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Die Realität, wie wir sie kennen, ist nur eine von unzähligen Welten, die durch den mystischen Weltenbaum miteinander verbunden sind. Als der finstere Xal'toroth, ein Wesen von unvorstellbarer Macht, beginnt, diese Welten zu unterwerfen und ihre Energie zu absorbieren, droht das Gleichgewicht der gesamten Existenz zu zerbrechen. Lilith, eine Vampirin, die durch eine uralte Prophezeiung mit dem Schicksal des Weltenbaums verbunden ist, findet sich wider Willen im Zentrum dieses Konflikts wieder. Geplagt von ihrer eigenen dunklen Natur und dem Erbe des Vampirismus, muss sie lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren und sich mit unerwarteten Verbündeten zusammenzuschließen: Azazel: Ein mächtiger Dämon, der aus Xal'toroths Diensten geflohen ist und nach Erlösung sucht. Er kämpft mit seiner Vergangenheit und der Versuchung, in die Dunkelheit zurückzukehren. Mara: Eine Königin, die ihr Reich und ihre Macht an Xal'toroth verloren hat. Getrieben von dem Wunsch nach Rache und der Wiederherstellung ihrer Ehre, schließt sie sich dem Kampf an. Lucian: Ein weiser und mächtiger Magier, Hüter einer schwebenden Zitadelle und einer der wenigen, die die wahre Bedrohung durch Xal'toroth erkennen. Gemeinsam stellen sie sich Xal'toroths Armee aus Dämonen und korrumpierten Kreaturen, reisen durch gefährliche Dimensionen und suchen nach einem Weg, den Tyrannen aufzuhalten, bevor er alle Welten verschlingt.
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Seitenzahl: 88
Veröffentlichungsjahr: 2025
Schattenblut
by
Bruno Schelig
About
Die Realität, wie wir sie kennen, ist nur eine von unzähligen Welten, die durch den mystischen Weltenbaum miteinander verbunden sind. Als der finstere Xal'toroth, ein Wesen von unvorstellbarer Macht, beginnt, diese Welten zu unterwerfen und ihre Energie zu absorbieren, droht das Gleichgewicht der gesamten Existenz zu zerbrechen.
Lilith, eine Vampirin, die durch eine uralte Prophezeiung mit dem Schicksal des Weltenbaums verbunden ist, findet sich wider Willen im Zentrum dieses Konflikts wieder. Geplagt von ihrer eigenen dunklen Natur und dem Erbe des Vampirismus, muss sie lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren und sich mit unerwarteten Verbündeten zusammenzuschließen:
Azazel:
Ein mächtiger Dämon, der aus Xal'toroths Diensten geflohen ist und nach Erlösung sucht. Er kämpft mit seiner Vergangenheit und der Versuchung, in die Dunkelheit zurückzukehren.
Mara:
Eine Königin, die ihr Reich und ihre Macht an Xal'toroth verloren hat. Getrieben von dem Wunsch nach Rache und der Wiederherstellung ihrer Ehre, schließt sie sich dem Kampf an.
Lucian:
Ein weiser und mächtiger Magier, Hüter einer schwebenden Zitadelle und einer der wenigen, die die wahre Bedrohung durch Xal'toroth erkennen.
Gemeinsam stellen sie sich Xal'toroths Armee aus Dämonen und korrumpierten Kreaturen, reisen durch gefährliche Dimensionen und suchen nach einem Weg, den Tyrannen aufzuhalten, bevor er alle Welten verschlingt.
Kapitel 1: Schatten der Ewigkeit
Die Luft knisterte vor unausgesprochener Spannung, ein unsichtbares Gewitter, das sich über den verfallenen Mauern des alten Schlosses zusammenbraute. Hier, wo die Grenze zwischen den Welten dünn war wie Pergament, traf sich ein ungleiches Paar.
Lilith, eine Vampirin von atemberaubender, doch gefährlicher Schönheit, stand am Rande des Abgrunds. Ihr langes, nachtschwarzes Haar fiel wie ein flüssiger Schatten über ihren Rücken, während ihre Augen, so rot wie frisch vergossenes Blut, in die Dunkelheit starrten. Sie trug ein Kleid aus dunkler Seide, das ihre blasse Haut betonte und sich bei jeder Bewegung wie eine zweite Haut an ihren Körper schmiegte. Ihre Lippen, voll und sinnlich, waren zu einem kaum wahrnehmbaren Lächeln verzogen, das sowohl Verheißung als auch Gefahr in sich barg.
Sie wartete.
Nicht auf irgendeinen Sterblichen, dessen Lebenskraft sie mit einem einzigen Biss hätte auslöschen können. Nein, Lilith wartete auf Ihn. Auf Azazel, den Dämon, dessen Präsenz die Luft selbst zum Vibrieren brachte.
Ein Riss öffnete sich in der Realität, ein Schlund aus purpurnem und schwarzem Licht, aus dem eine Gestalt trat, die sowohl Ehrfurcht als auch Schrecken einflößte. Azazel war größer als jeder Mensch, seine Haut von einem tiefen, obsidianfarbenen Ton, der das Licht zu verschlucken schien. Hörner, scharf wie Dolche, krönten seinen Kopf, und seine Augen glühten wie geschmolzene Lava. Flügel, riesig und ledrig, spannten sich hinter ihm auf, warfen bizarre Schatten auf die moosbewachsenen Steine.
Doch trotz seiner furchteinflößenden Erscheinung war es die Aura der Macht, die von ihm ausging, die Lilith wirklich fesselte. Eine Macht, die älter war als die Zeit selbst, eine Macht, die selbst die Götter erzittern ließ.
"Du bist spät", sagte Lilith, ihre Stimme ein samtweiches Flüstern, das dennoch die Jahrhunderte ihrer Existenz widerhallen ließ.
Azazel verzog seine Lippen zu einem Grinsen, das mehr Raubtier als Mensch war. "Die Unterwelt ist voller Ablenkungen, meine Schöne. Aber für dich... für dich nehme ich mir immer Zeit."
Seine Stimme war wie das Grollen eines fernen Donners, tief und resonant, und sie ließ Lilith's untotes Herz schneller schlagen. Es war ein Paradoxon, ein Widerspruch in sich selbst. Ein Vampir, ein Geschöpf der Nacht, das sich nach der Dunkelheit eines Dämons sehnte.
"Die Sterne stehen günstig", sagte Lilith und deutete mit einer schlanken Hand auf den Nachthimmel, der von einem unnatürlich hellen Mond erhellt wurde. "Heute Nacht ist die Barriere schwach. Heute Nacht können wir..."
Sie brach ab, ließ das Unausgesprochene zwischen ihnen hängen. Es war ein unausgesprochenes Versprechen, ein unausgesprochener Pakt, der sie seit Jahrhunderten verband.
"Tanzen?", vollendete Azazel ihren Satz, seine Augen funkelten vor dunkler Belustigung.
Es war mehr als nur ein Tanz. Es war ein Ritual, ein Spiel zwischen den Welten, ein Flirt mit der Gefahr. Ein Tanz, der die Grenzen ihrer jeweiligen Existenzen verschwimmen ließ, ein Tanz, der sie näher an den Abgrund brachte, aber auch näher zueinander.
Lilith nickte, und Azazel ergriff ihre Hand. Seine Berührung war wie ein elektrischer Schlag, der durch ihren Körper fuhr, eine Mischung aus Schmerz und Ekstase.
Sie begannen sich zu bewegen, zuerst langsam, wie zwei Raubtiere, die sich umkreisen, dann immer schneller, immer wilder. Ihre Bewegungen waren fließend und synchron, als wären sie zwei Teile eines Ganzen, zwei Seelen, die in einem ewigen Tanz gefangen waren.
Der Wind heulte um sie herum, als ob er ihre Leidenschaft anfachen wollte. Der Mond schien heller, und die Sterne schienen näher zu kommen, als ob sie Zeugen dieses außergewöhnlichen Ereignisses sein wollten.
Während sie tanzten, erzählten sie sich Geschichten. Nicht mit Worten, sondern mit Blicken, mit Berührungen, mit der Energie, die zwischen ihnen floss.
Lilith erzählte von ihrer langen, einsamen Existenz, von den Jahrhunderten, die sie in den Schatten verbracht hatte, von den unzähligen Sterblichen, die sie geliebt und verloren hatte. Sie erzählte von ihrer Sehnsucht nach etwas mehr, nach etwas, das über die bloße Existenz hinausging, nach einer Verbindung, die tiefer ging als Blut und Tod.
Azazel erzählte von seiner Zeit in der Unterwelt, von den Kriegen, die er geführt hatte, von den Seelen, die er gequält hatte, von der unendlichen Langeweile, die selbst einen Dämon befallen konnte. Er erzählte von seiner Faszination für die Sterblichen, für ihre Zerbrechlichkeit und ihre Leidenschaft, für ihre Fähigkeit zu lieben und zu hassen, zu erschaffen und zu zerstören.
Und er erzählte von seiner Faszination für Lilith.
"Du bist anders", sagte er, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. "Du bist nicht wie die anderen Vampire. Du bist... wilder. Ungezähmter. Du brennst mit einer Dunkelheit, die selbst mich in ihren Bann zieht."
Lilith lachte, ein dunkles, kehliges Lachen, das die Nachtluft erfüllte. "Und du, mein lieber Dämon, bist nicht wie die anderen deiner Art. Du bist... komplexer. Du hast Tiefe. Du sehnst dich nach etwas, das du selbst nicht benennen kannst."
Sie hielten inne, standen sich gegenüber, ihre Gesichter nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Ihre Atemzüge vermischten sich, und die Luft zwischen ihnen knisterte vor unausgesprochener Begierde.
"Was ist es, das du suchst, Azazel?", fragte Lilith, ihre Stimme kaum hörbar.
Azazel legte eine Hand an ihre Wange, seine Berührung überraschend sanft. "Ich weiß es nicht", gab er zu. "Aber ich glaube, ich finde es in dir."
Lilith schloss ihre Augen und lehnte sich in seine Berührung. Es war ein Moment der absoluten Nähe, ein Moment, in dem die Grenzen zwischen Vampir und Dämon, zwischen Gut und Böse, zwischen Leben und Tod verschwammen.
Doch dieser Moment konnte nicht ewig währen.
Ein Geräusch, das Knistern trockener Äste, riss sie aus ihrer Trance. Lilith öffnete ihre Augen und blickte sich um. Sie waren nicht allein.
Im Schatten der Bäume standen Gestalten, gehüllt in dunkle Umhänge. Ihre Gesichter waren verborgen, aber Lilith konnte ihre Präsenz spüren, die kalte, hasserfüllte Energie, die von ihnen ausging.
"Jäger", zischte sie.
Es waren nicht irgendwelche Jäger. Es waren die Custodes Noctis, ein uralter Orden, der sich der Auslöschung aller übernatürlichen Wesen verschrieben hatte. Sie waren Liliths und Azazels natürliche Feinde, und sie waren gekommen, um ihren Tanz zu beenden.
Azazel knurrte, ein tiefes, animalisches Geräusch, das die Erde erzittern ließ. Seine Augen glühten vor Zorn, und seine Flügel spannten sich, bereit zum Kampf.
"Sie stören unsere Zweisamkeit", sagte er, seine Stimme voller Drohung.
Lilith nickte. "Dann müssen wir sie wohl... unterhalten."
Ein Lächeln, kalt und grausam, umspielte ihre Lippen. Der Tanz hatte ein jähes Ende gefunden, aber das Spiel hatte gerade erst begonnen.
Die Custodes Noctis traten aus den Schatten, ihre Waffen – silberne Dolche und mit heiligen Symbolen gravierte Armbrüste – glänzten im Mondlicht. Sie waren zahlreich, vielleicht ein Dutzend, aber Lilith und Azazel waren nicht eingeschüchtert.
"Ihr habt euch einen schlechten Zeitpunkt ausgesucht, um uns zu stören", sagte Azazel, seine Stimme tropfte vor Verachtung.
Der Anführer der Jäger, ein Mann mit einem harten, vernarbten Gesicht, trat vor. "Wir sind gekommen, um eure Existenz zu beenden, Abscheulichkeiten. Ihr werdet diese Welt nicht länger verunreinigen."
Lilith lachte höhnisch. "Verunreinigen? Wir sind Teil dieser Welt, genauso wie ihr. Wir sind nur... anders."
"Ihr seid eine Bedrohung", sagte der Anführer. "Eine Bedrohung, die wir auslöschen werden."
"Versucht es doch", sagte Azazel, und seine Stimme war wie das Brüllen eines Löwen.
Die Jäger griffen an, eine Welle aus Stahl und heiligem Zorn, die auf Lilith und Azazel zuschwappte. Doch die beiden waren nicht unvorbereitet. Sie waren Wesen der Nacht, Kreaturen der Dunkelheit, und sie bewegten sich mit einer Geschwindigkeit und Anmut, die kein Sterblicher erreichen konnte.
Azazel stieß einen markerschütternden Schrei aus, der die Luft zum Vibrieren brachte. Seine Flügel schlugen auf, und er erhob sich in die Lüfte, ein dunkler Engel des Todes, der über seinen Feinden schwebte. Er stieß herab, seine Klauen rissen tiefe Wunden in die Reihen der Jäger, seine Hörner durchbohrten Rüstungen und Fleisch.
Lilith kämpfte am Boden, eine Wirbelwind aus Tod und Verderben. Ihre Bewegungen waren fließend und tödlich, ihre Zähne rissen Kehlen auf, ihre Krallen hinterließen blutige Spuren. Sie war eine Naturgewalt, eine Verkörperung der dunklen Seite der Nacht.
Die Custodes Noctis waren gut ausgebildet und tapfer, aber sie waren nicht auf die schiere Macht und Wildheit ihrer Gegner vorbereitet. Sie fielen einer nach dem anderen, ihre Schreie vermischten sich mit dem Knurren von Azazel und dem Lachen von Lilith.
Der Anführer der Jäger, der Mann mit dem vernarbten Gesicht, kämpfte mit verbissener Entschlossenheit. Er wich Liliths Angriffen aus und parierte ihre Schläge mit seinem silbernen Dolch. Er wusste, dass er keine Chance hatte, sie im direkten Kampf zu besiegen, aber er war bereit, sein Leben zu geben, um seine Mission zu erfüllen.
"Ihr werdet nicht gewinnen!", rief er, seine Stimme heiser vor Anstrengung. "Die Nacht mag euch gehören, aber das Licht wird euch am Ende verzehren!"
Lilith lachte ihn aus. "Das Licht? Das Licht ist nur eine Illusion, eine vorübergehende Erscheinung. Die Dunkelheit ist ewig, und wir sind ihre Kinder!"
Sie stürzte sich auf ihn, ihre Augen glühten vor blutrotem Licht. Der Anführer versuchte, sich zu verteidigen, aber er war zu langsam. Liliths Krallen gruben sich in sein Fleisch, und er spürte, wie seine Lebenskraft ihn verließ.
Mit einem letzten, verzweifelten Aufbäumen stieß er seinen Dolch in Liliths Richtung. Die Klinge traf sie, drang aber nicht tief ein. Silber war schmerzhaft für Vampire, aber es war nicht tödlich, es sei denn, es traf das Herz.
