Das Berghotel 238 - Heimatroman - Verena Kufsteiner - E-Book

Das Berghotel 238 - Heimatroman E-Book

Verena Kufsteiner

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Beschreibung

Die Ehe von Josef und Linda Wiener ist nicht glücklich. Josef hat wenig Zeit, ist stets lieblos und hat seine Frau mehrfach betrogen. In ihrer Einsamkeit hat sich Linda vor fünf Jahren zu einer Affäre hinreißen lassen. Die Liebelei blieb nicht ohne Folgen: Linda wurde schwanger. Das Geheimnis, das die kleine Emilia nicht Josefs leibliche Tochter ist, lastet schwer auf ihr. Eines Tages hält sie es nicht mehr aus. Während eines Streits bricht es aus ihr heraus. Der Moment jedoch könnte nicht ungünstiger gewählt sein, denn sie sind mit dem Auto unterwegs. Josef ist außer sich vor Zorn und tritt fester aufs Gaspedal. Als ihnen ein anderes Fahrzeug auf der engen Bergstraße entgegenkommt, kann er noch knapp ausweichen, kommt aber mit dem Wagen von der Straße ab. Das Auto stürzt einen Steilhang hinunter und überschlägt sich mehrmals. Linda kommt mit dem Leben davon, doch Josef erliegt noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die junge Witwe gibt sich die Schuld am Tod ihres Mannes. Wie soll sie damit weiterleben?

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Seitenzahl: 126

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Inhalt

Cover

Nur der Herrgott war ihr Zeuge

Vorschau

Impressum

Nur der Herrgott war ihr Zeuge

Heimatroman um eine schöne Witwe und ihr heiliges Geheimnis

Von Verena Kufsteiner

Die Ehe von Josef und Linda Wiener ist nicht glücklich. Josef hat wenig Zeit, ist stets lieblos und hat seine Frau mehrfach betrogen. In ihrer Einsamkeit hat sich Linda vor fünf Jahren zu einer Affäre hinreißen lassen. Die Liebelei blieb nicht ohne Folgen: Linda wurde schwanger. Das Geheimnis, das die kleine Emilia nicht Josefs leibliche Tochter ist, lastet schwer auf ihr.

Eines Tages hält sie es nicht mehr aus. Während eines Streits bricht es aus ihr heraus. Der Moment jedoch könnte nicht ungünstiger gewählt sein, denn sie sind mit dem Auto unterwegs. Josef ist außer sich vor Zorn und tritt fester aufs Gaspedal. Als ihnen ein anderes Fahrzeug auf der engen Bergstraße entgegenkommt, kann er noch knapp ausweichen, kommt aber mit dem Wagen von der Straße ab. Das Auto stürzt einen Steilhang hinunter und überschlägt sich mehrmals.

Linda kommt mit dem Leben davon, doch Josef erliegt noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die junge Witwe gibt sich die Schuld am Tod ihres Mannes. Wie soll sie damit weiterleben?

Die Frühlingssonne schien auf St. Christoph herab und tauchte die Fassade der kleinen, weißen Dorfkirche in ein warmes Licht. Der goldfarbene Wetterhahn auf der Turmspitze drehte sich munter im Wind.

Beinahe das ganze Dorf hatte sich hier versammelt, so wie jeden Sonntag, um die Messe zu besuchen. Fröhlich plaudernd strömten die Menschen durch das Kirchenportal. Jedermann hatte sich für den Anlass adrett herausgeputzt.

Auch Linda Wiener trug ihre gute Sonntagskleidung: das neue, hellgrüne Dirndl, das so gut zu ihrer Augenfarbe passte, mit einer langärmligen Bluse. An ihrer Hand hüpfte fröhlich die kleine Emilia, die mit ihren Lackschuhen zuckersüß aussah.

An Lindas anderer Seite ging ihr Mann Josef. In seinem feschen Trachtenanzug machte er einen stattlichen Eindruck. Seufzend stellte Linda fest, dass sie freilich wieder einmal nicht die einzige Frau war, die das wahrnahm. Die Huber-Zenzi warf Josef einen tiefen Blick zu, als an ihm vorbei in die Kirche stöckelte. Und Linda entging auch nicht, wie ihr Mann dieser Frau hinterherschaute.

Jedes Mal, wenn er so unverhohlen Interesse an einer anderen Frau zeigte, fühlte es sich für Linda an wie eine Ohrfeige. Und jedes einzelne Mal musste sie an seine zahlreichen Seitensprünge denken, mit denen er sie verletzt und gedemütigt hatte. Doch sie schluckte den Kummer hinunter, zwang ein Lächeln auf ihr Gesicht und legte ihre Hand leicht auf seine Schulter, während sie ihm in die Kirche folgte.

»Ja wenn das net die Wieners sind!«, grüßte Hedi Kastler, die Chefin des Berghotels, freudig, als sich Linda und ihre Familie neben ihnen auf die Kirchenbank schoben. »Na, wie geht's euch? Mei, ist die kleine Emilia groß geworden.«

»Freilich, ich bin ja schon fünf!«, trällerte das Madel fröhlich.

Linda schmunzelte. »Wenn sie so weiterwächst, hat sie mich bald eingeholt. Vielleicht füttere ich sie zu viel«, scherzte sie und zerzauste sanft Emilias weiche, blonde Locken.

»Eine richtige Dame«, meinte Hedi lächelnd. »Und wie geht's euch denn so?«

Josef übernahm die Antwort.

»Freilich alles bestens, danke der Nachfrage.«

Sein fester Tonfall wirkte so überzeugend, dass Linda ihm beinahe selbst hätte glauben können – wenn ihr nicht so schmerzhaft bewusst gewesen wäre, dass zwischen ihnen längst nicht alles rosig war.

Und wie so oft hatte Linda das Gefühl, dass Hedi mehr sah, als mit dem bloßen Auge erkennbar war. Nachdenklich schaute die Hotelchefin erst Josef, dann Linda an und schien sich so ihre Gedanken zu machen. Doch zum Glück war sie taktvoll genug, um nicht zu sagen, was ihr durch den Kopf ging.

Ein paar Hotelmitarbeiter gesellten sich hinzu und nahmen in den Bankreihen vor und hinter ihnen Platz. Linda war froh, dass der Fokus nicht mehr auf ihr und ihrer Familie lag. Ohnehin war nicht mehr viel Zeit für Small Talk, denn schon erschien der Pfarrer Andreas Roseder, um den Gottesdienst zu eröffnen.

Mit gesenktem Kopf lauschte Linda den Worten des Pfarrers. Gerade sprach er über den Wert der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Und wie so oft in der Kirche war es Linda, als sei jedes Wort an sie persönlich gerichtet. Die weisen Worte trafen sie wie Nadelstiche. Drückend lastete das schlechte Gewissen auf ihr.

Während der Predigt schweiften ihre Gedanken ab und wanderten in die Vergangenheit. Sie dachte an früher, als sie noch ein reines Gewissen hatte. Jahre war das nun her. Jahre, in denen sie mit ihrer Schuld lebte. Die Last wurde nicht leichter, trotz all der Zeit, die seither vergangen war.

Verstohlen schaute sie aus den Augenwinkeln zu Josef. Wie üblich war seine Miene verschlossen. Sie hatte es schon lange aufgegeben, ergründen zu wollen, was ihr Mann dachte und fühlte.

Als die Messe vorbei war, strömten die Leute aus der Kirche, um den restlichen Sonntag im Sonnenschein zu genießen. Doch Linda blieb auf der Holzbank sitzen.

»Fahrt's ihr beide doch schon einmal heim«, forderte sie Josef und Emilia auf. »Ich möchte noch beichten, ich komm dann einfach zu Fuß nach. Das Laufen macht mir nix aus, ich bin ja gern an der frischen Luft unterwegs und heut ist so ein schöner Tag.«

»Ich tät ja gern wissen, was du immer so alles zu beichten hast«, merkte er höhnisch an. Seine kalten, blauen Augen musterten sie durchdringend. »Jeden Sonntag das Gleiche. So viel, wie du beichtest, kann man ja gar net sündigen!«

Ihre Wangen brannten. Es kostete sie Mühe, ihr Lächeln aufrechtzuerhalten. Wenn er wüsste, was sie zu beichten hatte! Dann würde er nicht so ruhig bleiben.

Als Linda nicht auf seine Provokation einging, zuckte er mit den Schultern und steuerte auf die Tür zu. Eilig folgte Emilia ihm. Das Madel musste sich beeilen, um mit dem Papa Schritt zu halten.

Seufzend blickte Linda den beiden hinterher. Sie sah Zenzi, die auf Josef zuging und ihn in ein Gespräch verwickelte. Schon waren die beiden durch die Tür verschwunden, sodass Lindas Blick ihnen nicht mehr folgen konnte.

Jetzt noch schnürte es ihr die Kehle zu, als sie daran dachte, wie sie Josef vor einigen Jahren in flagranti mit Zenzi erwischt hatte. Und das war bei Weitem nicht sein einziger Seitensprung gewesen. Er war niemals ein Kind von Traurigkeit gewesen. Seit Beginn ihrer Ehe war Linda immer wieder über die Spuren seiner Affären gestolpert: Lippenstift an seinem Kragen oder der Duft von Damenparfüm, der ihm anhaftete, wenn er wieder einmal spät heimkam. Ein vergessener BH unter dem Autositz. Eine auf einen Bierdeckel gekritzelte Nummer, die sie beim Wäschewaschen in seiner Hosentasche gefunden hatte.

Ein paar Mal war sie sogar im Dorf hinter vorgehaltener Hand angesprochen worden: Frau Wiener, ich will mich ja net einmischen, aber wissen Sie überhaupt, mit wem sich Ihr Mann neulich herumgetrieben hat?

Längst hatte Linda aufgehört, überhaupt hinzuschauen. Sie wollte es gar nicht mehr wissen. War die Zeit seiner Affären vorbei? Hatte er sich genug ausgetobt? Oder hinterging er sie immer noch dann und wann? Linda hatte keine Ahnung.

Er war niemals ein treuer Ehemann gewesen, und vermutlich würde er das auch nie sein. Aber sie war ebenso wenig perfekt. Wer war sie also, über ihn zu richten?

***

»Vergib mir, Vater, denn ich habe gesündigt«, murmelte Linda.

Nachdem sie das gesagt hatte, brachen die Worte förmlich aus ihr heraus. Es drängte sie danach, ihr Gewissen zu erleichtern – wenngleich sie wusste, dass die Schuld sie auch weiterhin quälen würde, ganz gleich, wie oft sie darüber sprach. Während sie über ihre Sünden sprach, kamen Erinnerungen in ihr hoch und prasselten mit unbarmherziger Härte auf sie ein.

Fünf Jahre war es nun her, dass sie und Josef in einer besonders schweren Krise gesteckt hatten. Nacht für Nacht hatte er sich damals in den Wirtshäusern herumgetrieben. Weder ihre bitteren Tränen, noch ihre verzweifelten Vorwürfe hatten ihn erweichen können. Seine Liebschaften waren ihm wichtiger als seine eigene Ehefrau. Zeit hatte er ohnehin niemals für Linda gehabt. An seiner lieblosen, kalten Art drohte sie zu verbrechen. Wie eine drohende, dunkle Wolke war das Wort »Scheidung« über ihnen geschwebt.

Doch dann war Sascha in ihr Leben getreten. Als sie sich auf ihrem persönlichen Tiefpunkt befand, tauchte er auf wie ein Sonnenstrahl, der die Finsternis durchbrach.

Er war ein Urlauber, der den Sommer im schönen Zillertal verbringen wollte. Vom ersten Augenblick an war Linda ihm verfallen gewesen. Ein Blick in seine samtig-dunklen Augen, und ihr Herz hatte ihm gehört.

In seinen Armen hatte sie Trost und neue Hoffnung gefunden. Mit ihm hatte sie eine Zärtlichkeit erlebt, die sie von Josef nicht zu erwarten hatte. Ein solches Liebesglück, wie sie es mit Sascha erlebt hatte, war mit Josef nicht denkbar.

Es war wie ein Traum, ein Rausch gewesen. Für kurze Zeit hatte Linda ihre Einsamkeit, den Kummer und all die kleinen und großen Wunden, die Josef ihrer Seele regelmäßig zugefügt hatte, vergessen. Es war ihr sogar gelungen, zu vergessen, wie falsch das war, was sie da gerade tat: Sie betrog ihren Ehemann. Und auch zu Sascha war sie nicht ganz ehrlich gewesen, denn ihm verschwieg sie, dass sie eine verheiratete Frau war. Es war ein Sommer der Zärtlichkeit und Leidenschaft, der viel zu schnell und abrupt endete, als Sascha zurück nach Salzburg musste.

Wir bleiben in Kontakt, hatte er gedrängt. Ich muss dich wiedersehen, Linda. Für mich ist das net nur eine Sommerliebe. Lass es uns doch miteinander versuchen. Freilich ist die Distanz zwischen St. Christoph und Salzburg ein Hindernis, aber Hindernisse sind dazu da, überwunden zu werden.

Doch Linda war unsanft in der Realität gelandet. Sie hatte Josef doch vor dem Traualtar versprochen, in guten wie in schlechten Tagen an seiner Seite zu bleiben. Sein eigenes mieses Verhalten änderte nichts daran, dass sie ihm Treue geschworen hatte. Ihr Herz hatte nach Sascha geschrien, doch ihr Verstand hatte ihr gesagt, sie sollte bei Josef bleiben. Eine Ehe war nichts, was man voreilig wegwarf – daran glaubte sie fest. Obwohl es ihr das Herz gebrochen hatte, war es ihr Entschluss gewesen, um ihre Ehe zu kämpfen.

Doch die Affäre war nicht folgenlos geblieben. Das hatte Linda wenig später erschrocken festgestellt: Sie war schwanger.

»Meine Tochter ist net das leibliche Kind meines Mannes«, sagte sie jetzt tonlos. Das war es, was sie Woche für Woche beichtete. Doch jedes Mal fiel es ihr von Neuem schwer, die Worte über die Lippen zu bringen. Die Last ihrer Sünde wurde nicht leichter. »Ich weiß es einfach. Damals, vor fünf Jahren, ist doch fast nix mehr gelaufen zwischen meinem Mann und mir. Und wenn ich ihr in die Augen schau ... dann erkenn ich darin den Mann, dem ich damals mein Herz geschenkt hab. Niemand in meiner Familie oder in der meines Mannes hat so warme, tiefbraune Augen. Aber er ... er hatte dunkle Augen, in denen man versinken konnte.«

Ohne dass sie es wollte, wallte die Sehnsucht in ihr auf. Sie kämpfte dagegen an, doch sie war machtlos. Auch jetzt noch, nach fünf Jahren, schmerzte ihr Herz, wenn sie an Sascha dachte. Wäre doch alles anders gewesen! Wäre sie nicht verheiratet gewesen, als sie Sascha getroffen hatte. Dann hätte sie mit ihm glücklich werden können.

Wie von selbst schloss sich ihre Hand um den Anhänger, den er ihr damals geschenkt hatte: ein silbernes Edelweiß, das an einem zarten Halsketterl baumelte. Seither trug sie das Schmuckstück jeden Tag. Wenn sie es abnahm, hatte sie sofort das Gefühl, dass ihr etwas fehlte.

Josef war es bis zum heutigen Tag nicht einmal aufgefallen. Ohnehin schenkte er ihr kaum Beachtung. Ob sie Schmuck trug oder nicht, war ihm einerlei. Nur, wenn er im Dorf mit seiner schönen Frau prahlte, war ihm wichtig, dass sie etwas hermachte. Er kam gar nicht auf die Idee, zu fragen, woher sie den zierlichen Anhänger hatte.

Von Anfang an war Linda klar gewesen, dass die Herkunft des Kindes ihr Geheimnis bleiben musste, denn Josef hätte die kleine Emilia niemals anerkannt und sich um sie gekümmert, wenn er gewusst hätte, dass sie die Tochter eines anderen Mannes war. Was hätte nur aus ihr und Emilia werden sollen, wenn Josef sie verstoßen hätte? Die Angst vor seiner Reaktion schnürte ihr noch immer die Kehle zu.

Darum verschloss Linda das Geheimnis tief in ihrem Herzen. Niemals sollte Josef von ihrer vergangenen Affäre erfahren. Tag für Tag kämpfte sie seitdem um ihre Ehe und gab sich Mühe, eine gute Ehefrau zu sein. Sie sah darüber hinweg, dass er kaum Zeit und noch weniger Zärtlichkeit für sie übrighatte. Sie sah weg, wenn er mit anderen Madeln schäkerte, und versuchte, nicht darüber nachzudenken, was er womöglich hinter ihrem Rücken trieb. Und sie hatte immer ein Lächeln für ihn übrig, ganz gleich, wie sehr ihr gerade zum Weinen zumute war.

»Der Friede des Herrn sei allzeit mit dir«, sagte Pfarrer Roseder.

»Und mit deinem Geiste«, erwiderte Linda.

Als sie hinaus in den Sonnenschein trat, atmete sie tief ein. Hatte Gott ihr ihre Sünde vergeben? Vielleicht – doch sie selbst konnte sich nicht vergeben. Nach wie vor lastete das schlechte Gewissen schwer auf ihr, egal, wie oft sie zur Beichte ging.

Josef mochte alles andere als ein perfekter Ehemann sein, aber trotzdem widerstrebte es ihr, ihn zu belügen. Und während ihr der Frühlingswind um die Nase strich, wurde ihr plötzlich bewusst, dass es so nicht weitergehen konnte. Sie konnte nicht ihr ganzes restliches Leben mit dieser Lüge verbringen. Josef musste die Wahrheit erfahren.

***

Die Landschaft zog vor dem Autofenster vorbei. Linda lehnte die Stirn gegen die kühle Scheibe und blickte hinaus in den trüben, regnerischen Tag. Gekonnt steuerte Josef den Wagen über die schmale Serpentinenstraße. Zu ihrer einen Seite war ein dichter, dunkler Tannenwald, auf der anderen Seite ging es steil bergab.

»Also ich versteh ja net, warum du dir unbedingt einen Arzt in Innsbruck aussuchen musstest«, knurrte Josef übellaunig. »Das ist doch die pure Schikane. Sag halt gleich, dass die Dame einen Ausflug in die Stadt machen will und einen Deppen braucht, der sie dorthin kutschiert.«

Linda widerstand dem Drang, die Augen zu verdrehen, und zwang sich zur Ruhe.

»In dem Fall war nun einmal ein Spezialist nötig, der sich das anschaut. Der Doktor Burger hat drauf bestanden, dass ich mich bei seinem Kollegen in Innsbruck durchchecken lass. Aber zum Glück war ja alles in Ordnung, also müssen wir die Fahrt net noch einmal auf uns nehmen.«

Dr. Martin Burger, der Landarzt aus St. Christoph, war besorgt gewesen, weil ihre Hände in letzter Zeit so häufig zitterten. Doch der Spezialist, zu dem er sie überwiesen hatte, war zu dem Schluss gekommen, sie habe einfach zu viel Stress und sollte sich ein wenig schonen.