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Zwölf Jahre ist es her, seit sich die junge Illustratorin Lisa und der Physiker Julian im Hotel Deichhof auf Sylt kennen und lieben lernten. Die verspielte Künstlerin und der ernste Wissenschaftler lieferten einen Beweis für das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an", und nach einer stürmischen Romanze traten sie schließlich vor den Traualtar.
Doch im Alltag nahmen die Belastungen, die durch die unterschiedlichen Temperamente und Berufswelten entstanden, bald überhand, und im verflixten siebenten Jahr zerbrach die Ehe des Traumpaares. Am Ende blieben die Scheidung und eine tiefe Traurigkeit über die verlorene Liebe ...
Oder ist ihre Liebe vielleicht gar nicht verloren? Denn eines Tages klingelt Lisas Telefon - der Anrufer ist Julian. Ihr Exmann bittet sie dringend, sich mit ihm auf Sylt zu treffen ...
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Seitenzahl: 120
Veröffentlichungsjahr: 2017
Cover
Impressum
Und hier fing alles an …
Vorschau
BASTEI ENTERTAINMENT
Vollständige E-Book-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe
Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG
© 2016 by Bastei Lübbe AG, Köln
Verlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian Marzin
Verantwortlich für den Inhalt
Titelbild: iStockphoto / PeopleImages
Datenkonvertierung E-Book: Blickpunkt Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH, Satzstudio Potsdam
ISBN 978-3-7325-4265-9
www.bastei-entertainment.de
www.lesejury.de
Und hier fing alles an …
Roman um ein Wiedersehen zwölf Jahre nach dem ersten Kuss
Von Lotta Carlsen
Zwölf Jahre ist es her, seit sich die junge Illustratorin Lisa und der Physiker Julian im Hotel Deichhof auf Sylt kennen und lieben lernten. Die verspielte Künstlerin und der ernste Wissenschaftler lieferten einen Beweis für das Sprichwort »Gegensätze ziehen sich an«, und nach einer stürmischen Romanze traten sie schließlich vor den Traualtar.
Doch im Alltag nahmen die Belastungen, die durch die unterschiedlichen Temperamente und Berufswelten entstanden, bald überhand, und im verflixten siebenten Jahr zerbrach die Ehe des Traumpaares. Am Ende blieben die Scheidung und eine tiefe Traurigkeit über die verlorene Liebe …
Oder ist ihre Liebe vielleicht gar nicht verloren? Denn eines Tages klingelt Lisas Telefon – der Anrufer ist Julian. Ihr Exmann bittet sie dringend, sich mit ihm auf Sylt zu treffen …
Umgeben von Chaos, stand Lisa in der Küche und rührte mit Hingabe in ihrem geliebten Spargel-Risotto, als das Telefon klingelte. Ausgerechnet jetzt, wo der Reis zu quellen begann und seine köstliche cremige Konsistenz bekam! Wenn sie das Gericht jetzt, im entscheidenden Augenblick sich selbst überließ, war die stundenlange Mühe ebenso verschwendet wie die köstlichen Zutaten.
»Karsten!«, rief sie hinüber in das kombinierte Wohn- und Schlafzimmer ihrer kleinen Wohnung. »Bitte geh doch mal ran! Ich kann gerade nicht vom Herd weg!«
»Wird gemacht, Märchenprinzessin«, rief Karsten zurück.
Lisa hörte, wie er sich schwerfällig aus dem Sessel erhob und auf den Weg zum Telefon machte.
Karsten war der Inhaber der Galerie, die eine Ausstellung ihrer Illustrationen zu Märchenbüchern vorbereitete. Lisa liebte Märchen über alles, und die Geschichten als Illustratorin mit ihren Bildern zum Leben zu erwecken, war nicht nur ihr Beruf, sondern zugleich ihre Leidenschaft. Sie musste Karsten dankbar sein, dass er ihre Arbeit nicht als Kinderkram abtat, sondern ihr mit der Ausstellung eine tolle Chance gab.
Außerdem hatten sie und Karsten vor Kurzem den Sprung in eine Beziehung gewagt. Dass sie es nicht mochte, wenn er sie bei dem Kosenamen »Märchenprinzessin« nannte, brauchte er nicht zu merken. Er meinte es liebevoll, und sie wollte ihn nicht verletzen.
Es war das erste Mal, dass sie sich wieder auf einen Mann einließ, seit ihre Ehe gescheitert war. Vier Jahre lang hatte sie nicht einmal den Gedanken an eine neue Beziehung ertragen. Dass es einen anderen Mann als Julian in ihrem Leben geben sollte, war einfach unvorstellbar gewesen.
Karsten aber hatte sie so geduldig umworben und ihr immer wieder bewiesen, dass er sie als Künstlerin ernst nahm. So war sie das Wagnis schließlich eingegangen.
Lisa beugte sich wieder über den Topf und rührte in dem Risotto, sodass der würzige Duft nach Knoblauch, geschmolzener Butter und Parmesankäse ihr in die Nase stieg.
Risotto ai asparagi – es war nicht nur ihres, sondern auch Julians Lieblingsessen, auch wenn er bis zum Schluss nicht geglaubt hatte, dass man anderthalb Stunden in einem Topf rühren und dabei die Küche in ein Schlachtfeld verwandeln musste, um solchen Wohlgeschmack zu erzeugen. Für derlei Dinge hatte Julian, der als Physiker in der sachlichen, nüchternen Welt der Wissenschaften lebte, keinen Sinn gehabt.
Aber mit Julian wollte sie sich doch jetzt überhaupt nicht befassen, sondern lieber hoffen, dass Karsten ihr Lieblingsgericht genauso gut schmeckte! Selbiger betrat in diesem Moment die Küche und hielt ihr das schnurlose Telefon entgegen. Dabei zog er ein pikiertes Gesicht, als ob das kleine Gerät einen ekelhaften Geruch ausströmte.
»Dein Exmann. Er sagt, er muss dich unbedingt sprechen, und es kann nicht warten.«
»Julian?«, fragte Lisa ungläubig. Ihr geschiedener Mann rief sie nie an, wenn er nicht unbedingt musste. Auch wenn er über Gefühle nicht sprach, war es ihm anfangs sicher genauso schwergefallen wie ihr, mit ihr zu sprechen und an das Glück erinnert zu werden, das ihnen wie Glas in den Händen zerbrochen war.
Vor wenigen Monaten aber hatte er sich mit seiner Kollegin, der namhaften Physikerin Philippa Meltendorf, verlobt, und seither hatte er vermutlich Besseres zu tun, als mit seiner Exfrau zu telefonieren.
»Sag ihm, ich rufe gleich zurück«, sagte Lisa, die einen leicht verbrannten Geruch wahrnahm und umso heftiger in ihrem Abendessen rührte.
»Das habe ich schon versucht«, erwiderte Karsten noch pikierter. »Leider beharrt Herr Fendrich darauf, dass sein überaus wichtiges Anliegen nicht warten kann.«
»Okay, gib her.« Lisa seufzte, drehte den Herd aus und nahm Karsten das Telefon ab. Natürlich wusste sie, dass Risotto klumpte, wenn man es kurz vor der Fertigstellung vom Feuer nahm, aber was blieb ihr anderes übrig?
Karsten warf ihr einen leicht besorgten Blick zu, dann trollte er sich in Richtung Wohnzimmer.
»Hallo, Julian«, sprach Lisa in den Hörer.
»Lisa?«
Es war zum Aus-der-Haut-Fahren! Dieser Mann hatte ihr mehr wehgetan als irgendein Mensch auf der Welt, aber sie brauchte nur seine Stimme zu hören, das dunkle Timbre, mit dem er ihren Namen aussprach, und der ganze Zauber, dem sie einst verfallen war, erstand von Neuem auf.
Scher dich zum Teufel, Julian Fendrich, antwortete sie ihm in Gedanken. Sie hatte Karsten, einen liebevollen, einfühlsamen Mann, der ihre Arbeit zu schätzen wusste und sie unterstützte, wo immer er konnte. Julian dagegen hatte eine Frau gebraucht, die ihn anhimmelte und seine wissenschaftlichen Leistungen bewunderte, ohne selbst Anerkennung für sich selbst zu verlangen. Sie hatte keinen Grund mehr, dieser zerstörten Liebe nachzutrauern.
»Lisa? Ich störe gerade sehr, nicht wahr?«
Seit wann machte Dr. Julian Fendrich sich Gedanken darüber, ob er störte?
»Ich wollte gerade für mich und Karsten das Abendessen fertigkochen«, antwortete sie.
»Risotto ai asparagi?«
Woher wusste er das? Nahm er den Duft etwa durch die Leitung wahr, wie er ihn früher gewittert hatte, sobald er durch die Tür ihres Häuschens getreten war? Die Unordnung in der Küche hatte ihn in Schrecken versetzt, aber das Essen hatte er geliebt.
»Bratwurst mit Rotkraut«, blaffte sie patzig zurück. »Karstens Lieblingsessen.«
»Ich verstehe. Du sprichst von Karsten Slawig, dem Galeristen, der dich ausstellt, ja?«
Dass Julian von der bevorstehenden Ausstellung wusste, war noch seltsamer als seine Vermutung wegen des Risotto. Zwar verfügte der kühle Wissenschaftler durchaus über Kunstverstand, aber ihren »Kinderbildern« hatte er nie viel Wert beigemessen.
»Karsten ist mein Lebensgefährte«, gab sie zurück. »Und ja, er stellt Ende Mai meine Bilder zu den Märchen der Gebrüder Grimm aus. Aber um das zu erfahren, hast du sicher nicht angerufen.«
»Nein«, gab er zu. »Es tut mir leid, dass ich dich störe, Lisa.«
Ein Lachen entschlüpfte ihr. »Mach dich nicht lächerlich. Dir hat doch sonst nie etwas leidgetan, Julian.«
»Ich bin nicht in der Stimmung, mich zu streiten«, sagte er, und auf einmal bemerkte Lisa, wie müde und traurig seine für gewöhnlich so kraftvolle Stimme klang. »Und ich rufe nicht meinetwegen an. Es geht um Cleo.«
Lisa zuckte zusammen. Cleo Fendrich, Julians Mutter, gehörte zu den Menschen, die sie auf der Welt am meisten liebte. Ihre eigenen Eltern waren früh gestorben, aber ihre Schwiegermutter hatte sie vom ersten Augenblick an ins Herz geschlossen. Die kauzige, humorvolle Schauspielerin versteckte die innige Liebe zu ihrem Sohn gern hinter einer ironisch-ruppigen Maske, doch aus ihrer Liebe zu Lisa hatte sie nie einen Hehl gemacht.
»Ich habe mir immer eine Tochter gewünscht, und stattdessen habe ich diesen knurrigen Sturkopf von Sohn bekommen«, hatte sie am Abend vor der Hochzeit zu Lisa gesagt. »Aber eines muss man ihm lassen: Er schenkt mir die reizendste Schwiegertochter, die ich mir nur wünschen kann.«
»Julian ist doch auch reizend«, hatte Lisa erwidert. »Er kann der reizendste Mann auf der Welt sein.«
»Wenn er will«, hatte Cleo geknurrt, und Lisa hatte sie lachend in die Arme genommen. »Ach, Cleo – dass er eben nicht jeder Frau, sondern nur uns beiden zeigt, wie bezaubernd er sein kann, ist uns doch im Grunde ganz recht.«
Warum nur war das alles – das ganze lachende Glück, die Liebe, der zärtliche Spott – nur schon so lange her?
»Was ist mit Cleo?«, fragte sie Julian, und eine unbestimmte, lähmende Angst befiel sie.
»Sie hatte immer wieder diese starken Schmerzen im Oberbauch«, antwortete Julian tonlos. »Aber du kennst sie doch: Wenn ich ihr gesagt habe, sie soll zum Arzt gehen, hat sie mich angeschnauzt, ich soll mich um meinen eigenen Käse kümmern.«
Lisa konnte sich Cleo bei diesen Worten lebhaft vorstellen. Sie war eine starke Frau, die ihren Sohn allein aufgezogen hatte und es hasste, auf Hilfe angewiesen zu sein. Voll Stolz hatte sie Lisa erzählt, dass sie in ihrem ganzen Leben nie krank gewesen war.
»Vor vier Wochen waren die Schmerzen dann so schlimm, dass ich sie praktisch gezwungen habe, mit Doktor Hofacker zu sprechen«, berichtete Julian weiter. »Der hat sie sofort in die Klinik eingewiesen, und sie ist noch am selben Tag operiert worden.«
»Um Gottes willen!« Beinahe schrie Lisa. »Hat man schon Ergebnisse, wissen die Ärzte, was es ist?«
»Krebs«, antwortete Julian. Solange sie ihn kannte, hatte Lisa diesen starken, beherrschten Mann niemals weinen sehen. Auch jetzt weinte er nicht, doch seine Stimme klang wie erstorben. »Genauere Testergebnisse stehen noch aus, aber eines wissen sie jetzt schon: Sie können nichts mehr für Cleo tun, Lisa. Doktor Hofacker sagt, wenn sie Glück hat, hat sie noch ein halbes Jahr zu leben, und du weißt, wie er an ihr hängt. Die beiden sind lebenslange Freunde – wenn es einen Weg gäbe, sie zu retten, würde er nichts unversucht lassen.«
»Das darf doch nicht wahr sein«, murmelte Lisa. »Das hat Cleo einfach nicht verdient.«
»Nein«, murmelte Julian gepresst. »Nicht meine Mutter, die sich nie geschont, sondern immer geschuftet hat. Jetzt hätte sie endlich einmal Zeit gehabt, ihr Leben zu genießen.«
»Gibt es … gibt es irgendetwas, das ich für sie tun kann?«, fragte Lisa. Sie hatte Cleo nach der Scheidung nicht besucht, weil sie ihnen allen noch mehr Schmerz ersparen wollte, doch jetzt überkam sie unbändige Sehnsucht nach der lebensklugen älteren Frau.
»Deshalb rufe ich dich an«, sagte Julian, dem das Sprechen hörbar immer schwererfiel. »Es gibt in der Tat etwas, das du … oder besser, das wir beide tun könnten, aber es ist alles andere als einfach.«
»Das ist mir egal! Ich tue, was immer Cleo will.«
»Sie sagt, sie hat vor ihrem Tod nur noch zwei Wünsche.«
»Dann werden wir sie ihr erfüllen«, bestimmte Lisa entschlossen. »Was wünscht sie sich?«
»Sie will noch einmal mit uns beiden nach Sylt«, erwiderte Julian. »Auf den Deichhof.«
Lisa erschrak bis ins Mark. Auf dem Deichhof, in dem wundervollen, verschwiegenen Hotel von Lars und Maike Peters hatte damals alles angefangen. Hier war sie Julian Fendrich zum ersten Mal begegnet und hatte sich auf den ersten Blick in den hochbegabten, aber menschenscheuen Wissenschaftler verliebt.
Julian, der ganz in der Welt seiner Physik aufging, hatte nicht die geringste Ahnung gehabt, wie attraktiv er auf Frauen wirkte. Obwohl er später zugegeben hatte, sein Herz auf den ersten Blick an Lisa verloren zu haben, hätte er es nie gewagt, die lebenslustige junge Illustratorin anzusprechen.
Ohne die resolute Cleo wäre aus ihr und Julian womöglich nie ein Paar geworden. Sie war es gewesen, die ihren Sohn aus seinem Institut regelrecht herausgezerrt und dazu verdonnert hatte, mit ihr Urlaub zu machen. Und sie war es auch gewesen, die dem verhinderten Romeo auf die Sprünge geholfen hatte.
Bei der Erinnerung daran musste Lisa bis heute lachen, obwohl ihr zugleich zum Weinen zumute war.
»Lisa? Bist du noch dran? Hör mal, ich weiß, es ist viel verlangt, und wenn du nicht mitspielen willst, verstehe ich das nur zu gut …«
»Blödsinn, natürlich spiele ich mit«, fiel Lisa ihm ins Wort. »Leicht wird es nicht werden, aber Cleo hat so viel für mich getan, dass ich ihr ja wohl ihren letzten Wunsch erfüllen werde.«
»Das hast du schon immer gemacht«, bemerkte Julian.
»Was?«
»Mich unterbrochen, bevor du wusstest, was ich eigentlich sagen wollte.«
»Ich dachte, du warst fertig«, bekannte Lisa.
»Ja, das dachtest du«, erwiderte Julian. »Aber leider war ich ganz und gar nicht fertig, sondern habe dir das Schlimmste überhaupt noch nicht erzählt. Sie wünscht sich nicht nur, dass wir alle drei noch einmal auf den Deichhof fahren. Sie wünscht sich, dass du und ich wieder zusammenfinden.«
Lisa kam es vor, als wäre in ihrer kleinen chaotischen Küche eine Bombe eingeschlagen.
»Wie … wie kommt sie denn darauf?«, stammelte sie.
»Du weißt doch, was sie von mir hält«, blaffte Julian. »In ihren Augen kann ich mir nicht mal ein Ei in die Pfanne schlagen und bin ohne dich hoffnungslos verloren.«
»Dass du Eier in Pfannen schlagen kannst, wäre mir auch neu«, erwiderte Lisa spitzer als beabsichtigt. »Aber ich dachte, das macht in Zukunft Philippa Meltendorf für dich.«
»In jedem Fall wird Philippa nach unserer Hochzeit ihre Stellung aufgeben«, konterte Julian nicht weniger scharf. »Sie will sich ganz der Familie widmen, aber bei meiner Mutter bekommt sie so oder so kein Bein auf den Boden. Ihrer Ansicht nach bist du die einzige Frau auf der Welt, die ihren lebensuntüchtigen Sohn vor dem Untergang retten kann.«
Oh weh, dachte Lisa bei sich. Dein Stolz kann es offenbar noch immer nicht verwinden, dass deine Mutter dich auf keinen Sockel stellt, sondern es wagt, dich zu kritisieren.
Laut sagte sie: »Ich bin sicher, sie wird deine Verlobte ins Herz schließen. Gib ihr ein bisschen Zeit.« Dann fiel ihr mit eisigem Schrecken ein, dass Cleo keine Zeit mehr hatte. »Bitte entschuldige«, fügte sie hastig hinzu. »Ich kann einfach noch immer nicht fassen, dass man nichts mehr für Cleo tun kann.«
»Ich auch nicht«, sagte Julian traurig. »Glaub mir, wenn es anders wäre, würde ich sie samt ihrer verrückten Wünsche in die Wüste schicken. Aber so …«
Lisa überlegte nicht länger. »Wir werden ihr diese Wünsche erfüllen«, bekundete sie entschlossen. »Wenn es das ist, was sie braucht, um in Frieden gehen zu können, dann sind wir es ihr schuldig.«
»Aber wir können doch nicht …«
»Natürlich können wir«, fiel sie ihm von Neuem ins Wort. »Wir sind zwei erwachsene Menschen, und wir haben uns einmal geliebt, oder nicht?«
»Weiß Gott«, erwiderte er mit beißendem Sarkasmus.
