Sklavin IV – Die Verlorene Schwelle - Kitty Rogue - E-Book

Sklavin IV – Die Verlorene Schwelle E-Book

Kitty Rogue

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Beschreibung

Sklavin IV Die Verlorene SchwelleEin Dark-Romance-BDSM-Ritualvon Kitty RogueSie wurde nicht entführt.Sie wurde geführt.In einem Haus jenseits aller bekannten Regeln warten Schweigen, Rituale und Blicke, die tiefer schneiden als jede Klinge.Keine Ketten. Keine offenen Befehle.Nur Erwartung.Nach den Prüfungen der Unterwerfung steht sie vor der letzten Schwelle. Nicht gezwungen sondern beobachtet. Jäger, Erben und Hüter alter Machtordnungen prüfen nicht ihren Körper allein, sondern ihren Willen. Und im Zentrum all dessen steht der Mann mit den verborgenen Augen: ruhig, dominant, gefährlich nah.Zwischen Dunkelheit und Licht, Angst und Verlangen muss sie sich entscheiden.Nicht, wem sie gehört.Sondern ob sie sich hingibt freiwillig.Die verlorene Schwelle ist der vierte Band der Sklavin-Reihe eine intensive Dark-Romance-Erzählung über psychologische Dominanz, rituelle Erotik, Machtgefälle und die zerstörerische wie befreiende Kraft bewusster Unterwerfung. Dark Romance & BDSM Psychologische Erotik statt plumper Gewalt Rituale, Kontrolle, Nähe und emotionale Abhängigkeit Explizit, intensiv, kompromisslosDieses Buch richtet sich an Leser:innen, die dunkle Erotik, dominante Männer, obsessive Beziehungen und erotische Machtspiele lieben. Hinweis:Dieses Werk enthält explizite erotische Inhalte, Machtgefälle, psychologische Manipulation und sexuelle Unterwerfung.Ausschließlich für Erwachsene (18+).

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 94

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Sklavin IV – Die Verlorene Schwelle

Ein Dark-Romance-BDSM-Ritual

von Kitty Rogue

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt nach § 5 TMG und § 55 RStVKitty Rogue c/o COCENTER Koppoldstraße 1 86551 Aichach Deutschland E-Mail: [email protected]

© 2025 Kitty Rogue. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Figuren, Ereignisse und Handlungen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Kapitel 1 – Unter fremdem Himmel

Es war der Geruch, der sie zuerst weckte. Nicht der beißende, kalte Metallgeschmack der Räume, in denen sie zuletzt gewesen war, sondern etwas anderes. Etwas Erdiges. Feuchtes. Der Duft von Regen auf altem Stein, als wäre die Nacht gerade erst über eine verlassene Landschaft hinweggezogen. Sie öffnete die Augen langsam, vorsichtig, wie jemand, der nicht sicher ist, ob das Licht, das ihn erwartet, Freund oder Feind ist.

Doch es gab kein Licht. Nur Dunkelheit. Eine ruhige, fast weiche Dunkelheit, als hätte jemand sie liebevoll über den Raum gelegt. Sie lag nicht auf dem Boden, sondern auf einer Art Pritsche, bedeckt von einem groben Tuch, das nach Nadelholz roch. Ihre Hände waren frei. Ihre Füße ebenfalls. Keine Fesseln. Keine Ketten. Keine Stimme, die Befehle flüsterte. Nur Stille.

Diese Stille machte ihr mehr Angst als jeder Befehl.

Langsam richtete sie sich auf. Ihre Muskeln protestierten, als wären sie zu lange in derselben Position gewesen. Der Raum um sie herum nahm fortwährend Gestalt an: grobe Steinwände, feine Risse darin, durch die sich kalte Luft schob; ein schwerer Holztisch in der Mitte; ein Fenster ohne Glas, nur ein offener Bogen, durch den blasses Mondlicht drang. Der Himmel draußen war wolkenverhangen, aber fremd. Fremder, als er hätte sein dürfen.

Sie kannte diesen Ort nicht.

Und doch … irgendetwas hier kannte sie.

Ein Schauer lief über ihren Rücken. Ein leises Echo, eine Empfindung, die sie nicht einordnen konnte. Nicht schmerzhaft, nicht bedrohlich – eher wie das Gefühl, beobachtet zu werden, bevor ein Blick überhaupt fällt.

Sie stand auf. Ihre Schritte hallten weich über den Steinboden. Kein Geräusch außer ihrem eigenen Atem. Keine Ketten klirrten. Keine Tür fiel ins Schloss. Es war zu ruhig. Zu offen. Zu… erwartungsvoll.

Am Fenster blieb sie stehen und sah hinauf. Der Himmel war dunkelgrau, ein Schleier aus Nebel und nasser Nacht. Doch die Sterne fehlten. Keine funkelnden Punkte. Keine Bewegung. Ein leerer Himmel, der mehr sagte als jedes Sternenbild: Hier galt eine andere Ordnung.

Ein Windstoß traf sie, brachte den Duft von feuchtem Moos und nassem Holz mit sich. Und etwas Metallisches. Kaum wahrnehmbar, aber vertraut. Ein Geruch, den sie nur an Orten kannte, an denen Macht ausgeübt wurde. Auf ihre Weise. Präzise. Berechnend.

Sie drehte sich um.

Der Raum war noch immer leer. Doch der Geruch blieb.

Jemand war hier gewesen. Vor kurzem.

Sie ging zu der Tür aus dunklem Holz, die halb offenstand. Keine Verschlüsse. Kein Schloss. Einladend – oder nachlässig. Sie legte vorsichtig eine Hand auf das Holz. Es war warm. Das bedeutete… sie wurde nicht vergessen. Man erwartete, dass sie hinausging.

Oder man erwartete, dass sie es nicht tat.

Als sie die Tür weiter aufschob, knarrte sie leise. Ein langer, schmaler Flur lag dahinter, von Fackeln erhellt, deren Licht flackerte, als hätten sie gerade erst Berührung gespürt. Der Boden bestand aus altem Stein, glattgetreten von Schritten, von denen keiner der ihren war. Keine Stimmen. Keine Bewegung. Nur das Gefühl, als würde die Dunkelheit selbst den Atem anhalten, um zuzusehen, was sie als Nächstes tat.

Sie ging los.

Ihre Schritte waren vorsichtig, aber nicht zögerlich. Die Stille um sie herum wirkte nicht wie Leere – sie wirkte gewollt, konstruiert. Als wollte jemand herausfinden, wie sie sich in ihr verhielt. Ob sie flüchtete. Ob sie kämpfte. Ob sie sich verlor.

Nach wenigen Metern hörte sie etwas.

Ein Geräusch, das zu weich war, um Gefahr zu sein, und zu nah, um Zufall zu sein: ein Atemzug. Nicht ihr eigener.

Sie blieb stehen. Lauschte. Keine Schritte. Kein Echo. Nur dieser eine Atemzug, kurz und irgendwie … neugierig.

„Ist jemand da?“, fragte sie. Ihre Stimme klang rau, unbenutzt.

Keine Antwort. Aber der Atemzug verstummte.

Sie wusste, dass sie nicht allein war. Und noch bevor sie sich bewegen konnte, tauchte eine Silhouette am Ende des Flures auf. Groß. Schlank. Ein Mann, oder etwas, das sich wie einer bewegte. Er trat nicht ins Licht. Er beobachtete nur. Stumm.

Ein prickelndes Ziehen lief ihren Rücken hinunter.

Die Kälte im Korridor war eine greifbare Sache, ein Leinenhemd gegen ihre Haut, das nie ganz trocken wurde. Jeder Atemzug verwandelte sich vor ihrem Mund zu einem kleinen, weißen Geist, der im flackernden Fackellicht tanzte und starb. Die Steinwände schlossen sich dicht um sie, ein schmaler, unerbittlicher Gang, der in zwei Richtungen in unbestimmte Schwärze abfiel. Sie war nackt bis auf ein loses, graues Gewand, das sich an ihren Gliedern klammerte wie feuchtes Moos. Ihre Füße waren blau und wund von dem endlosen, ziellosen Laufen auf dem kalten, unebenen Stein.

Es war die Bewegung, die ihn zuerst verriet. Kein Geräusch. Nichts. Nur eine Veränderung in der Luft am Ende des Flures, vorne rechts, wo das Licht der Fackel den Stein nur noch schimmern ließ. Die Finsternis dort schien sich zu verdichten, formte sich zu einer menschlichen Gestalt, die aus dem Nichts hervortrat, als hätte sie sich von der Wand gelöst. Er stand einfach da, eine Silhouette gegen den tiefen Schatten, breit und unbeweglich, und sein Anblick war wie ein Hieb ins Herz.

Ihr ganzer Körper erstarrte. Die Muskeln in ihrem Rücken spannten sich zu einer harten Platte. Das Blut pochte in ihren Ohren, ein lauter, panischer Rhythmus, der jeden anderen Laut verschluckte. Fühlen. Nicht denken. Laufen. Der Impuls war uralt, unausweichlich. Sie drehte sich, wollte fliehen, doch ihr Körper gehorchte nicht sofort. Ihre Füße fühlten sich bleiern an, klebten am Boden. Als sie sich endlich losriss, war es bereits zu spät.

Er kam näher.

Seine Schritte waren lautlos. Kein Klackern von Stiefeln, kein Knirschen des Schuhs auf dem Stein. Nur eine reine, unverkennbare Präsenz, die den Raum erfüllte, den Sauerstoff zu verdünnen schien. Er war keine zehn Meter von ihr entfernt, dann fünf. Sie sah ihn nun klarer im wechselnden Licht der Fackel. Er trug dunkle, schlichte Kleidung, und sein Haar war wie Rabenfedern. Das Gesicht blieb im Schatten, aber sie spürte seinen Blick, eine körperliche Empfindung, die wie eine kalte Hand über ihren Nacken fuhr und sie bis ins Mark durchfror.

Er hielt an, weniger als zwei Schritte von ihr entfernt. Die Luft zwischen ihnen spannte sich an, fast hörbar, wie eine gezogene Sehne. Er sagte nichts. Er tat nichts. Er stand nur da und wartete.

Die Sekunden dehnten sich, wurden zu einer Ewigkeit aus untröstlicher Stille. Ihr Atem kam in heiseren, panischen Zucken. Sie sollte schreien. Sie sollte um Hilfe rufen. Doch der Name ihres Retters, wenn es ihn überhaupt gab, war ihr entfallen. Ihre Sprache hatte sie verlassen, reduziert auf dieses eine, tierische Gefühl: Furcht. Eine pure, lichterloh brennende Furcht.

Und dann etwas anderes. Unter der Angst, tief im Bauch, ein zitterndes, unerklärliches Aufleuchten. Die seltsame Magnetheilung, die sie schon in den Momenten der größten Gefahr gespürt hatte. Es war eine Schande, dieses Verlangen, ein Verrat an sich selbst. Aber es war da.

„Du bist weit von deinem Zimmer entfernt“, sagte er. Seine Stimme war ruhig, tief, ohne jede Anstrengung. Sie schien aus dem Stein selbst zu kommen, aus dem Herzen der Mauern, die sie gefangen hielten. Ein Schauer überlief sie, der nichts mit der Kälte zu tun hatte. Er hatte sich nicht bewegt, hatte nicht einmal den Kopf gehoben, und doch hatte er alles gesehen.

Ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen, so heftig, dass sie glaubte, er müsste es hören. „Wer …“, krächzte sie, aber ihre Stimme versagte. Sie schluckte, versuchte es erneut, die Worte fanden sich langsam, wie aus Watte gesponnen. „Wer bist du?“

Er lachte nicht. Sein Gesicht verriet keine Regung. „Ich bin der Mann“, sagte er, „der dich beobachtet, seit du hier aufgewacht bist.“

Ein neuer Schrecken, frisch und scharf, durchfuhr sie. Sie hatte sich nie allein gefühlt. Sie hatte es nur nicht gewusst.

Er trat den letzten Schritt auf sie zu.

Sie drückte sich instinktiv an die kalte Wand hinter sich, die Steine rieben am Rücken durch das dünne Gewand. Flucht war unmöglich. Seine Präsenz füllte den schmalen Korridor aus, nahm ihr den Atem, den Raum zum Denken. Sie konnte riechen, was er mitbrachte. Kein Parfüm. Nur saubere Haut, kalte Nachtluft und etwas anderes, etwas Minerales, Erdiges, wie nach einem Sommergewitter.

Seine Hand kam hoch, nicht schnell, sondern langsam, bedächtig, als gäbe er ihr Zeit, jeden Zentimeter der Annäherung zu verarbeiten. Sie zuckte nicht. Sie wagte nicht. Sie starrte auf seine Finger, lang und schlank, die sich dem Hals näherten. Seine Berührung war nicht sanft. Aber auch nicht grob. Sie war einfach. Fest. Bestimmend. Seine Daumen legten sich auf ihren Puls, der wie ein gefangener Vogel gegen ihre Haut schlug.

„So schnell“, bemerkte er leise. Es war keine Frage. Er spürte ihr Leben, ihr Innerstes, und wog es ab. Seine andere Hand glitt an ihrer Hüfte hinab, legte sich flach auf den Bauch, direkt über die Stelle, wo das seltsame Beben begonnen hatte. Ein leises Aufstöhnen entkam ihr, bevor sie es unterdrücken konnte.

Seine Finger drückten leicht zu, ein unverkennbares Signal. Ein Besitzanspruch.

„Ich weiß, was du fühlst“, flüsterte er, sein Atem ein warmer Hauch neben ihrem Ohr. Die Worte brannten sich ein. „Ich spüre es.“

Ihr Körper verriet sie. Trotz des Schreckens, trotz der Demütigung, neigte sie den Kopf einfach zur Seite, bot ihm ihren Hals dar. Eine Bewegung, die sie nicht kontrollieren konnte, eine tiefere, dunkle Instinktbewegung, die über ihrem Verstand stand.

Seine Finger strichen von ihrem Puls über ihr Kinn, zwangen sie sanft, aber unmissverständlich, den Kopf zu heben und ihm direkt in die Augen zu sehen. Das Licht der Fackel fiel nun auf sein Gesicht. Es war hart, mit scharf geschnittenen Wangenknochen und einem dünnen Mund. Aber es waren seine Augen, die sie gefangen nahmen. Sie waren dunkel, von unergründlicher Tiefe, und sie brannten mit einer Ruhe, die weitaus beängstigender war als jede Wut.

„Wenn du Angst hast“, sagte er, seine Stimme kaum mehr als eine Vibration in ihrem Schädel, „zeig es nicht.“

Er trat noch näher, der Abstand zwischen ihren Körpern schmolz dahin. Die Wand hinter ihr war kalt und hart, der Körper vor ihr warm und unerbittlich. Sie spürte seinen Brustkorb bei jedem Atemzug, die Festigkeit seiner Muskeln durch den dünnen Stoff. Sein Blick hielt ihren gefangen, und in dieser Stille, in dieser erdrückenden Nähe, spürte sie, wie die letzte Schicht ihrer Kontrolle riss.

Seine Hand, die immer noch auf ihrem Bauch ruhte, bewegte sich. Nicht nach oben, nicht nach unten. Sie verlagerte nur den Druck, presste sie sanft, aber bestimmt fester an die Wand. Ein Akt stiller, absoluter Autorität.

„Fürchte dich nicht“, sprach er, und zum ersten Mal war etwas anderes in seiner Stimme, ein Hauch von… etwas. nicht Mitgefühl. Nein. Erwartung. „Noch nicht.“

Der Schatten blieb. Unbeweglich. Als er sich schließlich abwandte, so lautlos, als wäre er nie dort gewesen, wusste sie, dass das hier kein Zufluchtsort war.

Es war ein Vorspiel.