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Das Loch 2 Hinter den WändenDunkle erotische Spannungvon Kitty RogueManchmal ist das Loch nicht unter dir.Sondern direkt neben dir.Seit sie weiß, dass das Loch existiert, kann sie nicht mehr wegsehen.Nicht die Wände. Nicht die Geräusche. Nicht das Gefühl, beobachtet zu werden.Hinter dem Putz, hinter dem Beton, hinter der Stille verbirgt sich etwas. Etwas, das hört. Etwas, das wartet. Und etwas, das gelernt hat, wie ihr Körper reagiert, wenn Angst und Verlangen ineinanderfließen.In Das Loch 2 Hinter den Wänden vertieft Kitty Rogue das beklemmende Spiel aus Voyeurismus, Kontrolle und psychologischer Erotik. Die Grenzen zwischen Beobachter und Beobachteter, Täter und Komplizin, Realität und Projektion beginnen zu verschwimmen.Was als Neugier begann, wird zu einem Sog.Was als Angst gedacht war, wird zu Lust.Und was hinter den Wänden lebt, will nicht länger nur zuschauen. Dunkle Erotik & psychologische Spannung Voyeurismus, Macht, Kontrollverlust Langsam eskalierende erotische Intensität Beklemmende Atmosphäre statt plumper ExplizitheitDieses Buch richtet sich an Leser:innen, die erotische Geschichten mit psychologischer Tiefe, unterschwelliger Bedrohung und dunkler Sinnlichkeit lieben. Hinweis:Enthält explizite erotische Inhalte, psychologische Spannung, Machtgefälle und voyeuristische Elemente.Ausschließlich für Erwachsene (18+).
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Seitenzahl: 57
Veröffentlichungsjahr: 2026
Das Loch 2 – Hinter den Wänden
Wo kein Name zählt – nur die Ergebenheit
von Kitty Rogue
Verantwortlich für den Inhalt nach § 5 TMG und § 55 RStVKitty Rogue c/o COCENTER Koppoldstraße 1 86551 Aichach Deutschland E-Mail: [email protected]
© 2025 Kitty Rogue. Alle Rechte vorbehalten.
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Die Figuren, Ereignisse und Handlungen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Die neue Wand war aus hellem Holz gefertigt, poliert bis auf einen seidigen Glanz, der das gedämpfte Licht des Klubs in warmen Schleiern zurückwarf. Sie stand mitten im Raum, ein kühler, moderner Akzent zwischen den tiefroten Samtsofas und den schweren, schwarz lackierten Tischen. Kein Poster, kein Spiegel, nur diese unheimlich makellose Oberfläche. Sie teilte den Raum nicht wirklich, sie war da. Ein Monolith. Ein Statement. Und sie knarrte nicht, wenn man sich dagegenlehnte. Das war das Seltsamste daran. In diesem Klub, in dem jeder Balken im Boden ein eigenes Lied über Jahre voller Schweiß, Alkohol und leiser Seufzer sang, war die neue Wand stumm. Tot.
Es war eine Routinefrage geworden. „Hast du die gehört?“
Die Antwort war fast immer ein verlegenes Lächeln, ein Schulterzucken, ein zu schnelles Wechseln des Themas. Die Stammgäste tuschelten. Ich sah ihre Augen, wie sie unwillkürlich zu der glatten Fläche schwenkten, wenn sie dachten, niemand blicke hin. Ein geheimes Wissen zirkulierte, ein Virus, der sich durch das Dunkel des Raumes fraß, und nur ich schien immun zu sein.
Das Geräusch kam immer dann, wenn es am lautesten war, wenn die Musik schwoll und die Geräuschkulisse der Menge gärte. Ein leises, rhythmisches Polstern, fast unter der Schwelle des Wahrnehmbaren, aber doch da. Ein Herzschlag, der nicht zu meinem gehörte. Einmal, als der DJ einen tiefen Bass durch den Raum jagte, der mir die Rippen zum Vibrieren brachte, glaubte ich, ein gedämpftes Stöhnen durch den Bass zu hören, so tief und flehend, dass es mir direkt ins Mark kroch.
Meine Neugier war ein wildes Tier, das in meinem Brustkorb kratzte. Ich war keine Beobachterin. Ich war eine Jägerin. Und dieses Mysterium war meine Beute.
Die Nacht war bereits fortgeschritten, als ich beschloss, die Jagd zu eröffnen. Ich wartete, bis der Höhepunkt des Abendpulses vorüber war, als die Menge dünner wurde und der DJ seine Sets entspannter wählte. Ich schlurfte ziellos durch den Raum, meine Finger streiften die Samtsofas, meine Augen scannen die verbleibenden Gäste. Dann blieb ich in der Nähe der Bar stehen, bestellte einen Gin Tonic und lehnte mich scheinbar gelangweilt an die Wand direkt neben der neuen Trennwand.
Mein Ohr presste ich fast unmerklich an die kalte, gewölbte Tapete der alten Wand. Das Geräusch war klarer hier. Ein rhythmisches, leises Klopfen. Klopf. Klopf. Klopf. Pause. Dann wieder. Einmal glaubte ich, das Quietschen von Leder zu hören.
„Schön, was du da hörst?“
Die Stimme war tief, ein wenig rau von Zigarettenrauch und langen Nächten. Ich zuckte zusammen, als jemand neben mir trat. Es war der Besitzer, ein Mann namens Rocco, dessen Gesicht eine Landkarte aus kleinen Narben und Lachfalten war. Er hielt ein Whiskyglas in der Hand, das Eiswürfel darin klirrten wie winzige, gefrorene Sterne.
„Ich habe nur Musik gehört“, log ich, meine Stimme einen Ton zu scharf.
Rocco lachte leise. Ein Geräusch wie Schotter, der über ein Holzbrett gerollt wird. Er musterte mich, sein Blick war intensiv, durchdringend. Er nickte langsam in Richtung der hellen Wand. „Die ist für die besonderen Gäste“, sagte er, seine Stimme ein leises Flüstern, das nur für mich bestimmt war. „Diejenigen, die mehr wollen als nur Musik und Getränke.“
Rocco war nie nur ein Besitzer. Er war Teil des alten Systems.
Mein Herzschlag beschleunigte sich. Das Klopfen in meiner Brust spiegelte das aus der Wand wider. „Was soll das heißen?“
Rocco nippte an seinem Whisky. „Manche Dinge sind besser, wenn man sie nicht sieht“, sagte er und drehte sich zum Gehen. „Nur fühlt.“
Seine Worte hingen in der Luft wie Rauch. Einladend. Bedrohlich. Mehr als nur Musik. Nur fühlt. Die Worte brannten sich in mein Gehirn.
Ich wartete eine Stunde, dann zwei. Die letzten Gäste verließen den Klub, die Musik wurde leiser, bis nur noch das Surren der Klimaanlage und das ferne Ticken der Uhr die Stille füllten. Der Barkeeper putzte Gläser, sein Blick war müde und abwesend. Rocco war verschwunden.
Jetzt oder nie.
Mit einem Herz, das gegen meine Rippen hämmerte, ging ich auf die Wand zu. Meine Hand schwebte einen Moment über der seidigen Oberfläche. Sie war kühl unter meinen Fingerspitzen. Ich suchte nach einem Spalt, einem Schalter, irgendetwas, das auf eine Öffnung hindeutete. Nichts. Die Wand war perfekt.
Frustration stieg in mir auf. Ich wollte sie treten, schreien, dieses Rätsel mit Gewalt lösen. Stattdessen atmete ich tief durch und ließ meine Hände erneut über das Holz gleiten. dieses Mal drückte ich fester, spürte nach Unebenheiten, nach einer verborgenen Mechanik. Meine Finger fanden eine flache Vertiefung, kaum breiter als mein Daumen. Eine Platte.
Zögernd drückte ich hinein.
Ein leises Klicken ertönte, gefolgt von einem leisen Zischen. Ein Teil der Wand, etwa auf Höhe meiner Hüfte, bewegte sich nach innen und dann zur Seite. Es war kein ganzer Flügelflügel, nur eine kleine, quadratische Öffnung. Eine Luke. Nicht größer als ein Handtuch.
Mein Atem stockte. Dahinter war kein Licht, nur absolute Schwärze. Aus der Öffnung stieg eine erstickende, süßliche Luft heraus, gemischt mit dem Geruch von Schweiß und etwas anderem … etwas Salzigem, Animalischem. Das Klopfen hörte auf.
Langsam, als würde ich eine Schlange anstarren, beugte ich mich vor und spähte durch das Loch.
Auf der anderen Seite war es nicht dunkel. Es war nur gedämpft. Ein schwacher, roter Schein erhellte einen kleinen, spärlich möblierten Raum. Ich sah eine kniehohe Matratze auf dem Boden. Und auf der Matratze… eine Person.
Eine Frau. Sie war nackt, ihr Körper von einem dünnen Schweißfilm überzogen, der im roten Licht glitzerte. Ihre Hände waren mit Lederriemen an der Wand über ihrem Kopf fixiert. Ihre Beine waren gespreizt und an Fußfesseln am Boden befestigt, die sie in einer demütigenden Position festhielten. Ein Ballknebel verhinderte jede Verständigung.
Sie war allein. Ich sah niemanden bei ihr. Aber dann sah ich die Männer.
Nicht mit meinen Augen, sondern durch die Wand. Auf der anderen Seite waren weitere Löcher. Fünf oder sechs, verteilt auf der Wand. Und durch jedes dieser Löcher schob sich etwas. Ein schwach erleuchteter, durchsichtiger Schlauch, der direkt in die Wand führte. Und am Ende jedes Schlauchs… ein Schwanz.
Mein Verstand weigerte sich, das Bild zu verarbeiten. Das war pervers. Absurd. Eine Art automatisierte, anonyme Sex-Maschine.
