Der letzte Sieg - Simone Lilly - E-Book

Der letzte Sieg E-Book

Simone Lilly

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Beschreibung

Zwei Könige. Zwei Reiche. Ein Krieg, der seit Jahrzehnten währt. Als König Corvin stirbt, übernimmt sein junger Sohn Lysander die Krone – kaum 26 Jahre alt, unerfahren und ungetestet. Noch bevor er seine Herrschaft festigen kann, marschiert der gefürchtete Eroberer König Dorian in sein Land ein. Dorian, Mitte vierzig, kalt, siegreich und seit Jahren im Krieg, nimmt Lysander gefangen und lässt ihn in den Kerker seines Schlosses werfen. Was als Machtdemonstration beginnt, wird zu einem gefährlichen Spiel. Dorian versucht, Lysander zu brechen – mit Hunger, Isolation und Provokationen. Doch der junge König weigert sich zu knien. Stattdessen bietet er seinem Feind die Stirn. Zwischen Kerkerbesuchen und Wortgefechten entstehen Gespräche über Pflicht, Verlust und die Einsamkeit der Macht. Aus Hass wächst Verständnis. Aus Verständnis etwas Verbotenes. Während draußen Aufstände aufflammen und der Krieg unausweichlich scheint, geraten beide Männer in einen Konflikt, der größer ist als ihre Reiche. Denn am Ende wird nicht nur entschieden, wer herrscht – sondern, was ein Leben wert ist.

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Seitenzahl: 115

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Simone Lilly

Der letzte Sieg

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel I

Kapitel II

Kapitel III

Kapitel IV

Impressum neobooks

Kapitel I

Die Halle des Schwarzen Schlosses lag im Halbdunkel, erhellt nur von den flackernden Flammen in den eisernen Schalen entlang der Wände. Rauch kringelte sich träge zur Decke hinauf, und der schwere Geruch von Pech und verbranntem Holz hing in der Luft. König Dorian stand vor den hohen Fenstern, die sich zum Innenhof öffneten, und ließ seinen Blick über das Tor schweifen, das noch geschlossen war. Irgendwo in der Ferne, hinter Hügeln und Wäldern, war sein Heer unterwegs, beladen mit Siegesbeute – und mit dem, was ihm am meisten bedeutete: dem jungen König von Veylin.Sein Mund verzog sich zu einem Lächeln, kalt und selbstzufrieden.Endlich. Jahrzehnte hatte er auf diesen Augenblick gewartet.Corvin, der alte Löwe, hatte ihm nie Frieden gegönnt. Immer hatte er Dorians Reich verhöhnt, seine Grenzen bedroht, seine Gesandten mit schneidendem Spott empfangen. Beide Reiche – Arvendral und Veylin – hatten seit Generationen einander misstraut, doch mit Corvin war aus Feindschaft Hass geworden. Und nun war er tot, zu Staub verfallen, ohne dass Dorian selbst Hand anlegen musste. Ein Husten, ein Fieber, so hieß es. Fast enttäuschend, dass der Tod den alten König so banal hinweggerafft hatte.Dorian ballte die Faust.Er hätte ihn lieber eigenhändig zu Boden gezwungen.Doch vielleicht war das Schicksal nicht ungerecht. Es hatte ihm etwas anderes beschert – etwas, das ihn mehr reizen konnte als der Tod des alten Feindes. Lysander. Der Sohn. Der Erbe. Ein Junge von sechsundzwanzig Jahren, der kaum den Krönungsmantel abgelegt hatte, bevor Dorian zuschlug.„Ein König aus Milch und Honig,“ murmelte er. „Er wird nicht einmal wissen, wie ein Schwert sich anfühlt, wenn es den Schlagarm ermüdet.“Dorian stellte sich vor, wie der junge Mann wohl aussehen mochte, gezeichnet von der Niederlage, die Krone vom Haupt gerissen, stolz vielleicht, trotzig – oder doch gebrochen und weinend wie ein Knabe?Die Vorstellung reizte ihn. Er wollte es mit eigenen Augen sehen.Ein dumpfer Windstoß ließ die Flammen der Fackeln erzittern. Dorian verschränkte die Hände hinter dem Rücken und lauschte. Schritte hallten in der Ferne. Diener eilten durch die Hallen, die Kunde verbreitend, dass sich Reiter der Burg näherten. Sein Herz schlug schneller, doch er zwang sich zur Ruhe. Er wollte nicht wie ein ungeduldiges Kind wirken.Alles an diesem Abend sollte von seiner Überlegenheit künden.Er dachte an die Gesichter der Fürsten, die sich in den nächsten Tagen in seiner Halle versammeln würden, um den gefangenen König zu sehen. Sie sollten in Lysanders Fall nicht nur die Niederlage Veylins erkennen, sondern auch die absolute Macht Arvendrals.Und doch – unter der Schicht von Kalkül und Siegesgewissheit – lag etwas anderes. Etwas, das er sich nicht eingestand: eine flüchtige Neugier, die ihn fast wie eine unsichtbare Hand zog.Wie würde dieser junge Mann ihn ansehen? Mit Hass? Mit Angst? Mit Trotz?Das Grollen der Zugbrücke hallte nun durch den Hof, das Rasseln der Ketten klang wie das Atmen eines Riesen. Dorian straffte die Schultern. Es war soweit.Die Rückkehr seines Heeres begann.Er drehte sich vom Fenster ab, ging langsam zur Mitte der Halle und ließ sich in den hohen, schwarzen Thron sinken, dessen Lehnen wie Rabenflügel über ihm ragten. Er wollte sitzen, erhaben, ungerührt, wenn man ihm Lysander brachte. Die Diener ordneten eilig die Fackeln, wischten über den Steinboden, als ginge es um ein Festbankett.Ein Fest war es auch.Nur war der Ehrengast kein Verbündeter, sondern ein Gefangener.Dorian legte die Fingerspitzen aneinander und wartete.

Kapitel II

Das Tor krachte auf, und der dumpfe Hall der Schritte seines Heeres füllte die Halle wie das Dröhnen ferner Donner. Soldaten strömten herein, müde vom Kampf, von Schmutz und Blut gezeichnet, doch mit erhobenen Häuptern. Vor ihnen aber schritten zwei Männer, die den Gefangenen zwischen sich hielten. Eisen klirrte bei jedem Schritt, und in der schweren Stille konnte man beinahe das Schleifen der Ketten über dem Steinboden hören.Dorian richtete sich auf. Seine blauen Augen hafteten sofort an der Gestalt, die man vor ihn führte.Lysander.Der junge König trug keine Krone mehr. Stattdessen hing ihm Haar ins Gesicht, vom Rauch geschwärzt, an den Schläfen glänzte es feucht vor Schweiß. Sein Gewand war an den Rändern verbrannt, die Ärmel zerrissen, Blut klebte an seinen Armen. Und doch – unter dem Schmutz und den Zeichen der Niederlage – zeichnete sich etwas Absonderliches ab: Haltung. Würde. Er ging nicht gebrochen, sondern aufrecht, die Ketten spannten sich, weil er die Schultern nicht sinken ließ.Er war größer, als Dorian erwartet hatte. Schlank, ja, aber nicht zerbrechlich, sondern sehnig, mit der Anmut eines jungen Mannes, dessen Körper nicht nur für Bücher und Reden geschaffen war. Das Gesicht markant, die Wangenknochen hart gezeichnet, der Mund fest geschlossen. Die Augen – dunkel wie Nacht – glänzten hell vor Trotz.Dorian blinzelte unmerklich.Kein König aus Milch und Honig.Sein Feldherr trat vor, kniete kurz und hielt dem Thronherrn ein glänzendes Stück Metall entgegen: die Krone Veylins. Dorian griff danach, ließ sie in seiner Hand rotieren und lachte. Ein kurzes, tiefes Lachen, das durch die Halle hallte.„So also endet das stolze Erbe Corvins“, sprach er, und seine Stimme war so schneidend wie ein Schwert. „Sein Sohn in Ketten, seine Krone in meinen Händen.“Einige Soldaten lachten roh auf, doch Dorian bemerkte kaum, was um ihn geschah. Sein Blick hing weiter an Lysander, der keinen Schritt zurückwich, sondern die Augen erhob und ihn musterte.Lysanders SichtEr hatte Geschichten gehört, so viele Geschichten. Von Dorian dem Schwarzen, wie man ihn im Norden nannte. Vom Eroberer, der Fürsten niederwarf, als wären sie Schachfiguren. Von seinen Schlachten, seinem Blutdurst, von seiner Unnachgiebigkeit. Und nun stand er vor ihm.Lysanders Brust hob und senkte sich schwer, während er diesen Mann betrachtete. Dorian war größer, als er gedacht hatte, breit gebaut, die Schultern wie von Stein, das Gesicht kantig, von Narben gezeichnet. Schwarzes Haar, durchzogen von Silber an den Schläfen, und diese Augen – kalt, durchdringend, als könnten sie bis ins Herz sehen. Er trug eine Rüstung, so dunkel, dass sie das Fackellicht verschluckte, und dennoch funkelten ihre Kanten wie gezackte Schatten.Für einen Moment, so kurz, dass er es fast verpasste, spürte Lysander ein Ziehen in der Brust: Furcht, ja, aber auch etwas anderes – ein scharfes Bewusstsein dafür, wie übermächtig dieser Mann war. Und dass er ihn nun musterte, mit einem Blick, der nicht Spott, sondern Neugier enthielt.Zurück zu DorianDie Krone lastete schwer in seiner Hand. Er ließ sie achtlos auf den Stufen zu seinen Füßen fallen. „Ein Schmuckstück für meinen Hund,“ sagte er kalt. „Oder für meinen Bechermeister. Mehr wert ist sie nicht.“Ein Raunen ging durch die Halle. Alle Augen richteten sich nun auf Lysander. Erwarteten, dass er zusammenbrechen würde. Doch der junge König hob das Kinn, sein Mund verzog sich zu einem leisen, bitteren Lächeln.„Dann sollte Euer Hund sie tragen,“ entgegnete er, rau, aber fest. „Vielleicht steht sie ihm besser als Euch.“Ein paar Soldaten verstummten erschrocken. Einer stieß Lysander grob in die Seite, doch Dorian hob nur eine Hand, und sofort gehorchten sie. Seine Augen glommen gefährlich, und für einen Augenblick schien es, als würde er aufspringen und den Jungen eigenhändig niederschlagen.Doch dann – ein anderer Laut. Lachen. Ein tiefes, kehliges Lachen, das sich in der Halle ausbreitete. Dorian lachte, während er den Blick nicht von Lysander nahm.„Stolz, auch in Ketten,“ murmelte er. „Vielleicht… hat der Tod deinem Vater doch einen würdigen Sohn hinterlassen.“

Kapitel III

Dorian trat aus dem Schatten seines Thrones wie ein dunkler Berg, die Gestalt der Halle schien um ihn herum zu schrumpfen. Er war tatsächlich einen Kopf größer als Lysander; die Rüstung spannt über breite Schultern, die Hände ruhten, fast spielerisch, an den Lehnen seines Thrones, als wäre der Junge vor ihm nichts weiter als ein erlegtes Tier, das man nach Belieben begutachten konnte.„Was soll ich mit ihm tun?“ fragte Dorian, die Stimme glatt wie poliertes Eisen, doch in ihr lag ein scharfer Unterton von Belustigung. Er ließ die Frage in den Kreis der Wachen und Höflinge fallen, als erwartete er eine Reihe rüder Vorschläge – und er bekam sie.„An den Pfahl!“ rief einer mit rauer Stimme.„Hängt ihn an die Stadtmauer als Warnung!“ brüllte ein anderer.Ein guter Haufen schallenden Gelächters folgte, rau, heiß wie Schlachtfeuer. Die Halle vibrierte vor Zynik; es war das Gelächter von Männern, die Blut gerochen und gewonnen hatten.Lysander stand still, die Ketten fielen schwer an seinen Handgelenken. Sein Atem kam kurz, die Brustarbeitete, doch im Gesicht regte sich kein Fleck von Unterwerfung. Stattdessen brannte etwas wie Feuer hinter seinen Augen. Er blickte zu Dorian auf — nicht geblendet, nicht geduckt — und hielt diesem Blick stand.„Verschon den Pfahl,“ sagte Dorian mit verächtlicher Gelassenheit. „Man soll Erinnerungen besser nicht zu laut aufhängen. Vielleicht lasse ich dich ein wenig laufen. Oder ich setze dich im Wald aus—lass die Wölfe an deinem Königstum prügeln. Vielleicht lernst du dann etwas von dem rauen Handwerk, das wir ‚Regieren‘ nennen.“Die Höflinge schnaubten, die Männer in Eisen stießen obszöne Kommentare aus; die Luft war erfüllt von triumphierender Überheblichkeit. Dorian lächelte und trat einen Schritt vor. Seine Präsenz war wie eine Klinge, seine Augen glitten über den jungen König, musterten, beurteilten. Er war es gewohnt, dass Blickavalappen fielen; er war es gewohnt, dass Furcht die Antworten brachte.Lysander reagierte nicht mit Worten. Seine Augen verengten sich; ein kurzer, blitzender Ausdruck huschte über sein Gesicht — etwas, das zwischen Verachtung und Verzweiflung lag. Und dann tat er etwas, das niemand in der Halle erwartete: er spuckte.Die Kugel Salzwasser, dunkel vor Staub und Rauch, traf Dorians Wange, spritzte über dessen Bart und hing einen Moment wie ein stiller, verräterischer Tropfen an seiner Haut.Für einen Herzschlag war alles wie gelähmt. Das Gelächter erstarrte zu einem scharfen, gierigen Klang, der plötzlich verstummte; selbst die Fackeln schienen leiser zu flackern. Die Wachen, die Minuten zuvor noch so sicher in ihrem Sieg schwelgten, standen wie versteinert. Ein leises Rascheln ging durch die Reihen, als die Männer versuchten, das Bild zu begreifen: der gefangene Junge, der dem Eroberer ins Gesicht spuckte.Lysanders Atem ging schnell. In seinen Zügen lag kein Wahn; es war eine kalkulierte Trotzhandlung, roh und ehrlich. Vielleicht war es Verzweiflung, die ihm die Hände gebunden hatte. Vielleicht war es auch Zorn über Verrat, über das, was mit seinem Reich geschah. Oder vielleicht — ganz leise, kaum merklich — war es die Absage an den kleinen, heimlichen Funken der Demütigung, die er sich noch bewahren wollte: dies war seine Antwort.Dorian behielt die Augen auf ihm, ohne zu zucken. Das salzige Nass rann die Schläfe hinab, mischte sich mit Ruß, und er spürte den kühlen Hauch auf seiner Haut. Seine Hand fuhr instinktiv zu der Stelle, wischte kurz, mechanisch; es war die Bewegung eines Mannes, der nie gelernt hatte, Unbehagen offen zu zeigen. Die Halle erwartete nun eine Reaktion wie ein Tier, das auf einen Schlag wartete.Ein Aufschrei, ein Befehl, ein Staatsakt der Gewalt — Dorian könnte es sich leisten. Er hob die Hand, nicht wie zur Drohung, sondern wie ein Richter, der sein Urteil verkündet. Die Fingernägel pressten sich weiß in das Leder. Seine Stimme war nun ruhig und tief, und als er sprach, klang sie wie der Samen alter Kriege.„Behaltet ihn,“ sagte er leise. „Vorerst. In den Kerker. Hütet euch, ihn noch einmal zu demütigen. Er gehört mir — nicht eurem Vergnügen.“Die Wachen gehorchten. Eisen klirrte, Soldaten rückten vor und führten den gefangenen König aus der Halle. Lysander ging mit geradem Rücken, die Füße setzten auf dem Steinboden pathetisch, als wären dies die letzten Schritte eines Fürsten auf einem großen Feld. Menschen wichen, als er passierte; einige von ihnen warfen ihm einen Blick voller Verachtung, andere wirkten beinahe… unsicher.Dorian blieb sitzen, die Hand an der Lehne des Thrones. Ihm folgte ein stiller Chor von Gesprächen, hastig, gedämpft; niemand wagte es, die Stille direkt zu brechen. Er wischte sich endgültig das Gesicht, als sei der Tropfen nichts weiter als Schmutz, und doch brannte etwas in seinem Inneren. Nicht Schmerz, das war nicht der Punkt. Es war die Überraschung — eine schmale, unerwartete Klinge — dass dieser junge König den Mut hatte, ihn so offen zu beleidigen. Mut, oder Torheit. Beide waren attraktiv auf ihre Weise.Als die Türen sich schlossen und die Fußstapfen im Gang verhallten, blieb ein Echo in der Halle zurück: nicht nur der Nachhall der Ketten, sondern ein anderes, leiseres Gefühl, das Dorian nicht benennen wollte. Er fühlte, wie die Aufmerksamkeit der Anwesenden zurück auf ihn fiel, erwartungsvolle, prüfende Blicke. Er richtete sich auf, die Schultern straff, nahm die Rolle des unerschütterlichen Siegers wieder an sich.Doch in der Tiefe — dort, wo Männer ihre Masken ablegten und allein mit ihren Erinnerungen waren — hatte das Spucken eine kleine, funkelnde Spur hinterlassen. Er hatte Lysanders Atem gespürt, dessen Trotz sogar seine Haut berührt; er wusste, was das bedeutete: nicht nur Demütigung, sondern Persönlichkeit, ein Ich, das nicht einfach zerrieben werden konnte. Und das, so klein es auch sein mochte, war gefährlich. Gefährlich, weil es Neugier weckte.Dorian lehnte sich zurück und ließ ein lautloses Lächeln über sein Gesicht gleiten. Nicht das Lachen des Mannes, der gebrochene Seelen feierte — eher das eines Jägers, dem eine unerwartete Beute entwischt und zugleich Entschlossenheit in den Knochen fährt: diese Beute würde nicht mehr so leicht entkommen.

Kapitel IV

Die Fackeln der Wachen warfen lange Schatten über die kalten Mauern, während sie Lysander durch die engen Gänge führten. Seine Ketten rasselten, das Eisen schabte über seine Haut, und jeder Schritt hallte wie eine Verspottung seiner selbst. Der Boden unter seinen Füßen war feucht, modrig, und je tiefer sie ihn brachten, desto kälter wurde die Luft.