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Schon seit Monaten ist Kerstins Mutter Annemarie krank. Sie hat Krebs, und niemand weiß, ob sie jemals wieder gesund wird. Kerstin leidet sehr unter der Krankheit ihrer Mutter, doch fast noch mehr belastet es sie, dass Annemarie sie, ihre einzige Tochter, nicht wirklich an sich heranlässt. Das hat sie allerdings noch nie getan. Selbst als Kind musste Kerstin staunend zusehen, wie ihre Spielkameraden von ihren Müttern geherzt und geknuddelt wurden, doch sie selbst hat solche Zuneigung nie erfahren. Als Kerstin an diesem Tag die Klinik verlässt, bricht auf einmal alles über ihr zusammen: die Angst um ihre Mutter, die emotionale Kälte ... Von einer Sekunde auf die andere bekommt die junge Frau keine Luft mehr, hilflos röchelnd ringt sie um jeden Atemzug. Doch genauso plötzlich, wie der Anfall gekommen ist, ist er auch wieder vorbei. In den kommenden Tagen sollen sich Situationen wie diese noch mehrfach wiederholen. Verzweifelt sucht Kerstin Hilfe bei diversen Ärzten, doch niemand kann ihr erklären, wo die bedrohliche Atemnot herkommt. Bis sie dann eines Tages endgültig zusammenbricht - zu ihrem Glück in der Notaufnahme der Waldner-Klinik ...
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Seitenzahl: 116
Veröffentlichungsjahr: 2015
Cover
Impressum
Kann mir wirklich niemand helfen?
Vorschau
BASTEI ENTERTAINMENT
Vollständige E-Book-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe
Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG
© 2015 by Bastei Lübbe AG, Köln
Verlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian Marzin
Verantwortlich für den Inhalt
Titelbild: shutterstock/Monkey Business Images
E-Book-Produktion: César Satz & Grafik GmbH, Köln
ISBN 978-3-7325-1929-3
www.bastei-entertainment.de
www.lesejury.de
www.bastei.de
Kann mir wirklich niemand helfen?
Dr. Frank und die rätselhafte Krankheit einer schönen Patientin
Schon seit Monaten ist Kerstins Mutter Annemarie krank. Sie hat Krebs, und niemand weiß, ob sie jemals wieder gesund wird. Kerstin leidet sehr unter der Krankheit ihrer Mutter, doch fast noch mehr belastet es sie, dass Annemarie sie, ihre einzige Tochter, nicht wirklich an sich heranlässt. Das hat sie allerdings noch nie getan. Selbst als Kind musste Kerstin staunend zusehen, wie ihre Spielkameraden von ihren Müttern geherzt und geknuddelt wurden, doch sie selbst hat solche Zuneigung nie erfahren.
Als Kerstin an diesem Tag die Klinik verlässt, bricht auf einmal alles über ihr zusammen: die Angst um ihre Mutter, die emotionale Kälte … Von einer Sekunde auf die andere bekommt die junge Frau keine Luft mehr, hilflos röchelnd ringt sie um jeden Atemzug. Doch genauso plötzlich, wie der Anfall gekommen ist, ist er auch wieder vorbei. In den kommenden Tagen sollen sich Situationen wie diese noch mehrfach wiederholen. Verzweifelt sucht Kerstin Hilfe bei diversen Ärzten, doch niemand kann ihr erklären, wo die bedrohliche Atemnot herkommt. Bis sie dann eines Tages endgültig zusammenbricht – zu ihrem Glück in der Notaufnahme der Waldner-Klinik …
„Ich muss zum Zug, Mama“, sagte Kerstin Lohmann. „Bis nächstes Wochenende dann. Hast du Wünsche? Soll ich dir etwas mitbringen?“
Die schmale Frau im Bett schüttelte stumm den Kopf, ohne ihre Tochter anzusehen. Ihr Blick verlor sich irgendwo an der Zimmerdecke. Sie war ganz kahl gewesen, jetzt wuchsen die früher blonden Haare bereits wieder nach, ein wenig dunkler. Annemarie Lohmann hatte vor fünf Jahren bereits einmal Brustkrebs gehabt, jetzt war er wieder aufgetreten. Operation, Bestrahlung, Chemotherapie.
„Ich würde dir so gern eine Freude machen“, fuhr Kerstin leise fort. „Bitte, Mama.“
Endlich richtete Annemarie Lohmann die hellblauen Augen auf ihre Tochter. „Geh jetzt“, sagte sie. „Du bist spät dran.“
Kerstin biss sich auf die Lippen. Vor Kurzem war sie sechsundzwanzig geworden, aber wenn sie mit ihrer Mutter zusammen war, fühlte sie sich noch immer wie ein kleines Mädchen. Was hatte sie nicht schon alles unternommen, um Annemarie wenigstens ein Lächeln zu entlocken, doch es gelang ihr nur selten.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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