Prinz auf Abwegen - Fel Fern - E-Book

Prinz auf Abwegen E-Book

Fel Fern

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Beschreibung

Der dominante Löwenwandler Tony Golden ist ein Prinz auf Abwegen. Sein Leben ist ein einziges Durcheinander. Nachdem er unehrenhaft aus der Armee entlassen wurde und fast gestorben wäre, weiß Tony nicht, was er als nächstes tun soll. Es gibt keinen Platz für ihn in seinem Rudel und das Letzte, was er braucht, ist Ablenkung. Diese Ablenkung hat jedoch einen Namen – sein Freund aus Kindertagen, Wesley. Tony weiß, dass es ihm nicht gut geht, dass sein Löwe außer Kontrolle geraten ist, aber sobald er den vertrauten Geruch von Wesley wahrnimmt, möchte er sich auf die Jagd begeben. Wes hat Tony aus der Ferne geliebt und weiß nicht, was er denken soll, als Tony in die Stadt zurückkehrt und in seine Bäckerei marschiert. Anstatt Tony abzuweisen, gibt er dem Löwenprinzen eine zweite Chance. Die Chemie zwischen ihnen knistert noch heftiger und Wes weiß, dass Tony der Richtige für ihn ist. Schade, dass sein Prinz auf Abwegen denkt, dass Wes etwas Besseres verdient hat. Kann Wes Tony davon überzeugen, dass sie dazu bestimmt sind, zusammen zu sein, und kann Tony seine inneren Dämonen besiegen und beanspruchen, was rechtmäßig ihm gehört? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 24.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Inhaltsverzeichnis

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

ÜBER FEL FERN

LESEPROBE:

Prinz auf Abwegen

Der dominante Löwenwandler Tony Golden ist ein Prinz auf Abwegen. Sein Leben ist ein einziges Durcheinander. Nachdem er unehrenhaft aus der Armee entlassen wurde und fast gestorben wäre, weiß Tony nicht, was er als nächstes tun soll. Es gibt keinen Platz für ihn in seinem Rudel und das Letzte, was er braucht, ist Ablenkung. Diese Ablenkung hat jedoch einen Namen – sein Freund aus Kindertagen, Wesley. Tony weiß, dass es ihm nicht gut geht, dass sein Löwe außer Kontrolle geraten ist, aber sobald er den vertrauten Geruch von Wesley wahrnimmt, möchte er sich auf die Jagd begeben.

Wes hat Tony aus der Ferne geliebt und weiß nicht, was er denken soll, als Tony in die Stadt zurückkehrt und in seine Bäckerei marschiert. Anstatt Tony abzuweisen, gibt er dem Löwenprinzen eine zweite Chance. Die Chemie zwischen ihnen knistert noch heftiger und Wes weiß, dass Tony der Richtige für ihn ist. Schade, dass sein Prinz auf Abwegen denkt, dass Wes etwas Besseres verdient hat.

Kann Wes Tony davon überzeugen, dass sie dazu bestimmt sind, zusammen zu sein, und kann Tony seine inneren Dämonen besiegen und beanspruchen, was rechtmäßig ihm gehört?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 24.000 Wörter

FEL FERN

Prinz auf Abwegen

Königliche Katzen 4

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Prodigal Prince“:

Fel Fern

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2020

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Martina Gille

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

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Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Prolog

Dreizehn Jahre zuvor …

„Wieso erzählst du mir das jetzt?“, wollte Alex, Tonys Adoptivbruder von der anderen Seite des Tisches wissen. Um sie herum brummte der große Speisesaal vor Aufregung über den Geburtstag seiner Großmutter Edna.

„Weil ich nicht ohne ein Wort gehen will, so wie Aden“, erwiderte Tony.

Sein Teller blieb unberührt, obwohl die diensthabende Küchencrew sein Lieblingsgericht servierte, Roastbeef mit Stampfkartoffeln. Er hatte einfach keinen Appetit. Schmetterlinge flatterten in seinem Bauch. Als er Alex und Abe von seiner Entscheidung, zur Armee zu gehen, unterrichtet hatte, hatten beide ihn angesehen, als hätte er ihnen einen Dolch ins Herz gestoßen.

Als Aden fortging, hinterließ er eine große Lücke im Rudel. Sie alle waren mit dem Wissen um ihren Platz im Rudel aufgewachsen, selbst Tony, der von Maurice, dem König des Löwenrudels, adoptiert worden war. Seine Mutter Corinne hatte das Rudel verlassen, um durch die Welt zu reisen.

Als sie erfuhr, dass sie Krebs hatte, wendete sie sich Hilfe suchend an das Rudel. Sie starb, als Tony fünf war, lud ihn hier in den Black Peak Mountains ab, dem Gebiet der Golden Pelts, dem größten und mächtigsten Löwenrudel des ganzen Landes.

Tony war ein zorniges Kind gewesen, denn Maurice war nicht gerade die liebevolle Sorte Vater. Der König glaubte daran, starke Abkömmlinge großzuziehen, was bedeutete, sie ständig gegeneinander im Kampf antreten zu lassen, um ihre Jagd- und Kampffähigkeiten zu trainieren. Das Resultat war, dass sie alle sehr versiert in der Ausübung von Gewalt waren und zu tödlichen Formwandlern wurden. Tony und seine Brüder wären schon vor langer Zeit wahnsinnig geworden, wären da nicht ihre jüngere Schwester Alicia, ihre Großmutter Edna und ihr Zusammenhalt untereinander gewesen.

„Alex, was sagt Tony da?“, fragte Alicia, die neben Alex saß und an seinem Ärmel zupfte.

„Tony hat sich entschieden, zur Armee zu gehen und die Familie und das Rudel im Stich zu lassen“, antwortete Alex mit eisiger Stimme. Seine goldenen Augen wirkten hart und viel zu alt für ihn.

Undankbare Katze. Niemand sprach es laut aus, doch Tony hatte das Gefühl, dass es alle dachten.

„Ich tue nichts dergleichen Alex, verstanden. Ich verlasse das Rudel nicht, ich werde höchstens ein paar Jahre fort sein“, sagte Tony.

Sein ganzes Leben lang hatten andere die Entscheidungen für ihn getroffen. Seine sorglose Mutter hatte ihr Leben ohne die Bindung an einen Gefährten oder ein Rudel verbracht, doch am Ende musste sie ihn in der Obhut von Fremden zurücklassen. Das Rudel hatte viel für Tony getan. Maurice hatte ihn sogar adoptiert, aber es wurde von ihm erwartet, ebenso wie von Aden und Abe, zu einem von Alex’ Vollstreckern heranzuwachsen, wenn der erst einmal der nächste König war.

Er liebte seine Brüder, aber er wollte die Welt außerhalb des Rudels kennenlernen und aus einem anderen Grund kämpfen.

„Tony, du willst auch fortgehen wie Aden?“, fragte Alicia und ihre großen goldenen Augen füllten sich mit Tränen, die sie hastig wegwischte. Sie schniefte. Löwinnen weinten nicht, und Prinzessinnen schon gar nicht, denn Gefühle zu zeigen war ein Zeichen von Schwäche. Das hatte Maurice ihnen allen eingetrichtert, selbst Alicia.

Es brach ihm das Herz, denn während seiner ersten, verwirrenden Tage im Rudel, war er immer noch voller Trauer über den Tod seiner Mutter und es war Alicia gewesen, die auf ihn zugegangen war, noch vor Abe, der jetzt schwieg. Abe redete nicht viel, aber Tony wünschte, er würde es tun. Alex hatte sich schon immer von ihnen unterschieden, weil er der zukünftige König war. Auf seinen Schultern lastete große Verantwortung. Er stand Abe näher als seinen anderen Brüdern.

„Was kann die Armee dir geben, das dir deine eigene Familie und das Rudel nicht geben können?“, fragte Abe schließlich und schaute ihn direkt an.

„Das Rudel und die Familie haben mir viel gegeben“, erwiderte Tony. „Aber ich muss das für mich selbst tun.“

„Mach was zum Teufel du willst, aber komm nicht wieder zurückgekrochen, wenn du es dir doch anders überlegst“, sagte Alex mit einem Knurren in der Stimme.

„Alex, jetzt sei doch nicht so. Verabschiede dich nicht mit diesen hasserfüllten Worten von Tony“, flüsterte Alicia, doch Alex stand auf und ging davon. „Alex!“

Alicia warf Tony einen, um Verzeihung heischenden, Blick zu und rannte hinter Alex her. Tony blieb, wo er war. Er wusste, dass Alex und er einen Streit stets mit Fäusten und Klauen austrugen. Tony wollte in seiner letzten Nacht hier nicht gegen seinen Bruder kämpfen.

Er bemerkte, dass selbst Edna ihren Tisch mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck betrachtete. Er konnte es nicht ertragen, ihrem Blick zu begegnen, denn sie war viel mehr eine Mutter für ihn, als Corrine es je gewesen war. Seine Erinnerungen an Corrine waren bestenfalls verschwommen. Sie waren von einem Ort zum anderen gezogen und nirgends lange geblieben. Corrine hatte nie Zeit für ein Kind gehabt. Sie liebte es viel zu sehr, neue Menschen zu treffen und unbekannte Orte zu entdecken.

Edna hingegen – sie war immer für sie alle da gewesen, hatte Tony wie ihr eigen Fleisch und Blut behandelt, obwohl er nicht Maurices Kind war. Sie war da, nach einer brutalen Trainingsstunde, hielt das Erste Hilfe Kit und Kekse oder frisch gebackene Pasteten bereit. Ihre Tür war stets offen und sie hatte immer ein offenes Ohr für jedes ihrer Enkelkinder. Aden hatte ihr immer am nächsten gestanden und Tony hatte das Gefühl, dass es ihr das Herz brach, als Aden ging.

Und nun war er an der Reihe.

Er sagte sich immer wieder, dass es noch nicht zu spät war, um seine Meinung zu ändern, doch er konnte fühlen, wie sein Löwe sich unter seiner Haut bewegte. Sein inneres Tier war die ganze Zeit über so ruhelos, als müsste es weit weg sein von der vertrauten Umgebung des Rudels. Tony verstand es ja selbst nicht. Manche Formwandler mussten das Rudel verlassen, um umherzustreifen, nur um dann Monate oder Jahre später zurückzukehren. Das war eine Tatsache und er hoffte, er würde nicht zum Einzelgänger werden, aber sein Löwe sehnte sich danach die vertrauten Grenzen des einzigen Zuhauses zu überschreiten, das er je gekannt hatte.

„Ich verstehe es“, sagte Abe schließlich leise. „Du musst nichts erklären. Ich kann deinen Löwen spüren. Ich hoffe, du findest, was du suchst.“

„Ich habe lange und gründlich darüber nachgedacht“, sagte Tony. „Selbst Wes hat versucht, mich davon abzubringen.“

Es versetzte ihm einen Stich, über seinen Freund aus Kindertagen zu sprechen. Er sah Wes’ anklagendes Gesicht vor sich, das ihm das sagte, was seine Familie nicht sagen würde, nämlich, dass er einfach nur davonlief. Jedes Mal, wenn er an Wes dachte, begann sein Herz zu rasen. Er erinnerte sich an ihren High-School-Abschluss vor einer Woche, als Wes in seiner Toga einfach auf ihn zugekommen war und ihm einen Kuss auf die Lippen gedrückt hatte. Es war so schnell gegangen, hatte höchstens eine Sekunde gedauert, doch es hatte ausgereicht, seinen Löwen zu wecken und ihm elektrische Schauer durch den ganzen Körper zu jagen.

Da gab es ganz sicher Potenzial zwischen ihnen, aber Wes hatte geplant, auf jeden Fall auf die Universität zu gehen, weit weg von Black Peaks. Wes entwickelte sich weiter, war sich seiner Zukunft sicher, und Tony tat einfach nur dasselbe.

Kapitel 1

Gegenwart

Tony erwachte und seine Ohren klingelten von der Explosion. Er konnte es noch immer hören – die schreienden Männer und das ohrenbetäubende Gewehrfeuer – hatte immer noch den Geruch in der Nase. Eine Mischung aus Blut, Angst, Schweiß, Erbrochenem, Staub und Verzweiflung. Er öffnete die Augen, entsetzt, dass er nicht in einem Zelt aufgewacht war, das er sich mit drei anderen Männern teilte, sondern in einem unbekannten Raum. Er brauchte einige Sekunden, um zu erkennen, dass es sein eigenes Zimmer war.

Keines der Rudelmitglieder oder seiner Geschwister hatte die Poster seiner Lieblingsbands aus High-School Zeiten von den Wänden genommen, die gut aussehenden Männer auf den Titelseiten der Zeitschriften, in die er verknallt gewesen war. Dieses Zimmer fühlte sich an, als gehöre es zu einer früheren Version von ihm, idealistisch und naiv. Langsam zog Tony die Bettdecke zurück, die praktisch an seiner nackten Haut klebte, und zuckte beim Anblick seiner Brust zusammen. Jedes Mal, wenn er sich die Masse aus Narbengewebe ansah, schien es schlimmer zu sein, als er es in Erinnerung hatte.

Aden und Abe würden ihm widersprechen. Seine Brüder waren sofort zur Militärbasis gefahren, als man ihn und seine Teammitglieder aus der Basis in der Wüste zurück auf heimischen Boden geflogen hatte. Es war Benson gewesen, einer seiner Teamkameraden, der sie benachrichtigt hatte. Wären Abe und Aden nur ein bisschen später gekommen, wäre Tony jetzt nicht mehr am Leben. Die Bombe, die fast alle aus seiner Einheit, von Benson und ihm abgesehen, getötet hatte, war mit Silberfragmenten gespickt gewesen.

Die Gegenseite wusste, dass es sich bei ihnen um eine gemischte Einheit aus Menschen und übernatürlichen Wesen handelte. Benson war am Leben, weil er gerade eine Nachricht überbracht hatte. Und er? Tony war der Scharfschütze der Einheit. Selbst in der Armee zog er es vor, allein zu sein. Er hatte schon von Phantomschmerzen gehört, fühlte sie, jeden Morgen beim Aufwachen, während er sich selbst leidtat und sich immer wieder die gleiche Frage stellte: Warum war er noch am Leben, wenn viel anständigere und ehrenhaftere Männer gestorben waren?

Scharfschützen waren selbst bei den Soldaten nicht sonderlich beliebt. Sie blieben meist unter sich und erledigten Ziele aus sicherer Entfernung. Tony war nur selten direkt an der Front, obwohl er dort seinen Mann hätte stehen können. In letzter Zeit war Tony dazu übergegangen, seine traurige Gestalt ins Bad zu schleifen. Dort schälte er sich aus seiner Unterhose und hielt seinen Kopf unters kalte Wasser. Es war jetzt fast einen Monat her, seit Aden und Abe seinen halb toten Körper aufgesammelt hatten. Vier Wochen, seit Alex, der inzwischen König war, und Gina, jetzt die Heilerin des Rudels, die geballte Rudelenergie genutzt hatten, um die Heilungskräfte seines Körpers zu beschleunigen.

Zu der Zeit war Tony kaum bei Bewusstsein gewesen, aber er erinnerte sich deutlich an Alex Gesicht. Alex, der ihm vor dreizehn Jahren gesagt hatte, er solle ja nicht wieder zum Rudel zurückgekrochen kommen, hatte praktisch sein eigenes Leben riskiert, um Tonys zu retten. Guter Gott, hatte Alex sich verändert, ebenso wie der Rest.

Die eiskalte Dusche wirkte, erinnerte Tony daran, dass er nicht mehr auf dem Schlachtfeld, sondern in Sicherheit war, zu Hause. Hatte er überhaupt das Recht, das Rudel so zu nennen, nachdem er ihm dreizehn Jahre zuvor den Rücken gekehrt hatte, nur um zurückzukehren, als er an der Schwelle des Todes stand?

Tony zog sich ein sauberes Hemd und eine verwaschenen Jeans an und sah sich in seinem Schlafzimmer um. Ohne wirklich zu verstehen wieso, begann er, all seine alten Poster abzunehmen und seine alten Schulbücher und Spielsachen fein säuberlich auf einen Haufen zu stapeln, zusammen mit allem anderen, das ihn an sein jüngeres Selbst erinnerte.

„Was machst du da?“, fragte eine Stimme und Tony drehte sich um. Er reagierte aus reinem Instinkt heraus und nahm Kampfposition ein.

---ENDE DER LESEPROBE---