Pretend Cowgirl - Mia Kingsley - E-Book
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Pretend Cowgirl E-Book

Mia Kingsley

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Beschreibung

Seit ich mich mit meinen Freundinnen auf der abgelegenen Ranch im Sleepy Oaks County verstecke, weil wir ein paar Banken überfallen habe, stehe ich im Visier unseres Nachbarn, der mich einfach nicht in Ruhe lässt. Und das mit dem Visier meine ich wörtlich. Der Kerl war früher angeblich ein Scharfschütze und verbringt seine Zeit nun am liebsten auf Bäumen, während er durch sein Zielfernrohr sieht. Egal wohin ich gehe, spüre ich seinen durchdringenden Blick auf mir. Er hat mich mehr als einmal gewarnt, ihm nicht zu nahe zu kommen, obwohl er derjenige ist, der mir auf Schritt und Tritt folgt … Willkommen im Sleepy Oaks County, wo die Cowboys noch frei über die Felder streifen dürfen und kriminelle Frauen sich nicht zähmen lassen wollen. Wie gut, dass es Lassos gibt … Dark Romance. Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen, aber Teil einer Reihe mit wiederkehrenden Figuren.

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PRETEND COWGIRL

SLEEPY OAKS COUNTY 6

MIA KINGSLEY

DARK ROMANCE

Copyright: Mia Kingsley, 2022, Deutschland.

Coverfoto: © Africa Studio – stock.adobe.com

Korrektorat: http://www.korrekturservice-bingel.de

ISBN 978-3-910412-05-7

Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin gestattet.

Sämtliche Personen in diesem Text sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig.

Black Umbrella Publishing

www.blackumbrellapublishing.com

INHALT

Pretend Cowgirl

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Epilog

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Über Mia Kingsley

PRETEND COWGIRL

Seit ich mich mit meinen Freundinnen auf der abgelegenen Ranch im Sleepy Oaks County verstecke, weil wir ein paar Banken überfallen habe, stehe ich im Visier unseres Nachbarn, der mich einfach nicht in Ruhe lässt.

Und das mit dem Visier meine ich wörtlich. Der Kerl war früher angeblich ein Scharfschütze und verbringt seine Zeit nun am liebsten auf Bäumen, während er durch sein Zielfernrohr sieht.

Egal wohin ich gehe, spüre ich seinen durchdringenden Blick auf mir. Er hat mich mehr als einmal gewarnt, ihm nicht zu nahe zu kommen, obwohl er derjenige ist, der mir auf Schritt und Tritt folgt …

Willkommen im Sleepy Oaks County, wo die Cowboys noch frei über die Felder streifen dürfen und sich kriminelle Frauen nicht zähmen lassen wollen.

Wie gut, dass es Lassos gibt …

Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen, aber Teil einer Reihe mit wiederkehrenden Figuren.

PROLOG

GRANT

Ich hörte einen Ast hinter mir knacken und drehte mich langsam um, die Zange noch in der Hand. Konnte ich nicht ein einziges Mal in Ruhe den Zaun reparieren, der mein Grundstück im Norden eingrenzte? Ich verfluchte die Tatsache, dass sich der Buckthorn Pond nicht weit von meiner Grundstücksgrenze befand. Die glorifizierte Pfütze, die von Einheimischen dreisterweise als See bezeichnet wurde, war vor allem bei den Teenagern aus der Gegend beliebt, weil sie sich dort zum Knutschen trafen. Wahrscheinlich hatte die Hälfte des Countys ihre Jungfräulichkeit genau dort verloren. Leider verirrten sich die notgeilen Teenager auf dem Weg zum See öfter auf mein Land, als ich zählen konnte.

Ich legte die Zange weg und machte mich auf den Weg in Richtung des Geräusches. Es war egal, falls ich irgendeinem Quarterback jetzt die Tour mit dem Cheerleader vermasselte, ich wollte bloß meine Ruhe.

Mit zusammengepressten Zähnen marschierte ich durch den Wald, der mein Haus auf allen Seiten umgab – einer der Vorzüge, warum ich die Anderson Acres gekauft hatte.

Je näher ich kam, desto deutlicher hörte ich in regelmäßigen Abständen ein feines Surren, bevor das Geräusch abrupt verstummte.

Also doch keine Teenager, sondern jemand, der auf meinem Grundstück mit Messern warf. Das Geräusch hätte ich im Schlaf identifizieren können.

Ich wurde langsamer und achtete sorgsamer darauf, wo ich meine Schritte hinsetzte, damit ich meine Ankunft nicht früher bemerkbar machte, als ich wollte.

Um ehrlich zu sein, hatte ich einen meiner alten Feinde erwartet, der darauf spekulierte, dass ich zu ihm kam. Stattdessen fand ich eine kleine, zierliche Rothaarige vor, die mit gleich drei Wurfmessern eine der alten Eichen attackierte. Sie hatte sogar ihre eigene Zielscheibe mitgebracht und konnte hervorragend zielen.

Offenbar waren ihre Ohren auch extrem gut, denn sie fuhr ohne Vorwarnung herum und es war nur meinen jahrelang geschulten Reflexen zu verdanken, dass das Messer in einem der Baumstämme hinter mir landete statt in meinem Oberschenkel, weil ich rechtzeitig ausgewichen war.

Sie hatte das nächste Messer schon gehoben und fixierte mich mit ihren hübschen grünen Augen, die zu den roten Haaren überaus anziehend wirkten.

»Du befindest dich auf meinem Grundstück«, sagte ich und blieb auf der Hut. »Wenn schon, sollte ich mit Messern nach dir werfen.«

»Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Wald zum Grundstück der Riverrock Ranch gehört«, erwiderte sie, ohne das Messer sinken zu lassen.

»Die Hälfte ungefähr gehört zur Riverrock Ranch. Du hättest auf dem Weg hierher eigentlich am Begrenzungsstein vorbeikommen müssen.«

»Und?«

»Ich nehme es in der Regel nicht auf die leichte Schulter, wenn ich auf meinem eigenen Grundstück angegriffen werde. Abgesehen davon ist das Recht auf meiner Seite. Du bist mit den texanischen Gesetzen vertraut, nehme ich an?«

»Wir sind von Kilometern von Wald umgeben und du machst dir in die Hose, weil ich mir ausgerechnet den Baum hier ausgesucht habe?« Sie ließ mich den Spott in ihrer Stimme hören und nahm dann endlich das Messer runter. Mit einem Augenrollen marschierte sie an mir vorbei und zog das andere Wurfmesser aus dem Baumstamm hinter mir.

Ich konnte erahnen, wie verführerisch sie roch – was ein riesiges Problem war. Mir ging es nicht um den Baum oder die Tatsache, dass sie unerlaubt hier war, sondern darum, dass ich sie dringend loswerden wollte. Sie war verdammt heiß und ich extrem ausgehungert, was einfach keine gute Kombination war.

Ich schätzte, dass sie kaum ein Meter sechzig groß war, und es würde mich überraschen, wenn sie mehr als fünfzig Kilo wog. Ihre Handgelenke und Schlüsselbeine waren winzig. Ich würde mich nicht einmal anstrengen müssen, um sie zu Boden zu werfen und ihr die Kleidung vom Leib zu reißen. Eine überaus anregende Vorstellung, die mein Blut zum Kochen brachte.

»Die Riverrock Ranch liegt in diese Richtung.« Ich streckte den Arm aus und sie folgte der Bewegung mit dem Blick.

»Das weiß ich. Gib mir noch eine knappe Viertelstunde, dann bin ich weg. Vielleicht kannst du in der Zeit jemand anders belästigen gehen.« Sie zuckte nur mit den Achseln.

»Wie heißt du?«, knurrte ich, obwohl ich sie schon längst an den Haaren zurück zur Riverrock Ranch schleifen sollte.

»Norma Burton. Aber du darfst ›Miss Burton‹ zu mir sagen.« Sie zwinkerte mir zu, bevor sie mir den Rücken zuwandte und mit dem Messer in der Hand die Zielscheibe musterte.

»Drücke ich mich irgendwie unklar aus, Norma? Das hier ist mein Land und du sollst verdammt noch mal verschwinden!«

In der Ferne flatterte ein Vogel davon, zweifellos aufgescheucht durch meine erhobene Stimme.

»Ich habe dich schon verstanden, ich ignoriere dich bloß.« Das Messer wirbelte durch die Luft und landete punktgenau im Bullseye. »Eine Viertelstunde. Du wirst es überleben.«

So genau konnte ich nicht einmal sagen, was mich am meisten nervte – dass sie mich nicht ernst nahm, obwohl sie nicht einmal die Hälfte meines Kampfgewichtes auf die Waage brachte, dass sie so sexy war oder dass sie mich nicht einmal anstandshalber nach meinem Namen gefragt hatte.

Das zweite Messer landete fast genau neben dem ersten in der Zielscheibe und ich hatte die Nase voll.

Norma hielt es nicht für nötig, sich umzudrehen, als ich näher kam, und das war ihr Pech. Ich packte sie, hob sie hoch und warf sie über meine Schulter.

»Hey! Was fällt dir ein?«

»Ich habe dich gewarnt, Prinzessin«, gab ich zurück.

Sie schlug auf meinen Rücken. »Du lässt mich jetzt sofort runter oder ich schneide dir die Kehle durch!«

Ich kam ihrem Wunsch nach und ließ sie wie einen nassen Sack fallen. Das Laub dämpfte den Aufprall, aber ich konnte trotzdem sehen, dass es ihr die Luft aus den Lungen trieb, weil sie nicht damit gerechnet hatte, dass ich sie tatsächlich loslassen würde.

Mit gleichgültiger Miene hockte ich mich über sie, packte ihre winzigen Handgelenke mit einer Hand und suchte mit der anderen nach ihren Waffen. Ich fand drei weitere Messer, die ich alle im hohen Bogen wegwarf.

Norma protestierte mit einem wütenden Aufschrei, als ich sie danach wieder über meine Schulter schwang.

»Du wolltest ja nicht hören«, sagte ich.

Sie schlug mit der flachen Hand auf meinen Rücken und probierte es dann mit der Faust an meinen Rippen. Verglichen mit manchen Schlägen, die ich schon hatte einstecken müssen, fühlte es sich beinahe wie eine Liebkosung an.

»Du verdammter Mistkerl wirst mich sofort runterlassen! Hast du mich verstanden, Arschloch?«

»Mein Name ist Grant.«

»Glaubst du Blödmann wirklich, dass mich das interessiert?«

»Du solltest nicht so viel fluchen, sonst halte ich dich nachher noch für eine Frau mit loser Moral, Prinzessin.«

Meine Mundwinkel zuckten, weil sie daraufhin einen Wortschwall losließ, der jeden Bauarbeiter und Seemann stolz gemacht hätte.

Während sie ihr Bestes gab, um mich zu verprügeln und meine Ohren zum Bluten zu bringen, konnte ich nur darüber nachdenken, wie sich ihre weichen Brüste gegen meinen Rücken pressten.

Glücklicherweise erreichten wir kurz darauf den Grenzstein und ich stellte sie ab – auf der Seite der Riverrock Ranch.

»Das ist die Grundstücksgrenze«, knurrte ich. »Üb auf deiner Seite, Norma Burton.«

»Oder was?« Sie reckte das Kinn und ihre grünen Augen funkelten vor Wut.

»Oder du musst mit den Konsequenzen leben, Prinzessin.«