Der Bergdoktor 1940 - Heimatroman - Andreas Kufsteiner - E-Book

Der Bergdoktor 1940 - Heimatroman E-Book

Andreas Kufsteiner

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Beschreibung

Bange Stunden - Ein Unglück am Wildbach wird zur Herausforderung für die Bergwacht Wo ist denn das Hündchen nur hin? Besorgt schaut sich Filli, der Sohn des Bergdoktors, nach dem schwarz-weiß gemusterten Mischling um, der ihnen vor einigen Tagen zugelaufen ist. Ist Fleckerl am Ende in den Wald gelaufen? Aber da ist es doch gefährlich! Aus Angst um den Vierbeiner rennt Filli los - und übersieht dabei die Gefahr, in die er sich selbst begibt ... Schon seit Stunden ist Philipp Burger verschwunden, als die Bergwacht einen Rettungstrupp losschickt. Sorgfältig durkämmen die Retter den Wald auf der Suche nach dem Fünfjährigen. Doch je länger sie suchen, desto wahrscheinlicher wird es, dass der Bub ausgerechnet dorthin gelaufen ist, wo es am gefährlichsten für ihn ist: zum Wildbach! Und da vorne im Wasser, ist das nicht tatsächlich ein blonder Haarschopf? *** Im schönen Zillertal lebt und wirkt der Mann, den Millionen Leser und Fernsehzuschauer seit Jahren lieben: Dr. Martin Burger - Der Bergdoktor. Ein Mann, dessen persönliches Schicksal ihn empfänglich gemacht hat für die Probleme und das Leid seiner Mitmenschen. Ein Arzt, der stets bereit ist, das Äußerste für seine Patienten zu wagen. Das idyllische Dorf St. Christoph dient als Kulisse für die spannenden Geschichten. Hier ist Dr. Martin Burger eine soziale und moralische Instanz - ein aufrechter, geradliniger Charakter, der alle guten traditionellen Werte in sich vereinigt und selbstlos danach handelt. Mit inzwischen über 1800 Folgen, einer Gesamtauflage von über 55 Millionen Exemplaren und einer gleichnamigen TV-Serie hat "Der Bergdoktor" längst den Gipfel der Berg- und Heimatromane erklommen. Eine echte Erfolgsserie! Jede Woche erscheint eine neue Folge. Jede Folge ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen Folgen der Serie gelesen werden.

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Seitenzahl: 131

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Inhalt

Cover

Impressum

Bange Stunden

Vorschau

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige eBook-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2018 by Bastei Lübbe AG, Köln

Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: Michael Wolf

Datenkonvertierung eBook: Blickpunkt Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH, Satzstudio Potsdam

ISBN 978-3-7325-7166-6

www.bastei-entertainment.de

Bange Stunden

Ein Unglück am Wildbach wird zur Herausforderung für die Bergwacht

Von Andreas Kufsteiner

Wo ist denn das Hündchen nur hin? Besorgt schaut sich Filli, der Sohn des Bergdoktors, nach dem schwarz-weiß gemusterten Mischling um, der ihnen vor einigen Tagen zugelaufen ist. Ist Fleckerl am Ende in den Wald gelaufen? Aber da ist es doch gefährlich! Aus Angst um den Vierbeiner rennt Filli los – und übersieht dabei die Gefahr, in die er sich selbst begibt …

Schon seit Stunden ist Philipp Burger verschwunden, als die Bergwacht einen Rettungstrupp losschickt. Sorgfältig durchkämmen die Retter den Wald auf der Suche nach dem Fünfjährigen. Doch je länger sie suchen, desto wahrscheinlicher wird es, dass der Bub ausgerechnet dorthin gelaufen ist, wo es am gefährlichsten für ihn ist: zum Wildbach! Und da vorne im Wasser, ist das nicht tatsächlich ein blonder Haarschopf?

»Das ist er net.«

»Das ist er doch.«

»Ist er net.«

»Ist er doch.«

»Woher willst du das denn so genau wissen? Du warst noch net auf der Welt, als er fortgegangen ist.«

»In Papas Praxis hängen Fotos von der Bergwacht. Auf denen ist er drauf.«

»Im Ernst? Und das hast du dir gemerkt?«

»Freilich. Er hat eine Schulklasse gerettet. Da war eine Lawine. Und die Kinder waren in einer Höhle verschüttet. Alle dachten, sie wären für immer weg, aber Jasper hat sie gefunden.« Filli sah seine ältere Schwester zufrieden an. So etwas vergaß man doch nicht!

Der Einsatz hatte vor einigen Jahren für große Aufregungen in ihrem Heimatdorf gesorgt. Ganz St. Christoph war auf den Beinen gewesen. Tage- und nächtelang hatten die Familien um ihre Kinder gebangt. Die Bergretter waren bis zur Erschöpfung unterwegs gewesen, um die Vermissten zu suchen. Niemand hatte gewusst, wo sie waren.

Etliche hatten bereits aufgegeben, aber Jasper Mittersberger nicht. Es war dem jungen Landwirt gelungen, die Kinder zu finden und die Rettung einzuleiten. Die eisige Kälte hatte ihn zwei Zehen gekostet, aber danach war er wochenlang ein Held gewesen.

Bis zu einem weiteren Einsatz. Bei dem war irgendetwas schiefgegangen. Was genau das gewesen war, wusste Filli nicht, denn das war tatsächlich vor seiner Geburt vor fünf Jahren gewesen. Er hatte nur gehört, dass Jasper das Dorf verlassen hatte und nie zurückgekommen war.

Seine Schwester reckte den Hals und spähte über die Lehne der Sitzbank nach hinten.

»Ich glaub net, dass er das ist.«

»Guck doch. Er hat dieselben blonden Haare wie auf dem Foto. Und das eckige Kinn.« Filli hatte keinen Zweifel, dass der Mann auf der Wiese Jasper war.

Der Bauer stand zwischen großen Heuballen und schaute sich nachdenklich um. Allerdings war er so weit entfernt, dass Tessa noch immer nicht überzeugt war.

Das kleine Wortgefecht der Geschwister wurde vor dem Doktorhaus ausgetragen. Filli und Tessa saßen am Gartentisch und malten. Ihre jüngere Schwester spielte derweil im Sandkasten und plauderte in Babysprache mit ihrer Puppe.

Durch das offene Küchenfenster drang das emsige Klappern von Geschirr. Zenzi war gerade dabei, einen Kuchen zu backen. Das verriet der süße Duft von Gebackenem.

Die Sonne neigte sich bereits den Bergen im Westen zu und ließ den Himmel erglühen. Noch war es warm genug, um draußen zu sitzen, aber man konnte bereits die Anzeichen des nahenden Herbstes erkennen: Die Obstbäume neigten sich unter den reifen Äpfeln, hinter dem Kompost gediehen leuchtend orangefarbene Kürbisse, und am Himmel zogen die ersten Vogelschwärme südwärts. Nicht mehr lange, dann würde morgens der erste Raureif die Wiesen überziehen.

Das Doktorhaus stand am Rand des Dorfes. Auf den nahen Wiesen wurde das letzte Gras dieses Sommers geschnitten und zu duftendem Heu getrocknet. Der Vater der Kinder war Dr. Martin Burger, der im ganzen Dorf »Bergdoktor« genannt wurde.

An diesem Tag war Martin Burger zusammen mit der Bergwacht zu einer Rettungsübung droben am Feldkopf unterwegs, deshalb vertrat seine Frau ihn in der Praxis. Die Kinder verbrachten den Nachmittag bei dem schönen Wetter im Garten.

»Nie im Leben ist das der Jasper«, war Tessa überzeugt.

»Aber sicher ist er das«, beharrte Filli, und schon ging der kleine Zank in die zweite Runde.

»Worüber streitet ihr euch denn da?«, mischte sich schließlich eine sanfte Stimme ein.

Zenzi Bachhuber kam aus dem Haus und stemmte die Hände auf die Hüften. Sie kümmerte sich seit über vierzig Jahren um das Wohl der Bewohner des Doktorhauses und gehörte längst wie eine liebe Großmutter zur Familie. Ihrer weißen Schürze entstieg der Duft von frischem Apfelstrudel, und ihre grauen Haare waren im Nacken zu einem Knoten verschlungen. Ihre schrundigen Hände wiederum verrieten, dass sie keine Arbeit scheute.

»Gell, da drüben steht der Jasper?«, fragte Filli.

»Meinst du etwa den Mittersberger-Jasper?« Zenzi beschattete ihre Augen mit der Hand und spähte in die Richtung, in die Filli deutete. »Mei, das könnte er tatsächlich sein. Ist das wirklich möglich? Nach so vielen Jahren?«

»Freilich ist das möglich.«

»Er war schon lange nimmer hier, es muss über fünf Jahre her sein. Ob er schon weiß, was auf dem Hof seiner Familie passiert ist? Nein, bestimmt noch net. Der arme Bursche. Das wird ein Schock für ihn sein.«

»Was denn, Zenzi?« Tessa warf ihre dunklen Zöpfe über die Schulter zurück und sah die Wirtschafterin gespannt an. Aber Zenzi war so tief in ihre Gedanken versunken, dass sie nicht antwortete.

Der Mann da drüben auf der Wiese war auf einmal verschwunden. Eben hatte er noch im kurz geschorenen Gras gestanden – und nun war er weg! Lediglich der Heuballen war noch zu sehen, gegen den er sich eben noch gelehnt hatte.

»Seltsam«, murmelte Zenzi. »Wo ist er denn plötzlich hin? Ihm wird doch net schlecht geworden sein, oder? Nein, gewiss net. Er ist ein gesunder junger Mann. Vermutlich hat er sich hinter den Heuballen ins Gras gelegt und hält ein Nickerchen. Warm genug ist es ja. Er wird … Nanu? Was ist denn das?«

Filli hob den Kopf und wollte gerade fragen, was Zenzi meinte, als er das Winseln hörte, das hinter der Garage hervorkam. Wie der Blitz war er auf den Beinen!

Seine beiden Schwestern taten es ihm gleich.

»Da ist ein Hund! Ein Hund!«, rief Filli aus und stürmte los.

Tessa folgte ihm, und das Mauserl tappte hinterher. Zenzi stieß ein leises Seufzen aus und kam ebenfalls nach.

Filli bog um die Garage – und da saß es: ein Bündel aus schwarz-weißem Fell, das aus großen braunen Augen verzweifelt aufblickte. Es war tatsächlich ein Hund, kaum älter als ein paar Monate. Sein Fell war pudelnass und struppig. Die Rippen zeichneten sich darunter ab.

»Oh, du Armer!« Filli beugte sich über den Winzling.

»Vorsichtig!«, warnte Zenzi. »Wir wissen net, ob er beißt!«

Filli setzte sich neben den Findling und strich ihm behutsam über den Kopf. Fiepend schmiegte sich der kleine Hund an ihn. Er schien in seinem kurzen Leben noch nicht viel Liebe erfahren zu haben.

»Wir müssen uns um ihn kümmern.« Tessa setzte sich ebenfalls und half Filli beim Streicheln.

Der Hund wedelte so freundlich, dass sein gesamtes Hinterteil in Bewegung geriet.

Klein-Laura quietschte fröhlich.

»Was das wohl für eine Rasse ist?« Zenzi beugte sich nun ebenfalls herunter. »Ein Halsband hat er jedenfalls net. Was ist denn das für eine Wirtschaft? Wie sollen wir denn feststellen, wem der Kleine gehört?«

»Können wir ihn behalten, Zenzi?«

»Au ja, bitte! Er ist so süß.«

Die Kinder riefen aufgeregt durcheinander.

»Zuerst einmal müssen wir ihn baden und ihm etwas zu fressen geben«, beschloss Zenzi. »Ich glaube net, dass er jemandem aus dem Dorf gehört, dann hätten wir ihn schon einmal gesehen. Wir werden uns um ihn kümmern und sein Zuhause suchen. Sein Besitzer vermisst ihn bestimmt sehr. Also hängt euer Herz net an ihn, hört ihr? Er muss zurück zu seinem Besitzer.«

»Fleckerl«, taufte Filli seinen Findling und zauste liebevoll das Fell des kleinen Hundes.

Tessa strahlte, als der Winzling sie mit der Nase anstupste.

»Wunderbar«, seufzte Zenzi. »So viel dazu, unser Herz net an ihn zu hängen. Na ja, süß ist er ja …«

»Er blutet!« Erschrocken deutete Filli auf die Pfote seines Schützlings.

»Tatsächlich. Am besten nehmen wir den Kleinen mit ins Haus, dann schaue ich mir seine Wunde an.«

Zenzi blickte sich erneut nach dem Mann auf der Wiese um, konnte ihn aber nirgendwo mehr entdecken.

***

Etwas bohrte sich in seinen Arm. Schmerzhaft. Anhaltend.

Jasper hörte ein unwilliges Brummen und registrierte im nächsten Augenblick, dass es aus seiner eigenen Kehle kam. Er blinzelte, sah zunächst aber nur verschwommen.

Doch dann klarte sich seine Sicht, und er sah den blassgrauen Abendhimmel über sich. Ein Geier kreiste über ihm …

Ein Geier? Schmarrn! Ein Rotmilan war das. Der melancholische Ruf des Greifvogels brachte Jasper endgültig zu sich.

Verdutzt erkannte er, dass er neben einem riesigen Heuballen auf einer Wiese lag. Der Geruch von gemähtem Gras stieg ihm in die Nase. Er hörte Insekten brummen. Und immer noch stach etwas in seinen Arm.

Er tastete danach. Ein Stein!

Jasper richtete sich auf und sah sich um.

Grundgütiger! Was war mit ihm passiert? War er etwa ohnmächtig geworden? Schon wieder? Und diesmal obendrein mitten auf einer Wiese? Das durfte doch nicht wahr sein!

Sein Arm blutete. Der Stein hatte sich bei dem Sturz tief in die Haut gebohrt. Tat das weh!

Jasper stemmte sich auf die Füße und klopfte sich ein paar Krümel Staub und einige Heuhalme von der Hose. Das war nicht seine erste Ohnmacht. In den vergangenen Wochen hatte er sich immer wieder mal auf dem Boden wiedergefunden, ohne zu wissen, wie er dahin gekommen war.

Es ging jedes Mal so schnell, als würde jemand einen Schalter umlegen. Knips, aus, alles schwarz.

Zum Glück dauerten diese Attacken niemals lange. Geheuer waren sie ihm trotzdem nicht.

Es musste am Stress liegen, sagte er sich. Immerhin fühlte er sich ansonsten gut. Er hatte keine Schmerzen und war fit wie ein Sportler.

Ein paar Wochen runterzuschalten würde ihm sicher guttun. Er hoffte nur, dass sein Vater nichts dagegen haben würde, ihn eine Weile wieder daheim aufzunehmen. Vielleicht könnten sie so endlich die Kluft zwischen sich wieder überbrücken …

Bei dem Gedanken an seine Heimkehr wurde es Jasper mulmig zumute, denn sein Vater und er hatten sich nicht im Guten getrennt. Beileibe nicht!

Aber das war mehr als fünf Jahre her, schob er das ungute Gefühl energisch beiseite. Höchste Zeit, sich wieder zu versöhnen. Bisher hatte keiner von ihnen den ersten Schritt gemacht, aber heute würde es endlich so weit sein.

Jasper hatte während der vergangenen fünf Jahre in München gelebt, aber nun zog es ihn heim nach St. Christoph. In der ganzen Zeit in der Ferne hatte er kein einziges Mal Kontakt zu seinem Vater gehabt.

Er war oft kurz davor gewesen, daheim anzurufen. Den Hörer hatte er unzählige Male in der Hand gehabt, aber dann doch gekniffen. Und je mehr Zeit vergangen war, desto schwerer war es geworden.

Nun war er mit wieder hier – und in den Bergen schien kaum Zeit vergangen zu sein. Alles war wie früher: die grünen Hänge, die schroffen Gipfel und der zwiebelförmige Kirchturm von St. Christoph.

Kurz vor dem Hof seines Vaters hatte Jasper sein Motorrad gestoppt und sich umgeschaut. Er hatte die Berge begrüßt wie alte Freunde. So viele Erinnerungen!

Auf seinem Motorrad konnte er nur das Nötigste an Gepäck transportieren, aber das war ihm gerade recht so. Er brauchte nicht viel. Und nun war er froh, gut angekommen zu sein. Nicht auszudenken, wenn ihn unterwegs eine Ohnmacht ereilt hätte!

Es war unverantwortlich gewesen, auf die Maschine zu steigen, grübelte er, während er sein Motorrad über den Hang zum heimischen Hof schob. Er hatte wohl verdrängt, dass es jederzeit wieder passieren konnte.

Das durfte er nicht mehr tun! Im Straßenverkehr war es wichtig, alle Sinne beisammenzuhaben.

Vor ihm tauchte der Hof seiner Familie auf. Seine Mutter war vor zwölf Jahren gestorben, deshalb bewirtschaftete sein Vater das Anwesen mit der Hilfe von zwei Knechten.

Doch etwas stimmte nicht. Kein Tier war zu hören – weder das Stampfen der Kühe im Stall noch das Scharren und Gackern der Hühner im Hof.

Warum war es hier so still? Fast wie in einem Grab!

Jasper spürte einen Schauer über seinen Rücken rieseln.

Der Garten war der ganze Stolz seiner Mutter gewesen, doch jetzt verwilderte er. Gras, Unkraut und Blumen wucherten hüfthoch. Seit Monaten schien sich niemand darum gekümmert zu haben.

Die Fensterläden des Bauernhauses waren verschlossen. Es sah aus, als würde es schlafen.

Das Stalltor hingegen stand weit offen. Als Jasper hineinspähte, schüttelte er bestürzt den Kopf. Leer! Kein Vieh, kein Futter. Nur Mist, der trocken und rissig war und offenbar schon lange hier vergammelte.

»Was um alles in der Welt …?« Jasper bockte sein Motorrad auf und schaute sich um.

Der alte Ziehbrunnen war von hohem Gras verdeckt. Als Bub hatte er es geliebt, auf dem Rand zu sitzen und zu lesen. Wie oft hatte seine Mutter ihn deswegen ausgeschimpft und ihm vorgehalten, eines Tages würde er hineinfallen und sich schwer verletzen!

Und sein Vater … dort am Teich hatte er abends gern gesessen und seine Pfeife geraucht. Fast konnte Jasper den würzigen Geruch noch wahrnehmen …

Was war hier nur passiert? Warum war niemand da? Der Hof war verwaist. Wo waren denn nur alle?

Fassungslos schaute er sich um. War das hier eine verrückte Parallelwelt? Eine, in der es kein Zuhause mehr für ihn gab?

»Jasper? Bist du es wirklich?«

Er fuhr herum. Ein hagerer Mann in seinem Alter, mit braunen Haaren und einer runden Brille, kam auf ihn zu. Er schob einen Kinderwagen und schien einen Spaziergang zu machen.