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Bläulich schimmernder Nebel waberte über der feucht glänzenden, schwarzen Erde. Das etwa eine halbe Meile lange und ebenso breite Feld wurde von abgestorbenen Bäumen begrenzt, deren kahle Äste riesigen Fingern gleich in den tiefgrauen, wolkenlosen Himmel zeigten. Vereinzelt ragten schmucklose Steintafeln aus dem Boden. Sie gaben Auskunft darüber, wer dort begraben lag. Große Anführer, mächtige Herrscher - und ein dunkler Gott. Doch Elat war nicht tot, nur gefangen in einem endlosen Schlaf. Von seinen Brüdern Mogum und Teren vor zwei Menschenjahren am Rande einer gewaltigen Schlacht verraten und gebannt, ruhte er seitdem auf dem Friedhof der Ewigen und wartete darauf, wiedererweckt zu werden. Dann würde es zum Kampf Gott gegen Götter kommen. Bald
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Veröffentlichungsjahr: 2026
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Titelseite
Ein Gott erwacht
… UND IM NÄCHSTEN ROMAN LESEN SIE:
Fußnoten
Salve!
Impressum
Ein Gott erwacht
von Michael Schauer
Bläulich schimmernder Nebel waberte über der feucht glänzenden, schwarzen Erde. Das etwa eine halbe Meile lange und ebenso breite Feld wurde von abgestorbenen Bäumen begrenzt, deren kahle Äste riesigen Fingern gleich in den tiefgrauen, wolkenlosen Himmel zeigten. Vereinzelt ragten schmucklose Steintafeln aus dem Boden. Sie gaben Auskunft darüber, wer dort begraben lag. Große Anführer, mächtige Herrscher – und ein dunkler Gott.
Doch Elat war nicht tot, nur gefangen in einem endlosen Schlaf. Von seinen Brüdern Mogum und Teren vor zwei Menschenjahren am Rande einer gewaltigen Schlacht verraten und gebannt, ruhte er seitdem auf dem Friedhof der Ewigen und wartete darauf, wiedererweckt zu werden. Dann würde es zum Kampf Gott gegen Götter kommen.
Bald.
Hispania, 68 n. Chr.
Lucius Galba musterte den hageren Mann mit dem kahlen Schädel und der seltsam blassen und dünnen Haut, die wie Pergament über seinem schmalen Gesicht spannte. Beinahe glaubte der Statthalter von Hispania, die Knochen hindurchschimmern zu sehen.
Sein Besucher hatte sich mit dem Namen Pergon vorgestellt. Er trug eine schlichte sandfarbene Tunika und trotz der spanischen Hitze einen dünnen schwarzen Umhang, der ihm fast bis zu den Knöcheln reichte. Die dunklen Augen hatte er zu Schlitzen verengt, als müsse er ständig gegen die Sonne schauen. Dabei befanden sie sich in Lucius’ Büro, in dem sie ein innen am Fenster angebrachtes Leinensegel vor der blendenden Helligkeit draußen abschirmte.
Obwohl sie sich kaum länger als eine halbe Stunde gegenübersaßen, war Lucius zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei Pergon um die merkwürdigste Person handelte, der er je begegnet war. Aus welchem Land er wohl stammte? Latein sprach er akzentfrei, aber irgendwie sah er so gar nicht nach einem Römer aus, sondern … Innerlich hob Lucius die Schultern. Er wusste es nicht zu sagen.
Ohne ihn aus den Augen zu lassen, nahm er seinen Becher und trank einen Schluck von dem mit kühlem Wasser vermischten Wein. Seinen Leibsklaven hatte er vor die Tür geschickt, worauf Pergon bestanden hatte. Was sie zu bereden hatten, sei nicht für fremde Ohren bestimmt, hatte er gesagt. Nicht einmal für die eines Unfreien.
Lucius hatte sich darauf eingelassen. Schließlich war der Mann unbewaffnet. Die Wachen hatten ihn gründlich durchsucht, bevor sie ihn vorließen. Und falls Pergon mit bloßen Händen auf ihn losgehen sollte, würde er sich trotz seiner einundsiebzig Jahre zu wehren wissen. Den sehnigen, kräftigen Körper seiner Jugend hatte er sich bewahrt, was nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken war, dass er fettige Speisen mied, Alkohol nur in Maßen trank und keinen Tag ohne schweißtreibende Leibesübungen verstreichen ließ.
Zudem lag sein Schwert griffbereit in der halb geöffneten Schublade seines Schreibtischs.
Jedoch deutete nichts darauf hin, dass Pergon dergleichen vorhatte, ganz im Gegenteil. Übertrieben hatte er auch nicht. Für das, was er Lucius soeben eröffnet hatte, hätte der ihn normalerweise umgehend in Ketten legen und nach Rom schicken lassen müssen, wo er als Futter für die wilden Tiere im Circus Maximus geendet wäre. Wobei er dabei noch von Glück hätte reden können. Es waren schon Delinquenten auf weitaus schlimmere Weise aus dem Leben geschieden.
Die Zeiten hatten sich geändert. Ein Sturm tobte durch das Reich, und wer die Segel am geschicktesten in den Wind hielt, konnte im begehrtesten Hafen der Welt landen, genauer gesagt auf dem kaiserlichen Thron. Warum sollte es sich dabei nicht um Lucius Galba handeln? Vor siebenundzwanzig Jahren war er schon einmal von Freunden bedrängt worden, das Zepter der Macht zu ergreifen. Damals hatten die Prätorianer den ebenso verrückten wie despotischen Caligula bei einem Theaterbesuch in der Pause mit ihren Schwertern niedergehauen. Unter dem Eindruck von dessen blutiger Herrschaft hatte Lucius den Thron nicht gewollt und abgelehnt. Wenig später hatte Tiberius Claudius darauf Platz genommen.
Nicht lange danach hatte er die Entscheidung bereut, sie aber natürlich nicht mehr rückgängig machen können. Warum sie also nicht knapp drei Jahrzehnte später revidieren, da sich ihm nun eine erneute Chance bot?
Allein die Aussicht, dabei auf Pergons Unterstützung angewiesen zu sein, erschien ihm wenig erstrebenswert. Er fragte sich, ob ihm zu trauen war.
Sein Gegenüber veränderte seine Position, wobei der Stuhl unter ihm vernehmlich knarrte. Nun saß er mit übereinandergeschlagenen Beinen vor Lucius. Der Mantel war zur Seite gerutscht und gab den Blick auf seinen rechten Unterschenkel frei. Die Haut war ebenso blass wie sein Gesicht, jedoch von unzähligen blauen und roten Äderchen durchzogen, was einen widerlichen Anblick bot. Lucius musste sich zurückhalten, um nicht angeekelt die Nase zu rümpfen.
»Ich wette, du denkst darüber nach, ob du mir trauen kannst«, ergriff Pergon das Wort, als könne er Gedanken lesen. Er klang, als wären seine Stimmbänder mit Sandkörnern bestreut worden. »Das kann ich gut verstehen, Lucius Galba. Wir begegnen uns heute zum ersten Mal, und ich mache dir das Angebot, nach den Sternen zu greifen. Wer wäre da nicht skeptisch?«
»Du sagtest, du hättest zuvor mit Gaius Vindex ein ähnliches Gespräch geführt?«, ging Lucius nicht darauf ein, dass ihn der Mann durchschaut hatte.
Pergon nickte. »Das ist wahr. Ich gestehe offen ein, dass ich mit ihm aufs falsche Pferd gesetzt habe. Besser hätte ich von Anfang an bei dir vorstellig werden sollen. Fasse das bitte nicht so auf, dass ich dich als zweite Wahl ansehe. Ich hatte eine Entscheidung zu fällen und habe mich unbeabsichtigt für die zweitbeste entschieden. Wie es manchmal so ist.«
Der Statthalter von Gallia Lugdunensis war also von Pergon dazu ermuntert worden, sich gegen Nero zu erheben. Was für ihn in einer Katastrophe geendet hatte. Denn nachdem sich Gaius an mehrere Kollegen – darunter auch Lucius – mit der Bitte um Unterstützung gewendet hatte, bekam der Kaiser Wind davon, dass in Gallien etwas brodelte. Daraufhin hatte der närrische Gaius kalte Füße gekriegt und – für diesen vollkommen überraschend – Lucius als künftigen Herrscher ins Gespräch gebracht. Wieso auch immer er das getan hatte. Vielleicht, um von sich abzulenken, was ihm jedoch nicht gelungen war.
Jedenfalls war deshalb Lucius in Neros Visier geraten und in der Folge vom Senat zum Staatsfeind ausgerufen worden. Eine schöne Bescherung, die ihm Gaius Vindex da eingebrockt hatte. Zu schade, dass er nicht mehr am Leben war, damit er ihn dafür zur Rechenschaft ziehen konnte. Nicht lange danach nämlich war dessen aus rund zwanzigtausend Einheimischen bestehende Armee von Legat Verginius Rufus’ obergermanischen Truppen niedergemetzelt worden. Nach dieser verheerenden Niederlage hatte Gaius Selbstmord begangen. Die ultimative Methode, um sich für immer aus der Affäre zu ziehen.
Als Lucius davon erfuhr, hatte er Verginius einen Brief geschickt, in dem er sowohl dem Kaiser als auch ihm seine unerschütterliche Loyalität bekundete. Die Antwort war ein ohrenbetäubendes Schweigen gewesen. Ganz offensichtlich schenkte man seinen Beteuerungen keinen Glauben.
Der Karren steckte also gründlich im Dreck. Zwar stand ihm mit der Legion VI Victrix ein siebentausend Mann starkes Heer zur Verfügung, nur würde das nicht ausreichen, falls es hart auf hart kam und Nero oder Verginius beschlossen, einen blutigen Schlussstrich unter die ganze Affäre zu ziehen. Letztlich blieb ihm nur, tatenlos abzuwarten und das Beste zu hoffen – oder alles auf einen einzigen Wurf mit dem Würfelbecher zu setzen.
Was bedeutete, sich auf Pergons Unterstützung zu verlassen.
In einer grüblerischen Geste strich sich Lucius übers Kinn. »Wer sind diese mächtigen Verbündeten, die du vorhin erwähntest?«, wollte er von ihm wissen. »In wessen Auftrag handelst du?«
Ein Ausdruck des Bedauerns erschien auf Pergons bleicher Miene.
»Leider kann ich dir dies heute nicht offenbaren, bitte versteh das.«
Lucius schnaufte. »Wer in den Krieg marschiert, sollte wissen, wen er an seiner Seite hat.«
Pergon bleckte die Zähne, was ihn unwillkürlich zusammenzucken ließ. Das Gebiss glich eher dem eines Hundes als dem eines Menschen.
»Deine Bedenken kann ich nachvollziehen«, gestand Pergon ein, der sein Erschrecken entweder nicht bemerkt hatte oder es ignorierte. »Dennoch wirst du von mir keine andere Antwort erhalten. Nur so viel: Jene, denen ich diene, wollen wie du, dass Nero vom Antlitz dieser Welt verschwindet.«
»Werden sie Armeen schicken?«
»Das wird nicht notwendig sein. Ihr Glaube an dich ist stark, Lucius. Marschiere gen Rom und stürze den Tyrannen. Dennoch sei dir unserer Hilfe gewiss. Ich werde dir vorauseilen und die notwendigen Vorbereitungen treffen.«
»Vorbereitungen? Du meinst die Prätorianer? Es wird schwer sein, sie auf deine Seite zu ziehen. Sie wurden von Nero aus gutem Grund mit Geldgeschenken nur so überhäuft. Mit dem Gold aus den Provinzen hat er sich ihre Loyalität erkauft.«
»Vertraue mir, und du wirst belohnt werden. Vertrauen ist der Anfang von allem, nicht wahr? Ich weiß, dass du diese Herausforderung bewältigen wirst. Du wurdest zum Kaiser geboren, Lucius Galba. Allein aufgrund widriger Umstände bist nicht du es, der das Reich regiert.«
Vor allem aufgrund meines damaligen Zögerns, fügte Lucius in Gedanken hinzu, sprach es aber nicht aus.
Eigentlich hätte er von Pergon und dessen geheimnisvollen Hintermännern handfeste Hilfe, denn aufmunternder Worte erwartet. Allerdings musste er zugeben, dass es mehr als dienlich sein konnte, wenn dieser ihm vorab die kaiserliche Leibgarde gewogen machte. Ohne die ging bekanntlich wenig.
Innerlich begann er, sich für sein Zaudern zu schelten. Im Grunde hatte der Mann recht. Noch nie hatte jemand einen Sieg errungen, indem er die Hände in den Schoß legte. Andererseits kam es einem Selbstmord gleich, mit nur siebentausend Soldaten gen Rom zu marschieren. Falls sich ihm Verginius entgegenstellte …
Unvermittelt schoss Pergons rechte Hand vor und packte ihn an der Schulter. Instinktiv wollte Lucius sie zur Seite schlagen und nach seinem Schwert greifen, doch dann sah er in seine Augen. In den dunklen Pupillen leuchteten zwei winzige Punkte. Ein eisiger Hauch ließ ihn frösteln.
Plötzlich war er ganz sicher. Er konnte es schaffen. Er würde in die Geschichte eingehen als derjenige, der Nero vernichtet hatte.
»Gut, ich lasse mich darauf ein, Pergon«, verkündete er. »Sag mir nur eines: Was erwarten du und deine Herren im Gegenzug von mir?«
Ein schmales Lächeln erschien auf dem hohlwangigen Gesicht seines Gegenübers. »Nur ein paar kleine Gefälligkeiten, wenn du auf dem Thron sitzt, Lucius Galba«, antwortete er. »Nichts als ein paar kleine Gefälligkeiten.«
Brüllend stürmten die Krieger den flachen Hang hinab und auf die römischen Legionäre zu. Die meisten von ihnen trugen lediglich Hosen, einige zogen sogar ganz nackt in den Kampf. Bewaffnet waren sie mit schartigen Schwertern, Jagdspeeren oder Äxten, die sonst zum Holzhacken benutzt wurden. Eine armselige Auswahl an Waffen, trotzdem tödlich für jeden, dem sich das kalte Metall der Spitzen und Schneiden ins Fleisch bohrte. Die Augen in ihren schlammbespritzten Gesichtern waren weit aufgerissen. Mit ihren langen Bärten und den zerzausten Haaren wirkten sie wie Gestalten aus einem Albtraum.
Und einige von ihnen waren es auch.
Hinter sich hörte Publius Quinctilius Varus ein verzweifeltes Stöhnen. Normalerweise hätte er den Verursacher augenblicklich zur Rede gestellt. Im Angesicht des Feindes hatte ein römischer Legionär nicht zu stöhnen, und ein Offizier schon mal gar nicht. Die einzigen Laute, die seinen Leuten in einer solchen Situation über die Lippen zu kommen hatten, waren Schmähungen für den Gegner und lautstarkes Kriegsgeschrei.
Heute tat Varus nichts dergleichen. Dafür hatten sie alle in den vergangenen zwei Tagen zu viel erlebt. Auch er selbst war mit seinen Nerven so gut wie am Ende.
Der verfluchte germanische Fürst Arminius hatte sie verraten. Ein Mann, den er seinen Freund genannt hatte. Obwohl er dem Volk der Cherusker entstammte, hatte Arminius eine römische Erziehung genossen und galt als ihr Verbündeter. Varus hatte ihm vertraut wie wenigen anderen.
Nachdem ihm dieser Sohn einer räudigen Hündin während ihres Marschs ins germanische Winterlager Vetera von einem angeblichen kleineren Aufstand berichtet hatte, schlug Varus mit seinen drei Legionen einen Umweg ein, um diesen quasi im Vorbeigehen niederzuschlagen. In Wahrheit hatte der Cherusker sie in einen dichten und sumpfigen Wald gelockt, in dem die Pfade eng und die Schatten lang und finster waren.
Die Attacken hatten begonnen, als sie bereits zu weit vorgedrungen waren, um schnell wieder umkehren zu können. Zusammen mit den Soldaten, den Fuhrwerken mit den Vorräten und dem Tross aus Zivilisten besaß der römische Lindwurm eine Länge von mehreren Meilen. Zudem hatte niemand ahnen können, was den ersten kleinen Scharmützeln folgen sollte.
In unregelmäßigen Abständen tauchten die Germanen auf beiden Seiten der Anhöhen auf, zwischen denen sich der Weg entlangschlängelte, griffen blitzartig an und zogen sich ebenso schnell wieder zurück. In dem unwegsamen Gelände und auf dem durch den ständigen Regen rutschigen Boden fanden Varus’ Männer kaum genügend Platz, um sich zu formieren. Hatten sie es endlich geschafft, war der Feind schon wieder verschwunden.
Es dauerte nicht lange, bis Varus und seine Offiziere die Taktik dahinter durchschauten. Die Barbaren wussten genau, dass sie den Legionen in offener Feldschlacht unterlegen waren. Statt der römischen Armee den einen großen, vernichtenden Schlag zu versetzen, fügten sie ihr unzählige kleine Nadelstiche zu. Winzige Wunden, aus denen allerdings unablässig Blut floss und die seine Soldaten mit jeder Stunde mehr und mehr auszehrten.
Diese Art zu kämpfen, empfand er als ebenso feige wie ehrlos. Gleichwohl konnte er ihre Effektivität nicht leugnen.
Dennoch hätten seine Männer Arminius’ zerlumpten und schlecht ausgerüsteten Germanen widerstanden, da war er vollkommen sicher. Wären nicht plötzlich die Kreaturen aufgetaucht. Es waren lebende Skelette. Grauenvolle Ungeheuer, deren Totenschädel grünlich schimmerten und die zu allem Überfluss römische Rüstungen und Schwerter trugen.
Ihr Anblick allein reichte aus, um jeden in Angst und Schrecken zu versetzen. Noch schlimmer jedoch war ihre Unverwundbarkeit. Mit eigenen Augen hatte Varus beobachtet, wie die scharfen Klingen der Legionäre auf knöcherne Arme und Köpfe niederfuhren, ohne den geringsten Schaden anzurichten. Genauso gut hätten sie auf Felsen und Steine einhauen können. Wo die Unheimlichen auftauchten, war die schlammige Erde bald von Blut getränkt.
Mit welchen Mächten der Finsternis mochte sich Arminius verschworen haben, dass er über solche Krieger gebieten konnte? Bei den Göttern, könnte er ihn bloß in die Finger bekommen, dann würde er ihn …
»Herr.«
Eine Hand legte sich auf seine Schulter. Varus fuhr zusammen, als wäre er aus einem tiefen Schlaf erwacht. Er stand mit vier seiner Offiziere auf einer kleinen Anhöhe, während zu seinen Füßen erneut ein Kampf tobte. Seine Männer hatten es geschafft, sich in Verteidigungsposition zu bringen, und drängten die Angreifer mit ihren Schilden zurück. Der Anblick der toten Barbaren im Matsch erfüllte ihn mit kalter Zufriedenheit.
»Wir sollten hier verschwinden, Herr.« Die Stimme von Zenturio Avus Plinius klang drängend. »Die Monster sind wieder da. Dort drüben.«
