Die Sterne über Freiburg - Bruno Schelig - E-Book

Die Sterne über Freiburg E-Book

Bruno Schelig

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Beschreibung

"Die Sterne über Freiburg" ist eine bewegende Liebes- und Familiengeschichte, die das Leben von Anna Berger und Lukas Weber über mehrere Jahre hinweg verfolgt. Die Geschichte beginnt in Freiburg, wo die 27-jährige Restauratorin Anna und der 34-jährige Kunstgeschichtsprofessor Lukas durch einen zufälligen Zusammenstoß auf der Straße aufeinandertreffen. Zwischen ihnen entsteht sofort eine besondere Verbindung. Lukas besucht Anna regelmäßig im Café Himmelreich, wo sie arbeitet, und nach einigen Wochen entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung. Ihre Liebe wird auf die Probe gestellt, als Lukas für eine Konferenz nach New York reisen muss, doch die Trennung stärkt ihre Beziehung nur. Nach seiner Rückkehr macht er Anna einen Heiratsantrag, den sie freudig annimmt. Sie heiraten in einer kleinen Kapelle auf dem Lorettoberg mit Blick über Freiburg. Nach der Hochzeit nimmt Lukas eine Gastprofessur am Metropolitan Museum in New York an, und Anna begleitet ihn. In New York wird ihre Tochter Sophia geboren. Nach Ende der Gastprofessur ziehen sie nach Wien, wo Lukas eine Professur an der Universität erhält und Anna in der Restaurierungswerkstatt des Kunsthistorischen Museums arbeitet. In Wien wird ihr Sohn Maximilian geboren, und die Familie verbringt fünf glückliche Jahre dort. Die Wende kommt, als Lukas eine Gastprofessur in Freiburg angeboten wird. Die Familie beschließt, für ein Semester zurückzukehren. Während dieses Aufenthalts bemerken Anna und Lukas, wie sehr sie ihre Heimatstadt vermisst haben. Als Lukas eine dauerhafte Stelle an der Universität Freiburg angeboten wird, entscheiden sie sich, Wien zu verlassen und nach Freiburg zurückzukehren. Sie kaufen ein altes Haus am Stadtrand, Anna eröffnet ihr eigenes Restaurierungsstudio und nimmt später eine Teilzeitstelle am Augustinermuseum an. Die Kinder entwickeln ihre eigenen Talente – Sophia wird eine begabte Violinistin, während Max seine Liebe zur Natur und zum Zeichnen entdeckt. Die Familie unternimmt ein Sommerabenteuer in New York, wo Anna als Gastrestauratorin am Metropolitan Museum arbeitet. Diese Erfahrung stärkt ihre Bindung und bestätigt gleichzeitig, dass Freiburg ihr wahres Zuhause ist. Die Geschichte endet mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf die Zukunft. Anna und Lukas haben gemeinsam ein Stipendienprogramm für junge Künstler und Restauratoren gegründet, geben Workshops und teilen ihr Wissen. Ihre Kinder gedeihen, ihre beruflichen Projekte sind erfolgreich, und sie haben in Freiburg tiefe Wurzeln geschlagen. In einer verschneiten Winternacht stehen Anna und Lukas am Fenster ihres Hauses, betrachten die Sterne über Freiburg und sind dankbar für den Weg, der sie zusammengeführt und zu diesem erfüllten Leben geführt hat – ein Leben voller Liebe, Kunst und Familie unter dem wachenden Blick der Sterne über Freiburg.

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Seitenzahl: 103

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Die Sterne über Freiburg

Eine Liebesgeschichte

by

Bruno Schelig

Inhalt

"Die Sterne über Freiburg" ist eine bewegende Liebes- und Familiengeschichte, die das Leben von Anna Berger und Lukas Weber über mehrere Jahre hinweg verfolgt.

Die Geschichte beginnt in Freiburg, wo die 27-jährige Restauratorin Anna und der 34-jährige Kunstgeschichtsprofessor Lukas durch einen zufälligen Zusammenstoß auf der Straße aufeinandertreffen. Zwischen ihnen entsteht sofort eine besondere Verbindung. Lukas besucht Anna regelmäßig im Café Himmelreich, wo sie arbeitet, und nach einigen Wochen entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung.

Ihre Liebe wird auf die Probe gestellt, als Lukas für eine Konferenz nach New York reisen muss, doch die Trennung stärkt ihre Beziehung nur. Nach seiner Rückkehr macht er Anna einen Heiratsantrag, den sie freudig annimmt. Sie heiraten in einer kleinen Kapelle auf dem Lorettoberg mit Blick über Freiburg.

Nach der Hochzeit nimmt Lukas eine Gastprofessur am Metropolitan Museum in New York an, und Anna begleitet ihn. In New York wird ihre Tochter Sophia geboren. Nach Ende der Gastprofessur ziehen sie nach Wien, wo Lukas eine Professur an der Universität erhält und Anna in der Restaurierungswerkstatt des Kunsthistorischen Museums arbeitet. In Wien wird ihr Sohn Maximilian geboren, und die Familie verbringt fünf glückliche Jahre dort.

Die Wende kommt, als Lukas eine Gastprofessur in Freiburg angeboten wird. Die Familie beschließt, für ein Semester zurückzukehren. Während dieses Aufenthalts bemerken Anna und Lukas, wie sehr sie ihre Heimatstadt vermisst haben. Als Lukas eine dauerhafte Stelle an der Universität Freiburg angeboten wird, entscheiden sie sich, Wien zu verlassen und nach Freiburg zurückzukehren.

Sie kaufen ein altes Haus am Stadtrand, Anna eröffnet ihr eigenes Restaurierungsstudio und nimmt später eine Teilzeitstelle am Augustinermuseum an. Die Kinder entwickeln ihre eigenen Talente – Sophia wird eine begabte Violinistin, während Max seine Liebe zur Natur und zum Zeichnen entdeckt.

Die Familie unternimmt ein Sommerabenteuer in New York, wo Anna als Gastrestauratorin am Metropolitan Museum arbeitet. Diese Erfahrung stärkt ihre Bindung und bestätigt gleichzeitig, dass Freiburg ihr wahres Zuhause ist.

Die Geschichte endet mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf die Zukunft. Anna und Lukas haben gemeinsam ein Stipendienprogramm für junge Künstler und Restauratoren gegründet, geben Workshops und teilen ihr Wissen. Ihre Kinder gedeihen, ihre beruflichen Projekte sind erfolgreich, und sie haben in Freiburg tiefe Wurzeln geschlagen.

In einer verschneiten Winternacht stehen Anna und Lukas am Fenster ihres Hauses, betrachten die Sterne über Freiburg und sind dankbar für den Weg, der sie zusammengeführt und zu diesem erfüllten Leben geführt hat – ein Leben voller Liebe, Kunst und Familie unter dem wachenden Blick der Sterne über Freiburg.

Kapitel 1: Unerwartete Begegnungen

Der Herbst hatte Freiburg in ein warmes Farbenmeer getaucht. Die alten Kopfsteinpflaster der Altstadt glänzten im Licht der untergehenden Sonne, während Anna Berger mit schnellen Schritten durch die Gassen eilte. Ihr langes, kastanienbraunes Haar wehte im Wind, und ihre grünen Augen waren konzentriert auf den Weg vor ihr gerichtet. Sie war spät dran für ihre Schicht im Café Himmelreich, einem kleinen, gemütlichen Lokal am Rande des Münsterplatzes.

Anna war 27 Jahre alt und hatte vor zwei Jahren ihr Kunstgeschichtsstudium abgeschlossen. Seitdem arbeitete sie als freiberufliche Restauratorin und half nebenbei im Café aus, um über die Runden zu kommen. Die Restaurierung alter Gemälde war ihre Leidenschaft, aber die Aufträge kamen unregelmäßig, und das Leben in der malerischen Universitätsstadt war nicht gerade günstig.

Als sie um die Ecke bog, prallte sie mit solcher Wucht gegen einen Passanten, dass ihre Tasche zu Boden fiel und ihr Skizzenbuch herausrutschte. Die losen Blätter verteilten sich sofort im Wind über den Platz.

"Oh nein!", rief sie und versuchte verzweifelt, die davonfliegenden Zeichnungen einzufangen.

"Es tut mir so leid", sagte eine tiefe, angenehme Stimme. Der Mann, mit dem sie zusammengestoßen war, begann sofort, ihr zu helfen. Er war groß, mit dunklem, leicht gewelltem Haar und einem Dreitagebart. Seine blauen Augen wirkten konzentriert, als er geschickt mehrere Blätter einfing.

"Danke", murmelte Anna, während sie ihre Habseligkeiten wieder in die Tasche stopfte. Als sie nach dem letzten Blatt griff, berührten sich ihre Hände kurz. Ein seltsames Gefühl durchfuhr sie, eine Art elektrischer Impuls, der sie für einen Moment innehalten ließ.

"Das sind wirklich beeindruckende Zeichnungen", sagte er, während er ihr das Blatt reichte. Es war eine ihrer Skizzen vom Freiburger Münster bei Sonnenuntergang. "Sind Sie Künstlerin?"

"Restauratorin", antwortete sie knapp und schaute auf ihre Uhr. "Und leider gerade sehr spät dran. Vielen Dank für die Hilfe!"

Bevor er antworten konnte, war sie schon weitergeeilt. Das Café war nur noch wenige Meter entfernt, und sie konnte bereits sehen, wie ihre Kollegin Sophie ungeduldig durch das Fenster schaute.

"Da bist du ja endlich!", begrüßte Sophie sie, als Anna atemlos durch die Tür stürmte. "Ich dachte schon, ich müsste die Nachmittagsschicht alleine bewältigen."

"Entschuldige", sagte Anna und band sich schnell die schwarze Schürze um. "Ich hatte einen kleinen Zusammenstoß."

Sophie, eine quirlige Blondine mit Sommersprossen, die Psychologie studierte und schon seit drei Jahren im Café arbeitete, grinste wissend. "War er wenigstens gutaussehend?"

Anna rollte mit den Augen, konnte aber ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken. "Darum geht es doch gar nicht."

"Also ja", lachte Sophie und wandte sich einem neuen Kunden zu, der gerade hereingekommen war.

Anna erstarrte. Es war der Mann von vorhin. Er trug eine dunkelblaue Jacke über einem grauen Pullover und sah in dem warmen Licht des Cafés noch attraktiver aus als draußen auf der Straße.

"Hallo nochmal", sagte er mit einem charmanten Lächeln. "Ich dachte, ich folge der talentierten Restauratorin und gönne mir einen Kaffee."

Anna spürte, wie ihre Wangen warm wurden. "Was darf ich Ihnen bringen?", fragte sie in professionellem Ton, obwohl ihr Herz unerklärlich schnell schlug.

"Einen Espresso, bitte. Und vielleicht Ihren Namen?", fügte er hinzu.

"Anna", antwortete sie nach kurzem Zögern. "Anna Berger."

"Freut mich, Anna. Ich bin Lukas Weber." Er streckte ihr die Hand entgegen, und sie ergriff sie zögernd. Wieder war da dieses seltsame Gefühl, als ob ein leichter Strom zwischen ihnen fließen würde.

"Einen Espresso für Lukas, kommt sofort", sagte sie und wandte sich der Espressomaschine zu, froh über die Gelegenheit, sich abzuwenden und ihre Fassung wiederzugewinnen.

Als sie ihm den Kaffee brachte, saß er an einem kleinen Tisch am Fenster und hatte ein Buch aufgeschlagen. "Kunstgeschichte des 17. Jahrhunderts", las sie den Titel.

"Sind Sie vom Fach?", fragte sie überrascht.

Lukas schaute auf und lächelte. "Ich unterrichte an der Universität. Kunstgeschichte und Restaurierungswissenschaften."

Anna blinzelte überrascht. "Das ist... ein Zufall."

"Oder Schicksal", erwiderte er mit einem Augenzwinkern, das nicht spöttisch wirkte, sondern warm und aufrichtig.

Den Rest ihres Dienstes spürte Anna immer wieder seinen Blick auf sich. Er saß stundenlang dort, trank gelegentlich einen weiteren Espresso und machte Notizen in seinem Buch. Als ihre Schicht zu Ende war, stand er auf.

"Darf ich dich auf einen Spaziergang einladen?", fragte er. "Der Abend ist zu schön, um ihn drinnen zu verbringen."

Anna zögerte. Sie kannte diesen Mann kaum, und normalerweise war sie vorsichtig mit spontanen Einladungen. Aber etwas an ihm weckte ihr Vertrauen, und die Neugier in ihr war stärker als die Vorsicht.

"Warum nicht", sagte sie schließlich und nahm ihre Jacke vom Haken.

Sie schlenderten durch die abendlichen Straßen von Freiburg, vorbei am erleuchteten Münster und durch den Stadtgarten. Lukas erzählte von seiner Arbeit an der Universität, von seiner Leidenschaft für die Kunst der Barockzeit und von seinem neuesten Forschungsprojekt über vergessene Künstlerinnen des 17. Jahrhunderts.

Anna hörte gebannt zu und teilte ihre eigenen Erfahrungen mit der Restaurierung alter Gemälde. Die Stunden vergingen wie im Flug, und als sie vor ihrer Wohnung in einem alten Fachwerkhaus in der Nähe des Schlossberg standen, war es bereits nach Mitternacht.

"Ich hatte einen wunderbaren Abend", sagte Lukas leise. "Würdest du mir erlauben, dich wiederzusehen?"

Anna lächelte. "Ich arbeite morgen wieder im Café. Ab drei."

"Dann werde ich um drei Uhr fünf da sein", erwiderte er mit einem Lächeln, das seine Augen zum Leuchten brachte.

Als Anna in dieser Nacht einschlief, dachte sie an die unerwartete Begegnung und das seltsame Gefühl, das sie bei Lukas' Berührung empfunden hatte. Es war, als ob etwas Schlafendes in ihr geweckt worden wäre, etwas, das sie lange verdrängt hatte.

In den folgenden Wochen wurde es zur Gewohnheit, dass Lukas im Café erschien, wann immer Anna Dienst hatte. Er brachte Bücher mit, korrigierte Hausarbeiten oder bereitete seine Vorlesungen vor, während er ab und zu zu ihr hinüberschaute und ihr zulächelte. Nach ihrer Schicht gingen sie oft spazieren oder saßen in einem der vielen gemütlichen Lokale der Stadt und redeten bis spät in die Nacht.

Anna erfuhr, dass Lukas 34 Jahre alt war und aus München stammte. Er hatte in Florenz und Paris studiert, bevor er vor drei Jahren den Ruf nach Freiburg angenommen hatte. Seine Eltern lebten noch in Bayern, sein Vater war Architekt, seine Mutter Konzertpianistin. Er hatte eine ältere Schwester, die als Ärztin in Berlin arbeitete.

Lukas wiederum hörte gebannt zu, als Anna von ihrer Kindheit in einem kleinen Dorf im Schwarzwald erzählte, von ihrem frühen Interesse an Kunst und davon, wie sie gegen den Willen ihrer pragmatischen Eltern Kunstgeschichte studiert hatte. Ihre Mutter war Grundschullehrerin, ihr Vater führte eine kleine Schreinerei. Sie hatte einen jüngeren Bruder, der gerade eine Ausbildung zum Schreiner machte und in die Fußstapfen des Vaters treten wollte.

An einem regnerischen Novemberabend lud Lukas sie zum ersten Mal in seine Wohnung ein. Es war eine geräumige Altbauwohnung in der Wiehre, einem der schönsten Viertel Freiburgs. Die hohen Decken, die großen Fenster und die warmen Holzböden verliehen dem Raum eine besondere Atmosphäre. An den Wänden hingen Kunstdrucke und einige originale Ölgemälde, die Lukas auf verschiedenen Reisen erworben hatte.

"Willkommen in meinem bescheidenen Zuhause", sagte er und nahm ihr die nasse Jacke ab.

Anna trat ein und ließ ihren Blick bewundernd durch den Raum schweifen. "Es ist wunderschön", sagte sie aufrichtig.

Lukas hatte gekocht – Risotto mit Steinpilzen und einen frischen Salat. Sie aßen bei Kerzenlicht und tranken einen exzellenten Rotwein aus der Toskana. Die Unterhaltung floss mühelos, wie immer zwischen ihnen, aber an diesem Abend lag eine neue Spannung in der Luft, ein unausgesprochenes Versprechen.

Als Lukas ihr nach dem Essen eine Tasse Tee reichte, berührten sich ihre Finger, und wieder war da dieses elektrisierende Gefühl. Diesmal aber zog keiner von ihnen die Hand zurück. Stattdessen legte Lukas seine freie Hand sanft an ihre Wange und beugte sich langsam vor.

Der Kuss war zart, fast fragend, und doch löste er ein Feuerwerk von Empfindungen in Anna aus. Als sie sich voneinander lösten, sah sie in seinen Augen dieselbe Überraschung und Freude, die sie selbst empfand.

"Ich wollte das schon tun, seit ich dich zum ersten Mal gesehen habe", gestand Lukas leise.

Anna lächelte. "Ich auch", flüsterte sie zurück und lehnte sich für einen weiteren Kuss zu ihm.

Sie verbrachten die Nacht miteinander, entdeckten einander mit einer Mischung aus Neugier und Zärtlichkeit. Es war, als hätten sie sich schon immer gekannt, als wären ihre Körper und Seelen füreinander geschaffen. In den frühen Morgenstunden lagen sie wach, redeten leise und teilten Geheimnisse, die sie noch nie jemandem anvertraut hatten.

"Ich glaube, ich verliebe mich in dich", sagte Lukas in die Dunkelheit hinein, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.

Anna schmiegte sich enger an ihn. "Ich glaube, bei mir ist es schon zu spät für solche Vorsicht", erwiderte sie und spürte, wie sein Arm sich fester um sie schloss.

Der Winter kam, und mit ihm die erste Herausforderung für ihre junge Beziehung. Lukas wurde zu einer internationalen Konferenz nach New York eingeladen, wo er einen Vortrag über seine Forschung halten sollte. Er würde drei Wochen fort sein.

"Ich werde dich vermissen", sagte er am Abend vor seiner Abreise, als sie eng umschlungen auf seinem Sofa saßen.

"Ich dich auch", antwortete Anna und versuchte, die plötzliche Angst zu unterdrücken, die in ihr aufstieg. Sie hatte sich noch nie so schnell und so tief auf jemanden eingelassen, und die Vorstellung, ihn für längere Zeit nicht zu sehen, erfüllte sie mit einer irrationalen Furcht.

Als ob er ihre Gedanken lesen könnte, nahm Lukas ihr Gesicht in seine Hände. "Ich komme zurück zu dir, Anna. Das verspreche ich."

In den drei Wochen seiner Abwesenheit telefonierten sie täglich, schickten sich Nachrichten und teilten ihre Tage miteinander, trotz der Entfernung und der Zeitverschiebung. Anna nutzte die Zeit, um an einem neuen Restaurierungsprojekt zu arbeiten – einem kleinen, stark beschädigten Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, das sie in einem Antiquitätenladen entdeckt hatte.