Raphael - Fel Fern - E-Book

Raphael E-Book

Fel Fern

0,0
3,49 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Einige Wunden können niemals ganz heilen, und Derrick weiß, dass er nach dem Trauma, das er bei einer Gruppe von wilden Vampiren erlebt hat, nie wieder in sein altes Leben zurückkehren kann. Eine leichtsinnige Nacht hätte Derrick beinahe das Leben gekostet, aber sein unerwarteter Schutzengel erscheint in Form von Raphael. Raphael ist der einzige Grund, warum Derrick nicht wahnsinnig geworden ist, aber er hätte nie gedacht, dass er den Vampirleutnant wiedersehen würde. Derrick versteht die magnetische Anziehungskraft, die Raphael auf ihn ausübt, nicht, aber er will herausfinden, ob es eine mögliche Zukunft für sie gibt. Der Vampir Raphael war nie daran interessiert, einen Gefährten zu finden, bis Derrick Pace auf der Bildfläche erscheint. Nach der dramatischen Entführung passt Raphael bestens auf Derrick auf, obwohl er nicht versteht, warum. Als sich ein neuer Feind erhebt, entscheidet Raphael, dass er seinen Gefährten lange genug aus dem Hintergrund beobachtet hat. Er will Derrick beanspruchen, auch wenn das bedeutet, einen Kampf mit einem anderen Vampirzirkel zu entfachen. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 25.300 Wörter

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Epilog

ÜBER FEL FERN

LESEPROBE:

Raphael

Einige Wunden können niemals ganz heilen, und Derrick weiß, dass er nach dem Trauma, das er bei einer Gruppe von wilden Vampiren erlebt hat, nie wieder in sein altes Leben zurückkehren kann. Eine leichtsinnige Nacht hätte Derrick beinahe das Leben gekostet, aber sein unerwarteter Schutzengel erscheint in Form von Raphael. Raphael ist der einzige Grund, warum Derrick nicht wahnsinnig geworden ist, aber er hätte nie gedacht, dass er den Vampirleutnant wiedersehen würde. Derrick versteht die magnetische Anziehungskraft, die Raphael auf ihn ausübt, nicht, aber er will herausfinden, ob es eine mögliche Zukunft für sie gibt.

Der Vampir Raphael war nie daran interessiert, einen Gefährten zu finden, bis Derrick Pace auf der Bildfläche erscheint. Nach der dramatischen Entführung passt Raphael bestens auf Derrick auf, obwohl er nicht versteht, warum. Als sich ein neuer Feind erhebt, entscheidet Raphael, dass er seinen Gefährten lange genug aus dem Hintergrund beobachtet hat. Er will Derrick beanspruchen, auch wenn das bedeutet, einen Kampf mit einem anderen Vampirzirkel zu entfachen.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 25.300 Wörter

FEL FERN

Raphael

Abels Blutlinie 2

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Raphael“:

Fel Fern

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2019

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Ella Lambert

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Kapitel 1

Derrick Paces Zähne klapperten und er umklammerte das Laken. Logisch betrachtet wusste er, dass er wieder in seinem eigenen Bett war, in seiner Wohnung. In Sicherheit, aber nicht vor Albträumen. Selbst im Land der Träume konnte er immer noch verletzt werden, spürte die starke Kombination aus Angst und Verzweiflung.

Die scharfe Klinge eines Messers blitzte vor ihm auf und wurde von einem verrückten Mann mit blassem Gesicht und scharfen Fangzähnen gehalten. Nein, kein Mann, sondern ein Monster. Ein Vampir. Derrick konnte es sogar riechen, Kupfer und kochendes Fleisch, Blut und brennende Haut, Gerüche, an die er sich nie wieder erinnern wollte.

Bekämpfe es, Derrick.Du bist stark.Überwinde deine Angst.

Derrick erwachte keuchend in der Realität, sein ganzer Körper war schweißgebadet. Er zog die Bettdecke um sich, als könnte ein Laken die Dunkelheit abwehren. Derrick kannte diese Stimme, überzeugend und verführerisch zugleich. Er stellte sich weißgoldenes Haar vor, das ein wunderschönes, maskulines Gesicht umrahmte, darin eisblaue Augen, die so kalt schienen, unberührbar, selbst als er gefesselt und mit heiligen Gegenständen verbrannt worden war. Raphael.

Ein Vampir mit dem Namen eines Erzengels. Ohne Raphael wäre Derrick heute nicht mehr am Leben, aber war dies wirklich ein Leben?

Er rieb über die Gänsehaut auf seinen Armen. Im Dunkeln konnte er immer noch die Einschnitte an seinen Armen sehen, die der verrückte Vampir Ivan gemacht hatte. Derrick berührte die glatte Haut an Ellbogen und Unterarm. Sein Bruder Elliot hatte einen Heiler gebeten, alle Beweise für die Folter auszulöschen, die er in den Händen von Ivan und seiner Gruppe, den Feinden von Elliots Vampirkönig Abel, erlebt hatte. Raphael war eine Art Prinz, Abels Lieutenant, und hatte sein Bestes getan, um ihn zu schützen.

Vor drei Monaten war Derricks Leben noch durchschnittlich und langweilig. Er arbeitete in einer Werbefirma, zu viel, wie Elliot oft sagte, um den Lebensunterhalt für sich und Elliot zu verdienen, der seit dem Tod ihrer Eltern bei einem Autounfall Wahnvorstellungen hatte. Es stellte sich heraus, dass Elliots Visionen Wirklichkeit waren, und beide waren in eine Welt geraten, von der Derrick nichts wissen wollte.

Paranormale lebten neben Menschen. Das wusste er, aber die Vampire, die Werwölfe und alles, was sonst noch da draußen war, blieben unter sich, so dass sie manchmal nur erfunden zu sein schienen.

„Sie waren wirklich ganz schön echt“, flüsterte Derrick, denn es hatte sich herausgestellt, dass Elliot von dem Gefängnis eines Vampirkönigs geträumt hatte. Er hatte Elliot zu einem echten Friedhof begleitet, auf dem Abel Savage von Ivan, einem seiner ehemaligen Lieutenants, eingesperrt worden war. Derrick und Raphael waren im Kampf von Ivan gefangengenommen worden.

Nachdem Abel und Elliot sich mit Ivan auseinandergesetzt hatten, bestand Derrick darauf, nach Hause zurückzukehren. Er glaubte, er könnte dort wieder anfangen, wo er aufgehört hatte, aber nach diesem Vorfall war er nicht mehr derselbe. Derrick hatte alles verloren – seinen Job, seinen Verstand und seinen Bruder. Er hatte nicht gemerkt, wie sehr er mit Elliot verbunden war, bis er merkte, wie leer sich die Wohnung ohne ihn anfühlte.

Es mochte ihn wie ein Arschloch aussehen lassen, aber trotz all seiner Beschwerden nahm er seine Rolle als Elliots großer Bruder ernst. Nachdem ihre Eltern gestorben waren, weigerte er sich, zuzulassen, dass das Pflegesystem sie voneinander trennte. Elliot war jetzt in Carrick City und lernte, der Gefährte und Gemahl eines Vampirkönigs zu werden – was auch immer das bedeutete. Derrick legte seine Hände an den Kopf und warf dann die Bettlaken zur Seite.

Während seiner Zeit als Ivans Gefangener und seiner Genesung danach hatte er Elliot für alles verantwortlich gemacht, weil er sie in dieses Chaos gezogen hatte, in eine Welt, von der er nichts wissen wollte. Elliot trug jedoch keine Schuld daran. Derrick selbst hatte darauf bestanden, seinem Bruder in die Gruft zu folgen.

Er hatte diese Wahl getroffen. Derrick trat aus dem Schlafzimmer und starrte auf die Tür zu Elliots früherem Zimmer.

Er näherte sich ihr und drehte den Knauf. Elliot hatte all seine Sachen, auch seine Zeichnungen mitgenommen, so dass es jetzt wie ein leeres Gästezimmer aussah. Hier verbrachte er die meiste Zeit. Durch seine Visionen beeinträchtigt, war Elliot sozial gehemmt gewesen und konnte es nicht einmal ertragen, nach draußen zu gehen, um Lebensmittel einzukaufen. Als er Elliot das letzte Mal gesehen hatte, war sein Bruder weit gekommen. Elliot plauderte und schien voller Energie zu sein, fühlte sich offenbar vollkommen wohl zwischen den Monstern.

Derrick schloss die Tür und ging durch den Flur ins Wohnzimmer. Er holte sich ein Glas Wasser in der Küche und nahm einen Schluck. Seine Gedanken wurden klarer, aber er wusste, dass in der nächsten Nacht die Albträume wieder anfangen würden. Derrick überlegte, ob er Schlafmittel besorgen sollte. Um ehrlich zu sein, hatte er einmal die Vorstellung gehabt, mehr Pillen einzunehmen, als er sollte.

„Ich bin nicht selbstmörderisch veranlagt“, flüsterte er der leeren Küche zu.

Mit sich selbst zu sprechen war ein Zeichen, dass er langsam verrückt wurde, nicht wahr?

Derrick trat wieder ins Wohnzimmer und öffnete eines der Fenster. Er konnte rausgehen und in der Nachbarschaft rumspazieren, was im Vergleich zu anderen Gegenden der Stadt relativ sicher war, aber Ivans Folter hatte ihn paranoid gemacht. Was wäre, wenn in einer dunklen Ecke ein Vampir lauerte und entschied, dass er einen leckeren Snack oder ein lustiges Spielzeug abgeben würde?

Ivan hatte wie ein schönes Monster ausgesehen, aber innerlich? Da gab es nur Fäulnis. Ivan sah Menschen und andere Paranormale, die er für Vampiren unterlegen hielt, für nicht besser als Insekten. Derrick schauderte und erinnerte sich an den Moment, als er zu dieser Erkenntnis gekommen war. Es war die Art und Weise, wie Ivans Blick über seinen ganzen Körper zu kriechen schien, als ob der Vampir nichts Falsches darin sehen würde, ihn zu zerreißen.

Er schaute aus dem Fenster, von dem aus man auf die Straße und ein anderes Apartmentgebäude sehen konnte. Schüttelfrost brach über seinen ganzen Körper aus. Derrick hatte das Gefühl, beobachtet zu werden, aber das war verrückt. Elliot und Abel bestanden darauf, dass zwei Wochen lang ein Vampir auf ihn aufpasste, aber dieser Vampir, Alphonse, hatte die Stadt verlassen, nachdem er der Meinung war, dass keine Gefahren drohten.

Immerhin war Ivan tot, und alle seine Vampire auch. Derrick war niemand, nur ein Mensch ohne Bedeutung.

Derrick atmete aus. Was machte er da, sich selbst erschrecken?

Nach draußen zu gehen war immer noch ein großes Nein. Er setzte sich auf die Couch im Wohnzimmer und versuchte, sich zu beruhigen. Schlaf würde schwer zu finden sein, wie in allen anderen Nächten. Er rieb sich die verschwitzten Hände und schaltete den Fernseher ein. Die Geräusche von Schreien und Schüssen aus einer Action-Show boten für ihn etwas Erleichterung. Derrick nahm eine bequemere Position auf der Couch ein und schlief schließlich ein.

Laute Musik weckte Derrick das nächste Mal abrupt, und es dauerte eine Sekunde, bis er erkannte, dass sie von seinem Handy kam. Sein Klingelton. Richtig. Er konnte sich nicht einmal erinnern, wann er den das letzte Mal geändert hatte. Derrick erhob sich von der Couch.

Helles Sonnenlicht aus dem Wohnzimmerfenster ließ ihn die Augen zusammenkneifen. Also war er hier eingeschlafen. Er hatte nicht von scharfen Messern und Fangzähnen geträumt, sondern von dem verführerischen Druck eines verlockenden Mundes auf seinem und einem süchtig machenden Gefühl von Fingern, die durch sein Haar strichen. Blaue Augen wie Kristalle im Dunkeln und eine beruhigende Stimme, die ihn dazu aufforderte, seine Alpträume zu vergessen.

Das unaufhörliche Klingeln ertönte schrill in seinen Ohren.

Mit einem Fluch ging er zurück in sein Schlafzimmer und fragte sich, wer zum Teufel ihn so früh anrief. Ein kurzer Blick auf seinen Handybildschirm zeigte ihm, dass es sieben Uhr morgens war. Normalerweise war er zu dieser Zeit in der U-Bahn in dem Versuch, die Hauptverkehrszeit zu meiden. Derrick erkannte die Nummer nicht. Vielleicht rief Elliot von anderswo an, denn wer sonst kannte seine Nummer?

Als seine Freunde gemerkt hatten, dass Derrick ein anderer Mann geworden war und er seine Arbeit verlor, hielten sie sich von ihm fern. Derrick hatte ihnen nie erzählt, was passiert war. Er wusste, dass sie denken würden, dass der Wahnsinn in der Familie lag. Erst Elliot, dann der ältere Bruder. So oder so, er stimmte mit Elliot überein. Sie waren nicht seine echten Freunde, wenn sie beim ersten Anzeichen von Ärger die Flucht ergriffen.

„Hallo?“, antwortete er.

„Mr. Pace? Ich rufe von Merricks Werbeagentur an. Wir haben Ihren Lebenslauf vor ein paar Tagen erhalten und haben uns gefragt, ob Sie um elf Uhr zu einem Vorstellungsgespräch kommen können.“

„Ein Vorstellungsgespräch?“, fragte er mit heiserer Stimme. Derrick zuckte zusammen bei dem Gedanken, wie er aussehen musste, aber wenn er wollte, dass ein Gefühl von Normalität in sein Leben zurückkehrte, dann sollte er sich besser zusammenreißen. „Ja, ich bin verfügbar.“

„Ich schicke Ihnen unsere Adresse per E-Mail.“

Die Frau am anderen Ende der Leitung beendete das Gespräch und er starrte das Telefon in seiner Hand ein paar Sekunden an, bevor sein Bildschirm wieder aufleuchtete.

Elliot.

„Hey“, sagte er, als er den Anruf annahm.

„Derrick, hallo. Ich war mir nicht sicher, ob du wach sein würdest.“

„Ja, na ja. Ich bin wach. Ist etwas passiert?“, fragte er.

„Ich rufe nur an, um zu hören, wie es dir geht. Die Vampire schlafen zu dieser Tageszeit, also …“ Elliot verstummte.

Was war aus der Welt geworden, dass sie die Rollen tauschen mussten? Elliot rief ihn mindestens dreimal in der Woche an und unterhielt sich mit ihm über belangloses Zeugs, aber er wusste, dass sein Bruder sich Sorgen um ihn machte. Derrick bedauerte immer noch, wie er Elliot nach seiner Rettung behandelt hatte. Er war nicht besonders höflich gewesen, deprimiert und elend. Verdammt, er hatte jeden, die ganze Welt, für sein Schicksal verantwortlich gemacht.

„Mir geht es wirklich gut. Ich habe später ein Vorstellungsgespräch“, sagte er lässig. „Entschuldigung, aber ich muss mich bald vorbereiten. Die Adresse befindet sich auf der anderen Seite der Stadt.“

Wann war Derrick so gut darin geworden, zu lügen?

Elliot atmete tief durch. „Das ist großartig. Lass mich wissen, wie es ausgeht.“

„Das werde ich.“

„Ich wollte auch fragen, ob du dich mit jemandem triffst, aber vielleicht beim nächsten Mal.“

Sie beendeten den Anruf. Derrick stieß einen Atemzug aus. Als ob er Zeit für Romanzen hätte, oder besser: Warum sollte sich jemand für einen abgefuckten Kerl wie ihn interessieren? Selbst vor dem ganzen Vampir-Fiasko hatte Derrick nie Zeit gehabt, sich zu verabreden, obwohl er ein paar Dating-Apps ausprobiert und ein paar Mal Angebote bekommen hatte. Keiner dieser Männer hatte sein Interesse geweckt.

Wieder sah er eisige blaue Augen, die scharf genug waren, um zu schneiden, und einen dicken Schopf aus weißgoldenem Haar, das brutal kurz geschnitten war. Warum dachte er jetzt an Raphael? Der Vampirprinz tat wahrscheinlich das, was seine Pflichten als Abels Stellvertreter so forderten. Die Vampire in der unteren Hierarchie des Zirkels und die Wandler bezeichneten Raphael und Theron als Prinzen, weil Abel ihr König war und sie die zweitstärksten Vampire in Abels neu gegründetem Zirkel waren.

---ENDE DER LESEPROBE---