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In den schattigen Gassen einer Stadt im Wandel liegt ein Ort, dessen Name sich kaum jemand merkt. Er ist nur eine Tür, ein Korridor, eine Wand mit einer Öffnung. Doch für die Frauen, die ihn aufsuchen, ist er ein Universum für sich. Ein Laboratorium der Lust und Ekstase.Das Loch Frauen im Gloryhole ist ein unerschrockener Zyklus von zehn Kurzgeschichten, der die verborgenen Sehnsüchte, die rohen Kräfte und die stillen Triumphe von Frauen erkundet, die sich an der Schwelle zum Unbekannten wiederfinden. Treffen Sie die Königin, die die Anonymität als Krone trägt; die Jubilarin, die fünf Jahre Perfektion hinter sich lässt; die Geschenkte, die ein Geschenk von ihrem eigenen Freund erhält; die Konkurrentinnen, die in einem stillen, lautstarken Duell um die Oberhand ringten und die Geschichtenerzählerin, die jeden Akt in ein Kunstwerk verwandelt.Sie alle lieben das Gloryhole.
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Seitenzahl: 44
Veröffentlichungsjahr: 2025
Das Loch – Frauen im Gloryhole
10 Kurzgeschichten über anonymen Sex im Gloryhole
von Kitty Rogue
Verantwortlich für den Inhalt nach § 5 TMG und § 55 RStVKitty Rogue c/o COCENTER Koppoldstraße 1 86551 Aichach Deutschland E-Mail: [email protected]
© 2025 Kitty Rogue. Alle Rechte vorbehalten.
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Die Figuren, Ereignisse und Handlungen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Clara stand vor der verschmierten Holztür, ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen wie ein gefangener Vogel. Der Geruch von altem Holz, feuchter Erde und etwas anderem, etwas Schwer zu Definierendem, stach ihr in die Nase. Sie war hier, in einem abgelegenen Waldstück, auf der Suche nach etwas, von dem sie nur flüsternd gehört hatte. Ein Ort, der als „Die Oase“ bekannt war, ein geheimnisvoller Rastplatz für Reisende, der für mehr als nur seine rustikale Atmosphäre berühmt war.
Sie zögerte, die Hand auf dem kupfernen Türgriff. War das wirklich eine gute Idee? Sie war eine 28-jährige Archivarin, ein Leben gewohnt, das von Ordnung, Stille und dem Geruch von altem Papier geprägt war. Doch in ihr schlummerte eine Neugier, eine Sehnsucht nach etwas, das aus den starren Zeilen ihres Daseins ausbrach.
Ein leises Knarren, als sie die Tür öffnete, erfüllte die Stille des Waldes. Das Innere der Hütte war dämmerig, nur wenige Kerzen flackerten und warfen lange, tanzende Schatten an die Wände. Ein Mann, eine Gestalt aus Schatten und Rauch, saß an einem kleinen Tisch und betrachtete sie mit einem unergründlichen Blick. Seine Augen funkelten im flackernden Licht.
„Willkommen in der Oase“, sagte er mit einer Stimme, die wie das Knistern eines Feuers klang. „Suchst du nach etwas Bestimmtem, oder lässt du dich einfach treiben?“
Clara schwieg einen Moment, ihre Anspannung wich einer plötzlichen Ruhe. „Ich suche nach einer Geschichte“, sagte sie schließlich. „Nach etwas, das nicht in den Büchern steht, die ich jeden Tag berühre.“
Der Mann lächelte. „Dann bist du hier richtig. Aber die besten Geschichten sind nicht zum Lesen da, sondern zum Erleben. Hast du jemals etwas nur aus reiner Neugier getan, ohne zu wissen, was dich erwartet?“
Clara schüttelte den Kopf.
„Dann wird es Zeit“, sagte der Mann und deutete mit einer Geste auf einen dunklen Korridor, der von der Hütte abzweigte. „Am Ende dieses Ganges findest du, was du suchst. Aber sei gewarnt: Was auch immer du tust, es hinterlässt eine Spur. Und manchmal ist die stärkste Spur die, die wir in uns selbst tragen.“
Clara nickte, ihr Entschluss gefasst. Sie ging den Korridor entlang, die Luft wurde kühler, der Geruch von Holz und Erde intensivierte sich. Am Ende des Ganges stand sie vor einer kleinen, runden Öffnung in der Wand, kaum größer als ihr Gesicht. Sie war mit einem schwarzen Samt ausgekleidet, der das Licht verschlang.
Sie blickte hinein. Sie sah nichts, nur Dunkelheit. Sie hörte nichts, nur ihr eigenes, lautes Atmen. Sie spürte nichts, nur die kühle Luft auf ihrer Haut. Und doch wusste sie, dass dies der Anfang ihrer Geschichte war. Sie lehnte sich vor, ihre Lippen berührten den Samt. Es war zart und kühl und sie spürte ein leichtes Vibrieren, als ob hinter der Wand ein Herz schlug. Sie schloss die Augen und ließ sich auf das Unbekannte ein. Eine neue Welt lag vor ihr, eine Welt, die sie sich nie hätte vorstellen können, und sie war bereit, sie zu entdecken.
Ihr erster Atemzug war zaghaft, ein Test. Keine Reaktion. Der zweite war mutiger, ein Signal. Dieses Mal eine Antwort – ein sanfter Luftzug von der anderen Seite, der ihr Haar leicht aufwirbelte. Es war kein Wind, es war die Exhalation eines anderen. Ein fremdes, aber nicht unwillkommenes Präsens. Ihr Mund trocknete sich, und sie schluckte. Die Logik, die ihr ganzes Leben lang ihr Kompass gewesen war, war hier verstummt. An ihre Stelle trat ein tierischer Instinkt. Eine Gier.
Sie legte eine Hand an die Wand neben der Öffnung, um sich abzustützen. Das Holz war rau unter ihren Fingernägeln. Sie drückte ihr Gesicht fester an die Öffnung, ihre Lippen teilten sich leicht. Sie wartete.
Es geschah nicht sofort. Die Zeit dehnte sich, dehnte sich zu einem dünnen Faden, gespannt zwischen Erwartung und Enttäuschung. Sie dachte schon, dass sie sich alles nur eingebildet hatte, dass der Mann in der Hütte sie nur ausgelacht hatte, als etwas Hartes, Warmes und Seidiges ihre Lippen berührte.
Sie fuhr zurück, ihr Atem stockte. Erschrocken. Fasziniert. Es war kein Finger. Es war etwas anderes. Etwas, das nicht in Frageform kam, sondern als Feststellung. Es pochte sanft gegen ihre Lippen, ein langsamer, stetiger Rhythmus, der den Schläfen ihres eigenen Herzens glich.
Sie wusste, dass sie jetzt gehen konnte. Die Tür zurück zur Hütte war nicht weit. Das war der Punkt, an dem sie sich hätte zurückziehen sollen, an dem sie sich hätte fragen sollen, was in sie gefahren war. Aber sie ging nicht. Stattdessen tat sie etwas, das die alte Clara nie getan hätte. Sie öffnete ihren Mund leicht und stieß ihre Zunge heraus.
