Shades of Black - Kitty Rogue - E-Book

Shades of Black E-Book

Kitty Rogue

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Beschreibung

Ein Vertrag. Klare Regeln. Keine Emotionen. Mara entscheidet sich bewusst für ein System aus Struktur, Kontrolle und präziser Dominanz. Was als nüchterne Vereinbarung beginnt, entwickelt sich zu einem Spiel aus Nähe und Entzug, aus Gehorsam und Erkenntnis. Jede Aufgabe ist exakt definiert. Jede Ausführung wird sachlich bestätigt. Doch je perfekter Mara funktioniert, desto deutlicher spürt sie eine unsichtbare Konsequenz: Nicht Fehler werden sanktioniert – sondern Vollendung. Während die Begegnungen intensiver werden, verschiebt sich etwas zwischen ihnen. Nähe entsteht nicht durch Berührung, sondern durch das, was offen bleibt. Entzug wird zum Instrument. Stille zur Prüfung. Und Mara beginnt zu begreifen, dass sie Teil eines Systems ist, das nicht auf Gehorsam ausgelegt ist – sondern auf Abhängigkeit. Doch was passiert, wenn man das Muster erkennt? In einer letzten Sitzung wird aus Unterwerfung eine Wahl. Nicht mehr die Struktur bestimmt den Ablauf, sondern ihre Entscheidung. Nähe ohne Schuld. Präsenz ohne Ziel. Und das Recht, zu bleiben oder zu gehen. „Shades of Black – Die Vertragsstrafe“ ist ein intensiver, psychologisch dichter Dark-Romance-Roman über Macht, Selbstwert und die Frage, wer am Ende wirklich Kontrolle besitzt. Für Leserinnen und Leser von düsterer, strukturierter Dominanz mit emotionaler Tiefe.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Shades of Black 3

Die Vertragsstrafe

Kitty Rogue

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt nach § 5 TMG und § 55 RStVKitty Roguec/o COCENTERKoppoldstraße 186551 AichachDeutschlandE-Mail: [email protected]

© 2025 Kitty Rogue. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Figuren, Ereignisse und Handlungen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Kapitel 1 - Der Vertragsraum

Der Raum war kleiner, als ich erwartet hatte. Nicht eng. Nicht beengt. Sondern präzise.

Ein rechteckiger Tisch, mattes Schwarz. Keine Maserung, keine Spuren von Gebrauch. Zwei Stühle, einander gegenüber, identisch. Die Wände grau – weder warm noch kalt. Ein Ton, der nichts verlangte und nichts versprach. Kein Fenster. Kein Spiegel. Nur Licht von oben, gleichmäßig, ohne Schatten.

Ich schloss die Tür hinter mir. Das leise Klicken des Schlosses war kein Signal, nur ein Geräusch. Und doch spürte ich, wie sich etwas in mir ordnete, als hätte der Raum mich bereits registriert.

Ich setzte mich nicht sofort.

Der Vertrag lag bereits auf dem Tisch. Mehrere Seiten, sauber ausgerichtet. Keine Heftklammern, kein Umschlag. Oben rechts eine schmale Nummerierung, unten jede Seite mit einer schlichten Initiale versehen. Kein Name. Kein Logo.

Ich strich mit den Fingerspitzen über die erste Seite, ohne zu lesen. Das Papier war fest, hochwertig, fast kühl. Es roch nach nichts.

Er war noch nicht da.

Ich mochte das. Warten bedeutete Kontrolle über den eigenen Atem, den eigenen Körper. Ich stellte meine Tasche neben den Stuhl, parallel zu den Tischkanten, und setzte mich dann. Aufrecht. Füße nebeneinander. Hände im Schoß.

Ich hatte den Vertrag bereits gelesen. Mehrmals. Zuhause. In Ruhe. Ohne Druck.

Er enthielt keine Überraschungen. Keine versteckten Fallen – zumindest keine juristischen. Alles war klar formuliert. Nüchtern. Sachlich. Regeln. Pflichten. Sanktionen bei Abweichung. Zeiträume. Beendigungsoptionen.

Was fehlte, war auffällig, aber nicht ungewöhnlich: keine Zusicherung von Nähe. keine Garantie von Bedeutung. kein Versprechen.

Die Tür öffnete sich lautlos.

Er trat ein, schloss sie hinter sich, ohne mich anzusehen. Seine Bewegungen waren ruhig, ökonomisch. Kein überflüssiger Schritt. Er setzte sich mir gegenüber, legte eine schmale Mappe vor sich auf den Tisch und hob dann den Blick.

„Guten Abend, Mara.“

Seine Stimme war neutral. Nicht freundlich. Nicht distanziert. Eine Feststellung.

„Guten Abend.“

Ein Moment der Stille. Er sah mich an, als prüfe er nicht mein Äußeres, sondern meine Präsenz. Ich hielt seinem Blick stand. Wegsehen war eine Einladung – und Einladungen wollte ich nicht ungefragt aussprechen.

„Haben Sie den Vertrag gelesen?“

„Ja.“

„Mehr als einmal?“

„Ja.“

Er nickte leicht. Keine Überraschung. Keine Anerkennung.

„Haben Sie Fragen?“

Ich überlegte. Es gab Fragen. Natürlich. Aber keine, die ich stellen wollte. Fragen bedeuteten Zweifel. Und Zweifel waren der erste Schritt aus der Ordnung.

„Nein.“

Er schlug die Mappe auf, ohne sie mir zuzudrehen.

„Dann beginnen wir mit der formalen Bestätigung.“

Er erklärte nichts. Er las nicht vor. Er schob mir lediglich einen Stift hin. Schwarz. Schwer. Kühl in der Hand.

„Bitte unterschreiben Sie auf der letzten Seite.“

Ich griff nach dem Stift. In dem Moment, in dem meine Finger das Metall berührten, spürte ich ein leichtes Ziehen in der Brust. Keine Angst. Eher etwas, das ich als Vorfreude hätte deuten können, wenn ich weniger aufmerksam gewesen wäre.

Ich blätterte ruhig durch die Seiten. Jede Klausel war mir vertraut. Trotzdem las ich einige Sätze erneut. Langsam. Bewusst.

Emotionale Reaktionen sind kein Bestandteil der Vereinbarung.

Ich hielt kurz inne.

Nicht, weil es mich störte. Sondern weil es ehrlich war.

Ich unterschrieb.

Mein Name sah fremd aus auf dem Papier. Als hätte ich ihn aus einer anderen Perspektive geschrieben. Als gehörte er bereits zu etwas, das nicht mehr ganz mir war.

Er nahm den Vertrag entgegen, ohne ihn zu kommentieren, legte ihn ordentlich zur Seite und schloss die Mappe.

„Damit ist der Vertrag aktiv“, sagte er. „Ab diesem Moment gelten die festgelegten Regeln.“

Ich nickte.

„Es gibt keine Übergangsphase.“

Ein weiteres Nicken.

„Rituale sind Bestandteil der Struktur“, fuhr er fort. „Sie dienen nicht der Dramatisierung, sondern der Orientierung.“

Er stand auf.

„Bitte stehen Sie ebenfalls auf.“

Ich folgte der Aufforderung sofort. Mein Stuhl blieb exakt dort, wo er gestanden hatte.

„Das erste Ritual ist einfach“, sagte er. „Es besteht aus Aufmerksamkeit.“

Er sah mich an.

Nicht prüfend. Nicht fordernd. Einfach präsent.

Ich spürte, wie mein Atem flacher wurde. Ich zwang mich nicht zur Ruhe. Ich ließ die Reaktion zu, ohne sie zu bewerten.

Er nannte Erwartungen. Keine Details. Keine Intimität. Nur Struktur. Pünktlichkeit. Klarheit. Verlässlichkeit.

Als er endete, schwieg er.

„Gibt es etwas, das Sie hinzufügen möchten?“

Ich schüttelte den Kopf.

„Gut.“

Er öffnete die Tür, hielt sie für mich auf.

„Für heute ist das ausreichend.“

Ich zögerte. Nicht aus Unsicherheit – sondern, weil ich etwas erwartete, dessen Abwesenheit auffiel. Ein Zeichen. Eine Geste. Irgendetwas.

Nichts kam.

Ich ging an ihm vorbei, ohne ihn zu berühren.

Als ich den Raum verließ, fühlte ich keine Erleichterung, sondern etwas anderes: eine leise, fast angenehme Leere. Wie nach einer sauber abgeschlossenen Aufgabe.

Ich habe alles richtig gemacht, dachte ich.

Und genau dieser Gedanke ließ mich kurz innehalten.

---ENDE DER LESEPROBE---