5,99 €
Eine Behörde, von laufenden Geheimnissen umhüllt, soll im Mittelpunkt des Buches stehen. Wir gliedern es in drei Teile, um den Weg dieser Behörde bis heute zu verfolgen. Der Bundesnachrichtendienst, geboren aus braunen Gestalten der Vergangenheit, soll im ersten Teil behandelt werden. Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die allmähliche Emanzipation des westdeutschen Geheimdienstes von den USA. Beschrieben wird eine erste Phase der Globalisierung der bundesrepublikanischen Spionage im Zeichen der weltweiten Stellvertreterkonflikte des Kalten Krieges. Es ist eine Zeit, in der die Pullacher Agenten erstmals über die weltweite Landkarte des Spionagegeschäfts und von Skandal zu Skandal stolpern. Der dritte Teil der Reihe steht ganz im Zeichen der beiden großen welthistorischen Umbrüche am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts: dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme sowie den Terroranschlägen des 11. September 2001. Alte Gegensätze und Gegner scheinen verschwunden, und neue Feinde und tödliche Bedrohungen tauchen auf. Das Buch erzählt die Geschichte des westdeutschen Auslandsgeheimdienstes in drei Teilen chronologisch vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 112
Veröffentlichungsjahr: 2022
Walter Brendel
Der BND – Eine Behörde im Westen
Texte: © Copyright by Walter Brendel
Umschlag: © Copyright by Gunter Pirntke
Verlag:
Das historische Buch, Dresden / Brokatbookverlag
Gunter Pirntke
Mühlsdorfer Weg 25
01257 Dresden
Eine Behörde, von laufenden Geheimnissen umhüllt, soll im Mittelpunkt des Buches stehen. Wir gliedern es in drei Teile, um den Weg dieser Behörde bis heute zu verfolgen. Der Bundesnachrichtendienst, geboren aus braunen Gestalten der Vergangenheit, soll im ersten Teil behandelt werden.
Im Geist des Antikommunismus entsteht Anfang 1946 auf Initiative der USA der westdeutsche Auslandsnachrichtendienst. Gründer ist der ehemalige Wehrmachts-general Reinhard Gehlen.
Ohne moralische Skrupel werden auch ehemalige Mitglieder von SS, SD oder Gestapo für die Organisation Gehlen und später den BND rekrutiert. Der Krieg der Geheimdienste von West und Ost im geteilten Deutschland bestimmt die Ära Gehlen bis zum Mauerbau 1961.
Zu Beginn ist es keine Stunde null, es ist ein Deal zwischen Siegern und einem Besiegten. In den ersten Jahren spionieren die Westagenten noch im Auftrag und im Sold der US-Amerikaner und ausschließlich in Richtung Osten.
Reinhard Gehlen prägt bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1968 als Präsident des nun BND genannten Geheimdienstes eine Ära. Sie ist beeinflusst von den schweren Belastungen durch das nationalsozialistische Erbe der neuen westdeutschen Schlapphüte, durch Verrat, Ohnmacht und Versagen angesichts eines sich zuspitzenden Ost-West-Konfliktes und der Spaltung Deutschlands und der Welt.
Der erste Teil der Reihe beschreibt, wie Reinhard Gehlen ohne moralische Bedenken aus dem Reservoir zum Teil schwerstbelasteter ehemaliger Angehöriger von SS, SD, Gestapo und nationalsozialistischer Politik einen Geheimdienst aufbaut. Der Organisation Gehlen gelingt es durchaus, seine weitgehend ahnungslosen Auftraggeber auf der anderen Seite des Atlantiks zu blenden und mit echten Erfolgen zu beeindrucken. Dabei werden auch bis heute nicht bekannte Fälle anhand neuester Aktenfunde dargestellt. Etwa der des ehemaligen Finanzministers und zu Landsberger Festungshaft verurteilten Lutz Graf Schwerin von Krosigk, der mit fast seiner gesamten Familie bei der Organisation Unterschlupf findet.
Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die allmähliche Emanzipation des westdeutschen Geheimdienstes von den USA. Beschrieben wird eine erste Phase der Globalisierung der bundesrepublikanischen Spionage im Zeichen der weltweiten Stellvertreterkonflikte des Kalten Krieges.
Es ist eine Zeit, in der die Pullacher Agenten erstmals über die weltweite Landkarte des Spionagegeschäfts und von Skandal zu Skandal stolpern. Die wenigen spektakulären Erfolge dieser Zeit - wie die Anwerbung des KGB-Obersten "Victor" im Zentrum des Kremls und seine spektakuläre Rettung nach seiner Enttarnung oder die effizienten Bemühungen um die Freilassung deutscher Geiseln im Libanon oder die Suche nach Verbindungen zu untergetauchten Terroristen im Nahen Osten - kann der Geheimdienst zur eigenen Ehrenrettung nicht in der Öffentlichkeit ausspielen.
Mit dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan beginnt der Untergang einer Weltordnung, die die europäische und globale Nachkriegszeit bestimmt hat. Wie positioniert sich der BND im geopolitischen Hotspot Afghanistan? Was weiß der BND über den inneren Zustand der DDR und der Sowjetunion? Ist der BND vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte vorbereitet auf einen kommenden großen Umbruch der Weltordnung? Und wenn ja, was hat es ihm genutzt?
Der dritte Teil der Reihe steht ganz im Zeichen der beiden großen welthistorischen Umbrüche am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts: dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme sowie den Terroranschlägen des 11. September 2001. Alte Gegensätze und Gegner scheinen verschwunden, und neue Feinde und tödliche Bedrohungen tauchen auf.
Die Welt ist nun konfrontiert mit neuen Frontverläufen, asymmetrischen Kriegen und vermeintlich notwendigen Invasionen, die auf Lügen basieren. Die Geschichte des BND vom Mauerfall bis in unsere Tage ist die Erzählung eines Geheimdienstes auf der Suche nach Orientierung. Alte Werte und sicher geglaubte Wahrheiten haben scheinbar ihre Geltung verloren. Im Zentrum steht die Frage nach der künftigen Rolle des BND in einer Welt, in der immer wieder neue Bedrohungsszenarien durch staatliche und nicht staatliche Akteure den deutschen Geheimdienst vor neue Herausforderungen stellen.
Das Buch erzählt die Geschichte des westdeutschen Auslandsgeheimdienstes in drei Teilen chronologisch vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart.
Der Bundesnachrichtendienst, sieben Jahrzehnte Spionageschichte. Legenden und Skandale, geheime Operationen. Der Kampf zweiter deutscher Staaten gegenein-ander unter dem Motto: tarnen, täuschen, aushorchen.
Der 17. Juni 1953 und der 13. August 1961 sind besondere Ereignisse im Kampf der Systeme. Die Welt am Abgrund – der Kalte Krieg. Der westdeutsche Geheimdienst in Zeiten der Gefahr und der Hoffnung. Eine Geschichte von Freiheit und Terror.
Der nüchterne Behördenname: „Bundesnachrichtendienst“, doch es geht um Leben und Tod, um Lügen und Wahrheit, um Freund oder Feind. Am Anfangen stehen Männer, die einst Hitlers Helfer waren. Die Wurzeln des Bundesnachrichtendienstes, des Auslandsgeheimdienst der Bundesrepublik Deutschlands liegen in der Zeit des Nationalsozialismus, in Diktatur und Verstrickung.
12 Jahre Terror von Gestapo, Reichssicherheitsdienst, Polizei und SS. Hunderttausende wurden von diesen Geheimdiensten verfolgt, verhaftet und ermordet. Erst in Deutschland, dann in halb Europa.
Als Hitler die Sowjetunion angreift, steht die Wehrmacht hinter ihm. Ein junger Offizier wird im Kriegsverlauf bis zum Generalmajor aufsteigen und damit den Grundstein für seine Karriere in der Nachkriegszeit legen.
Es ist Reinhard Gehlen, später Präsident des BND. Dieser ist zu Beginn des Krieges 37 Jahre alt. An der Front ist er nur kurz, sein Platz ist der Schreibtisch. Gehlen ist für Landesbefestigung zuständig, arbeitet als Verbindungsoffizier, wird Adjutant des Generalstabschefs.
Er hatte die erste Hälfte seiner militärischen Kariere mit der Beförderung zum General erfolgreich hinter sich gebracht, hat eine Spitzenposition im Generalstab eingenommen und wenn der Krieg ein paar Jahre länger gedauert hätte, hätte er Chancen gehabt, Generalsstabchef zu werden, sich in die Tradition eines Schliefens oder Moltke einzuordnen.
Als die deutsche Wehrmacht vor Moskau gestoppt wird, schlägt die Stunde des Karrieristen. Im Mai 1942 wird er Leiter der Abteilung „Fremde Heere Ost“, zuständig für die Feindaufklärung.
Im Kreis der Abteilung
Ein Sowjet-Experte ist er nicht und auch von der Geheimdienstarbeit hat er keine Ahnung. Doch Gehlen sammelt Erfahrungen und bastelt am Image des Russland-Kenners. Später will er alles vorhergesehen haben, die Niederlage im totalen Krieg.
Schauen wir uns seine Biografie an. Reinhard Gehlen wurde als Sohn einer bürgerlichen Familie in Erfurt am 3. April 1902 geboren. Sein Vater Walther war Major a. D. der Artillerie und ab 1908 Buchhändler in Breslau, wo Reinhard aufwuchs. Walther Gehlen war zuletzt Direktor für den Ferdinand-Hirt-Verlag in Breslau, dessen Leitung er von seinem Bruder Max Gehlen übernommen hatte. Seine Mutter Katharina van Vaernewyk stammte aus Flandern. Reinhard Gehlen war ein Cousin des einflussreichen Soziologen Arnold Gehlen.
Nach dem Abitur am humanistischen König-Wilhelm-Gymnasium in Breslau trat Gehlen am 20. April 1920 als Offizieranwärter in das 6. leichte Artillerieregiment der Reichswehr in Schweidnitz ein. Im Oktober des gleichen Jahres wurde er in das Artillerie-Regiment 3 versetzt. Von September 1926 bis Oktober 1928 wurde er aufgrund seiner Fähigkeiten als Bereiter an die Kavallerieschule Hannover versetzt und schloss diese mit dem Dienstgrad eines Oberleutnants ab. Von November 1928 bis März 1929 wurde er in den Stab V. (reit.)/Artillerieregiment 3 versetzt. Von April 1929 bis September 1933 war er Bataillonsadjutant des 1./Artillerieregiment 3; im Oktober wurde er in das 14./Artillerieregiment 3 versetzt.
Von Oktober 1933 bis Juli 1935 war er zur Verwendung beim Chef der Heeresleitung, General der Infanterie Kurt von Hammerstein-Equord, und kommandiert zu den geheimen Generalstabslehrgängen. Im Mai 1935 wurde er zur Kriegsakademie kommandiert. Von Juli 1935 bis Juli 1936 war er Adjutant beim Oberquartiermeister I im Generalstab des Heeres im Reichskriegsministerium in Berlin. Im Juli 1936 erfolgte die Versetzung in die I. Abteilung und im Juli 1937 in die 10. Abteilung des Generalstabs des Heeres. Er unterstand zu dieser Zeit Generalmajor Erich von Manstein.
Von November 1938 bis August 1939 war er Batteriechef (Feldhaubitzen) der 8./Artillerieregiment 18 in Liegnitz. Im August 1939 wurde er Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 213. Infanterie-Division und nahm am Überfall auf Polen teil. Dann begann der anfangs erwähnte Aufstieg.
Als die Rote Armee Berlin einnimmt, ist Gehlen längst geflohen. Anfang März 1945, rechtzeitig vor Kriegsende, ließ Gehlen die gesamten nachrichtendienstlichen Materialien von wenigen handverlesenen Mitarbeitern auf Mikrofilm vervielfältigen und, in wasserdichten Fässern verpackt, verteilt auf mehrere Bergwiesen, in den österreichischen Alpen vergraben.
Vorher hatte Gehlen seine Familie von Liegnitz über Naumburg in den Bayerischen Wald geschickt, damit sie nicht der Roten Armee in die Hände fiel. Mit seinen Mitarbeitern Wessel und Baun schloss er den „Pakt von Bad Elster“. Sie verabredeten eine geordnete Übergabe an die Amerikaner.
Der James-Bond-Verschnitt
Im Frühjahr 1945 liegt Deutschland in Trümmern. Millionen sind auf der Flucht. Viele in Richtung Süden, wo die Amerikaner von den meisten als Befreier empfangen werden.
Am 9. April 1945 hatte Hitler Gehlen als Abteilungsleiter entlassen; Gerhard Wessel wurde, wie später 1968 beim BND, sein Nachfolger. Schließlich verließ Gehlen am 28. April das Hauptquartier der Wehrmacht in Bad Reichenhall, versteckte sich auf der Elendsalm bei Miesbach.
In Gefangenschaft, aber am Leben – Reinhard Gehlen reicht diese Perspektive nicht. Er hatte seit Stalingrad die Erkenntnis gehabt, dass der Krieg verloren geht und dann stellte sich für ihn die Frage, wie kommt man aus diesem Krieg unbeschadet heraus. Nun beginnt die Überlegung des Seitenwechsels.
Seitenwechsel des Generals
Die Bayrischen Alpen. Sie sollten das letzte Bollwerk des Nazi-Staates werden. Jetzt aber sind sie Gehlens Zuflucht. Er glaubt, dass nur die USA ihm eine Zuflucht bieten kann. Mit vier Offizieren, später kamen noch zwei weitere hinzu, und drei Mitarbeiterinnen flieht Gehlen in die Berge oberhalb des Schliersees oberhalb von Bayern. Hier hat er auf dem Alm eine Hütte vorbereitet und seine letzte Lebensversicherung vergraben lassen.
Die kopierten Unterlagen der Abteilung „Fremde Heere Ost“ über die Sowjet-Armee. Das war ganz eindeutig vaterländische Weitsicht und im Grund genommen die erfolgreichste Operation seines ganzen Lebens.
Drei Wochen verstecken sich Gehlen und seine Begleiter in der Hütte, unter Lebensgefahr. Sie haben sich unerlaubt von der Truppe entfernt. Der Krieg ist noch nicht zu Ende. Durch die Berge streifen Einheiten von Wehrmacht und SS. Entdecken sie Gehlen, ist ihm der Tod gewiss. Sein Plan ist es, im passenden Moment sich den Amerikanern zu ergeben.
Erst Ende Mai 1945 verlässt der flüchtige Wehrmachtsgeneral und steigt hinunter zum Schliersee und stellte sich zusammen mit sechs Offizieren in Fischhausen am Schliersee am 22. Mai 1945 Soldaten der 7. US-Armee.
Er hat alles auf eine Karte gesetzt, ist den Sowjets und der SS entkommen, jetzt kann Gehlen nur noch hoffen, dass die Amerikaner ihm glauben.
Seine Geschichte vom exklusiven Wissen über die Rote Armee als Eintrittskarte in ein künftiges demokratisches Deutschland. Was die Prognosen anbelangt, hat Gehlen ja zeitlebens behauptet, er habe alles richtig vorhergesehen und wenn man auf ihm gehört hätte, wäre der Krieg im Osten gewonnen worden. Davon war er fest überzeugt und diesen Mythos brauchte er natürlich, um sich bei den Amerikanern einzuschmeicheln als ein wertvollen Fund sich darzubieten.
Reinhard Gehlen, 1945 (vom United States Army Signal Corps angefertigte Fotos aus Gehlens Kriegsgefangenenakte)
Während die Deutschen versuchen, sich ein neues Leben in den Trümmern aufzubauen, versucht der Kriegsgefangene Gehlen die Amerikaner vom gemeinsamen Kampf gegen die Sowjetunion zu überzeugen.
Aber aus Sicht der USA ist Moskau immer noch ein Verbündeter. Der amerikanische Präsident Harry S. Truman hofft, nach dem Krieg seit die Zeit der Spionage vorbei. Trotzdem werden Gehlen mit sechs ehemaligen Mitarbeitern und den Dokumenten durch das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten in die USA nach Fort Hunt, Virginia bei Washington, D.C. geflogen, in ein Internierungslager.
Und hier gibt es immer wieder Verhöre. In den Räumen des Camps sind Abhöranlagen angebracht. Gehlen und seine Leute erstellen Expertisen über Stärke und Aufstellung der Roten Armee. Sie versuchen den Amerikanern ihre Unverzichtbarkeit für die kommende Konfrontation mit dem Kommunismus zu beweisen.
Gehlen hat den Amerikanern dass weiß gemacht, er hätte noch ein Agentennetzt in der Sowjetunion, was natürlich eine freie Erfindung war. Er war ja ein Spirituoses der Selbstinszenierung, hatte sehr früh seinen Nimbus aufgebaut und seine ganze Karriere war ja gesäumt von Potemkin’sche Dörfer.
Gehlens Plan geht auf. Aus dem Kriegsgefangenen wird ein Mann mit vielen Identitäten. Die Amerikaner geben ihm einen Decknamen Hand Holbein und als Dr. Richard Schneider kehrt er nach Deutschland im diskreten, aber direkten Auftrag der US-Armee, zurück.
Die Richtlinie lautet:
Es wird eine deutsche nachrichtendienstliche Organisation unter Benutzung des vorhandenen Potenzials geschaffen, die nach Osten aufklärt bzw. die alte Arbeit im gleichen Sinn fortsetzt. Die Grundlage ist das gemeinsame Interesse an der Verteidigung gegen den Kommunismus.
Die deutsche Organisation arbeitet nicht für oder unter den Amerikanern, sondern mit den Amerikanern zusammen.
Die Organisation arbeitet unter ausschließlicher deutscher Führung, die ihre Aufgaben von amerikanischer Seite gestellt bekommt, solange in Deutschland noch keine deutsche Regierung besteht.
Die Organisation wird von amerikanischer Seite finanziert … Dafür liefert sie alle Aufklärungsergebnisse an die Amerikaner.
Sobald wieder eine souveräne deutsche Regierung besteht, obliegt dieser Regierung die Entscheidung darüber, ob die Arbeit fortgesetzt werden soll oder nicht …
Sollte die Organisation einmal vor der Lage stehen, in der das amerikanische und deutsche Interesse voneinander abweichen, so steht es der Organisation frei, der Linie des deutschen Interesses zu folgen.
Dieser Text erinnert in seiner Tendenz an die Himmeroder Denkschrift. An ihrer Erstellung 1950 waren auch Adolf Heusinger, Hans Speidel und Hermann Foertsch beteiligt.
Wer von der Bevölkerung noch Kraft hat, packt an beim Wiederaufbau. Der Schwarzmarkt blüht, 80 Prozent der Deutschen sind unterernährt. Deutschland Deutschland ohne alles, ohne Butter und ohne Speck und das bisschen Marmelade frisst uns die Besatzung weg, heißt es in den Hungerjahren 1946 und 1947. Viele fahren aufs Land, tauschen beim Hamstern Tafelsilber und Familienschmuck gegen Nahrungsmittel. Im manschen Kuhställen der Bauern lagen wertvolle Teppiche und Läufer.
