Drachenbrodem - Tanja Rast - E-Book

Drachenbrodem E-Book

Tanja Rast

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Beschreibung

Der Magie verfallen – das ist eine Gay-Fantasy-Reihe um Krieger und Magier, Priester und Diebe. Jeder Roman erzählt die Romanze zweier gegensätzlicher junger Männer – zwischen Gefahren, Abenteuern und großen Gefühlen. Beim Wildern geschnappt findet sich der Halbelf Aravil in einer Kerkerzelle wieder und sieht der Ankunft einer reisenden Richterin bang entgegen, als das Schicksal in Gestalt eines Drachen zuschlägt. Leider, aber auch zu Aravils stiller Schadenfreude, ist er im wahrsten Sinne des Wortes an Shirov gekettet. Der schier unerschütterliche Büttel der Richterin will sich nicht davon abhalten lassen, irgendjemanden in Kenntnis zu setzen, dass da gerade eine Kleinstadt eingeäschert wurde. Und den Gefangenen muss er auch noch irgendwo abliefern, denkt er. Aravil begreift rasch, dass er all seinen Einfallsreichtum aufbieten muss, um an Shirov hinter dem Panzer aus Pflichtbewusstsein heranzukommen. Dabei hören sie beständig das Windrauschen unter Drachenschwingen …

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Der Magie verfallen XIV

 

 

Drachenbrodem

 

 

 

 

Tanja Rast

 

 

 

 

 

 

Roman

 

 

 

 

 

Impressum: Tanja Rast, Haßmoorer Weg 1, 24796 Bredenbek

www.tanja-rast.de

 

Cover: Sylvia Ludwig, www.cover-fuer-dich.de

 

Motive für Cover:

Motive für Cover und Innenillustrationen:

Portrait of a Man with red hair: Kl Petromagic/shutterstock.com

Colorado Mountains Vista in Abstract Color Grading. Rocky Mountain: welcomia/shutterstock.com

 

Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Menschen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

Inhaltswarnungen: Zu allen meinen Romanen findest Du auf meinem Blog eine Übersicht mit Triggerwarnungen. Diese können naturgemäß leichte Spoiler enthalten. Dies ist nur ein Angebot und eine Möglichkeit.www.tanja-rast.de/inhaltswarnungen

Inhaltsverzeichnis
1 Gejagter Jäger
2 Rettung aus der Luft
3 Der Weg in die Höhe
4 Ein wenig Geborgenheit
5 Trautes Heim
6 Kalt und heiß Feuer
7 Überraschender Besuch
8 Waisenhaus
9 Elfen im Schnee
10 Elfenperle in Not
11 Der Berg ruft
12 Der Wintertroll
13 Müde Helden

 

Die Autorin
Eine kleine Bitte
Danksagung
Lesefutter
Lesefutter

1.

Gejagter Jäger

 

Aravil wusste, was einen guten Jäger ausmachte: Schnelligkeit und Genauigkeit. Weder wollte er stundenlang einem verletzten Wild hinterherrennen, noch mochte er ein Tier lange leiden lassen. Die weiche Seite seines Elfenerbes, wie er gerne spottete.

Üblicherweise gab er sich mit Niederwild zufrieden. Auch Felle von Kaninchen, Hasen und Dachsen brachten genügend Münzen ein, damit Aravil seinen bescheidenen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Aber dieser kapitale Hirsch hatte es ihm angetan. Das Fell war Silber wert, für das Fleisch hatte Aravil Abnehmer, die keine Fragen stellten, und dazu kam das Geweih, für das ein Messerschmied oder ein Knopfschnitzer gut bezahlen würde. Außerdem stakste das dämliche Vieh nun schon das dritte Mal an Aravils Versteck vorbei. Das war doch eine Einladung! Irgendwo im weitläufigen Götterreich musste es doch auch jemanden mit einer Schwäche für arme Halbelfen geben, fand er. Nicht der Gott der Jagd, aber eine freche Göttin der Wilderer, die eine Vorliebe für jene hatte, die allen Jagdaufsehern der eingebildeten Landherren ein Schnippchen schlugen.

Er zog die Sehne des Bogens zurück und erhob sich ganz langsam, als der Hirsch das vierte Mal vorbeikam, genau vor Aravils Nase stehen blieb und dumm in die Gegend guckte. Hatte bestimmt zu viel gefrorenes Farnkraut gefressen und nun Blähungen oder Visionen.

Der Pfeil flog, und der Hirsch sackte sofort in sich zusammen und regte sich nicht mehr. Schnelligkeit und Genauigkeit. Aravil lächelte, hakte die Sehne aus und verpackte den großen Bogen in der schützenden Leinenhülle, bevor er seinen kleinen Karren aus dem Gebüsch zerrte und zu dem gefällten Hirsch marschierte. Anders als die drei Hasen, die bereits auf dem Wagen lagen, würde er den Hirsch an Ort und Stelle zumindest grob zerlegen müssen, um alles aufladen zu können. Das Wichtigste waren Fell und Geweih, danach so viel Fleisch wie möglich auf den Wagen packen.

Sichernd blickte Aravil noch einmal um sich, bevor er sich an die Arbeit machte. Eines war gewiss: Heute Abend würden sich nicht nur seine Abnehmer über gebratenes Wildbret freuen, sondern er selbst würde sich ebenfalls ein Rückenstück gönnen. Immerhin ging er hier ein Risiko ein, da hatte er sich das doch wirklich verdient. Obendrein erschien es ihm sicherer, Überreste zu vergraben, damit kein Jagdaufseher darüber stolpern konnte und dieses Waldstück mit mehr Wachsamkeit bedachte. Noch mehr Arbeit, die belohnt werden wollte.

Er weidete den Hirsch aus. Dampf von der Wärme stieg auf und beschlug weiß in der frostigen Luft. Aravil begann, das Fell abzuziehen. Dazu legte er den Dolch neben sich und konzentrierte sich ganz auf seine Aufgabe, Haut und Haar vom Fleisch zu ziehen. Doof mochte das Tier gewesen sein, aber es stand gut im Futter, und die dünne Fettschicht machte die Aufgabe einfacher.

Aravil war mit seinem Tagewerk genau so lange zufrieden, bis hinter ihm eine Stimme erklang: »Ein mistiger Elf ist es also, der uns den Wald leer räubert. Na, ganz reizend!«

Mit einem erschrockenen Keuchen fuhr Aravil in der Hocke herum und sah mindestens vier Pfeilspitzen, die auf ihn gerichtet waren. Eine dumme Bewegung – wie der Griff zum Dolch – und er hatte die Geschosse im Leib.

Er versuchte es mit einem hilflosen Lächeln und hob ganz langsam die blutigen Hände. »Ich bin sicher …«

»Ja, dass du dir sicher warst, nicht erwischt zu werden, kann ich mir denken. Steh auf, Elf.«

»Halbelf«, sagte Aravil entschuldigend und kam der Aufforderung ganz langsam und vorsichtig nach, um nicht umgehend niedergestreckt zu werden. Schweiß prickelte kalt auf Rücken und Nacken. Er wusste, was die Jagdaufseher mit Wilderern machten. Am nächsten Baum aufknüpfen – wenn sie einen guten Tag hatten. Gerüchteweise verfütterten sie ihre Gefangenen auch an die Jagdhunde.

Er bemühte sich, sich nicht vollends aufzurichten. Er wusste, wie hochgewachsen er war. Aber er beherrschte einen halb verhungerten Kinderblick und war deutlich graziler als die Jagdaufseher. Ein Pfund, mit dem er zumindest versuchen musste, einen winzigen Augenblick der Unaufmerksamkeit zu verursachen. Fest heftete er einen großäugigen Blick auf den Sprecher der Männer, rang die Hände und stammelte mit ersterbender Stimme: »Meine Familie hungert. Das Weinen der Kleinen … Was sollte ich denn nur machen? Gnade, edler Herr, ich flehe dich an.«

»Das kannst du deiner Großmutter erzählen!«

»Herr, so hartherzig … Wenn du die Kinder nur sehen könntest …« Wenn er nur genau wüsste, wie nahe er dem Karren stand! Den Bogen würde er wirklich ungern als Verlust ansehen müssen. Gleichgültig, denn er durfte den Blickkontakt nicht abreißen lassen. Jammern, die eigene Statur wie die eines halb verhungerten Menschen, das waren nun seine einzigen Waffen.

»Ich sehe sie ja bei deiner Hinrichtung«, schnappte der Mann und trat vor – in die Schusslinie seiner Bogenschützen.

Jetzt oder nie! Aravil wirbelte herum und rannte los. Er schlug einen Haken und sich selbst in die Büsche, und vier Pfeile bohrten sich zu seiner Rechten in einen Baumstamm. Die Aufseher waren schnell! Zu schnell für Aravils Geschmack. Aber im Rennen konnten sie schlecht weiter auf ihn schießen.

Er sprang über Bruchholz, rannte über gefrorenen Waldboden, wechselte immer wieder rasant die Richtung, huschte um dicke Baumstämme und war sich sicher, seinen Vorsprung ausbauen zu können. Auf den Gebirgszug zuhalten. Da kannte er sich aus, wusste um den einen oder anderen aufgegebenen Minenstollen. Und ging es erst bergauf, war er den Menschen überlegen: leichter als die Aufseher, längere Beine. Es war machbar!

Bis er hinter sich ein Hornsignal vernahm. Dazu hatten die Kerle noch genug Atem! Aravil beschleunigte seine Schritte noch mehr, sprang über einen Bachlauf hinweg, brach durch die Eiskruste am anderen Ufer und sank bis zum Knöchel im Morast ein. Er warf sich vorwärts und zog den Fuß aus dem Schlamm, ehe er eine Böschung hinauf hetzte und sich zur Seite in dichteres Unterholz schlug.

Aus nicht allzu weiter Ferne, aber aus einer anderen Richtung als die Verfolger erklang ein anderes Horn. Aravil keuchte, fühlte den ersten Anflug von Seitenstechen und versuchte, von beiden Signalen fortzukommen. Wenn die Kerle dachten, dass sie ihn in die Zange nehmen konnten, würden sie ihren Irrtum rasch bemerken!

Er brauchte ein Versteck, dann durften die dämlichen Aufseher an ihm vorbeitrampeln und stundenlang Hörnchen blasen.

Noch ein Bach, und dieses Mal kam Aravil nicht mit einem langen Satz hinüber, zu sehr war er außer Atem und spürte ein Brennen in den Muskeln der Oberschenkel. Wasser spritzte hoch auf, als er durch das kalte Nass rannte. Am anderen Ufer glitt er beinahe aus und rannte weiter durch den Wald. Auf einen Baum klettern? Auf ein Wurzelloch hoffen?

Er hielt Ausschau nach einer weitverzweigten Tanne mit einem stabilen Ast in annehmbarer Höhe, während er atemlos weiterlief. Gemütlich an den Stamm gekuschelt und verborgen so weit wie möglich oben sitzen und den Aufsehern beim Suchen zusehen. Eine wundervolle Idee. Aravil warf einen hastigen Blick über die Schulter, ob er seine Verfolger sehen konnten – und sie ihn. Denn sein Aufstieg musste unbeobachtet erfolgen. Er erspähte nicht einmal Bewegung hinter sich. Sein Vorsprung musste beachtlich sein. Er grinste zufrieden und gestattete sich, für fünf, sechs Schritte langsamer zu laufen, um wieder ein wenig zu Atem zu kommen. Eine Hand auf das Stechen unterhalb der Rippenbögen gepresst, das mittlerweile so heftig war, dass ihm übel zu werden drohte. Die Luft war klirrend kalt und schmerzte bei jedem Atemzug.

Der Egoismus des Landherrn war wirklich beträchtlich, ließ Aravil seine Gedanken schweifen, während er nach einem hilfreichen Baum Ausschau hielt und das Brennen in seinen Lungen mit Nichtbeachtung zu strafen suchte. Ein Hirsch mehr oder weniger fiel doch wirklich nicht auf! Im Winter starben einige ältere Tiere an Hunger. Warum also um einen erlegten Hirsch so ein Theater machen? Ein Dutzend Jagdaufseher, die wegen eines Hirsches den Aufstand probten. Das war doch wirklich gänzlich übertrieben.

Er schnappte nach Luft, als er Bellen vernahm. Ein Dutzend Jagdaufseher und viele Hunde! Schweiß perlte frisch aus Aravils Poren. Noch waren die Viecher weit weg, aber Zuflucht auf einem Baum konnte er nun vergessen. Die Hunde würden seine Verfolger zielsicher zu dessen Stamm führen, und dann saß er da oben wie ein Rebhuhn, während die Jagdaufseher ein Zielschießen auf ihn veranstalten konnten. Oder abwarteten, bis er vor Durst und Erschöpfung aus den Zweigen fiel. Das war doch unlauter!

Über dem Gekläff erklangen jetzt wieder Hornsignale, und Aravil hatte das besonders ungute Gefühl, dass diese Klänge aus allen Richtungen kamen. Auch aus der des Gebirgszugs. Nicht gut.

Er sog noch einmal tief Luft in seine Lungen, redete seinen müden Beinen gut zu, dass sie ihn besser in Sicherheit trugen, weil sie sonst wie der Rest von ihm nach einem letzten Strampeln von einem Ast baumeln durften. Recht überzeugt schienen sie nicht, aber das nahende Bellen rief doch noch ein paar Reserven in überlastete Muskeln, und Aravil rannte wieder los.

Eine Lücke in der Reihe der Suchenden finden, irgendwie entwischen. Es musste doch einfach eine Göttin über ihn wachen!

Er hetzte einen weiteren Hang hinauf und kam oben vollkommen außer Atem und schweißgebadet an, brach durch Buschwerk und stolperte auf eine Lichtung. Nun, nicht direkt eine Lichtung, sondern eine kreisrunde Brandfläche mitten im Wald. Verkohlte Skelette einstmals eindrucksvoller Bäume ragten in den Himmel, Asche bedeckte den Boden wie Puder. Eine Brise strich darüber hinweg und wirbelte Grau und Schwarz auf, trug den Geruch kalten Feuers zu Aravil, der hastig zur Seite schwenkte, um in dem riesigen Aschefeld keine weithin sichtbare Spur zu hinterlassen, nicht wie auf einem Silberteller weithin sichtbar für seine Verfolger zu sein. Dabei lockte über den Baumwipfeln schon das graue Gestein des Gebirgszugs!

Er blieb wie angenagelt stehen. Vor ihm standen drei Hunde. Sabbernd, zähnefletschend, das Rückenfell von Genick bis Hintern in einer harschen Linie erhoben, die breiten Schädel angriffslustig gesenkt.

»Gute Hundchen. Ich bin nicht der Halbelf, den ihr sucht«, brachte Aravil keuchend hervor.

Tiefes Knurren antwortete ihm. Eine der Tölen kratzte mit einer Vorderpranke am Boden, und dann flogen sie alle drei vor.

Aravil wirbelte herum und floh. Zwei Schritte, dann packte eines der Viecher sein Bein. Etwas unverschämt Schweres sprang ihm in den Rücken, und als er vornüber fiel und seinen Sturz abfangen wollte, verbiss der dritte Hund sich in seinen Unterarm. Aravil landete hart auf dem Boden, der nach Asche stank und mit verkohlten Stücken Bruchholz übersät war.

Das Vieh auf seinem Rücken grollte ihm ins Ohr und begleitete diese Drohung mit triefendem Sabber, der ebenfalls ins Ohr tropfte. Die beiden anderen hielten ihn nur, doch kaum wagte Aravil Bewegung, um sich vielleicht doch noch zu befreien, als zwei Paar Kiefer fester zupackten und Zähne sich nun in sein Fleisch bohrten. Das Maul neben seinem Ohr rückte auch näher, und heißer Atem wehte über Aravils Wange.

»So, reicht dir der kleine Ausflug jetzt endlich? Genug Bäume bewundert, Halbelf?«, erklang eine ziemlich atemlose Stimme neben Aravil.

Er gab keine Antwort, denn das nützte nun ohnehin nichts mehr, und zur Belustigung der Aufseher wollte er auch nicht beitragen.

»Aufknüpfen?«, fragte eine andere Stimme.

»Oder sparen wir uns die Abendfütterung der Hunde? Mager ist der Kerl ja, aber sie sollten alle satt werden.«

Gelächter beantwortete diesen Vorschlag.

Aravil schloss die Augen und sandte ein inbrünstiges Gebet um Tapferkeit an alle Gottheiten, die sich bemüßigt fühlen könnten, ihm mit halbem Ohr zuzuhören. Vielleicht fand einer von denen ja einen kleinen Augenblick Zeit, um sich von göttlichen Angelegenheiten abzuwenden und mitleidsvoll auf Aravil niederzublicken.

»Oh, so leicht kommt der mir nicht davon. Wir nehmen ihn mit in die Stadt. In den nächsten Tagen ist Gericht in Gadon. Richter haben immer so viel Phantasie«, meinte der Erste.

»Und so können seine Kinder und seine Großmutter auch sehen, was mit Wilderern geschieht. Gefällt mir! Bindet ihn. Und durchsucht ihn auf Waffen.«

Der atemlose Kerl trat näher und sprach besänftigend auf die drei Köter ein, während Aravil schon tastende Hände auf seinem Körper und einen Strick um sein rechtes Handgelenk spürte. »Es ist gut, Zinno, du kannst ihn jetzt loslassen. Gut gemacht, Ruhk. Braver Civo.«

Aravil hätte es gerne einmal nur erlebt, dass jemand so freundlich mit ihm sprechen würde, wie dieser Kerl es zu seinen Hunden tat. Ein einziges Mal nur. Bevor die phantasievolle Bestrafung an ihm vollzogen wurde, bitte.

Er atmete trotzdem auf, als das schwere Vieh von seinem Rücken stieg und der stetige Nachschub von Hundesabber in sein Ohr solcherart unterbunden wurde. Leider geriet die Fesselung so straff, dass auch die Blutzufuhr in die Fingerspitzen unterbunden wurde.

Zwei Männer zerrten ihn auf die Knie, und kaum versuchte er gehorsam, sein Gleichgewicht zu finden, als er als Zugabe für all die Widerwärtigkeiten einen Tritt in die Magengrube erhielt. Hätten die Kerle ihn nicht gehalten, wäre Aravil gleich wieder im Dreck gelandet. So krümmte er sich vor Schmerz und trug doch noch zur Belustigung der Aufseher bei, die das für einen großartigen Scherz zu halten schienen und sich vor Lachen schier ausschütteten.

 

Und so begab es sich, dass Aravil die nie gewünschte Erfahrung machte, wie es um die Inneneinrichtung des Kerkers im Gefangenenturm von Gadon bestellt war. Er fand sie unzulänglich und abscheulich. Und seine gesamte Lage wenig hoffnungsvoll.

Er war voller blauer Flecken von zahlreichen Knüffen und Tritten, hatte mit ansehen müssen, wie seine Ausrüstung, sein kleiner Wagen und die bisherige Ausbeute eines Jagdtages in einen Lagerraum im Erdgeschoss des Turms verbracht wurde, während er selbst der Stadtwache übergeben und in den nasskalten Zellenturm geschleift wurde. Die Wachen gingen dabei auch nicht rücksichtsvoller mit ihm um als die Jagdaufseher, und sie blieben ebenso ungerührt von seinen hilflos vorgebrachten Appellen an ihre Menschlichkeit wie die Kerle aus dem Wald.

Wenigstens wurden ihm die Fesseln abgenommen, bevor er mit viel Schwung in ein so winziges, dunkles Loch gestoßen wurde, dass er gegen die gegenüberliegende Wand prallte und sich die Hände am rauen Stein aufschürfte.

Er hatte nicht lange genug Licht, um sein vorübergehendes Heim genauer in Augenschein zu nehmen, denn die Tür fiel hinter ihm ins Schloss, wurde verriegelt, und Aravil saß im Dunklen. Ein Restchen Tageslicht sickerte durch einen schmalen Spalt oben kurz unter der Decke, und Aravil benötigte eine kleine Weile, bis er sich an die dadurch entstehende Schummrigkeit gewöhnte.

Er tastete die feuchten Wände ab, suchte nach einer Aufstiegsmöglichkeit, obwohl er erkennen konnte, dass der Spalt da oben zu klein war, um sich hindurchzuwinden. Vielleicht fand er irgendwo einen losen Stein, bröckeligen Mörtel, irgendetwas, was ihm Flucht ermöglichen würde.

Doch nichts.

Schließlich setzte er sich in diejenige Ecke, die am trockensten erschien, schlag die Arme um die angezogenen Beine und stützte den Kopf auf die Knie. Wie er es auch drehte und wendete, wie auch immer er versuchen würde, den Richter zu erweichen und für sich einzunehmen, eines blieb bei alledem: Der Landherr hütete sein Jagdwild eifersüchtig, die Strafen auf Wilderei waren hoch und tödlich.

Konnte es das wirklich gewesen sein? Ein Leben, das mickrig genug begonnen hatte, in dem Aravil sich mühsam einen Platz erkämpft hatte – vorbei?

Er versuchte, sich nicht der Verzweiflung anheimfallen zu lassen, während er unermüdlich mögliche Gespräche vor dem Richter im Geiste durchging. Aber mit jedem Tag in diesem finsteren Loch wurde es schwieriger, sich Mut zuzureden.

 

Nach Tagen mit kalter, ungesalzener Kohlsuppe, knochentrockenem Brot und etwas, was vielleicht Tee genannt werden konnte, schwang die Tür der Kerkerzelle auf.

Viel Licht drang nicht zu Aravil herein, denn der Türrahmen wurde schier ausgefüllt von einer hochgewachsenen, breiten Gestalt. Aravil hob trotzdem schützend die Hand vor das Gesicht, weil selbst die geringe Helligkeit in seinen Augen schmerzte.

Nach einigen Malen Blinzeln klarte seine Sicht etwas auf, und seine Hoffnung, einem altersschwachen Büttel oder zwei gelangweilten Stadtwachen entwischen zu können, erhielt einen empfindlichen Dämpfer, als er die Gestalt in der Tür besser erkennen konnte.

Möglicherweise war der Kerl ebenso groß wie er selbst. Doch wo Aravil stolz auf seine elfenhaft schlanke Figur war, wies der Mann in der Tür besonders breite Schultern und beachtliche Muskelpakete auf. Alle an den richtigen Stellen und so wohlgeformt, dass Aravil unter anderen Umständen sehr gerne Einzelheiten betrachtet und den Blick versonnen und anerkennend über die Wohlgestalt hätte gleiten lassen. Mehrfach und ausführlich. Möglicherweise hätte er den Mann auch angesprochen und versucht herauszufinden, ob dieser vielleicht einer vergnüglichen Nacht zugeneigt sein könnte.

Doch in der derzeitigen Lage konnte Aravil diesen Ausbund an Kraft nur von Herzen verwünschen. Gut, reinblütige Menschen waren oftmals langsamer als Elfen und deren Abkömmlinge – besonders wenn besagte Menschen so groß und schwer waren. Aber etwas an der lässigen Haltung des Fremden in der Tür sagte Aravil, dass das hier vielleicht anders war. Zu sehr erinnerte der Mann ihn an ein sprungbereites Raubtier. Und selbst ein pummelig wirkender Bär war alles andere als behäbig.

»Aufstehen. Mitkommen.« Eine tiefe Stimme, die es nicht nötig hatte, laut zu werden.

Aravils Herzschlag beschleunigte sich. Keine Aussicht auf Erfolg in einem Gerangel. Also mit dem arbeiten, was er hatte. Im Gegensatz zu ihm selbst, der er nur die Umrisse des Mannes sehen konnte, hatte der das Licht im Rücken und besten Blick auf Aravil. Vor Schreck geweitete Augen, schlanke, langgliedrige Statur, schmale Hände. Aravil riss die Augen noch ein wenig weiter auf und hoffte, dass das Licht tatsächlich ausreichte, um ihre tiefblaue Farbe und den Ausdruck von verschreckter Unschuld deutlich zu zeigen. Immerhin stand der Kerl da in der Tür und füllte sie beeindruckend aus.

Er holte ein wenig zittrig Luft, machte sich ein bisschen kleiner und wisperte bebend: »Herr? Was geschieht nun mit mir?« Mitleiderregend! Er war so gut darin. Menschen bewunderten die zerbrechliche Schönheit von Elfen immer so gerne, und Aravil fand, dass er ebenfalls ein Anrecht auf angemessene Wertschätzung hatte. Alles in die Waagschale werfen, was er noch besaß.

Die tiefe Stimme, die ihm antwortete, klang nun leicht gelangweilt. »Du kommst vor meine Richterin. Hör auf zu jammern und zu beben. Beides nehme ich dir nicht ab. Steh endlich auf, sonst muss ich dich aus deinem Kerker zerren. Würde dir nicht gefallen.«

»Nein, Herr. Verzeih, Herr«, brachte Aravil leise und mit immer noch gebrochener Stimme hervor und rappelte sich mit allen Anzeichen von Mühsal auf. Innerlich kochte er. Von allen möglichen Wächtern und Bütteln stand ausgerechnet ein hartherziger Eisklotz vor seiner Zellentür. Ebenso verroht und abgebrüht wie die Jagdaufseher. Großartig. Dabei stellte das kurze Stück Weg zwischen Gefangenenturm und dem Gericht – wo immer das gehalten wurde – Aravils letzte Gelegenheit dar.

Mit hängendem Kopf und nach vorne gezogenen Schultern, um nur ein wenig kleiner zu wirken, trat er zu dem Büttel. Dieser machte einen Schritt zur Seite, beinahe erschien das höflich, als wollte er Aravil den Vortritt lassen.

Und wie ein Pfeil von der Sehne des eigenen Bogens flog Aravil vorwärts, an dem Büttel vorbei, der ihm heimtückischerweise ein Bein stellte und ihn im Stürzen am Arm packte, mühelos herum und gegen die Wand wirbelte.

»Wusste ich doch, dass das Jammern nicht echt ist. Wenn du mich ausspielen willst, musst du früher aufstehen.«

Etwas Kaltes schnappte mit einem metallischen Laut um Aravils rechtes Handgelenk. Eine Kette klirrte.

Er ließ den linken Ellenbogen nach hinten fliegen, spürte den Kontakt, hörte das keuchende Ausatmen des Büttels und stampfte mit einem Stiefelabsatz auf einen großen Fuß, der selbst schuld war. Noch hatte er eine Hand frei, und selbst mit einer kurzen Kette am anderen Arm konnte er noch türmen!

Kraftvoll stieß Aravil sich von der Wand ab und machte einen Satz zur Seite. Der zweite lange Schritt führte zu einem Ruck im rechten Arm, der bis ins Schultergelenk hinein schmerzte. Hatte Aravil gehofft, den Büttel ausreichend benommen gemacht zu haben, dass dieser die Kette nicht festhalten würde, wurde er nun eines Besseren belehrt.

Keuchend wirbelte er in eine Drehung, um dem großen Mann die zweite Handschelle zu entreißen … und starrte fassungslos. Sein Entsetzen wurde nicht durch die Tatsache gemindert, dass nun der Büttel seinerseits an der Kette rupfte, und Aravil deswegen wieder mit Schwung an der Wand landete. Der Kerl trug die zweite Schelle um das eigene Handgelenk! Wer hatte denn mit so etwas rechnen können?

»Hast du dich jetzt ausgetobt? Fein. Falls du dich noch ein wenig unbeliebter machen möchtest, zappel ruhig weiter. Aber wir gehen jetzt zu meiner Richterin. Sei gerne bockbeinig, dann schleife ich dich eben durch die halbe Stadt.«

»Das ist alles ein grauenhaftes Missverständnis«, versuchte Aravil ratlos eine neuerliche Strategie.

Der große Mann war ihm nun so nahe, dass er in grausame graue Augen blicken konnte, lange schwarze Wimpern und überhaupt keine Lachfältchen erkennen konnte. Dafür eine gebogene Adlernase und zwei steile Zornesfalten zwischen lackschwarzen Brauen.

»Sicher«, sagte der widerliche Büttel, und ein ausnehmend unangenehmes Lächeln kräuselte seine Lippen. »Kannst du alles der Richterin erzählen. Sie hatte schon lange keinen Grund für Erheiterung. Das wird sie glücklich machen.«

Der Büttel fasste die Kette kürzer, die in etwa so lang war wie Aravils Arm, und marschierte den Zellengang entlang. Aravil folgte wie ein Lamm zum Opferstein. Gegenwehr fand er entwürdigend und sinnlos, nachdem der Große bewiesen hatte, dass er nicht zur langsamen Sorte Mensch gehörte. Das war doch wirklich unlauter!

Aravil knirschte mit den Zähnen, nachdem gründliches Betrachten der eindrucksvollen Gestalt an seiner Seite ihm verdeutlicht hatte, dass der Mann unbewaffnet war. Nicht einmal ein Dolch in einer Stiefelscheide, den Aravil ihm hätte stehlen können, um sich zu verteidigen!

Mit der freien Hand klopfte der Mann an der Pforte am Ende des Ganges an. Diese schwang auf und offenbarte noch einen Büttel. Großartig, da stand der alte Tropf, auf den Aravil gehofft hatte. Kleiner als er, grauhaarig, ein Schwert an der Seite. Doch wer war zu Aravils Kerker gekommen? Ein allzu großer, starker Kerl, der leider weder dumm noch behäbig war! Irgendwo hielten sich Götter vor Lachen die feisten Bäuche.

»Hat der Elf dir Kummer bereitet, Shirov?«, fragte der Alte.

Zorn brodelte in Aravil. Halbelf!Ist das denn so schwer? Ich habe einen Bart!

»Er hat sich zumindest Mühe gegeben, das zu tun«, antwortete Aravils Wärter.

Shirov! Was ist das denn für ein Name? Klingt nach Küstenbewohner. Fischkopf!

Als wäre all das noch nicht genug, fischte Shirov mit einer widerwärtigen Gemütsruhe den Schlüssel für die verflixte Kette aus seiner Gürteltasche und reichte diese Kostbarkeit an seinen Büttelkumpanen. »Nur zur Sicherheit. Der Kerl ist glitschig wie ein Aal.« Shirov zupfte an der Kette, kaum dass Aravil die letzte Aussicht auf Freiheit in der Tasche des Alten verschwinden sah. »Gehen wir, Elf. Und bemühe dich bitte um Friedlichkeit. Ich bin kein gewalttätiger Mann, und es behagt mir nicht, jemandem die Nase brechen zu müssen.«

2.

Rettung aus der Luft

 

Gadon war kümmerliches Kuhdorf im Schatten einer winzigen Festung, alles umgeben von Äckern, Viehweiden und sehr viel Wald. Das Gesicht von Richterin Overa war lang und länger geworden, je näher der Reisewagen dem Kaff gekommen war. Die Schreiber hatten sich schon geduckt, weil die Laune in der Kutsche deutlich abkühlte. Shirov hatte es sich leicht gemacht und sich in seinem Winkel schlafend gestellt.

Erst beim Aussteigen, während er Overa hilfreich eine Hand reichte, wurde ihm die Kümmerlichkeit dieses Marktfleckens voll bewusst. Aber das war das Schicksal reisender Richter. Sie konnten nicht die ganze Zeit im mit Marmor geschmückten Gericht in der Hauptstadt sitzen. Irgendjemand musste Gerechtigkeit auch in die entlegensten Teile des Reiches tragen und für die Einhaltung der Gesetze sorgen. Landherren neigten dazu, das Recht allzu gerne in die eigenen Hände zu nehmen und entsprechend ihres eigenen Vorteils auszulegen.

Nicht mit Overa. Und nicht mit Shirov an ihrer Seite. Er mochte die bissige alte Frau, die dem Gesetz und der Gerechtigkeit ebenso treu diente wie er. Obendrein konnte Shirov die hinter Overas Rücken getuschelten Gerüchte nur bestätigen: Sie trug den Beinamen Die Unfehlbare nicht umsonst. Sie fand die Wahrheit. Immer und zuverlässig. Und wo ihre böse Zunge nicht ausreichte, einen eingebildeten, machthungrigen Landherrn oder einen Mörder, der ein halbes Dorf umgebracht hatte, zu Gehorsam zu verdammen, trat Shirov auf den Plan. Meist reichten ein dunkler Blick und ein kaltes Lächeln als Gewaltandrohung. Selbst ein Ergebnis jahrelangen Dorfinzests begriff zumeist, dass es ungesund sein würde, sich mit Overa anzulegen, solange Shirov an ihrer Seite wachte.

Doch dieses Kaff jagte einen Schauder über Shirovs Rücken. Wie eine zerschlagene Fliege an die Flanke eines schroffen Gebirges geklatscht. Ein kühler Wind streichelte die Hänge herab, roch nach Eis, Graten und Klüften. Der einzige Trost bestand darin, dass der Reisewagen die gleiche Straße zurück in die Ebene und zum Meer nehmen würde, der er hierher gefolgt war.

Shirov schüttelte Erinnerungen an die Begrüßung durch einen herablassenden Landherrn ebenso ab wie an eine Nacht in einem viel zu kurzen Bett. Er hatte zwischendurch mehrfach erwogen, in den Reisewagen umzusiedeln. Da hatte er wenigstens genug Platz.

Doch er kehrte ins Hier und Jetzt zurück, denn nun musste seine ganze Aufmerksamkeit dem Gesellen an seiner Seite gelten. So groß wie er selbst – klein für einen Elfen, schlank und unglaublich schnell, wie er im Zellentrakt ja bewiesen hatte. Nun, der Gewichtsunterschied alleine sollte ausreichen, selbst falls dieser Angeklagte Shirov bewusstlos schlagen könnte. Was ihm nicht gelingen würde, denn jetzt war Shirov vorgewarnt. Und obwohl das Gesetz die Unschuld eines Angeklagten vermutete, bis dessen Schuld eindeutig vor einem Richter erwiesen wurde, war Shirov klar, dass alle Anschuldigungen des Landherrn der Wahrheit entsprechen mussten, sonst hätte der Elf nicht den Aufstand geprobt und zu fliehen versucht.

Telwan hielt auf jeden Fall einen Sicherheitsabstand und wirkte wachsam. Ein alter, erfahrener Büttel, und Shirov war froh, dass er diesem den Schlüssel für die Kette überreicht hatte. Die Hände des Elfen waren schmal, langgliedrig und möglicherweise im Taschendiebstahl geübt. Würde zu ihm passen, beschloss Shirov. Und schalt sich gleich darauf, dass er sich der Vorverurteilung schuldig machte. Richterin Overa wäre zutiefst von ihm enttäuscht, hätte sie Kenntnis von diesen Gedankengängen. Obwohl natürlich Vorsicht im Umgang mit einem Angeklagten stets weise war.

Shirov schoss einen Blick ringsum, ob der Elf vielleicht Angehörige oder Kumpane zur Stelle hatte, die ihn befreien wollten. Doch er sah nur gaffende Dorfbewohner, die ihn, Telwan und natürlich den Angeklagten anstarrten, als hätten sie noch nie Büttel oder gar Elfen gesehen. Dabei lebte das spitzohrige Volk doch gerne im Gebirge, wenn Shirov sich richtig erinnerte, und dieses Kaff lag an einem Ausläufer des großen Felsmassivs, das das Reich in zwei Hälften zerschnitt.

Der Elf selbst trottete mit hängendem Kopf und nach vorne gezogenen Schultern neben Shirov her, schien sich zu ducken, wenn der Blick eines Dörflers auf ihn fiel oder er gar ein Schmähwort vernahm.

»Die hätten ihn gleich an Ort und Stelle aufknüpfen sollen!«, rief ein feister Mann.

Shirov blieb stehen. Der Elf machte sich noch ein wenig kleiner, was bei einem Mann seines hohen Wuchs eine wirkliche Leistung war.

»Hätten sie ihn im Wald getötet, würden sie sich heute vor der Richterin verantworten«, sagte Shirov ganz ruhig. Er sah, wie die Leute zurückwichen und ihn anstarrten. Der richtige Zeitpunkt für ein Lächeln, um die eigene Selbstsicherheit und Überlegenheit zu demonstrieren. Dann zupfte er wieder an der Kette und führte seinen artigen Gefangenen weiter zum Gasthaus des Örtchens, wo Overa Gericht hielt und sich von ihren vier Bütteln nach und nach alle Delinquenten vorführen ließ.

Es waren kümmerlich wenige, fand Shirov. Alle halbe Jahr kam ein reisender Richter in diesen Ort, und Overa hatte erst vier Verhandlungen geführt, die sich nicht mit Grenzstreitigkeiten, Verträgen, aufgelösten Verlobungen, entlaufenen Schafen und Erbsachen beschäftigten. Alle anderen vermuteten Verbrecher hatte man wohl schon lange hinter der Tempelmauer verscharrt.

Auf der Schwelle ins Gasthaus zögerte der Elf kurz, warf einen nahezu flehenden Blick aus leuchtend blauen Augen zu Shirov und folgte doch ergeben, als dieser den Zug auf die Kette erhöhte.

Der warme Laternenschein ließ den Elfen bleicher erscheinen durch den Gegensatz, das kupferrote Haar leuchten.

---ENDE DER LESEPROBE---