A Song for Emma - Simone Lilly - E-Book

A Song for Emma E-Book

Simone Lilly

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Beschreibung

Aiden Carter ist einer der größten Rockstars der Welt . Als er eine Wette verliert, landet er inkognito in einer Dating-Show, in der sich die Kandidaten nur hören, nicht sehen können. Ohne Ruhm, ohne Image, ohne Bühne ist Aiden plötzlich nur noch ein Mann mit Humor und einer warmen Stimme. Emma Miller hält ihn für einen mittellosen Sänger. Und verliebt sich genau deshalb. Als sich die Paare zum ersten Mal sehen, ist der Schock groß – doch die Verbindung zwischen Emma und Aiden hält stand. Bis Neid, Gerüchte und Kameras eine Lüge verbreiten, die alles zerstört. Aiden verlässt die Show, Emma bleibt mit Zweifeln zurück – und einer Liebe, die nie abgeschlossen wurde.

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Seitenzahl: 90

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Simone Lilly

A Song for Emma

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Impressum neobooks

Kapitel 1

Die schwarze Limousine rollte über die palmengesäumte Auffahrt der Villa. Das Gebäude erhob sich wie ein Palast: weiße Säulen, riesige Fensterfronten und eine Auffahrt, die mehr nach Hollywood Hills als nach tropischer Insel aussah. Emma drückte ihre Hände nervös ineinander. Der Schweiß an ihren Handflächen verriet, dass sie längst nicht so gelassen war, wie sie zu wirken versuchte.„Na los, Emma“, murmelte sie sich selbst zu. „Es ist nur eine Show. Eine Show. Kein Weltuntergang.“Die Tür wurde von einem Assistenten geöffnet, und sofort blendete sie das Blitzlicht einer Kamera. Sie zwang sich zu einem Lächeln, während sie ausstieg und auf das gigantische Anwesen zuging. Vor der Villa standen bereits einige der anderen Kandidatinnen – makellos geschminkt, glänzende Haare, Beine so lang wie die High Heels, in denen sie wackelten. Emma fühlte sich in ihrem schlichten, sommerlichen Kleid plötzlich deplatziert.„Hi, ich bin Grace.“ Eine Frau mit glänzend blondem Haar und einem Lächeln, das fast zu perfekt wirkte, trat als Erste vor. Ihre Stimme triefte vor Selbstbewusstsein. „Und du bist…?“„Emma“, antwortete sie und hielt den Blickkontakt einen Moment zu lange. Grace musterte sie kurz, von oben bis unten, und das Lächeln wurde ein kleines bisschen dünner.Neben Grace stand Olivia, eine brünette Schönheit mit einem Handy in der Hand. Sie grinste freundlich, doch ihre Augen waren viel zu beschäftigt damit, Selfies zu machen, als dass Emma sich wirklich willkommen fühlte.„Emma, süßer Name!“, säuselte Olivia, während sie ihre Kamera auf sich selbst richtete. „Wir müssen unbedingt gleich ein Gruppenfoto machen, meine Follower werden ausrasten.“Emma nickte, obwohl sie innerlich stöhnte. Das war genau die Art von Oberfläche, der sie entkommen wollte.Im Hintergrund unterhielten sich zwei weitere Frauen. Hannah, zierlich und quirlig, redete ununterbrochen über die Flugreise, während Charlotte – mit rotem Lippenstift und einem koketten Lachen – den Pool betrachtete, als gehöre er bereits ihr.Emma atmete tief durch. Das also waren ihre Mitstreiterinnen. Frauen, die scheinbar mühelos perfekt wirkten, während sie selbst mit jeder Sekunde mehr das Gefühl bekam, ein Fremdkörper zu sein.Sie erinnerte sich an die Worte ihrer besten Freundin, die sie praktisch zu dieser Show gezwungen hatte: „Du bist viel schöner, als du denkst, Em. Vertrau auf dein Herz – irgendwann sieht jemand genau das.“„Ladies!“ Eine laute Stimme riss sie aus den Gedanken. Vivienne Summers stolperte nicht einfach in die Szene – sie explodierte förmlich. In einem knallpinken Kleid mit einer Schleppe, die ein ganzes Fußballteam hätte einwickeln können, stürmte die Moderatorin die Treppe herunter. Ihr Lächeln war so breit, dass Emma sich fragte, ob es chirurgisch fixiert war.„Willkommen im Paradies der Herzen!“, rief Vivienne mit ausgestreckten Armen. Dann, in einer unüberhörbaren Lautstärke, wandte sie sich zum Tonassistenten: „Und wenn du gleich ein bisschen tiefer in dein Mikro flüsterst, Schatz, klingen meine Stimmbänder wie Samt!“Einige der Frauen kicherten, andere verdrehten die Augen. Emma musste sich ein Lachen verkneifen. Zum ersten Mal an diesem Tag fühlte sie sich ein kleines bisschen leichter.Vivienne klatschte in die Hände. „Stellt euch vor, meine Engel! Bald beginnt das Abenteuer eures Lebens. Aber – ihr werdet die Herren der Schöpfung noch nicht sehen. Erst müsst ihr sie kennenlernen… unsichtbar! Nur eure Worte, eure Stimmen, euer Herz werden entscheiden!“Emma spürte, wie ihr Herzschlag schneller wurde. Sie war hier, um sich nicht vom Äußeren, sondern vom Inneren leiten zu lassen. Doch schon jetzt fragte sie sich: Was, wenn ihr Herz sich täuschte?

Kapitel 2

Die Klimaanlage summte leise, während Aiden Carter im schwarzen SUV saß und aus dem Fenster auf die endlose Palmenallee starrte. Das Sonnenlicht glitzerte auf der Motorhaube, irgendwo zwitscherte ein Vogel, und doch fühlte es sich für ihn an, als würde er geradewegs in ein Haifischbecken fahren.„Was machst du hier eigentlich, Carter?“, murmelte er zu sich selbst. Seine eigene Stimme klang trocken, sarkastisch, wie so oft, wenn er nervös war.Eine Wette.Eine verdammte Wette.Sein bester Kumpel hatte ihn zu diesem Irrsinn überredet – oder vielmehr herausgefordert. „Du bist Mr. Rockstar, der immer die Bühne im Griff hat. Aber ohne deine Tattoos, ohne deine Songs, ohne die Lichter – bist du immer noch interessant? Oder nur ein weiterer Typ?“Und jetzt saß er hier, auf dem Weg zu einer Reality-Show. Eine Dating-Show. Aiden Carter, der Mann, dessen Stadiontourneen Millionen einbrachten, der Mann mit Platinplatten an der Wand, der Mann, der eigentlich gar keine Zeit für Liebe hatte.Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare, die wie immer in perfektem Elvis-Schwung lagen – auch wenn er schwor, dass sein Stylist vermutlich selbst in den Ferien noch Anrufe von ihm erwartete. Tattoos blitzten unter den hochgekrempelten Ärmeln seines schwarzen Hemds hervor.„Dating-Show.“ Er lachte leise. „Meine Mutter wird sich wegschmeißen.“Trotz des Schmunzelns nagte etwas in ihm. Aiden wusste, dass er im Grunde genommen nicht hier war, um zu gewinnen oder die große Liebe zu finden. Und doch, tief in ihm, war da dieses leise Flüstern: Was, wenn…?Der SUV bog um die Ecke, und die Männer-Villa tauchte auf – ein modernes Anwesen aus Glas und Beton, mit Pool, Basketballplatz und einer Terrasse, auf der bereits mehrere Gestalten herumlungerten. Er konnte sie schon von weitem hören: Stimmen, Gelächter, das dumpfe Schlagen eines Basketballs auf Asphalt.Der Wagen kam zum Stehen. Aiden atmete tief durch, bevor der Fahrer die Tür öffnete.„Na los, Superstar“, murmelte er sich zu. „Dein Publikum wartet.“Kaum hatte er die Tür geöffnet und einen Fuß auf den Boden gesetzt, brach die Hölle los.„NEIN! DAS IST DOCH NICHT—!“„Alter, das ist Aiden Carter!“„Junge, ich hab jedes deiner Alben!“Die Männer sprangen auf wie Kinder an Weihnachten. Einer ließ sogar den Basketball ins Gebüsch rollen, so sehr starrte er.„Holy shit“, rief ein breitschultriger Typ mit lockigem Haar – Liam Smith. „Sag mir bitte, dass du wirklich hier mitmachst.“Aiden hob grinsend die Hände. „Oder ich hab mich nur verfahren und suche eigentlich die Grammys.“Gelächter brach aus, ein paar klopften ihm kumpelhaft auf die Schulter, andere musterten ihn skeptisch. Unter ihnen ein Typ mit kantigem Kinn und stechenden Augen – Ethan Hayes. Er sagte nichts, sondern verschränkte nur die Arme.Aiden spürte den Blick sofort. Na super. Da haben wir also schon den ersten Rivalen.„Jungs, freut mich“, sagte er, während er sich umsah. „Aber nur zur Info: Ich bin hier wie ihr. Keine Bühne, keine Lichter. Einfach nur ein Kerl, der hofft, dass er nicht als Erster rausfliegt.“Das brachte wieder Gelächter – zumindest bei den meisten. Liam grinste breit und schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Kumpel, mit deinem Gesicht und deinem Elvis-Haarschnitt fliegst du nirgendwo raus.“Ethan jedoch verzog keine Miene.Aiden spürte, dass diese Show anstrengender werden würde, als er gedacht hatte.

Kapitel 3

Emma hatte kaum geschlafen. Jede Stunde war sie aufgewacht, hatte sich im weichen Bett herumgewälzt und in die Dunkelheit gestarrt. Ihre Gedanken waren ein Karussell: Was, wenn sie niemanden fand? Was, wenn sich niemand für sie entschied? Was, wenn sie die eine Kandidatin war, die am Ende mit leerem Stuhl dastand, während die Kamera unbarmherzig draufhielt?Als sie endlich aufstand, fühlte sie sich wie nach einem Marathon – und das, obwohl der Tag noch gar nicht begonnen hatte.Der Duft von frischem Kaffee und tropischen Früchten lockte sie in die Küche der Villa. Der große Esstisch war bereits gedeckt: Ananas, Mango, Croissants, Eier, Saft in allen Farben. Doch anstatt in Ruhe zu genießen, herrschte ein Stimmengewirr, das fast lauter war als die Möwen draußen.Grace schwärmte von ihren „sicherlich perfekten Dates“, Olivia filmte ihr Frühstück für Instagram, Hannah redete ununterbrochen, und Charlotte versuchte schon jetzt, durch spitze Kommentare kleine Spitzen zu setzen.„Also ich werde mich definitiv nicht von oberflächlichem Geplänkel täuschen lassen“, verkündete Grace, während sie eine Erdbeere zwischen perfekt lackierten Fingern hielt. „Ich höre auf meine Intuition. Und meine Intuition sagt mir, dass Männer Humor meistens überbewerten.“Emma schnaubte unauffällig in ihren Kaffee. Humor war für sie das Wichtigste. Ohne Lachen war doch alles nichts.„Ich hoffe nur, die Jungs können mehr als Proteinshakes zählen“, kicherte Hannah und biss in ein Croissant.Emma schwieg und hörte zu, wie die anderen sich gegenseitig übertrumpften. Ihr Magen knurrte, aber das Essen schmeckte plötzlich nach nichts. Stattdessen wanderte ihr Blick zu Vivienne Summers, die am Ende des Tisches stand – ganz in Türkis gekleidet, mit einer überdimensionalen Blume im Haar.„Meine Lieben!“ rief Vivienne und breitete die Arme aus. „Heute ist der große Tag! Heute lernt ihr die Stimmen eurer potentiellen Herzbuben kennen!“Ein aufgeregtes Raunen ging durch die Runde. Selbst Olivia legte für einen Moment ihr Handy beiseite.Vivienne beugte sich verschwörerisch nach vorne. „Ein kleiner Tipp von mir, Mädels: Hört genau hin. Manchmal verrät eine Stimme mehr als jedes Sixpack.“Sie zwinkerte Emma zu, fast so, als wüsste sie genau, wie sehr diese innerlich zweifelte. Und für einen kurzen Moment fühlte Emma sich verstanden.Aiden rieb sich die Augen, während er sich an den Küchentisch setzte. Er hatte tatsächlich geschlafen – tief und traumlos –, doch jetzt, beim Frühstück, kroch auch in ihm die Nervosität hoch.„Also, Leute“, begann Liam, während er sich einen Stapel Pancakes auf den Teller schaufelte. „Heute ist Showtime. Wie fühlt ihr euch?“Noah zuckte mit den Schultern. „Entspannt. Wie schlimm kann’s schon sein?“„Du hast eindeutig noch nie versucht, einer Frau etwas Schlaues zu sagen, ohne dass sie sieht, wie du dabei schwitzt“, mischte Julien sich ein. Die Männer lachten.Ethan hingegen starrte in seinen Kaffee. „Es geht hier nicht um Lachen. Es geht ums Gewinnen. Wer sich gleich gut präsentiert, hat die besten Karten.“Aiden hob eine Augenbraue. „Gewinnen? Ist das ein Videospiel oder suchen wir hier nach echten Menschen?“Die Männer verstummten kurz, dann prustete Liam los. „Ich mag dich jetzt schon, Carter.“Aiden grinste. Er hatte das Gefühl, in Liam einen Verbündeten gefunden zu haben – und gleichzeitig wusste er, dass Ethan ihm keine Ruhe lassen würde.„Na gut, Jungs“, sagte er und schob den Teller von sich. „Dann lasst uns mal unsere Stimmen ölen. Mal sehen, ob Humor heute was wert ist.“

Kapitel 4

Emma stand in einem langen, schmalen Gang, der zu einer Reihe von kleinen Räumen führte. Die Produktion hatte ganze Arbeit geleistet: Jeder Raum war zweigeteilt – eine Seite für die Frauen, eine für die Männer, getrennt durch eine milchige Wand, die weder durchscheinen noch durchdringen ließ. Nur eine kleine Lampe zeigte an, wenn die Verbindung aktiv war.Die Einrichtung war schlicht, fast minimalistisch. Ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen, ein Mikrofon, und sonst nichts. Kein Bild, keine Uhr. Nur Stimmen, nur Worte – das war die Idee.