Bandschlingen-Box - Fynn Leonhardt - E-Book

Bandschlingen-Box E-Book

Fynn Leonhardt

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Beschreibung

Aus der Praxis - für die Praxis! Erlebnispädagogische Situationen erfordern häufig Materialien, mit denen sich anregende oder herausfordernde Settings gestalten lassen. Deren Aufforderungscharakter regt mal zu spielerischem Umgang, mal zu assoziativen Gedanken an; das Material kann von der Gruppe auf vielfältige Weise genutzt werden und bildet dabei Ausgangspunkt für weiterführende Erfahrungen und Erkenntnisse. Neben sehr spezifischen Tools, nutzen viele Aktive in der Erlebnispädagogik Boxen oder Sets mit einer überschaubaren Anzahl an (Spiel-)Material, das jedoch für diverse Interaktionsaufgaben und spielerische Aktionen eingesetzt werden kann. Wenige Einzelteile also, deren Kombination eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten möglich macht. Die Sets legen je nach Mix den Fokus auf bestimmte Themen oder Aspekte. Zugleich taucht das in ihnen enthaltene Material im Zuge eines Seminars, eines Coachings oder einer Outdoor-Aktivität immer wieder auf. Es verknüpft damit wie ein 'roter Faden' einzelne Aktionen, Spiele und Warming-Ups, aber auch Reflexionsphasen miteinander und steuert einen gewissen Wiedererkennungswert bei. Die Booklet-Reihe 'Erlebnispädagogik in der Praxis' entstand als zentrale Methodensammlung für Boxen bzw. Sets, wie sie zuvor beschrieben wurden. Die einzelnen Booklets verstehen sich als kurze Auswahl- und Anleitungshilfe für erlebnispädagogisch versierte Personen. Dieses Booklet ergänzt eine BANDSCHLINGEN-BOX – egal ob erworben oder selbst zusammengestellt – mit einer Reihe von Anregungen für ihren Einsatz. Es ist so gestaltet, dass es sowohl für die Planung zuhause, als auch – in der Hosentasche – für die Anmoderation und Inszenierung genutzt werden kann, wenn man bereits mit der Gruppe aktiv ist. Eine E-Book-Fassung steht zur Verfügung, die auf dem E-Book-Reader, dem Smartphone oder Tablet genutzt werden kann. So ist das praxisnahe Wissen überall verfügbar und die Informationen sind in schnell nachzulesen und umzusetzen.

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Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Fynn Leonhardt

BANDSCHLINGEN-BOX

110+1 kooperative Spielideen

mit Bandschlingen

Erlebnispädagogik in der Praxis | BOX-BOOKLET 22

Fynn Leonhardt

BANDSCHLINGEN-BOX

110+1 kooperative Spielideen

mit Bandschlingen

Erlebnispädagogik in der Praxis | BOX-BOOKLET 22

INHALT

EINLEITUNG

BANDSCHLINGEN IN DER ERLEBNISPÄDAGOGIK

MATERIAL & KNOTEN

KENNENLERNEN

"…und Tschüss!"

Believe it - or knot!

Circle of life

Decision line I (‚Forced choices‘)

Decision line II (‚Wahr oder falsch‘)

Eingeschrieben!

Gesprächszirkel

Home Group

Ja-Nein-Vielleicht

Kleingruppen bilden

Knotenband

Lebenslinie

Rund um die Uhr

Schmaler Grat

Um den Finger wickeln

Von Kreis zu Kreis

Was uns verbindet

WARMING UP

Amöbe

Aufstand

Autorennen

Bandschlingen-Rennen

Bola

Es kommt auf Dich an!

Flamingo im Gleichschritt

Gordischer Knoten

Hände weg!

Jurtenkreis spezial

Katapult

Knoten oder nicht?

Kreis hochwerfen

Lasso werfen

Rettende Eisschollen

Ringlein, Ringlein, du musst wandern…

Sockeln

Engpass

Wie hängen wir zusammen?

Zugeschnappt!

KOOPERATION

Ab durch die Mitte

Abgefangen

Ball im Netz

Blind Pitch

Blinde Expedition

Blinder Parcours

Brennende Liane

Das Chaos der Anderen

Dimensionsloch

Diskjockey mit Bandschlingen

Drüber, drunter, durch

Drunter & Drüber

Eierlauf XXL

Einsatz im All

Elektrischer Draht

Formenspielerei

Fuß im Kreis

Inseln im Moor

Knoten knoten

Knotenwanderung

Minenfeld

Nebelhorn

Paar-Balance

Personentransport

Schnittmenge

Schulter-Transport

Schwebende Plattform

Seilbrücke

Sicherheitsnetz

Steigende Anforderungen

Um die Wette wickeln

Von Innen nach Außen

Zielfoto

REFLEXION

„Aufgedröselt!“

…-forderung

4-Felder-Reflexion

Am laufenden Band

Aufgelöst

Blooms Taxonomie-Treppe

Die bunten Inseln von De Bono

Die Guten ins Töpfchen

Eine Frage aufgreifen

Entwicklungslinien / Die Speichen eines Rads

Erinnerungsknoten

Feedback am Knoten

Decision line III (‚Felder der Entscheidung‘)

Der Weg ins Neuland

Ich – Wir – Aufgabe – Globe

Knotenpunkte

Koordinatenkreuz

Meinungsinseln

Mittendrin!

Netz-Diagramm

Redezeit

Reflexions-Inseln

Tortendiagramm

Spotlight / Tritt in den Kreis

Stichwort

Ups and Downs

Zeitstrahl

AKTIONEN & IDEEN

Bandschlingen als Markierungen

Ball-Rutsche

Barfuß-Wanderung

Buchstabieren

Entfesselt!

Es ist nicht, was Du denkst!

Give away

Hilferuf diktieren

Kettenhund & Knochen

Knoten-Kunst

Labyrinth

Seil-Tanz

Wäscheleine

Worte verbinden

BEISPIEL-PROGRAMME

Halbtagsprogramm

Tagesprogramm

Programm für ein Wochenende

KONTAKT

EIGENE SPIELE & AKTIONEN

EINLEITUNG

Im Klettersport als Warming-Up oder Pausenfüller, in der Erlebnispädagogik als platzsparende Alternative zu sperrigen Reifen und in den 1990er-Jahren in Kanada oder den USA gar das Herzstück einer ganzen Bewegung: Aktionen mit Bandschlingen haben Tradition und vor allem – Potential!

Und was das Prinzip der Materialboxen bzw. -sets und dieser Booklet-Reihe anbetrifft, ist der Einsatz von Bandschlingen kaum zu toppen: Noch leichter, platzsparender, preiswerter und …vielfältiger kann ein Material kaum sein.

Gründe genug, mit diesem Booklet einen kleinen, aber bunten Strauß an praxiserprobten Anregungen zusammenzustellen, damit sich der Kauf oder das eigene Zusammenstellen einer BANDSCHLINGEN-BOX als lohnend erweist.

Denn: Erlebnispädagogische Situationen erfordern Materialien, mit denen sich anregende oder herausfordernde Settings gestalten lassen. Die Situationen und Arbeitsfelder sind jedoch vielfältig. Um der nahezu grenzenlosen Vielfalt an Gruppenkonstellationen und Settings gerecht zu werden, sollte – bildlich gesprochen – der ‚Werkzeugkasten‘ gut gefüllt, das Repertoire groß sein, um angemessen agieren und reagieren zu können. Boxen oder Sets mit überschaubarem Material, das jedoch für unterschiedlichste Interaktionsaufgaben genutzt werden kann, ist dabei oft der Schlüssel zum Erfolg. Das Material (hier: Bandschlingen) taucht im Zuge eines Seminars, eines Coachings oder einer Outdoor-Aktivität immer wieder auf. Es verknüpft wie ein ‚roter Faden‘ einzelne Aktionen, Warming-Ups und Reflexionsphasen und sorgt damit für einen gewissen Wiedererkennungswert. Wie dies konkret aussehen könnte, vermitteln die Beispiel-Programme am Ende des Booklets.

Die Booklet-Reihe ‚Erlebnispädagogik in der Praxis‘ entstand als Methodensammlung für solche Boxen bzw. Sets. Die einzelnen Booklets verstehen sich als kurze Auswahl- und Anleitungshilfe für erlebnispädagogisch versierte Personen. Auf lange Herleitungen und ausführliche Bezüge zur (wissenschaftlichen) Literatur wird weitestgehend verzichtet. Andere Publikationen leisten in diesem Feld ihren unverzichtbaren Beitrag. Sowohl für die Planung zuhause als auch – in der Hosentasche – für die Anmoderation und Inszenierung kann dieses Booklet genutzt werden. Eine E-Book-Fassung (für Smartphone bzw. Tablet) ist erhältlich. So ist das praxisnahe Wissen überall verfügbar und die Beschreibungen sind schnell nachzulesen. Die Methoden wurden so beschrieben, wie sie in der eigenen Praxis kennengelernt, angepasst und genutzt wurden. Andere Aktive werden sie unter anderem Titel oder in Varianten kennengelernt haben – das liegt in der Natur der Sache.

Die Methodenbeschreibungen nutzen die Abkürzung TN für Teilnehmende, sowie SL (‚Spielleitung‘) für die Person, die mit der Durchführung betraut ist. Mit BS ist das Wort ‚Bandschlinge‘ abgekürzt – egal ob das Gurtmaterial zum Ring verknotet wurde oder nicht. Wird für eine Methode oder Aktion zusätzlich zu einer größeren Anzahl an Bandschlingen weiteres Material benötigt, ist dieses zum schnellen Erkennen im Text durch Fettdruck hervorgehoben.

BANDSCHLINGEN IN DER ERLEBNISPÄDAGOGIK

"Mit dem Bandschlingen-Rennen fing alles an …" – so beschreiben viele Aktive aus der erlebnispädagogischen Szene ihre ersten Begegnungen mit Bandschlingen in der Gruppenarbeit. am Rande von Klettertouren oder in Hochseilgärten wurde schon in den 1980er-Jahren gerne mal das bergsportliche Material auch für kleine Spiele, Warming-Ups oder im Rahmen von Nachbesprechungen genutzt. Es war und ist in diesem Kontext schnell verfügbar, leicht zu transportieren und vielseitig einzusetzen. Einander beim Kräftemessen am BS-Ring über eine Linie ziehen oder BS-Kreise als ‚Mal‘ beim Fangenspielen nutzen – viele der spielerischen Aktionen erfanden die (oft jugendlichen) TN ‚nebenbei‘, in den Pausen, beim Warten am Fels, am Abend im Camp.

Auch auf Rad-, Wander- oder Treckingtouren entwickelten sich Einsatzfelder. Dort, wo geringes Packmaß und Gewicht erforderlich ist, ersetzte BS-Material oftmals längere und schwere Seile oder sperrige Reifen. Bis Ende der 1990er-Jahre wurde Bandschlingenmaterial vielfach als Meterware gekauft und mit dem s.g. Bandschlingenknoten zu geschlossenen Bandschlingen geknotet. Dieser Knoten geriet jedoch aufgrund diverser Unfälle und Abstürze im Bergsport bald in Verruf. Im Klettersport waren bald ausschließlich vernähte Bandschlingen in Benutzung. Mehr dazu im folgenden Kapitel ‚Material & Knoten‘.

In Nordamerika entstand rund um die ‚Racoon-Circles‘ (‚Waschbär-Kreise‘) zu dieser Zeit eine breite, pädagogische Bewegung. Aktive aus Coaching, Teambuilding, Jugendorganisationen u.a.m. tauschten in kürzester Zeit viele Ideen untereinander aus, stellten sie frei zur Verfügung und entwickelten diese stetig weiter. Zu nennen sind in diesem Kontext vor allem Dr. Thomas E. Smith (Spitzname ‚The old racoon‘) und Dr. Jim Cain.

Anders als viele andere ‚Wellen‘, schwappte die Dynamik dieser Bewegung nur sehr spärlich in die erlebnispädagogische Szene Europas hinüber. Auch in Kanada und den USA ist es mittlerweile deutlich ruhiger rund um den (erlebnis)pädagogischen Einsatz von Bandschlingen geworden.

Auch weiterhin liegen jedoch die Vorteile des Einsatzes von Bandschlingen- bzw. Gurtmaterial auf der Hand: Schlichtheit, leichtes Gewicht, Kreis-Symbolik, geringer Preis, Widerstandsfähigkeit ‚bei jedem Wetter‘ – und eine kaum zu überbietende Vielseitigkeit.

Der kleine Rucksack mit 10-15 Bandschlingen reicht aus, um Gruppen bis zu 30 Personen über mehrere Tage mit einem abwechslungsreichen, erlebnispädagogischen Programm zu ‚versorgen‘. Durch Aneinanderreihung von Kennenlern-, Warming-Up-, Erarbeitungs-, Kooperations- und schließlich Reflexionsaktivitäten entstehen ganze Seminarprogramme oder Spieleketten. Beispielhaft und als Anregung für eigene Planungen finden sich 3 solcher Programm-Reihen als knappe Übersicht am Ende dieses Booklets.

MATERIAL & KNOTEN

Gurtband gibt es aus Baumwolle, Polypropylen (PP), Polyamid, Polyester, Dyneema und anderen Kunstfasern, wobei Baumwoll-Gurtband beinahe ausschließlich zur Herstellung von Kleidungsstücken oder Taschen verwendet wird. Es ist in unterschiedlichen Breiten erhältlich, wobei für die meisten der hier beschriebenen Methoden eine Breite von etwa 25 mm am besten geeignet erscheint. Auch was die Machart anbetrifft sind unterschiedliche Ausführungen im Handel erhältlich: flaches Gurtband, Gurte mit verstärkten Rändern, Schlauchband, u.a.m. – für die Aktionen in diesem Booklet sind die allermeisten Ausführungen gut geeignet.

Eine wichtige Unterscheidung ist jedoch dort zu machen, wo besondere Lasten aufgenommen werden sollen oder größere Kräfte wirksam werden. Dort sollte dann konsequent auf Bergsport- oder Schwerlastgurtband zurückgegriffen werden. Bei diesem wird die Bruchlast geprüft und ausgewiesen. Dafür werden häufig gewebte Längslinien, die sich direkt auf den Bändern befinden, verwendet. Hierbei ist ein Strich mit 5 kN (Kilo-Newton) Bruchlast gleichzusetzen. Vier Streifen bedeuten dementsprechend mindestens eine Bruchlast der Schlinge von 20 kN.

Egal ob als ‚Meterware‘ oder zum Ring bzw. Kreis geschlossen – die Begriffe Bandschlinge (BS) oder Gurtband werden im Booklet synonym verwendet. Selbst der Begriff ‚Bandschlinge‘ ist im engeren Wortsinn schon verwirrend, da es sich ja dabei um keine ‚Schlinge‘, sondern um einen Ring oder Kreis handelt.

Im Klettersport wurde früher Bandschlingenmaterial als Meterware verwendet und mittels eines Bandschlingen-Knotens zum Ring verbunden. Heutzutage kommen überwiegend nur noch vernähte Bandschlingen zum Einsatz, das der bis in die 1990er-Jahre hinein übliche BS-Knoten nach diversen Unfällen und Abstürzen in Verruf geriet und heute dringend von ihm abgeraten wird. Der Bandschlingenknoten kann sich nämlich, wenn er im ungünstigsten Fall an einem kleinen Zacken hängen bleibt, leicht selbst lockern und lässt sich daraufhin bereits bei sehr geringer Belastung ganz lösen.

Unvernähtes Material wird weiterhin für Konstruktionsaufgaben in Seilgärten oder zur Standplatzsicherung im Bergsport eingesetzt. Es muss dafür die Norm EN 565 (Band) erfüllen. Auch für Aufgaben im Bereich der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes wird mit diesem Material weiterhin gearbeitet. Zu beachten ist außerdem, dass Bandschlingen durch mechanische Beanspruchung, Schmutz und UV-Strahlung altern, sodass die Bruchlast im Laufe der Zeit abnimmt. Auch ungenutzt verlieren die Kunstfasern mit den Jahren auf diese Weise ihre Reißfestigkeit.

Die Aktionen in diesem Booklet sind ausdrücklich keine klettersportlichen Aktivitäten. Kräfte, die die o.g. Anforderungen an die Haltbarkeit notwendig machen, treten nicht auf. Das erleichtert die Wahl des Gurtmaterials und vermindert die Prüf- und Sicherheitsanforderungen. Trotzdem sollte das verwendete Material stets pfleglich behandelt und kontrolliert werden, um es in einwandfreiem Zustand zu erhalten. Wie aber wird nun aus dem Gurtband von etwa 4,5 bis 5 Metern Länge ein Ring oder Kreis?

Da es sich hier nicht um einen klettersportlichen und damit sicherheitsrelevanten Einsatz handelt, kann hier weiterhin der Bandschlingenknoten zum Einsatz kommen. Er ist schnell geknotet und lässt sich im entlasteten Zustand vergleichsweise leicht auch wieder lösen. Der englische Schriftsteller Izaak Walton (1593–1683) bezeichnete den Knoten als ‚water knot‘. 1815 findet sich derselbe Knoten in Hutton's Dictionary als ‚ring-knot‘. Man stellt ihn her, in dem zunächst in ein Ende des Bandmaterials ein loser Überhandknoten geschlungen wird. Dann fährt man mit dem anderen Ende dem Überhandknoten parallel nach. Dabei ist darauf zu achten, dass die Flächen des Bandmaterials genau aufeinander liegen, also nicht in sich verdreht sind. Die Länge der freien Enden sollte mindestens die dreifache Bandbreite betragen.

Zur Verbindung kann auch ein Kreuzknoten genutzt werden. Am Ende des Gurtmaterials kann ein Achterknoten als Stopperknoten verwendet werden, z.B. wenn eine Holzwäscheklammer als Griff aufgesteckt werden soll.

Legt man die BS doppelt, kann das ‚U‘ am Knick um einen Ring herum gelegt werden und ein s.g. Ankerstich gemacht werden (vgl. Abbildung auf der nächsten Seite). Bei einzelnen Aktionen in diesem Booklet werden so aus einer BS zwei Gurtbandenden zum Greifen, die fest mit dem Ring verbunden sind.

Videotutorials und Beschreibungen für alle genannten Knoten sind natürlich auch in großer Zahl im Internet verfügbar.

KENNENLERNEN

I

mmer dann, wenn Menschen neu als Gruppe zusammenkommen, um gemeinsam aktiv zu sein oder an einem Thema zu arbeiten, lohnt es, Zeit in den Abbau von Fremdheit und in das Entstehen von Vertrautheit und einem Wir-Gefühl zu investieren. Insbesondere erlebnispädagogische Programme oder Aktivitäten, in denen es um kooperatives Handeln und um die Reflexion dabei gemachter Erfahrungen geht, profitieren von einer gewissen Offenheit der Teilnehmenden untereinander und der Bereitschaft, miteinander aktiv zu sein und dabei auch für sich neue Erfahrungen zu machen.

In der Kennenlernphase geht es daher um das Teilen persönlicher Informationen, um das Erlernen der Namen aller Beteiligten und um das Entdecken von Gemeinsamkeiten, die zukünftige Gesprächsanlässe bieten könnten. Das bessere Wissen um einander ist häufig der Nährboden für ein daraus erwachsendes Gefühl der Verbundenheit, dass das gemeinsame Agieren leichter und vertrauensvoller macht.

"…und Tschüss!"

Im Gespräch ermittelt die Gruppe eine Person, die in einen anderen Kreis wechseln muss

Mehrere BS-Kreise liegen im Raum verteilt auf dem Boden. Die Anzahl ist so gewählt, dass in jedem Kreis je 4 oder 5 TN stehen können. Haben alle Platz gefunden, nennt die SL ein Gesprächsthema bzw. eine Fragestellung oder ein Kriterium. Ziel ist es nun miteinander ins Gespräch zu kommen und schließlich eine Person auszumachen, die den Kreis wechseln muss. Mögliche Themen/Fragen könnten sein:

Wer hatte die längste Anreise, hat die meisten Haustiere, den ungewöhnlichsten Job, die längsten Haare, das spannendste Hobby, die meisten Kontinente besucht, gestern das Leckerste gegessen u.a.m.! Nach kurzer Zeit zählt die SL laut „1, 2, 3!“ und die verbleibenden TN verabschieden die scheidende Person mit einem lauten „….und Tschüss!“. In jedem BS-Kreis fehlt nun eine Person. Es wird also laut rufend darum geworben, dass eine der freien Personen neu in den Kreis kommt. Sind alle Gruppen wieder komplett, nennt die SL das nächste Thema.

Believe it - or knot!

Die Person am Knoten äußert eine Behauptung – die Gruppe entscheidet, ob sie wahr ist

Je nach TN-Zahl werden mehrere BS-Kreise im Raum verteilt und jeweils ca. 6-10 TN greifen sich einen solchen Kreis und halten ihn (stehend oder sitzenden) vor sich. Nach einem Startsignal wird der Kreis zunächst im Uhrzeigersinn durch die Hände gereicht, bis die SL oder eine andere Person laut „Stopp!“ ruft.