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Die hübsche Angelika ist erst seit Kurzem im Berghotel als Masseurin und Kosmetikerin angestellt, um Gerti Wachter zu unterstützen. Beschwingt macht sie sich an diesem Morgen auf den Weg zur Rosenstube. Ihr Herz setzt einen Schlag aus, als Gerti ihr berichtet, dass sie kurzfristig einen ihrer Massagetermine übernehmen muss. Das wäre alles nicht weiter tragisch, wäre ihr Kunde nicht ausgerechnet Valentin Windisch, fescher Reitlehrer in St. Christoph - und der Mann ihrer Träume. Allein der bloße Klang seines Namens lässt ihr Herz höherschlagen. Schon als blutjunges Madel hat sie ihn aus der Ferne angehimmelt. Doch dieser Mann, den sie seit Jahren so schmerzlich begehrt, ist längst verheiratet. Niemals wird er ihr gehören, vielleicht wird er ihr niemals näher sein als heute. Und so wünscht sich Angelika, die halbe Stunde werde niemals enden ...
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Seitenzahl: 123
Veröffentlichungsjahr: 2017
Cover
Impressum
Was mir dein Blick verspricht
Vorschau
BASTEI ENTERTAINMENT
Vollständige eBook-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe
Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG
© 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln
Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller
Verantwortlich für den Inhalt
Titelbild: Michael Wolf / Bastei Verlag
Datenkonvertierung eBook: Blickpunkt Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH, Satzstudio Potsdam
ISBN 978-3-7325-4670-1
www.bastei-entertainment.de
www.lesejury.de
Im idyllischen St. Christoph, dort, wo auch der »Bergdoktor« lebt und praktiziert, liegt das Hotel »Am Sonnenhang«. Es ist ein Haus, in dem sehr viel Wert auf Tradition und Gastlichkeit gelegt wird – und sich für die Gäste so mancher Traum erfüllt.
Was mir dein Blick verspricht
Roman um eine bittersüße Romanze in St. Christoph
Von Verena Kufsteiner
Die hübsche Angelika ist erst seit Kurzem im Berghotel als Masseurin und Kosmetikerin angestellt, um Gerti Wachter zu unterstützen. Beschwingt macht sie sich an diesem Morgen auf den Weg zur Rosenstube. Ihr Herz setzt einen Schlag aus, als Gerti ihr berichtet, dass sie kurzfristig einen ihrer Massagetermine übernehmen muss. Das wäre alles nicht weiter tragisch, wäre ihr Kunde nicht ausgerechnet Valentin Windisch, fescher Reitlehrer in St. Christoph – und der Mann ihrer Träume. Allein der bloße Klang seines Namens lässt ihr Herz höherschlagen. Schon als blutjunges Madel hat sie ihn aus der Ferne angehimmelt. Doch dieser Mann, den sie seit Jahren so schmerzlich begehrt, ist längst verheiratet. Niemals wird er ihr gehören, vielleicht wird er ihr niemals näher sein als heute. Und so wünscht sich Angelika, die halbe Stunde werde niemals enden …
Beschwingt lief Angelika über den schmalen Kiesweg, der von ihrem Häuschen am Waldrand direkt zu ihrer Arbeitsstelle führte: dem Sporthotel »Am Sonnenhang«. Obwohl es noch früh am Morgen war, hatte sie glänzende Laune.
Seit Kurzem war sie im Hotel als Masseurin und Kosmetikerin angestellt. In der Rosenstube sollte sie Gerti Wachter ein wenig entlasten, die nebenbei auch als Physiotherapeutin in Schwaz arbeitete und somit wahrlich mehr als genug zu tun hatte.
Angelika liebte ihre Arbeit, die Kollegen, die beiden Chefs und das Hotel an sich. Sie war in St. Christoph im Zillertal aufgewachsen, der Anblick des schönen Berghotels war ihr seit jeher vertraut. Auch jetzt trat ein Lächeln auf ihr Gesicht, als das große, ganz im alpinen Stil gehaltene Gebäude vor ihr auftauchte.
Es war ein herrlicher Frühlingstag. So früh morgens war es noch kühl, weswegen Angelika ein dickes Schultertuch über ihrem Alltagsdirndl trug, aber jetzt schon merkte man, dass die Sonne die frische Luft bald aufwärmen würde. Es roch nach Tau und Gras, Heu und Flieder. Raureif bedeckte die Wiesen, glitzerte im Licht der Morgensonne und knirschte unter Angelikas Schuhen.
Genussvoll atmete sie tief ein, blieb für einen Moment stehen und schloss die Augen. Die Vögel schienen ihre Lieder eigens für sie zu zwitschern. Ein tiefer Frieden lag über dem Zillertal und erfüllte Angelikas Herz.
Doch allzu viel Zeit durfte sie sich nicht lassen, wenn sie nicht zu spät zur Arbeit kommen wollte. Also schritt sie tüchtig aus, raffte das Schultertuch über ihrer Brust zusammen und rannte das letzte Stückerl mit fliegendem Rock und wehenden Flechtzöpfen.
Atemlos, aber glücklich betrat sie den Eingangsbereich des Hotels.
Gut gelaunt grüßte sie das Kastler-Ehepaar. Hedi und Andi, die Hotelchefs, standen hinter der Rezeption und waren in eine angeregte Plauderei vertieft. Als sie Angelika sahen, winkten sie ihr fröhlich zu.
In der Rosenstube wurde sie von angenehmen Düften empfangen. Hier roch es nach sinnlicher Rosenblüte, warmer Vanille, edlem Sandelholz und vielen weiteren Nuancen, die sich zu einem harmonischen Ganzen vermischten. Trat man ein, fühlte man sich auf Anhieb wohl und entspannt.
»Grüß dich, Angelika! Fein, dass du schon hier bist«, rief Gerti ihr lächelnd entgegen. »Komm, geh mir doch ein bisserl zur Hand, ja? Ich möchte die Massageliege ein Stückerl verschieben, damit ich an die Kasteln dahinter drankomm.«
»Freilich, lass mich nur machen.«
Tatkräftig half Angelika ihr. Mit vereinten Kräften bereiteten sie das Stüberl für die Gäste vor, die sie heute beehren würden.
»Ach übrigens, es ist noch ein kurzfristiger Termin für heut Früh reingekommen«, erklärte Gerti, während sie die Fläschchen mit den verschiedenen Massageölen schön ordentlich zurechtrückte. »Es geht um eine Sportmassage. Könntest du die übernehmen? Ich hab nämlich eine leichte Sehnenentzündung im Handgelenk. Net schlimm genug, um mich krankschreiben zu lassen, aber so eine Massage geht ja leider schon ganz schön auf die Handgelenke.«
»Du Arme! Freilich übernehm ich das.«
Angelika tauschte ihr Dirndl gerade gegen ihre Arbeitskleidung: eine weiße Stoffhose und ein hellblaues T-Shirt. Die blonden Flechtzöpfe steckte sie mit ein paar Haarnadeln säuberlich hoch, sodass sie einen Kranz um ihren Kopf bildeten und bei der Arbeit nicht im Weg sein würden.
»Danke, du bist ein Engerl«, erwiderte Gerti. »Der Valentin ist ja ein guter Kunde, den möchte ich nur ungern vertrösten.«
»Wer? Was hast du da grad für einen Namen gesagt?« Angelika schnappte erschrocken nach Luft, ihr Herz setzte einen Schlag aus. Sie verharrte mitten in der Bewegung, beide Hände mit den Haarnadeln über den Kopf erhoben.
Gerti bemerkte Angelikas Reaktion zum Glück nicht.
»Der Windisch-Valentin. Du weißt schon, der Reitlehrer«, erklärte sie unbeschwert. »Es ist ja gar kein Wunder, dass er regelmäßig zur Massage herkommt – er hat halt einen körperlich anstrengenden Beruf und wohl auch viel Stress. Da braucht man sich net wundern, wenn die Schultern und der Rücken ganz verspannt sind.«
Angelika wusste freilich sehr genau, wer der Windisch-Valentin war. Der bloße Klang seines Namens ließ ihr Herz höherschlagen.
Hatte es je eine Zeit gegeben, in der sie nicht in ihn verliebt gewesen war? Das konnte sie sich gar nicht vorstellen. Seit sie wusste, was die Liebe war, gehörte ihr Herz ihm allein. Schon als blutjunges Madel, als sie noch zur Schule gegangen war, hatte sie ihn aus der Ferne angehimmelt.
An ihren zärtlichen Gefühlen hatte sich seither nichts geändert. Die Jahre vergingen, doch immer noch schwärmte Angelika für den feschen Reitlehrer. Kein anderer Mann konnte es mit ihm aufnehmen, kein noch so gut aussehender Bursche konnte sie locken.
Wann immer sie ihn sah, verschlug es ihr den Atem. Seit jeher beherrschte Valentin ihre Träume. Der Gedanke, dass sie niemals eine Chance bei ihm haben würde, machte sie unendlich traurig.
Und ausgerechnet ihn sollte sie jetzt massieren? Nachdem sie ihn jahrelang nur aus der Ferne angehimmelt hatte, sollte sie ihm jetzt unvermittelt so nah sein, mit ihm sprechen und ihn berühren?
Dass die Einwohner von St. Christoph die Einrichtungen des Hotels nutzten, war nichts Ungewöhnliches. Die Sportplätze, der Biergarten, das Weinstüberl und die Rosenstube standen nicht nur Urlaubern, sondern auch Einheimischen zur Verfügung. Doch mit Valentin hätte Angelika trotzdem nicht gerechnet.
Vor Nervosität wäre sie am liebsten weggerannt, hätte sich krankgemeldet oder sich wie ein kleines Kind in einem Schrank versteckt. Doch freilich war das nicht möglich, da musste sie jetzt durch.
Sie atmete tief durch, warf einen Blick in den Spiegel und zupfte hektisch ihre Frisur zurecht. Plötzlich wünschte sie, sie hätte sich heute ein wenig mehr herausgeputzt. Kurz erwog sie, noch etwas Lippenstift aufzutragen, aber dazu war es zu spät: Schon näherten sich Schritte.
»Da ist er ja schon! Auf die Minute pünktlich«, stellte Gerti fest.
Angelika schickte in Gedanken ein Stoßgebet zum Himmel, setzte ihr schönstes Lächeln auf und hoffte inständig, sich nicht vor dem Mann zu blamieren, den sie über alle Maßen vergötterte.
***
Nur mühsam konnte Angelika ein sehnsüchtiges Seufzen unterdrücken, als Valentin die Rosenstube betrat. Wie gut er aussah! Er war groß und schlank und jede seiner geschmeidigen Bewegungen verriet, wie durchtrainiert er war. Seine Augen waren so blau wie der Himmel an einem wolkenlosen Tag.
Manchmal fielen ihm die halblangen dunkelblonden Haare in die Stirn; die beiläufige Geste, mit denen er sie dann beiseite strich, ließ Angelikas Herz höherschlagen. Unwillkürlich wünschte sie, er würde dasselbe mit ihr machen: ihre Wange berühren und ihre Haare sanft hinter ihr Ohr streichen. Die Vorstellung zauberte ein Kribbeln in ihren Bauch.
Als er hereinkam und sie sah, stockte er kurz. Er schien überrascht zu sein, sie hier zu sehen. Freilich kannten sie einander, in einem kleinen Dorf wie St. Christoph kannte im Grunde genommen jeder jeden, aber dass sie neuerdings im Berghotel arbeitete, hatte er noch nicht gewusst.
Sie wünschte, sie könnte seine Gedanken lesen. Freute er sich ein wenig, sie hier zu anzutreffen? Oder war er genervt? Oder war sie ihm etwa ganz gleichgültig? Der Blick, mit dem er sie maß, war schwer zu deuten.
»Valentin! Grüß dich.« Herzlich schüttelte Gerti ihm die Hand. »Du und die Angelika, ihr kennt’s euch ja schon, gell? Dann muss ich einander net vorstellen. Sie arbeitet neuerdings hier und wird dich heut massieren, wenn das in Ordnung ist.«
Er stockte kurz, einen Moment lang wirkte er irritiert.
»Ach, die Angelika übernimmt das?«, fragte er überrascht nach.
Sofort schoss ihr das Blut in die Wangen, ein Kloß bildete sich in ihrer Kehle. Wollte er sich nicht von ihr massieren lassen?
»Wenn dir das net recht ist, kann das bestimmt wie üblich die Gerti übernehmen«, murmelte sie verlegen, ohne Valentin in die Augen zu sehen. Und als ihr einfiel, dass Gerti Probleme mit den Handgelenken hatte, fügte sie eilig hinzu: »Oder vielleicht hättest du gern einen neuen Termin?«
Doch er schüttelte den Kopf.
»Aber nein, schon in Ordnung.« Seine angenehme dunkle Stimme war völlig ruhig und offenbarte nicht, was er dachte. »Nein, ist schon in Ordnung. Ich war bloß überrascht, das ist alles.«
Fast hatte sie gehofft, er hätte das Angebot angenommen und einen späteren Termin mit Gerti vereinbart. Das hätte bedeutet, dass sie sich nicht allein mit ihm in einem Raum aufhalten müsste. In seiner Nähe war sie so nervös, dass sie kaum wusste, wo ihr der Kopf stand. Seine Anwesenheit erfüllte sie mit Scheu.
Doch es führte kein Weg daran vorbei, sie konnte keinen Rückzieher machen. Also war sie gleich darauf allein mit ihm im gemütlichen Massageraum, während Gerti sich anderen Aufgaben widmete.
»Okay, dann zieh dich bitte aus und leg dich auf die Massageliege«, sagte sie leise.
Als er ihrer Aufforderung Folge leistete, wandte sie diskret den Blick ab und schaltete die Musikanlage ein. Leise Entspannungsklänge drangen aus den Lautsprechern und sorgten für eine erholsame Atmosphäre. Das Licht war sanft und gedämpft.
Als Valentin auf der Massageliege lag, nahm Angelika ihren Mut zusammen. Sie hielt den Atem an, bevor sie seinen Rücken berührte.
In ihrer Ausbildung hatte sie freilich viele Menschen massiert, normalerweise betrachtete sie das völlig professionell und emotionslos. Doch ihre Finger über Valentins Haut gleiten zu lassen, war etwas völlig anderes. Straffe, harte Muskeln zeichneten sich unter seiner gebräunten Haut ab. Sein ganzer Körper wirkte wie gemeißelt; so perfekt wie eine Statue.
»Du bist ja tatsächlich ganz verspannt«, sagte sie leise, als sie bemerkte, wie verhärtet seine Schultern waren. »Das muss ganz schön schmerzhaft sein.«
»Ja, angenehm ist es nicht«, murmelte er. »Kommt wohl vom Stress.«
Mehr als diese paar Worte sprachen sie nicht. Zu gern hätte Angelika sich mit ihm unterhalten, aber sie traute sich nicht. Außerdem war er nicht hier, um zu plaudern, sondern um sich massieren zu lassen. Also konzentrierte sie sich schweigend auf ihre Antwort.
Geschickt glitten ihre Hände über seine glatte Haut und massierten seine verspannten Muskeln. Allmählich lockerten sich die Verhärtungen, Valentin entspannte sich. Als Angelika sanft seinen Nacken knetete, seufzte er sogar wohlig.
Ihm plötzlich so nah zu sein, nachdem sie ihn jahrelang nur aus der Ferne angeschmachtet hatte, fühlte sich für Angelika wie ein seltsamer Traum an. Sie konnte kaum glauben, dass Valentin tatsächlich gerade mit nacktem Oberkörper vor ihr lag. Sie spürte die Wärme seines Körpers, roch den leichten Duft seiner Haut und wünschte, die halbe Stunde, die er gebucht hatte, würde niemals enden.
Doch ihn zu massieren, war nicht nur schön, sondern machte sie auch traurig. Es erinnerte sie auf schmerzliche Weise daran, dass dieser Mann, den sie so sehr liebte, nie zu ihr gehören würde. Niemals würde sie ihm näher sein als heute, so sehr sie es sich auch erträumte.
Denn Valentin war längst vergeben. Schon mit achtzehn Jahren hatte er sich mit der schönen Mirl verlobt, mit der er bis heute verheiratet war. Als verheirateter Mann war er für Angelika freilich tabu. Sie konnte von ihm träumen, doch in der Realität durfte sie keinen Annäherungsversuch wagen – ganz davon abgesehen, dass sie dafür ohnehin viel zu schüchtern war.
Viel zu schnell waren die dreißig Minuten vorbei. Bedauernd ließ Angelika ihre Hände ein letztes Mal über Valentins Rücken gleiten. Es fiel ihr schwer, von ihm Abschied zu nehmen. Vielleicht würde sie nie wieder so viel Zeit mit ihm verbringen.
Für Valentin spielte das wohl keine Rolle, dachte sie betrübt. Für ihn war sie bloß eines von vielen Madeln und nicht weiter beachtenswert. Doch als er sein Hemd zuknöpfte, sich bei ihr bedankte und die Rosenstube verließ, hatte sie den Eindruck, dass auch er ein wenig traurig wirkte.
Oder war das bloß Wunschdenken? Redete sie sich nur ein, dass auch er ihre Gesellschaft genossen hatte?
Sobald er die Tür hinter sich geschlossen hatte, lehnte sie sich seufzend gegen die Wand. Sie presste beide Hände flach auf ihr Herz, das wie verrückt raste, und schaute sehnsüchtig die Tür an, durch die er verschwunden war.
***
»Komm schon, Angelika. Das wird sicherlich eine Gaude«, meinte Gerti gut gelaunt. »Das willst du dir doch net entgehen lassen, gell?«
Angelika zögerte. »Eigentlich wollt ich heut früh ins Bett, ich bin ein bisserl müde.«
»Papperlapapp!«, rief Gerti und klatschte in die Hände. »Es wird ja net allzu lang dauern, nur ein oder zwei Stunden. Der Lukas wird auch dabei sein, ebenso wie der Andi, der Franz, der Leo, vielleicht die Hedi …«
»Na schön!«, fiel Angelika ihr lachend ins Wort. »Du kannst schon aufhören, die gesamte Hotelbelegschaft aufzuzählen. Ich komm ja mit.«
Und so war sie mit von der Partie, als sich abends eine gesellige Runde beim »Ochsenwirt« einfand. Zwei große Holztische mussten zusammengeschoben werden, damit alle Platz fanden. Nicht nur Mitarbeiter aus dem Hotel saßen hier gemütlich zusammen, sondern auch viele andere Leute aus dem Dorf schlossen sich ihnen an, um einen ungezwungenen Abend zu verbringen.
Fröhliche Plaudereien und lautes Gelächter empfingen Angelika und Gerti im Wirtshaus. Die ausgelassene Stimmung wirkte ansteckend.
»Na, wenn das net die zwei schönsten Damen von St. Christoph sind!«, rief Lukas Einrieder bei ihrem Eintreten und winkte sie herbei.
Der Sporttrainer des Berghotels hatte nicht umsonst einen Ruf als Schürzenjäger und Frauenschwarm. Das lag nicht nur an seinem feschen Aussehen, sondern auch an seiner charmanten, lockeren Art. Als ihnen dieser Sonnyboy jetzt so entwaffnend entgegen lächelte, konnten Angelika und Gerti nicht anders, als sein Lächeln zu erwidern.
»Du alter Charmeur«, meinte Gerti grinsend, während sie sich auf einen freien Stuhl fallen ließ. »Willst du dein Glück etwa bei uns zwei Grazien versuchen? Pass auf, wir sind dir eine Nummer zu groß.«
Er schenkte der Kosmetikerin und Physiotherapeutin einen treuherzigen Augenaufschlag.
