Das Berghotel 272 - Verena Kufsteiner - E-Book

Das Berghotel 272 E-Book

Verena Kufsteiner

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Beschreibung

Mit erwartungsvoll glänzenden Augen schaut Milena auf die hölzerne Tür der Dorfkirche in St. Christoph. Die Hochzeitsgäste sind schon hineingegangen, und vorne am Altar wartet ihr geliebter Julius auf sie. Noch einmal streicht sie ihr Hochzeitskleid glatt. Da erklingt aus dem Inneren der Kirche die Orgelmusik: die bekannten Klänge von Mendelssohns Hochzeitsmarsch.
Milena atmet noch einmal tief durch, dann betritt sie den Mittelgang der Kirche. Sie spürt die Blicke, hört das leise Tuscheln. Einige schütteln sogar den Kopf oder wenden sich entsetzt ab.
Warum bloß? Am liebsten würde Milena weglaufen, doch dazu ist zu spät ...


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Seitenzahl: 122

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Inhalt

Cover

Das rote Brautkleid

Vorschau

Impressum

Das rote Brautkleid

Es sollte Milena zum Schicksal werden

Von Verena Kufsteiner

Mit erwartungsvoll glänzenden Augen schaut Milena auf die hölzerne Tür der Dorfkirche in St. Christoph. Die Hochzeitsgäste sind schon hineingegangen, und vorne am Altar wartet ihr geliebter Julius auf sie. Noch einmal streicht sie ihr Hochzeitskleid glatt. Da erklingt aus dem Inneren der Kirche die Orgelmusik: die bekannten Klänge von Mendelssohns Hochzeitsmarsch.

Milena atmet noch einmal tief durch, dann betritt sie den Mittelgang der Kirche. Sie spürt die Blicke, hört das leise Tuscheln. Einige schütteln sogar den Kopf oder wenden sich entsetzt ab.

Warum bloß? Am liebsten würde Milena weglaufen, doch dazu ist zu spät ...

Gut gelaunt wirbelte Milena umher. Der Rock ihres dunklen Dirndls mit der gestärkten Schürze schwang dabei bei jedem Schritt um ihre schlanken Beine. Die Arbeit im Sporthotel »Am Sonnenhang«, das in der Umgebung nur als das »Berghotel« bekannt war, bereitete ihr viel Freude. Es machte Spaß, als Zimmermadel zu arbeiten. Nicht etwa, weil es ihr großes Hobby gewesen wäre, zu putzen und aufzuräumen. Nein, aber die Atmosphäre hier im Hotel war so herzlich und familiär und das Gebäude war so wunderbar gemütlich, dass man sich hier einfach wohlfühlen musste. Ein schöneres Arbeitsumfeld konnte Milena sich überhaupt nicht vorstellen.

Sorgfältig schaute sie in all den Hotelzimmern, für die sie verantwortlich war, nach dem Rechten. Sie machte die Betten, tauschte Handtücher aus, saugte die Böden. Zwischendurch tratschte sie mit ihrer Kollegin, der Leitner-Sofie. Durch die Fenster sah sie die atemberaubende Landschaft der Zillertaler Alpen, die schroffen Berghänge, die schneebedeckten Gipfel und dunklen Wälder. Doch freilich hatte sie nicht viel Zeit, den Ausblick zu bestaunen, immerhin musste sie fleißig ihre Arbeit verrichten.

Die Zeit verging wie im Nu, schon war ihr Feierabend gekommen.

»Pfiat di«, verabschiedete sie sich von Sofie. »Bis morgen.«

»Bis morgen! Oh, und beinah hätt ich's vergessen. Morgen Abend gehen wir alle gemeinsam aus, ich, die Lena, die Vroni, ein paar andere Serviererinnen ... Sogar der Einrieder-Lukas ist mit von der Partie.« Ein Seufzen kam über Sofies Lippen. Wie so viele Madeln schwärmte sie insgeheim für den feschen Sporttrainer des Berghotels. »Komm doch auch! Das wird sicherlich eine Gaudi.«

»Lieb, dass du fragst, aber morgen Abend bin ich schon verplant. Beim nächsten Mal komm ich gern mit«, antwortete Milena.

Sofie grinste. »Lass mich raten. Ein Rendezvous mit dem Traumprinzen?«

»Genauso ist's«, trällerte Milena fröhlich.

Am allerliebsten verbrachte sie die Abende halt doch mit ihrem Freund, dem Julius. Dieser hatte schon angekündigt, dass er sie morgen gerne zum Tanzen ausführen wollte. Außerdem hatte der Julius schon einmal anklingen lassen, dass es ihm nicht recht war, wenn sie mit den Kollegen ausging. Nicht die weiblichen Kolleginnen waren das Problem, die Serviererinnen und Zimmermadeln, aber wenn der Einrieder-Lukas dabei war, gefiel das dem Julius gar nicht. Immerhin hatte der Sporttrainer nicht umsonst einen Ruf als Schürzenjäger und Weiberheld. Milena schmunzelte. Ein bisserl fand sie es ja süß, dass ihr Freund da so eifersüchtig war. Das zeigte doch nur, dass sie ihm wirklich wichtig war.

Der Sofie verriet sie davon aber nichts. Die Kollegin war zwar ein herzensgutes Madel und immer lustig drauf, aber sie hätte wohl kein Verständnis für Julius' Eifersucht gehabt.

»Ohne Vertrauen ist eine Beziehung nix«, hatte sie neulich großspurig gesagt. »Wenn ein Bursche zu eifersüchtig ist, bin ich schneller weg, als er bis drei zählen kann.«

»Na schön, dann beim nächsten Mal«, erwiderte Sofie gutmütig und winkte Milena zu, als diese ihre Sachen zusammenpackte und auf die Treppe zusteuerte.

Im Eingangsbereich des Hotels sah Sofie ihre beiden Chefs: Hedi und Andi Kastler, die das Hotel gemeinsam leiteten. Die beiden saßen gerade an der Rezeption und waren in ein angeregtes Gespräch vertieft. Als sie Sofie sahen, schauten sie aber lächelnd hoch.

»Schönen Feierabend«, rief Andi ihr zu.

»Und liebe Grüße an den Julius«, fügte Hedi freundlich hinzu.

Herzlich erwiderte Milena das Lächeln der Hotelchefs. Die Kastlers waren ein weiterer Grund, warum sie sich hier so wohlfühlte und so gern im Berghotel arbeitete. Die beiden waren so freundlich und legten großen Wert darauf, dass es nicht nur den Hotelgästen, sondern auch allen Mitarbeitern gut ging. Bessere Chefs konnte man sich gar nicht wünschen, dachte Milena glücklich.

»Werd ich ihm ausrichten«, antwortete sie fröhlich, dann war sie auch schon zur Tür hinaus und trat in den gleißenden Sonnenschein. Genussvoll atmete sie die frische Landluft ein.

Sie fühlte sich erfüllt von Frieden und Glück. Es war noch gar nicht lange her, dass sie ins schöne Zillertal gezogen war. Doch jetzt schon fühlte sie sich auf dem Land so wohl, dass sie sich gar nicht mehr vorstellen mochte, woanders zu leben. Sie liebte das beschauliche Örtchen St. Christoph, das ihre neue Heimat geworden war.

***

Milenas Schritte waren beschwingt, als sie den Weg entlanglief. Zu beiden Seiten wucherten hohe Wiesenblumen und wiegten sich sachte im Wind. Gelb und orange, rot und weiß strahlten sie miteinander um die Wette. Der Hof von Julius' Familie war nicht weit vom Hotel entfernt, darum legte sie die Strecke zu Fuß zurück. Sie liebte es, vor und nach der Arbeit einen kleinen Spaziergang zu machen, das schöne Wetter und die Aussicht zu genießen.

Einen Moment lang blieb sie stehen, pflückte ein paar Wiesenmargeriten, fasste sie zu einem Sträußerl zusammen und schnupperte daran. Danach ließ sie den Blick lächelnd über die Landschaft schweifen. Wie herrlich die Natur hier war! Es war ein erhebender Anblick. Sie hätte endlos über die schroffen, majestätischen Berge und tiefen Täler staunen können. Scharf hoben sie sich vom azurblauen Himmel ab, der nahezu wolkenlos war.

Bevor sie hierher gezogen war, hatte sie einige Reisen unternommen. Sie hatte viele Länder entdeckt, die ihr gut gefallen hatten. Aber noch kein Fleckerl Erde hatte sie so sehr begeistert wie das Zillertal. Hier fühlte man sich der Natur ganz nah. Hier erlebte Milena einen Frieden, den sie nicht für möglich gehalten hätte. Und hier hatte sie die Liebe ihres Lebens kennengelernt.

Ihr Herz pochte schnell, als sie den Heimweg fortsetzte. Ihre Gedanken machten sich selbstständig. Sie dachte daran, wie sie vor einem Jahr einen Urlaub hier verbracht hatte; einen Urlaub, der ihr Leben verändert hatte. Damals hatte sie auf einem Dorffest den Julius kennengelernt, einen feschen Großbauernsohn. Auf den ersten Blick hatten sie sich ineinander verliebt. Es war wie in all den romantischen Filmen und Romanen gewesen, die Milena mit Vorliebe verschlang. Und schnell hatte für sie festgestanden: Sie waren füreinander bestimmt und wollten nicht, dass sich ihre Wege nach Milenas Urlaub wieder trennten.

Überstürzt war sie zu Julius nach St. Christoph gezogen. Warum auch nicht? In Salzburg hatte sie nichts gehalten. Ihr Job an einer Hotelrezeption hatte ihr nicht mehr gefallen, es hatte sich um ein sehr elegantes Haus gehandelt und sowohl das übrige Personal als auch die Gäste waren ihr steif und versnobt erschienen. Ihre Eltern waren schon vor einer Weile nach Übersee ausgewandert. Sie hatte zwar immer viele gute Bekannte gehabt, aber wenig richtig enge Freunde, für die es sich gelohnt hätte, in der Stadt zu bleiben. Darum hatte sie alles auf eine Karte gesetzt und war umgezogen.

Und seither hatte sie es keine Sekunde bereut. Julius war wahrlich ein Traummann. Hier in Tirol hatte Milena ihr Glück gefunden.

Nicht lange, dann tauchte der Brugger-Hof vor ihr auf. Sie musste lächeln. Jedes Mal, wenn sie hier ankam und die weiten Ländereien und Weiden sah, die zum Hof gehörten, freute sie sich. Alles war so schön hier, richtig herrschaftlich. Über viele Generationen lebte Julius' Familie schon hier, die Bruggers hatten sich hier etwas Beeindruckendes aufgebaut. Man konnte von einer richtigen Großbauerndynastie sprechen. Unzählige Rinder standen in den Stallungen. Obwohl es ein Bauernhof war, wirkte alles sauber und hochwertig.

Ein Stückerl von den Ställen und der großen Scheune entfernt stand das Wohnhaus: Es wirkte mit seinen verspielten Elementen, dem angedeuteten Turm und der vanillegelben Fassade fast ein bisserl wie ein Schlösschen. Hier lebten mehrere Generationen unter einem Dach. Milena und Julius bewohnten eine ganze eigene Etage und hatten somit genug Privatsphäre, obwohl sie mit seinen Eltern und Großeltern in einem Haus wohnten.

Julius arbeitete hier, er war in alle Prozesse involviert. Irgendwann würde er den Hof ganz übernehmen, aber auch jetzt schon lag vieles in seiner Hand.

Sie erwartete, ihn im Stall zu finden. Darum steuerte sie als Erstes dorthin. Doch da war er nicht. Der Thomas, ein Bursche, der für Aushilfstätigkeiten hier angestellt war, stützte sich auf seine Mistgabel und grinste sie nur schulterzuckend an.

»Weiß auch net, wo der Julius ist. Schau vielleicht einmal hinterm Haus nach.«

Sie wunderte sich noch über Thomas' Grinsen. Was sollte der Julius denn hinter dem Wohnhaus zu suchen haben? Dort befand sich nur die Fallobstwiese, die fiel eigentlich nicht in seinen Bereich. Aber sie konnte es kaum erwarten, ihren Freund wiederzusehen, darum hielt sie sich nicht mit langen Nachfragen auf, sondern machte sich auf den Weg hinter das Haus.

Erstaunt zog sie die Augenbrauen hoch, als sie die Rosenblüten sah, die dort auf dem Boden verstreut waren.

»Julius?«, rief sie irritiert. »Was ist das denn?«

Aber da kam keine Antwort. Nur der Wind rauschte sachte durch die Zweige der Obstbäume. Diese grünten und blühten so üppig und dicht, dass Milena nicht erkennen konnte, ob sich Julius womöglich auf der Wiese aufhielt. Aber eines sah sie: Die Rosenblüten bildeten eine Art Pfad, sie führten in einer Linie auf die Bäume zu und verschwanden dazwischen.

Neugierig folgte sie der Spur. Hatte der Julius diese Blüten etwa für sie verteilt? Das war ja wie in einem schönen Traum! Sie ließ sich von den herrlichen Blumen leiten und fühlte sich dabei wie in einem herrlichen Liebesfilm. Ihr Herz pochte immer schneller.

Und da sah sie ihn. Ihre Augen weiteten sich, als sie sah, was zwischen den Bäumen vor ihr auftauchte. Julius hatte eine blütenweiße Picknickdecke ausgebreitet. Darauf waren unzählige Rosenblüten verstreut. Ihr Blick fiel auf einen Korb, aus dem eine Champagnerflasche und schlanke Gläser ragten. Romantische Musik erklang. Sie wusste nicht, woher die Klänge kamen – vermutlich hatte Julius irgendwo Lautsprecherboxen aufgestellt und versteckt – und sie konnte auch nicht danach Ausschau halten, denn ihr Blick war auf ihren Freund gerichtet.

Julius kam ihr langsam entgegen. Ein Lächeln lag auf seinem Gesicht. Wie gut er aussah! Mit dem braungebrannten Teint, den dunklen Haaren und den grünen Augen war er eine eindrucksvolle Erscheinung. Sein Lächeln entblößte perfekte, strahlend weiße Zähne.

»Julius«, hauchte sie überwältigt. Was geschah hier? Warum hatte er all das für sie vorbereitet?

Er kniete vor ihr nieder und zog etwas hervor: eine kleine Schachtel, die er öffnete und ihr entgegenhielt. Milena hielt den Atem an. Der Ring, der sich darin befand, fing das Sonnenlicht ein und glitzerte atemberaubend.

»Milena, seit du hier bist, ist es, als wär die Sonne in meinem Leben aufgegangen«, sagte er. »Du bist die Frau, mit der ich mein restliches Leben verbringen will. Darum frag ich dich, willst du mich heiraten?«

Ihr Herz fühlte sich an, als müsste es vor Glück explodieren. Freudentränen schossen ihr in die Augen.

»Ja«, jauchzte sie, »ja, hundertmal ja! Oh, Julius. Nichts will ich lieber als das. Ich liebe dich so sehr.«

Er fing sie auf, als sie sich in seine Arme stürzte, und wirbelte sie herum. Zärtlich steckte er ihr den Ring an den Finger und küsste sie so wild, dass ihr Hören und Sehen verging.

In seinen Armen schwebte Milena im siebten Himmel. Genauso hatte sie es sich immer erträumt. Das war ja schöner als in den tollsten Liebesromanen! Sie konnte kaum glauben, dass das gerade wirklich geschah.

»Du machst mich zur glücklichsten Frau der Welt«, flüsterte sie selig.

***

Staunend betrachteten die anderen Zimmermadeln den Diamantring an Milenas Finger.

»Mei, da hat der Julius aber tief in die Tasche gegriffen«, entfuhr es der Lena. »So ein großer Stein!«

Sofies Augen glänzten. »Erzähl uns noch einmal vom Antrag.«

Da ließ sich Milena nicht zweimal bitten. Sie konnte ja selbst an nichts anderes denken. Nichts tat sie lieber, als den Heiratsantrag Revue passieren zu lassen und mit den anderen Madeln alles wieder und wieder durchzusprechen.

»Und dann ist er vor mir niedergekniet«, schwärmte sie und wiederholte jedes Wort, das Julius zu ihr gesagt hatte. »Ehrlich, es war wie im Märchen. Ich hab geglaubt, ich träum.«

»Dein Julius ist ein echter Traummann«, seufzte Lena schwärmerisch. »Da kann man nur hoffen, dass man eines Tages selbst so ein Glück haben wird.«

Da waren die Madeln sich einig: Mit Julius hatte Milena das große Los gezogen. Ein Bursche, der nicht nur unverschämt gut aussah, sondern auch noch wohlhabend, großzügig, charmant und romantisch veranlagt war – den traf man nicht alle Tage.

Sofie umarmte Milena. »Wenn jemand so ein Glück verdient hat, dann ist das unsere große Romantikerin«, sagte sie herzlich. Milena war bekannt für ihre große Liebe zu kitschigen Geschichten.

»Danke«, hauchte Milena, erwiderte die Umarmung und schaute dann verträumt ihren Ring an, der das Sonnenlicht, das zum Fenster hereinfiel, einfing und regenbogenfarbene Reflexe warf.

Sie glühte vor Glück. Ihre Wangen waren sanft gerötet. Seit der Julius um ihre Hand angehalten hatte, schwebte sie im siebten Himmel.

So lange hatte sie von der großen Liebe geträumt. Schon als kleines Madel hatte sie heimlich die Kitschromane ihrer Mutter gelesen und sich gefragt, ob sie eines Tages selbst ein solches Glück und eine solche Romanze erleben würde. Und dann war der Julius aufgetaucht und hatte all ihre Träume wahr gemacht.

»Wisst's ihr denn schon, wo die Hochzeit stattfinden soll?«, erkundigte sich die Sofie neugierig.

»Na, hier in St. Christoph! Gar keine Frage«, antwortete Milena lächelnd. »Hier haben wir uns immerhin kennengelernt. Außerdem ist's der schönste Ort auf der Welt. Die Trauung soll in der kleinen Dorfkirche stattfinden.«

»Die wird sicherlich aus allen Nähten platzen«, prustete Lena. »Der Julius kennt ja jeden hier im Dorf. Und du bist ja auch sehr beliebt, obwohl du noch gar net so lang hier wohnst. Es wird sicherlich eine große Feier, gell?«

Eifrig nickte Milena. Tatsächlich würde die kleine, weiße Kirche wohl bis auf den letzten Platz besetzt sein. Und danach zum Empfang und zur Feier wollten sie sogar noch mehr Gäste einladen, darüber hatten Julius und sie gestern spät abends noch geredet und eine Gästeliste angelegt. »Jeder, den wir kennen und mögen, soll dabei sein. Es wird ein rauschendes Fest.«

»Und die Feier?«, hakte Sofie nach. Ihre Augen funkelten vorfreudig, weil sie vor Antwort schon erahnte. »Wo findet die Feier statt?«

Milena lachte. »Da gibt's wohl nur eine Adresse, die infrage kommt. Ich hoff aus ganzem Herzen, dass die Hochzeitsfeier hier im Berghotel stattfinden kann. Ich werd gleich noch mit der Hedi drüber fragen und versuchen, unseren Wunschtermin zu reservieren!«

***