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Erzogen zur Geilheit – Teil 2: Die Ausbildung Ein erotisch-psychologisches Lehrstück von Kitty Rogue Maya dachte, sie hätte verstanden, was Jonas mit ihr vorhat. Doch dieser Abend zeigt ihr, wie wenig sie wirklich über Lust, Kontrolle und Hingabe weiß. In seiner Gegenwart schärfen sich ihre Sinne, ihr Atem verändert sich, jeder Gedanke wird von seinem Blick gelenkt. Keine Fesseln. Keine Befehle im klassischen Sinn. Nur Nähe. Wortpräzision. Und ein Mann, der genau weiß, wie er sie Schritt für Schritt formt. Jonas führt sie durch Übungen, die nicht für den Körper geschrieben wurden – sondern für den Kopf. Für ihren Willen. Für ihr Verlangen. Er bringt sie an Grenzen, von denen sie nicht wusste, dass sie existieren. Und jedes Mal, wenn sie glaubt, genug zu haben, zeigt er ihr, dass es noch weitergeht. Erzogen zur Geilheit – Teil 2 ist ein intensiver, moderner Erotikroman über psychosexuelle Erziehung, Manipulation durch Nähe und die Kunst, Lust zu einer Sprache zu machen. Für Leser*innen, die Geschichten suchen, die nicht laut sind – sondern tief.
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Seitenzahl: 41
Veröffentlichungsjahr: 2025
Erzogen zur Geilheit Teil 2:
Die Ausbildung
von Kitty Rogue
Verantwortlich für den Inhalt nach § 5 TMG und § 55 RStV Kitty Rogue c/o COCENTER Koppoldstraße 1 86551 Aichach Deutschland E-Mail: [email protected]
© 2025 Kitty Rogue. Alle Rechte vorbehalten.
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Die Figuren, Ereignisse und Handlungen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Mayas Atem wurde flach. Ihre Oberschenkel zitterten ohne ihre Erlaubnis. Sie konnte keine Worte formen. Ihr Körper verriet sie wieder.
Seine Stimme sank in ein tieferes Register. Er legte zwei Finger unter ihr Kinn. Er kontrollierte den Rhythmus ihrer Atmung. Er wartete. Er wartete immer.
Das Badezimmer war ein kleiner, von Dampf getrübter Kokon aus Marmor und warmer Luft. Maya starrte in den Spiegel, aber sie sah sich nicht wirklich. Sie sah nur die Glasscheibe des Duschraums dahinter, verschwommen, als würde sie in eine andere Welt blicken. Eine Welt, in der alles klarer war, einfacher. In der sie nicht dauernd das Gefühl hatte, dass ihr eigener Körper ihr nicht gehörte.
Sie hatte es versucht. Nachdem er sie verlassen hatte, hatte sie geglaubt, sie könnte sich selbst zurückholen. Sie hatte versucht, klar zu denken, zu analysieren, zu verstehen. Doch jedes Mal, wenn sie die Augen schloss, spürte sie seine Finger an ihrem Puls. Spürte, wie seine Stimme nicht nur in ihren Ohren, sondern in ihrem Brustkorb vibrierte.
Es war keine Angst. Das war das Schlimmste. Es war eine Art Leere, ein Verlangen nach etwas, das sie nicht benennen konnte. Ein Verlangen nach dieser Stille, die er um sie herum erschuf. Eine Stille, die lauter war als jedes Geschrei.
Mit einem Seufzer, der sich in der dampfenden Luft verlor, schaltete sie das Wasser ab. Das Rauschen verstummte und ließ nur das leise Tropfen der Reste von den Wänden zurück. Sie trocknete sich langsam ab, jede Bewegung bewusst, fast feierlich. Ihr Körper fühlte sich anders an. Sensibler. Wach. Ihre Haut prickelte unter der eigenen Berührung, als ob sie die eines Fremden wäre.
Als sie wieder im Schlafzimmer stand, sah sie ihr Handy auf dem Nachttisch aufleuchten. Eine neue Nachricht. Ihr Herz machte einen Sprung, ein unkontrollierter, unlogischer Ruck, der sie ärgerte. Sie wusste, von wem sie kam.
Sie trat an das Bett, nahm das Gerät in die Hand. Ihre Finger zitterten kaum merklich, als sie den Bildschirm berührte.
Keine Begrüßung. Keine Höflichkeit. Nur drei Worte.
Samstag. 19 Uhr. Meine Adresse.
Kein Fragezeichen. Keine Bitte. Eine Tatsache.
Maya setzte sich auf die Bettkante. Die Matratze gab unter ihrem Gewicht nach, sank ein, als ob sie sie halten wollte. Das Licht aus der Straße zeichnete ein langgestrecktes Rechteck auf den Boden vor ihr. Sie dachte nicht darüber nach, ob sie hingehen sollte. Sie wusste, dass sie hingehen würde. Es war keine Entscheidung mehr. Es war nur noch eine Konsequenz.
Ihr Blick fiel auf den kleinen Spiegel auf ihrem Schrank. Sie sah sich darin. Sah das mädchenhafte Schlafhemd, die zerzausten Haare. Doch in ihren Augen lag etwas anderes. Eine Art Erwartung, die sie noch nie zuvor bei sich gesehen hatte. Ein sanftes Glühen, als ob eine Kerze in ihr entzündet worden wäre, die sie nicht hatte löschen können.
Sie wusste nicht, was an diesem Samstag auf sie zukommen würde. Aber sie wusste, dass sie nicht mehr dieselbe sein würde, wenn sie wieder ginge. Das war die furchterregende und gleichzeitig beruhigende Wahrheit. Ihr Verstand schrie nach Sicherheit, nach Kontrolle, nach Normalität. Doch ihr Körper, ihr Blut, ihre Haut – sie schwiegen. Und warteten.
Die Tür schloss sich hinter ihr mit einem leisen, endgültigen Klick. Es war dieselbe Wohnung, derselbe Flur, dieselbe Luft – warm, mit einer kaum wahrnehmbaren Note von Zedernholz und etwas, das nur er war. Jonas stand da, genau wie beim ersten Mal, als wäre er nicht wegbewegt. Er lehnte nicht an der Wand, er besetzte sie. Sein Blick traf ihren sofort, und die Luft in Mayas Lungen schien sich zu verdichten.
„Du bist pünktlich.“, stellte er fest. Seine Stimme war ruhig, ohne jede Emotion. Eine Feststellung, kein Lob.
Maya nickte. Ihre Stimme fühlte sich fremd an, als würde sie jemand anderem gehören. Sie vermied es, ihn direkt anzusehen, ließ ihren Blick stattdessen über den Boden, die Schuhe, den Saum seiner Hose schweifen.
„Sieh mich an.“
Der Befehl traf sie wie ein leichter Schlag. Ihr Kopf hob sich, fast gegen ihren Willen. Ihre Augen suchten die seinen. Es war unerträglich intim. Als ob er direkt in ihren Kopf blicken könnte, all ihre Unsicherheiten, all ihre heimlichen Wünsche sehen.
