Mein Untermieter, der Frauenarzt - Svenja Fuchs - E-Book

Mein Untermieter, der Frauenarzt E-Book

Fuchs Svenja

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Beschreibung

Mein Untermieter war Frauenarzt. Durch einige unglückliche Umstände musste ich meine alljährliche Untersuchung bei ihm machen.

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Mein Untermieter, der Frauenarzt

Mein Untermieter, der FrauenarztImpressum

Mein Untermieter, der Frauenarzt

„Ganz genau, weil ich zu dir auch noch gehe!“, sprach ich zu meinem Untermieter. Wir beide saßen gerade beim Frühstück und er berichtete mir das Schlimmste. Sein Kollege, mit dem er sich die Praxis teilte, war krank und mein Termin somit hinfällig.

„Entweder zu mir, oder du musst warten bis er wieder da ist!“

„Das geht nicht! Ich brauch dringend ein Rezept! Kannst du mir das nicht ausstellen?“

„Für was?“

„Für die Pille!“

„Bist du dafür nicht noch zu jung?“, grinste er und gönnte sich einen Schluck Kaffee.

„Ich bin Zwanzig!“

„In dem Alter hat man aber noch keinen Geschlechtsverkehr!“

„Du vielleicht nicht, ich schon. Was ist jetzt, gibst mir das Rezept?“

„Klar!“

„Danke, wann kann ich es holen?“

„Dann, wenn ich dich untersucht habe! Vorher gibt´s nichts!“

„Komm, mach mal ne Ausnahme du Superarzt!“

„Kommen, Untersuchung, Rezept!“, brachte er die Eckpunkte nochmal auf den Tisch.

„Das kannst du vergessen. Ich lege mich nicht auf deinen Stuhl, ausgeschlossen!“

„Mach was du willst, ohne verschreibe ich dir nicht mal Aspirin!“, meinte er ganz ernst, stand auf und verabschiedete sich Richtung Praxis. Meine Laune war dagegen auf dem Tiefpunkt. Ich brauchte unbedingt dieses Stückchen Papier, und das aus einem guten Grund. Mein Freund und ich hatten unseren Jahrestag und zudem ein wenig Stress. Durch einen intimen Abend wollte ich wieder guten Wind machen. Dies ginge aber nur mit Verhütung und das war, wie er immer sagte, Frauensache. Sämtliche Anrufe bei anderen Frauenärzten brachten nichts. Entweder waren sie im Urlaub oder schon randvoll mit Terminen. Den halben Vormittag verbrachte ich damit, mein höchstpersönliches Waterloo zu entkommen.

„Entweder vögeln und mich vor ihm nackt zeigen, oder noch länger Zoff mit meinem Freund!“, stellte ich mir selber die Alternativen vor.

„Bock habe ich überhaupt keinen, aber ich muss!“, entschloss ich mich für die Bums-Variante. Die Freude wieder mal gefickt zu werden war größer, als die Scham mich vor ihm zu zeigen. Ich griff zum Telefon, wählte seine Nummer und konnte gleich ein kleines Lachen hören als er abnahm.

„Ja die Frau Vermieterin! Was verschafft mir denn die Ehre?“

„Ich brauch einen Termin!“

„Dann verbinde ich dich doch mal kurz mit meiner Sprechstundenhilfe!“, grinste er und war schon dabei aufs Knöpfchen zu drücken.

„Jetzt lass den Scheiß und sag endlich wann ich kommen kann!“, brüllte ich etwas verzweifelt.