Mythos oder Wirklichkeit - Dirk Hennings - E-Book

Mythos oder Wirklichkeit E-Book

Dirk Hennings

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Beschreibung

MYTHOS ODER WIRKLICHKEIT Die Alpenfestung 1945 Die Alpenfestung war eine deutsche nationale Festung für den Zweiten Weltkrieg, die von Reichsführer-SS Heinrich Himmler im November und Dezember 1943 geplant wurde. Die Pläne sahen vor, dass sich die deutsche Regierung und die Streitkräfte in ein Gebiet von "Südbayern über Westösterreich bis Norditalien" zurückziehen sollten. Der Plan wurde von Hitler nie vollständig gebilligt, und es wurden keine ernsthaften Versuche unternommen, ihn in die Tat umzusetzen, obwohl das Konzept den Deutschen in der Endphase des Krieges als wirksames Instrument der Propaganda und militärischen Täuschung diente. Nach der Kapitulation gegenüber den Amerikanern erklärte jedoch Wehrmachtgeneral Kurt Dittmar den Siegern, dass die Alpenfestung nie existiert habe. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Alpenfestung, ihre Planung und die propagandistische Verwendung. Viele Hintergründe und zeitgenössische Bilder ergänzen dieses Werk. Umfang: 50 Seiten

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Seitenzahl: 37

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Mythos oder Wirklichkeit

Die Alpenfestung

IMPRESSUM:

Dirk Hennings

c/o IP-Management  #4887

Ludwig-Erhard-Str. 1820459 Hamburg

Einleitung

In den sechs Monaten nach der Landung am D-Day in der Normandie im Juni 1944 stießen die amerikanischen, britischen und französischen Armeen bis zum Rhein vor und schienen bereit, ins Herz Deutschlands vorzustoßen, während die Rote Armee der Sowjetunion, die von Osten her über Polen vorrückte, die Oder erreichte. Es schien wahrscheinlich, dass die Alliierten bald Berlin einnehmen und die gesamte norddeutsche Tiefebene überrennen würden. Unter diesen Umständen erschien es sowohl einigen führenden Persönlichkeiten des deutschen Regimes als auch den Alliierten als logischer Schritt für die Deutschen, ihre Regierung in die Gebirgsregionen Süddeutschlands und Österreichs zu verlegen, wo eine relativ kleine Anzahl entschlossener Truppen eine Zeit lang ausharren konnte.

In einer Reihe von Geheimdienstberichten an das Oberste Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte (SHAEF) wurde festgestellt, dass das Alpengebiet über Vorräte an Lebensmitteln und militärischen Gütern verfügte, die in den vorangegangenen sechs Monaten angehäuft worden waren, und sogar Rüstungsproduktionsanlagen beherbergte. Innerhalb dieses befestigten Geländes, so die Berichte, könnte Hitler den Alliierten ausweichen und den alliierten Besatzungstruppen in ganz Deutschland enorme Schwierigkeiten bereiten.

Die Idee einer Alpenfestung war eine von SS-Chef Heinrich Himmler im November/Dezember 1943 geplante nationale Redoute des Zweiten Weltkriegs für den Rückzug der deutschen Regierung und der Streitkräfte in ein Gebiet von „Südbayern über Westösterreich bis Norditalien“. Da Hitler (bis kurz vor seinem Selbstmord) zu diesem Zeitpunkt immer noch an den Endsieg glaubte, blieb dies ein reines Gedankenspiel von Himmler. Inwieweit deer SS-Chef Ende 1943 die militärische Situation realistischer als Hitler einschätzte, das mag dahingestellt sein. Aber es war auch für Himmler gefährlich, zu diesem Zeitpunkt am Endsieg zu zweifeln und Hitler war darüber hinaus der festen Überzeugung, dass der Aufbau von Verteidigungsstellungen hinter den Linien die Soldaten “nur zum Davonlaufen” verleiten würde. Die Idee einer Alpenfestung verschwand daher für viele Monate in den Schubladen, bis sie ein Jahr spatter erneut auf den Tisch kam. Aber auch dann wurde der Plan von Hitler nie vollständig gebilligt, und es wurde auch kein ernsthafter Versuch unternommen, den Plan in die Tat umzusetzen. Er diente jedoch in den letzten Monaten des Konflikts als wirksames Propagandamittel und Kriegslist, da die Alliierten beträchtliche Ressourcen nach Süden umleiteten, um die angebliche Alpenfestung einzunehmen, die sich letztlich als Phantom entpuppte.

Erst Ende 1944 verkündeten Adolf Hitler und die nationalsozialistische Propaganda, es gebe eine Alpenfestung. Als im Frühjahr 1945 Truppen der US Army (genauer: der 3. US-Armee und der 7. US-Armee) vorrückten, zeigte sich, dass dies nur Propaganda war. Denn in den letzten Kriegstagen flüchtete ein großer Teil der verbliebenen NS-Größen nicht in die angebliche Alpenfestung, sondern über die sogenannte Rattenlinie Nord in Richtung Flensburg.

Gründe der Flucht in Richtung Flensburg

In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges flüchtete ein großer Teil der verbliebenen NS-Größen nicht in die angebliche Alpenfestung, sondern über die sogenannte Rattenlinie Nord nach Schleswig-Holstein in Richtung Flensburg. Im unzerstörten Flensburger Ortsteil Mürwik wurde der Sonderbereich Mürwik für die letzte Reichsregierung unter Karl Dönitz eingerichtet. Die Planungen für die Verlagerung der Reichsministerien in Form von Arbeitsstäben von Berlin weg hatten im Februar 1945 begonnen und wurden im April 1945 realisiert (vgl. Fall Clausewitz). Ein kleinerer Teil der flüchtigen NS-Entscheidungsträger hoffte offenbar auch, sich nach Dänemark absetzen zu können. Doch am 5. Mai wurde von Mürwik aus die Teilkapitulation der deutschen Truppenteile in Dänemark angeordnet. Noch im Mai 1945 zogen die deutschen Soldaten aus Dänemark ab. Des Weiteren gab es unter den flüchtenden Nazis auch die Hoffnung, dass die britische Besatzungsmacht, wie in Großbritannien damals üblich, auf die Meldepflicht verzichten würde. Dies bewahrheitete sich später und begünstigte so die Möglichkeit des Untertauchens auf Dauer.

Geflüchtete Personen und Einheiten

Auch der Reichsführer SS Heinrich Himmler setzte sich zusammen mit seinem Chefadjutanten Werner Grothmann und seinem persönlichen RFSS-Stab, der aus 150 Personen bestand, in Richtung Flensburg ab, das er am 2. Mai 1945 erreichte. Er wollte (vergeblich) an der Regierung von Großadmiral Dönitz beteiligt werden.

Kommandobehörden, die im Mai 1945 teilweise auf Anweisung von Himmler in den Raum Flensburg zogen, waren:

das SS-Führungshauptamt unter SS-Obergruppenführer Hans Jüttner,

das SS-Personalhauptamt unter dem SS-Obergruppenführer Maximilian von Herff,

das Hauptamt der Ordnungspolizei unter dem SS-Obergruppenführer Alfred Wünnenberg,

das Amt III des Reichssicherheitshauptamtes (SD-Inland) unter Otto Ohlendorf (SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei, Leiter der Einsatzgruppe D),

das Amt VI des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) (SD-Ausland) unter SS-Gruppenführer Walter Schellenberg,

Teile des Reichskriminalamtes (das als Amt V im RSHA integriert war),

das SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt unter SS-Obergruppenführer Oswald Pohl sowie