traumreise durch die berühmte Magnolia Bakery mit den allerbesten Schoko-Cupcakes der Welt!

Würdest du für deinen Retter dein eigenes Leben riskieren?

Prolog

Harrison / September 30th 2015 / 06:30 p.m. (evening)

Es waren einige Wochen vergangen, in denen ich Samantha ganz genau beobachtet hatte. Sie glaubte sich in Sicherheit, doch dem war nicht so. Ich wusste immer, wo sie sich aufhielt. Diese dämlichen Detectives bemerkten nicht einmal, dass ich ihnen seit Cleveland gefolgt war. Für sie war ich zu ausgefuchst und zu clever. Niemals würden sie mich schnappen. Niemand fasst William Edwards und steckt ihn hinter schwedische Gardinen.

Das Klingeln von meinem Handy, riss mich aus meinen Gedanken. Als ich auf das Display blickte, sah ich, dass mich einer meiner Hintermänner anrief.

„Ja?“, knurrte ich in den Hörer.

„Boss, endlich erreiche ich Sie. Die DEA, Detective Malone und seine Kollegen waren vor zwei Tagen in Port Jefferson und haben die ganze Hütte auseinandergenommen.“

„Fuck! Woher wissen die, wo mein Drogenlabor ist?“, schrie ich laut auf und stieß die Lampe, die auf dem Tisch stand wütend um.

„Keine Ahnung, Boss!“

„Ich habe Harrison heute Morgen verlassen und tauche unter“, informierte ich ihn.

„Okay, Boss. Wo sind Sie jetzt?“

„Das hat dich nicht zu interessieren“, fauchte ich ihn an.

Dass ich in einem kleinen Motel in Jersey City war, ging ihn nichts an, aber lange konnte ich hier nicht bleiben.

„Wenn Sie irgendwas brauchen, dann rufen Sie mich an.“

„Das einzige, was ich brauche ist Samantha und die hol ich mir“, knurrte ich ihm entgegen und legte auf.

Sauer warf ich das Telefon auf das Bett.

Hatte meine Haushälterin Miss Fowler, diese dämliche Kuh, etwa bei den Cops gezwitschert? Von einem meiner Leute wusste ich, dass sie sich selbst beim NYPD gestellt hatte. Diese Frau hatte keine Eier in der Hose und ich hätte wissen müssen, dass sie irgendwann einknickt.

Eilig zog ich mir meinen orangefarbenen Hoodie, eine Sporthose und Turnschuhe an.

„So, Samantha. Bevor ich für ein paar Tage untertauche, werde ich dich noch einmal besuchen“, flüsterte ich mir selber zu und verließ das Motelzimmer.

Kapitel 1

Matthew

Jersey City / September 30th 2015 / 08:30 p.m. (evening)

Ich diskutierte schon viel zulange mit meinen Eltern darüber, ob ich Samantha die Wahrheit über den Tod ihres Vaters erzählen sollte oder nicht. Vor 15 Minuten hatte sie sich in ihr Zimmer verzogen, um mit Schwester Molly, die mittlerweile zu ihren Freunden zählte, zu telefonieren.

„Matthew, sag es ihr nicht“, bat mich mein Dad inständig.

„Okay, wenn du meinst, es ist besser weiterhin die Wahrheit vor ihr zu verheimlichen“, seufzte ich. „Aber ich muss euch beiden etwas Wichtiges erzählen.“

Meine Mom blickte mich auffordernd an.

„William Edwards weiß wo Samantha ist.“

„Scheiße“, war das einzige was meine Mom dazu sagte.

Sie stand auf und ging nervös im Wohnzimmer auf und ab, während ich ihnen alles erzählte, was wir in dem Drogenlabor in Port Jefferson fanden. Mein Dad schüttelte ungläubig den Kopf.

„Seit ein paar Tagen hat Samantha einen Personenschutz. Davon weiß sie aber nichts und das soll auch vorerst so bleiben. Es würde sie nur unnötig aufregen und verängstigen.“

„Warum sagst du uns das erst jetzt?“, fragte Dad und verschränkte seine Arme vor seiner Brust.

Gerade als ich beginnen wollte, ihm und Mom zu erklären, warum ich das mit dem Polizeischutz und William nicht gleich sagte, begann mein Handy zu klingeln.

„Detective Matthew Malone“, meldete ich mich.

„Hallo Detective Malone, hier ist Officer Lawer.“

„Was gibt es?“, fragte ich ihn.

„Samantha sitzt im Lincoln Park“, antwortete er mir.

„Was?“, rief ich laut aus und sprang vom Sofa auf.

Meine Eltern blickten mich mit großen Augen an und beobachteten mich, wie ich hektisch durch den Raum ging. Warum hatten wir nicht mitbekommen, dass Samantha alleine das Haus verlassen hatte?

„Und, ist alles gut bei ihr?“, fragte ich aufgeregt und begann an meinem Fingernagel zu kauen.

„Ja, sie sitzt auf einer Bank. Alles ruhig.“

„Behalten Sie Miss Bennett gut im Auge, hören Sie!“

„Das ist unser Job, Detective.“

Wir verabschiedeten uns voneinander und ich legte auf.

„Ich denke, ich sollte ihr erzählen, dass William weiß, wo sie ist und ihr sagen, dass sie seit ein paar Tagen Personenschutz hat“, sagte ich zu meinen Eltern und setzte mich wieder auf das Sofa.

„Lass es!“, schnaubte mein Dad.

„Warum?“

„Sie blüht im Moment so sehr auf und ich denke, wenn sie weiß, dass William ihr aufgelauert hat, dann sind all ihre Fortschritte für die Katz gewesen. Außerdem haben die Cops sie gut im Auge und ihr wird nichts passieren.“

Kopfschüttelnd lehnte ich mich zurück. Das war keine gute Entscheidung. Sie müsste es erfahren. Aber mein Vater war da anderer Meinung.

„Ich bin zwar keine Psychologin, aber Carl hat recht. Es würde das, was sie bisher geschafft hat, zerstören und daher, sag es ihr lieber nicht.“

Ihr so vieles zu verheimlichen fand ich nicht richtig, aber vielleicht war genau dass, das Beste. Ihre Therapeutin, Dr. Gilbert, könnte es bestimmt besser einschätzen, was falsch war und was richtig.

„Mom, gibst du mir bitte die Telefonnummer von Samanthas Psychologin“, bat ich sie.

„Ja, warte.“

Gerade als meine Mutter zur Kommode ging, um die Nummer von Dr. Gilbert rauszusuchen, hörte ich, wie die Haustür geöffnet wurde. Erleichtert schnaubte ich kurz. Samantha war wieder sicher zurückgekommen. Auch wenn ich wusste, dass Officer Lawer und sein Team auf sie achtgaben, war ich froh, sie jetzt wieder in unserem Haus zu wissen.

Samantha kam zu uns ins Wohnzimmer, setzte sich neben mich und senkte ihren Blick.

„Na, was spricht Molly?“, fragte ich sie, denn ich wollte sie im Glauben lassen, dass ich dachte, dass sie in ihrem Zimmer beim Telefonieren gewesen war.

„Ach, ihr geht es ganz gut“, antwortete sie mir in einem ruhigen Ton.

Sie wirkte angespannt und knetete nervös ihre Hände.

„Alles okay?“, fragte ich sie und blickte sie von der Seite an.

Kopfnickend antwortete sie mir: „Ja, alles gut. Nur etwas müde.“

Ihren Blick hatte sie immer noch starr auf ihre Finger gerichtet, es war ihr nicht möglich mich anzublicken. Hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil sie ohne mich oder meinen Eltern draußen war? Ich war mir sicher, dass es für sie nicht leicht war, ohne Begleitung in den Park zu gehen. Sie hatte sich zu viel zugemutet. Es würde lange dauern, bis sie ohne Angst, alleine vor die Tür gehen konnte. Und so lange William da draußen umherlief, war es sowieso besser, wenn sie solche Ausflüge nicht mehr machen würde.

Sie würde in ein tiefes Loch fallen, wenn sie wüsste, dass ihr Ex ihr nachspionierte. Mein Dad hatte recht, sie blüht von Tag zu Tag mehr auf und das wollte ich nicht zerstören.

„Seid mir bitte nicht böse, aber ich muss ins Bett“, meldete sie sich zu Wort.

Ihre Stimme klang zittrig.

„Matthew, lass uns morgen reden. Du wolltest mir ja was erzählen, oder?“

„Äh … ach … dass, das war nicht so wichtig.“

„Ok. Gute Nacht“, sagte sie leise zu uns und verließ das Wohnzimmer.

„Das war zu viel für sie. Sie hat sich mit ihrem Spaziergang in den Park zu viel abverlangt“, seufzte mein Dad. „Und genau deshalb, wirst du ihr von alldem was du uns erzählt hast, nichts sagen.“

Wortlos stimmte ich meinem Vater zu, in dem ich nur mit dem Kopf nickte.

Nur wie lange muss ich die Wahrheit vor ihr verheimlichen?

Samantha

Jersey City / September 30th 2015 / 09:00 p.m. (evening)

Zitternd lag ich in meinem Bett. Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn und mir war speiübel. Dass, vor dem ich so viel Angst hatte, traf ein. William hatte mir aufgelauert. Der Jogger, der mir in den letzten Tagen öfters über den Weg lief, war die ganze Zeit über mein brutaler Ex. Er hatte mich verfolgt.

Wie lange William mir wohl schon nachspioniert? Dieser schwarze Van, der mir bis zum Park gefolgt war und vorher ein paar Meter vom Haus der Malones geparkt hatte, machte mir Angst. Darin waren bestimmt seine Hintermänner, die nur darauf warteten, mich zu entführen. Oh mein Gott, es ist ein wahr gewordener Alptraum.

Ich war so durcheinander, dass ich Matthew nicht erzählen konnte, dass mich William im Park angesprochen hatte. Bestimmt hätte er mich zuerst geschimpft, weil ich ohne ihn oder seine Eltern draußen alleine unterwegs war. Aber ich musste raus, denn das Gespräch, dass ich belauscht hatte, dass er mit Grace und Carl führte, riss mir den Boden unter den Füßen weg. William war für den Tod meines geliebten Vaters verantwortlich. Dieser Mistkerl hatte ihn jahrelang mit Drogen versorgt und ihm das Heroin gegeben, womit er sich den goldenen Schuss setzte. Nur durch das Ableben von meinem Daddy, war es William möglich gewesen mich zu besitzen. Würde mein Dad noch Leben, hätte ich mich niemals auf William eingelassen. Denn, ich hätte keinen gebraucht, der mich in dieser schweren Zeit begleitete.

Tränen der Angst und Trauer rannen mir über meine Wangen. Das war alles zu viel für mich.

Jedes noch so kleine Geräusch, dass durch das geschlossene Fenster zu mir ins Zimmer drang, ließ mich zusammenzucken, solche Panik hatte ich.

Du musst dich beruhigen, sagte ich gedanklich zu mir selbst. Doch es brachte nichts, ich konnte nicht ruhiger werden. Mit meinem Handrücken wischte ich mir die Tränen weg, drehte mich um und schloss meine Augen. Versuch zu schlafen, dachte ich mir.

Ich rannte einen Kiesweg entlang und blickte immer wieder hinter mich. William, der als Jogger unterwegs war, verfolgte mich. Meine Beine schmerzten, wie niemals zuvor. Es fühlte sich so an, als würden sie mir jeden Moment absterben.

Du musst weiterlaufen, Samantha, sonst bringt er dich um.

„Du wirst mir nicht entkommen“, hörte ich Williams wütende Stimme.

Ohne mich umzublicken rannte ich weiter. So schnell wie ich konnte. An einer Weggabelung wollte ich nach rechts abbiegen, doch dann passierte es. Ich stürzte. Mein linkes Bein tat höllisch weh und begann zu pulsieren. Mit vor Panik weitaufgerissenen Augen drehte ich mich um, und sah, wie mein Ex auf mich zustürmte.

„Jetzt habe ich dich!“, lachte er teuflisch auf, packte mich an den Haaren und zog mich hoch.

„Nein, bitte lass mich!“, flehte ich und spürte, wie mir die Tränen in die Augen stiegen.

„Du hast wohl gedacht, du bist hier in Jersey City bei den Eltern von deinem achso tollen Detective sicher“, knurrte er und boxte mir seine Faust in den Bauch.

Ein höllischer Schmerz durchzog meinen Körper, so dass ich leicht zusammensackte. Was mir im Moment mehr wehtat, konnte ich nicht sagen, mein Magen oder mein linkes Bein, das ich kaum belasten konnte.

„Bitte William, lass mich in Ruhe“, wimmerte ich.

Doch er dachte nicht daran, von mir ab zu lassen. Er legte eine Hand um meinen Hals, drückte zu und zwang mich ihn anzusehen. Seine Augen spiegelten seine Wut und seine Aggressionen wider. Das Monster, zu dem er nach einem Jahr Beziehung wurde, hatte wieder Besitz von ihm genommen und ich konnte mich nicht gegen seine Brutalität wehren.

„Du wirst nie wieder vor mir davonlaufen. Kapiert?“, brüllte er und schleifte mich hinter sich her.

Ich konnte kaum gehen, da mir mein Bein, das ich mir wahrscheinlich bei meinem Sturz gebrochen hatte, so wehtat.

Am Ende des Kieswegs sah ich den schwarzen Van. Die Seitentüre wurde aufgerissen und eine Person mit schwarzer Sturmmaske sprang heraus. Ich wollte schreien, doch ich bekam keinen Ton heraus. Wer auch immer das war, er rannte auf uns zu, griff nach meinen Füßen und schleppte mich zusammen mit William zu dem Auto.

„Du weißt, wo du sie hinbringen musst“, brummte mein Ex.

„Ja, Boss!“, antwortete die Person mit tiefer Stimme.

„Gut, dann los. Ich kümmere mich um den Detective.“

Nein, nein. Was hat er mit Matthew vor?

In mir stieg immer mehr Panik hoch und dann fand ich endlich wieder meine Stimme.

„Matthew!!“, schrie ich so laut ich konnte.

Schweiß gebadet schreckte ich hoch. Mein Körper zitterte wie die Blätter eines Baumes, wenn ein starker Sturm wehte.

Oh Gott, was für ein schrecklicher Traum.

„Samantha, alles in Ordnung?“, hörte ich Grace fragen und sah, wie sie mein Zimmer betrat.

„Ja … äh … ja, warum?“, fragte ich.

„Ich habe dich nach Matthew rufen gehört.“

„Oh … wirklich. Äh … es ist aber alles okay“, log ich sie an.

Ich wollte nicht, dass sie sich Sorgen um mich machte.

„Wirklich alles okay bei dir?“, fragte sie erneut nach und setzte sich zu mir ans Bett.

Wortlos nickte ich mit dem Kopf, versuchte ruhig zu atmen und mir nicht anmerken zu lassen, dass ich Panik hatte.

„Du bist klatschnass und zitterst“, sagte Grace besorgt.

„Vielleicht werde ich krank“, antwortete ich und schaute ihr kurz in die Augen.

„Na, hoffentlich nicht“, lächelte sie mich sanft an.

„Ich versuche einfach wieder zu schlafen. Morgen bin ich bestimmt wieder fit.“

„Ok, gute Nacht.“

Grace stand auf, ging zur Tür und drehte sich noch einmal um.

„Du weißt, Carl, Matthew und ich sind immer für dich da.“

„Ja, ich weiß. Danke.“

Als sie die Tür hinter sich schloss, legte ich mich wieder hin und starrte die Zimmerdecke an.

Sollte ich Matthew erzählen, dass William mir im Park begegnete? Aber dann würde er mich wahrscheinlich von hier weg- und in ein Frauenhaus bringen. Das wollte ich nicht. Mir gefiel es bei seinen Eltern.

Ich lasse mich nicht von meinem brutalen Ex-Freund einschüchtern. Samantha, du musst stark sein und du schaffst das auch. William darf dir dein neues Leben nicht kaputt machen.

Kapitel 2

Matthew

New York / October 1st 2015 / 09:30 a.m. (morning)

„Guten Morgen Matthew“, grüßte mich meine Mom am Telefon.

„Guten Morgen, wie geht es dir?“, fragte ich, denn ich hörte am Klang ihrer Stimme, dass sie etwas zu bedrücken schien.

„Samantha, hat letzte Nacht nach dir gerufen.“

„Hatte sie schlecht geträumt?“, wollte ich wissen und spürte, dass in mir nun auch etwas Besorgnis aufstieg.

„Sie meinte, dass alles in Ordnung sei, aber das glaube ich ihr nicht. Sie war schweiß gebadet und hat am ganzen Körper gezittert.“

Ihr Besuch alleine im Lincoln Park war wohl nicht die beste Idee, die sie hatte. Dass sie jetzt an Alpträumen litt und womöglich einen Schritt zurück machte, war nicht gut. Ich wollte, dass sie wieder zu leben begann. Sich in Jersey City sicher fand. Und das konnte sie nur, solange sie nicht wusste, dass William in der Gegend war.

„Ich komme heute Abend nach meiner Schicht vorbei, vielleicht redet sie ja mit mir.“

„Das hoffe ich, denn sie ist seit heute Morgen wie ausgewechselt.“

„Wie meinst du das?“, fragte ich nach.

„Sie spricht kaum.“

Das zu hören, gab mir einen weiteren Hinweis darauf, dass ich sie nicht alleine lassen konnte. Seitdem sie bei meinen Eltern war, verging kein Tag an dem sie nicht redete wie ein Wasserfall. Was hat sie so runtergerissen, dass sie jetzt wie ausgewechselt war?

„Ist sie gerade in deiner Nähe?“

Mein Dad hatte heute Morgen einen Termin und Mom hatte mir gestern Abend, bevor ich gegangen war, erzählt, dass sie mit Samantha am Vormittag alleine im Laden wäre. Mir passte das zwar nicht, weil ich Angst davor hatte, dass William ihr wieder auflauern konnte. Aber Officer Lawer und sein Team versicherten mir, dass sie gut auf Samantha aufpassten.

„Ja, sie ist vorne im Verkaufsraum und räumt gerade die Neuware in die Regale“, antwortete meine Mom und dann hörte ich wie es im Hintergrund klirrte.

„Mom! Was war das?“, fragte ich nervös und ging in meinem Büro auf und ab.

„Warte! Ich muss nachschauen gehen.“

„Grace, es tut mir so leid“, hörte ich Samantha sagen.

„Mom, was ist los bei euch?“

„Alles gut Matthew. Sam ist nur eine Flasche Schnaps zu Boden gefallen.“

Beruhigt, dass es sich nur um eine zerbrochene Flasche handelte, die so einen Lärm machte, atmete ich aus.

„Kannst du mir Samantha kurz geben?“

„Ja, natürlich“, sagte meine Mom. „Sam, Matthew würde dir gerne Hallo sagen.“

„Hi“, hörte ich ihre sanfte Stimme am anderen Ende der Leitung.

„Hallo Jersey Girl, wie geht es dir?“

„Ähm … na ja, ich habe hier grad etwas Chaos verursacht, aber sonst geht es mir gut“, gab sie mir als Antwort.

Am Klang ihrer Stimme hörte ich, dass sie nervös war und das lag bestimmt nicht an ihrem kleinen Missgeschick.

„Ist wirklich alles okay bei dir? Du klingst so beunruhigt!“

„Matthew, es ist alles gut bei mir. Wirklich. Ich muss jetzt aber aufhören und den Boden aufwischen.

---ENDE DER LESEPROBE---