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Weihnachten soll die schönste Zeit des Jahres sein? Da ist Emmi ganz anderer Meinung. Mit all dem Kitsch kann sie nichts anfangen, von Zimtduft wird ihr übel, und sie hat keine Lust auf erzwungene Fröhlichkeit. Darum meldet sie sich freiwillig, als ihr Chef eine Redakteurin sucht, die bereit ist, auch über die Feiertage zu arbeiten. Emmi freut sich diebisch: So kann sie der Weihnachtsfeier mit der Großfamilie entgehen, die jedes Jahr in Stress und Streit ausartet.
Doch das Ganze gestaltet nicht so, wie sie es sich erhofft hat: Ihr Chef möchte, dass sie eine Reisereportage über das zauberhafte, winterliche Zillertal schreibt. Sie soll die magische, verschneite Atmosphäre und vor allem die Weihnachtsstimmung einfangen. Emmi muss wohl oder übel in den sauren Apfel beißen.
Als sie im Zillertal ankommt und kurz vor St. Christoph eine Reifenpanne hat, wird sie von einem attraktiven, breitschultrigen Mann gerettet, zu dem sie sich auf Anhieb hingezogen fühlt. Zwischen ihr und dem Fremden prickelt es sofort. Sie geben der Anziehungskraft nach und schlafen miteinander. Unangenehm wird es am nächsten Tag, als Emmi im Berghotel ihren Kontaktmann trifft, den der Chefredakteur ihr vermittelt hat: Es ist ihr One-Night-Stand ...
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Seitenzahl: 120
Veröffentlichungsjahr: 2021
Cover
Die schönste Zeit des Jahres
Vorschau
Impressum
Die schönste Zeit des Jahres
Romantischer Weihnachtsroman aus dem Berghotel
Von Verena Kufsteiner
Weihnachten soll die schönste Zeit des Jahres sein? Da ist Emmi ganz anderer Meinung. Mit all dem Kitsch kann sie nichts anfangen, von Zimtduft wird ihr übel, und sie hat keine Lust auf erzwungene Fröhlichkeit. Darum meldet sie sich freiwillig, als ihr Chef eine Redakteurin sucht, die bereit ist, auch über die Feiertage zu arbeiten. Emmi freut sich diebisch: So kann sie der Weihnachtsfeier mit der Großfamilie entgehen, die jedes Jahr in Stress und Streit ausartet.
Doch das Ganze gestaltet nicht so, wie sie es sich erhofft hat: Ihr Chef möchte, dass sie eine Reisereportage über das zauberhafte, winterliche Zillertal schreibt. Sie soll die magische, verschneite Atmosphäre und vor allem die Weihnachtsstimmung einfangen. Emmi muss wohl oder übel in den sauren Apfel beißen.
Als sie im Zillertal ankommt und kurz vor St. Christoph eine Reifenpanne hat, wird sie von einem attraktiven, breitschultrigen Mann gerettet, zu dem sie sich auf Anhieb hingezogen fühlt. Zwischen ihr und dem Fremden prickelt es sofort. Sie geben der Anziehungskraft nach und schlafen miteinander. Unangenehm wird es am nächsten Tag, als Emmi im Berghotel ihren Kontaktmann trifft, den der Chefredakteur ihr vermittelt hat: Es ist ihr One-Night-Stand ...
Emmi verzog das Gesicht, als sie das große, moderne Redaktionsgebäude in der Wiener Innenstadt betrat. Normalerweise dominierten hier klare Formen, Glas, Hochglanz. Ganz so, wie sie es mochte.
Doch jetzt wäre sie beinahe rückwärts wieder rausgestolpert. Die ganze Stadt war vom Weihnachtskitsch förmlich verschlungen worden, und die Magazinredaktion bildete da leider keine Ausnahme. Alle Jahre wieder im Dezember sah es hier aus, wie in der Dekoabteilung eines Kaufhauses.
Emmi machte einen großen Bogen um den riesigen, kitschig geschmückten Baum im Eingangsbereich, an dessen Plastikzweigen künstliche Zuckerstangen, Porzellanvögelchen mit pastellfarbenen Federn, silberne Kugeln, Lametta und eine Menge Kunstschnee prangten. Darunter lagen goldglänzende Geschenkpäckchen, die mit roten Schleifenbändern umwickelt waren.
Letztes Jahr hatte Emmi eines davon hochgehoben und neugierig geschüttelt, doch es war federleicht und leer gewesen: nichts als Attrappen. Sie schüttelte den Kopf. Was für ein Unsinn! Warum verloren alle Menschen um sie herum jedes Jahr zu Weihnachten den Verstand?
»So ein Schmarrn«, meckerte sie leise vor sich hin, während sie auf ihr Büro zusteuerte.
Das Klackern ihrer Absatzschuhe durchbrach das weihnachtliche Gedudel, das aus irgendeinem der Büros schallte. An jeder Ecke hingen geschmückte Zweige und Kränze. Ihr wurde beinahe übel, als ihr der Geruch von Zimt und Keksen in die Nase stieg: den ganzen Winter hindurch brachten die Kollegen ständig ihre selbstgebackenen Kalorienbomben mit zur Arbeit.
Als sie gerade die Hand nach der Türklinke ihres Büros griff, klingelte ihr Handy. Emmi nahm den Anruf entgegen und öffnete die Tür mit dem Ellenbogen.
»Mein Engel«, flötete ihre Mutter. »Von dir hört man ja gar nichts mehr.«
Nur ein paar Worte, und schon war er wieder da: der vorwurfsvolle Tonfall, der Emmi stets das Gefühl gab, eine schreckliche Tochter zu sein. Darin war ihre Mutter eine wahre Meisterin.
Emmi seufzte. »Grüß dich, Mama. Ich hab doch vor ein paar Tagen erst angerufen. Du weißt, ich hab auf der Arbeit grad viel zu tun.«
»Deine Schwestern haben mit ihren Kindern und Hochzeitsvorbereitungen auch eine Menge zu tun, trotzdem melden sie sich viel öfter«, klagte ihre Mutter.
Emmi schluckte die Antwort herunter, die ihr auf der Zunge lag, und schnitt stattdessen nur eine Grimasse. Dass ihre Schwestern in jeder Hinsicht toller waren als sie, wurde ihr bei jeder Gelegenheit unter die Nase gerieben.
Sie musste auch gar nicht antworten, denn ihre Mutter fuhr schon in einem zuckersüßen Singsang fort: »Aber warum ich dich anrufe: Es geht natürlich um die Familienweihnachtsfeier! Komm heuer bloß nicht wieder zu spät, Engerl. Du weißt ja, das Essen ist auf den Punkt gegart, das kann ich net gut warmhalten. Die Anni bringt den Thomas mit. Die zwei sind ja so verliebt! Ich kann's gar net erwarten, das Neueste über die Hochzeitsvorbereitungen zu erfahren. Und die Fini rückt freilich mit der ganzen Familie an. Die Kinder sind so groß geworden! Unglaublich, wie die wachsen. Da wirst du Augen machen. Du hast sie ja schon lang nimmer gesehen, gell?«
»Letzten Monat erst«, erinnerte Emmi sie und verdrehte die Augen. Schon wieder ein Vorwurf: Sie würde ihre Schwestern und ihre Nichten und Neffen zu selten sehen. »Da waren wir doch alle zu eurer Hochzeitstagsfeier im Restaurant.« Und in Gedanken fügte sie hinzu: ›Und Finis kleine Schätze haben permanent gelärmt und mehrere Tischdecken an anderen Tischen mit Filzstiften beschmiert, während die Fini und der Max ihnen ganz verträumt zugeschaut haben. Und die Anni hat in der Zwischenzeit unentwegt damit angegeben, dass ihre Hochzeit mit dem ach-so-tollen Thomas das größte Event des nächsten Jahres wird.‹
»Na ja, aber in dem Alter wachsen die Kleinen wie Unkraut.« Ihre Mutter lachte künstlich auf. »Wie dem auch sei, ich ruf net an, um dir Vorwürfe zu machen. Ich wollt nur wissen, ob du wen mitbringst. Das muss ich doch wissen, um das Essen zu planen.«
»Nein, Mama, ich komme wie üblich allein«, antwortete Emmi und wappnete sich gegen die Bemerkungen, die unweigerlich folgen würden.
»Ach, Engerl«, seufzte ihre Mutter auch tatsächlich theatralisch. »Du bist doch so fesch und gescheit. Ich versteh net, warum's einfach net klappen mag.«
Emmi biss die Zähne fest zusammen.
»Mama!«, stieß sie dann hervor. »Du tust immer so, als wär mit mir was falsch, nur weil ich keinen Mann hab. Will's denn net in deinen Kopf hinein, dass ich einfach keinen festen Partner haben mag?«
Ihre Mutter lachte etwas nervös, dann flötete sie: »Ja, freilich. Na ja, falls du doch wen findest, bring ihn gern mit. Er wär uns herzlich willkommen.«
Nachdem sie sich verabschiedet hatten, pfefferte Emmi das Handy wutschnaubend in ihre Aktentasche.
»Das Übliche?«, fragte ihre Kollegin Silke mitfühlend.
»Freilich, was sonst?«, schimpfte Emmi. »Immer das Gleiche! Meine Familie will einfach net einsehen, dass ich da keinen Wert drauf leg. Was soll ich denn bitteschön mit einem Mann, Kindern, einem perfekten Häuserl mit weiß gestrichenem Zaun und am besten noch einem Golden Retriever, um das Familienglück perfekt zu machen? Warum kann ich mein Leben net einfach so leben, wie's mir taugt, ohne dass die permanent an mir herumnörgeln?«
Jetzt erst schaute sie sich im Büro um, das sie sich mit Silke teilte. Entsetzt schnaufte sie. Auch hier hing seit heute eine Tannengirlande, die mit einer buntblinkenden Lichterkette umwickelt war, und zwischen ihren Arbeitsplätzen thronte ein glitzerndes Rentier auf dem Tisch. Silke trug einen Haarreifen mit einem funkelnden Rentiergeweih auf ihren goldenen Engelslocken. Die Weihnachtshölle hatte auch auf das Büro übergegriffen! Wie eine Seuche breitete sich das Kitschfieber aus, dachte Emmi säuerlich.
»Die meinen's doch nur gut«, meinte Silke. Als sie bekräftigend nickte, um ihre Worte zu unterstreichen, wippte das Geweih auf ihrem Kopf bedrohlich. »Ganz sicher. Sie wollen dich halt glücklich sehen.«
»So wirkt's auf mich gar net.« Emmi ließ sich auf ihren Bürostuhl fallen und drehte sich damit schwungvoll im Kreis. »Ich glaub, sie wollen nur sticheln. Und überhaupt – es hat halt net jeder die gleiche Vorstellung von Glück. Das Leben ist viel zu kurz, um sich auf einen Mann festzulegen! Wenn ich an meinen öden Schwager denk, mit dem die Fini Kinder gekriegt hat und mit dem sie ihr restliches Leben verbringt ... Nein, danke. Und Annis Verlobter ist auch net besser, ein unerträglicher Schnösel, der sich selber am liebsten reden hört. Und an so einen Kerl will man sich ein Leben lang binden?«
»Du sollst ja net mit einem deiner Schwager anbandeln«, lachte Silke. »Die sind immerhin auch schon vergeben. Aber auf der großen, weiten Welt wird's wohl irgendwo ein Mannsbild geben, das dir taugt.«
Vergnügt funkelten Emmis Augen.
»Freilich – sogar viele! Das ist ja ein Teil des Problems.« Auch sie musste lachen. »Wie soll man sich mit einem Kerl für immer und ewig begnügen, wenn's so viele fesche und charmante Burschen auf der Welt gibt? Ich bin zu jung, um zu versauern. Ich möchte mein Leben lieber genießen. Aber das will meine Familie net begreifen. Meine Eltern werden's mir zu Weihnachten freilich wieder vorhalten.«
»Zumindest hast du eine große Familie, mit der du Weihnachten feiern kannst.«
Sehnsucht sprach aus Silkes Stimme. Ihre Eltern waren schon vor Jahren in die USA ausgewandert und schrieben zu Anlässen nur eine Postkarte. Auch heuer würde sie nur mit ihrem Freund und ihren beiden Katzen feiern.
»Glaub mir, so toll ist das net. Wir stehen uns ja eigentlich gar net so nah, traurigerweise. Ich hab meine Eltern immer ein bisserl steif und unterkühlt gefunden. Aber zu Weihnachten muss alles perfekt sein, dann sind wir zuckersüß zueinander und laufen mit breit lächelnden Gesichtern herum. Aber hinter der Fassade wird gestichelt, geprahlt ... Das Menü ist immer perfekt, darauf legt meine Mutter Wert, aber ich weiß jetzt schon, dass es mir net schmecken wird, wenn ich beim Essen die ganze Zeit mit meinen fortpflanzungsfreudigen, bindungsfähigen Schwestern verglichen werd: ein Vergleich, bei dem ich aus Sicht meiner Eltern nur verlieren kann. Das geht dann so, bis es irgendwann im Streit endet. So läuft's jedes Jahr. Ich hab gar keinen Bock auf Weihnachten und den ganzen Wirbel, der drum gemacht wird.«
»Sagst du jedes Jahr.«
»Mein ich auch jedes Jahr so. Am liebsten würd ich einfach abhauen.«
»Apropos abhauen. Du sollst rüber zum Chef.« Silke deutete mit dem Daumen zur Tür. »Er will etwas mit dir besprechen. Ich glaube, es geht um eine neue Reisereportage.«
***
Als Emmi über den Gang rüber zum Büro ihres Chefredakteurs ging, kam sie an der Kaffeeküche vorbei, aus der gerade einer ihrer Kollegen kam: Paul. Sein Gesicht hellte sich auf, als er sie sah.
»Hübscher Rock«, rief er ihr hinterher.
»Hübscher Po«, erwiderte sie und zwinkerte ihm zu.
Sein Lachen folgte ihr. Sie musste grinsen, warf ihm über die Schulter hinweg noch einen kurzen Blick zu und schwang bei jedem Schritt verführerisch mit den Hüften. Sie wusste, wie gut sie ihm gefiel. Es war ein gutes Gefühl, begehrt zu werden, und es machte Spaß, mit ihm zu flirten.
Im Sommer hatten sie eine kurze Liebelei gehabt. Freilich war es nichts Ernstes gewesen; das war eine ihrer Grundregeln: bloß nichts Ernstes anfangen. Paul hatte das anders gesehen und war ihr eine Weile mit Leidensmiene hinterhergelaufen. Beinahe hatte sie schon bereut, sich auf einen Kollegen eingelassen zu haben, dem sie nach der Affäre immer noch regelmäßig über den Weg laufen musste. Doch mittlerweile hatte sich die Lage zwischen ihnen zum Glück entspannt, sie scherzten und schäkerten wieder miteinander.
In Ralphs Büro fand sich zum Glück kein Weihnachtskitsch. Die Einrichtung war reduziert und modern, abgesehen vom schweren, alten Eichentisch, hinter dem Ralph saß.
»Emmi, gut, dass du da bist. Ich hab einen Anschlag auf dich vor«, legte er sofort los, als sie ihm gegenüber Platz nahm. »Bevor du ablehnst, hör mich an. Ist freilich besser bezahlt als üblich. Feiertagszuschlag, oder so ähnlich.«
»Aha?«, machte sie überrumpelt.
Er holte tief Luft, bevor er einen wahren Redeschwall losließ.
»Ich such händeringend nach einer Redakteurin oder einem Redakteur für die nächste Reisereportage. Du bist gut darin, du hast schon viele solcher Artikel geschrieben. Auf dich kann ich mich verlassen, wenn ich dich mit Laptop und Kamera losschicke. Aber das ist net der einzige Grund, warum ich dich frag, da will ich gar net um den heißen Brei herumreden. Ich mein, ich weiß ja, du hast keine Kinder und bist ungebunden.«
Verwirrt fuhr sie sich mit der Hand durchs glänzende, schokoladenbraune Haar.
»Ralph! Worauf willst du hinaus? Was hat die Tatsache, dass ich Single bin, bitteschön damit zu tun, dass ich die Reportage übernehmen soll? Geht's um eine Story über Reiseziele für Alleinstehende? Spezielle Single-Reisen, auf denen man Männer oder Frauen kennenlernen soll? Nimm's mir net übel, aber das fand ich ein bisserl seltsam.«
Er rang die Hände. »Nein, nein! Du verstehst net. Es geht drum, dass du über Weihnachten verreisen und arbeiten müsstest. An den Feiertagen. Ich weiß, ich weiß, da will nun wirklich niemand arbeiten. Da will man bei seinen Lieben sein und ein paar schöne, besinnliche Tage verbringen. Weißt ja, wie das mit den Mitarbeitern ist, die kleine Kinder haben. Die kann ich da freilich net einsetzen. Und auch die, die in einer Partnerschaft sind, arbeiten meist ungern über die Feiertage. Daher frag ich dich.«
Und damit sah er sie so zerknirscht an, als hätte er sie gerade gebeten, sich einen Arm abzuschneiden.
Verblüfft starrte Emmi ihn an.
»Ich mach's!«, rief sie dann so eilig, als hätte sie Angst, er könnte es sich anders überlegen. »Kein Problem, wirklich gar kein Problem! Ich mach's gern.«
Er kratzte sich am Kopf, verdattert darüber, dass es so einfach gegangen war. Er hatte sich wohl darauf eingestellt, sie mühsam überreden zu müssen, die Weihnachtsfeiertage arbeitend zu verbringen, statt mit ihrer Familie Weihnachten zu feiern.
Er ahnte ja nicht, was für einen Gefallen er ihr damit tat! Wenn sie über die Feiertage arbeiten musste, war das die perfekte Ausrede, um der ungeliebten Familienfeier fernbleiben zu können. Arbeit ging vor, dafür zumindest hatten ihre Eltern Verständnis. Emmi freute sich diebisch. Was für eine verführerische Vorstellung, über die Feiertage allein zu verreisen und sich in Arbeit zu vergraben! Viel reizvoller jedenfalls, als auf der Familienfeier Sticheleien und Stress zu ertragen und hundertmal gefragt zu werden, wann sie denn endlich einen Mann finden, heiraten und Kinder bekommen würde.
Was schwebte ihm wohl vor? Über welches Reiseziel sollte sie diesmal berichten? Hoffentlich führte der Job sie in ein heißes, sonniges Land. Eine Rucksackreise durch Thailand? Inselhopping in irgendeiner tropischen Region? Am liebsten hätte sie lautstark gejubelt, aber so sehr wollte sie sich ihre Begeisterung doch nicht anmerken lassen. Womöglich hätte Ralph dann den Feiertagszuschlag unter den Tisch fallen lassen, den er als Anreiz erwähnt hatte.
Strahlend lächelte Ralph sie an. »Perfekt, ursuper. Ich hab ja gewusst, auf meine Lieblingsredakteurin kann ich mich verlassen. Du wirst eine wunderschöne Weihnachtsreportage schreiben, da bin ich mir sicher.«
»Weihnachtsreportage?« Ihre Augen weiteten sich.
Begeistert nickte er. »Aber ja! Du fährst ins winterliche, verschneite Zillertal. Die Region boomt als Urlaubsziel. Im Sommer fahren die Leut zum Wandern hin, aber im Winter soll's auch unvergleichlich schön sein. Und diese Stimmung sollst du einfangen, meine Liebe. Das verzauberte, weihnachtliche Zillertal, das in einem magischen Glanz erstrahlt. Ich wünsch mir Gefühl, Stimmung, eine märchenhafte Atmosphäre. Das Ganze wird auf mehreren Doppelseiten abgedruckt.«
