1,99 €
Sarah wünscht sich eine Familie, hofft auf einen Heiratsantrag und will eines Tages Kinder. Doch ihr Freund Alfred blockt solche Themen ab, interessiert sich mehr für seine Arbeit als für seine hübsche Freundin. Der Urlaub im Zillertal soll wieder mehr Nähe und Romantik bringen. Doch weit gefehlt: Alfred arbeitet rund um die Uhr.
Sarah streift also allein durch die wunderschöne Natur. Auf einem ihrer Spaziergänge kommt sie an einem heruntergekommenen Bauernhof vorbei. Dort stehen Ziegen, Hühner und allerlei Getier - und mittendrin sitzt ein kleines Madel im Dreck und spielt mit einer alten Puppe. Als Sarah die Kleine anzusprechen versucht, läuft diese erschrocken davon.
In den folgenden Tagen zieht es Sarah immer wieder zu dem Bauernhof. Sie beobachtet das Madel. Die Einsamkeit und Traurigkeit in seinem Blick gehen der jungen Frau sehr nah. Sie erlebt, wie die Eltern sich lauthals streiten und das Madel ihnen nur ein Klotz am Bein ist. Das Bauernpaar klingt so lieblos, die Lage des Madels erscheint Sarah trostlos und traurig. Sie würde dem Kind gerne helfen, aber wie?
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 123
Veröffentlichungsjahr: 2022
Cover
Von den Eltern vergessen
Vorschau
Impressum
Von den Eltern vergessen
Heimatroman um das bewegende Schicksal der kleinen Emmi
Von Verena Kufsteiner
Sarah wünscht sich eine Familie, hofft auf einen Heiratsantrag und will eines Tages Kinder haben. Doch ihr Freund Alfred blockt solche Themen ab, interessiert sich mehr für seine Arbeit als für seine hübsche Freundin. Der Urlaub im Zillertal soll wieder mehr Nähe und Romantik bringen. Doch weit gefehlt: Alfred arbeitet rund um die Uhr.
Sarah streift also allein durch die wunderschöne Natur. Auf einem ihrer Spaziergänge kommt sie an einem heruntergekommenen Bauernhof vorbei. Dort stehen Ziegen, Hühner und allerlei Getier – und mittendrin sitzt ein kleines Madel im Dreck und spielt mit einer alten Puppe. Als Sarah die Kleine anzusprechen versucht, läuft diese erschrocken davon.
In den folgenden Tagen zieht es Sarah immer wieder zu dem Bauernhof. Sie beobachtet das Madel. Die Einsamkeit und Traurigkeit in seinem Blick gehen der jungen Frau sehr nah. Sie erlebt, wie die Eltern sich lauthals streiten und das Madel ihnen nur ein Klotz am Bein ist. Das Bauernpaar klingt so lieblos, die Lage des Madels erscheint Sarah trostlos und traurig. Sie würde dem Kind gerne helfen, aber wie?
»Mei, so ein herrliches Wetter wieder«, seufzte Hedi und schaute sehnsüchtig zum Fenster hinaus. Die Chefin des Sporthotels »Am Sonnenhang«, das im beschaulichen Örtchen St. Christoph nur als das Berghotel bekannt war, saß gerade an der Rezeption und empfing die ankommenden Gäste.
Ihr Mann Andi, mit dem sie das Hotel führte, schmunzelte.
»Du schaust ja drein, als wenn du am liebsten vor der Arbeit davonlaufen tätest.«
»Dazu hätt ich auch net übel Lust. Der Winter steht vor der Tür, bald wird's draußen kalt und unwirtlich. Aber jetzt grad – schau's dir doch an, Anderl! Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite.«
Goldenes Laub rieselte draußen vor dem Fenster von den Bäumen zu Boden und bedeckte die Erde. Warm und mild schien die Sonne vom Himmel. Kaum ein Wölkchen zeigte sich am azurblauen Himmel. Das Wetter lud dazu ein, die letzte warme Phase des Jahres draußen an der frischen Luft zu genießen, lange Spaziergänge zu unternehmen, sich noch mal ohne dicke Wolldecken und Heizstrahler rauszusetzen, um etwas zu essen oder zu trinken.
»Net verzagen. Weißt du was, nach der Arbeit machen wir was Schönes, um das Wetter noch ein bisserl zu nutzen. Eine Überraschung«, schlug er vor und legte ihr den Arm um die Hüften, die vom weitschwingenden Rock des waldgrünen Dirndls vorteilhaft umschmeichelt wurden.
»So, was denn?« Hedi machte große Augen.
»Wenn ich's dir sagen tät, Spatzl, dann ...«
Lachend unterbrach sie ihn. »Ja, ja. Ich weiß schon, dann wär's freilich keine Überraschung mehr. Aber jetzt sei doch net so, spann mich net auf die Folter. Du weißt ja, wie neugierig ich bin.«
Der Hotelier schmunzelte. Ja, nach all den Ehejahren kannte er seine Frau gut genug, um zu wissen, dass sie jetzt ohnehin nicht lockerlassen würde, bis sie ihm das Geheimnis entlockt hatte. »Na schön, du neugieriges Ding.« Sanft zog er sie als Strafe am blonden Flechtzopf. »Ein Picknick. Ich hab mir gedacht, ich pack gleich ein paar Leckereien in einen Korb, wir nehmen uns eine dicke Decke mit und machen's uns nachher draußen im Abendlicht gemütlich.«
Sie gab ihm ein zärtliches Busserl auf die Wange.
»Du bist einfach der Beste. Ich freu mich schon.«
Die Tür öffnete sich, zwei neue Gäste betraten das Hotel. Erfreut blickte Hedi ihnen entgegen. Andi verabschiedete sich rasch von ihr, um den Picknickkorb für später wie versprochen vorzubereiten.
»Grüß Gott«, schmetterte Hedi herzlich. »Was kann ich für Sie beide tun? Ich bin die Kastler-Hedi. Willkommen hier bei uns im Berghotel.«
Eine hübsche Frau mit schokoladenbraunen Locken, die sich weich um ihre Schultern ringelten, kam auf die Rezeption zu.
»Grüß Gott. Sarah Walden und Alfred Hubner. Wir haben ein Doppelzimmer reserviert.«
Sie schleppte einen Koffer hinter sich her. Kilian Garnreiter, der im Hotel eine Art »Mädchen für alles« war, kam gerade von einem Einsatz als Chauffeur zurück; er hatte eine Familie, die ohne Auto im Zillertal gewesen war, zum Bahnhof in Mayrhofen gefahren. Jetzt sprang er eilfertig herbei und nahm der Frau den Koffer ab. Dankbar nickte sie.
Der Mann, Alfred Hubner, folgte ihr in einigem Abstand. Die hellblonden Haare lagen perfekt in Form, er trug zur gebügelten Stoffhose ein schickes weißes Hemd. Dass seine Frau mit dem schweren Gepäckstück gekämpft hatte, war ihm wohl gar nicht aufgefallen. Er beendete gerade ein Telefonat, steckte das Handy nun ein und kam ebenfalls an die Rezeption.
»Grüß Gott. Alfred Hubner«, stellte er sich auch vor. »Wir haben ...«
»Reserviert, ich weiß«, unterbrach ihn Hedi lächelnd. »Ihre Partnerin hat mir schon Bescheid gesagt. Und da ist auch schon der Zimmerschlüssel. Wenn noch einer von Ihnen dieses Formular ausfüllen könnte ...«
Alfred schnappte sich den Zettel und zog ihn an sich heran, doch als er gerade nach dem Kugelschreiber griff, klingelte schon wieder sein Handy. Ohne zu zögern, ging er ran, wandte sich ab und ging ein paar Schritte weg, um zu telefonieren.
Sarah zuckte zusammen.
»Tut mir leid«, sagte sie und war sichtlich peinlich berührt, »mein Lebensgefährte ist beruflich ganz schön eingespannt. Leider sogar im Urlaub, so wie's ausschaut.«
Während Sarah das Formular ausfüllte und unterschrieb, plauderte Hedi gutgelaunt mit ihr.
»Schauen Sie, ich geb Ihnen mal ein paar Informationsbroschüren mit Ausflugstipps aus der Region mit. Sie sind zum ersten Mal im schönen Zillertal, gell? Fad wird's Ihnen hier sicherlich net. Es gibt allerlei Sportmöglichkeiten. Und entspannen kann man sich in der Region freilich auch hervorragend. Wir haben hier im Hotel sogar einen kleinen Wellnessbereich mit Whirlpool und Beautyfarm; wenn Sie in der Rosenstube eine Behandlung buchen wollen, dann wenden Sie sich gern jederzeit an mich oder direkt an die Gerti Wachter, unsere Kosmetikerin.«
»Das klingt alles ganz wunderbar«, erwiderte Sarah seufzend. »Einen erholsamen Urlaub haben wir auch wirklich nötig, es ist ewig her, dass wir das letzte Mal weggefahren sind.«
Hedi lächelte. »Ich glaub, dann sind Sie hier genau richtig und werden hier die Erholung finden, die Sie sich wünschen.«
Sarah schaute kurz zu Alfred hinüber, der telefonierend mit großen Schritten hin und her stapfte und dabei wild gestikulierte, als könnte sein Gesprächspartner ihn sehen. Dann senkte sie den Blick.
»Das hoff ich wirklich«, sagte die junge Frau leise. »Wenn der Alfred nur mal auf andere Gedanken kommt und net permanent nur arbeitet ... dann ist wirklich schon viel gewonnen.«
***
Sarah schaute sich im Hotelzimmer um. Als sie sich um die eigene Achse drehte und den Blick schweifen ließ, trat wie von selbst ein Lächeln auf ihre Lippen.
»Wie schön's hier ist«, jauchzte sie, »richtig gemütlich und idyllisch.«
Der Raum war geschmackvoll eingerichtet, die Möbel bestanden allesamt aus einem schönen Holz, das einen sanften Duft verströmte und bei dem es sich – wie Hedi Kastler ihr vorhin beim Einchecken noch erzählt hatte – um heimisches Zirbelholz handelte.
Die roten Vorhänge und die flauschige, rotweiß karierte Bettwäsche trugen zum heimeligen Eindruck bei. Und durchs Fenster sah man die wunderbare Herbstlandschaft.
Alfred hatte jedoch kaum einen Blick für das gemütliche Hotelzimmer. Er steckte Kilian, der sich ums Gepäck gekümmert hatte, ein Trinkgeld zu. Dann schob er die prallgefüllte Obstschale auf dem Tisch beiseite und machte sich daran, seinen Laptop aufzubauen und die Aktentasche auszupacken.
»Ja, ist ganz nett«, beantwortete er dann beiläufig Sarahs Frage. »Ein bisserl rustikal für meinen Geschmack, aber es ist halt ein alpines Landhotel, da passt das schon.«
Sie schmiegte sich an ihn. »Hier werden wir eine wunderbare Zeit haben, da bin ich mir jetzt schon ganz sicher.«
Als er die Arme um sie schlang, schlug ihr Herz höher. Im Alltag gab es bei ihnen kaum mehr Zärtlichkeiten, nie schien dafür Zeit zu sein. Alfred lebte nur für den Beruf. Rief sie ihn mal ausnahmsweise im Büro an, reagierte er meist ungehalten, weil sie ihn bei etwas Wichtigem störte. Wenn er abends heimkam, war sie oft schon im Bett. Und an den Wochenenden war es oft so, dass er entweder Arbeit mit heim genommen hatte und »nur noch schnell etwas erledigen« musste, was aus Prinzip viele Stunden verschlang, oder er war mit Bekannten oder Kollegen unterwegs. Manchmal schloss sie sich ihm bei diesen Wochenendausflügen an, doch viel Freude bereitete es ihr nicht – die Gespräche kreisten oft, wie könnte es anders sein, um die Arbeit. Dazu hatte sie wenig beizutragen, denn von den komplexen Computerthemen, um die es da ging, hatte sie kaum Ahnung.
Schon lange hatte sie sich gewünscht, mal wieder etwas Zeit zu zweit mit ihrem Freund zu verbringen. Nur sie beide, ganz romantisch. Und jetzt, endlich, war es so weit. Sie hoffte so sehr, dass sie sich hier wieder näherkommen würden. Würde Alfred sich im Urlaub endlich wieder mehr Zeit für sie nehmen? Würde die Romantik in ihre eingeschlafene Beziehung zurückkehren?
Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, ihre Lippen suchten seine. Er erwiderte ihren Kuss.
Doch dann fiel sein Blick an ihr vorbei auf den Bildschirm des Laptops, wo gerade eine neue Mail aufschien. Schon lösten sich Alfreds Arme von Sarah.
»Lass uns das später fortsetzen«, meinte er mit vielsagendem Tonfall. »Sorry, das ist wichtig, darum muss ich mich jetzt kümmern.«
Mit einem schicksalsergebenen Seufzen schnappte sie sich die Broschüren, die Hedi ihr gegeben hatte, und ließ sich aufs Sofa fallen. Die Enttäuschung versetzte ihr einen Stich. Vor keinen fünf Minuten waren sie hier angekommen, und schon hatte Alfred wieder unglaublich wichtige Dinge zu erledigen, die sich nicht aufschieben ließen. Dinge, die offensichtlich wichtiger waren als sie.
Was hatte sie eigentlich erwartet? So lief es doch immer zwischen ihnen, das sollte sie mittlerweile eigentlich gewohnt sein. Und doch hatte sie die große Hoffnung gemacht, im langersehnten Urlaub würde alles ganz anders laufen.
Lustlos blätterte Sarah in den Broschüren mit den Ausflugszielen. Ihr Blick blieb an einem Foto hängen: Eine glückliche Familie, die in einem Streichelzoo abgebildet war, umgeben von bunten Blumen, flauschigen Lämmern und lustig gefleckten Ziegen. Die Frau strahlte glücklich in die Kamera, der Mann hatte den Arm beschützend um ihre Schultern gelegt und himmelte sie förmlich an. Die beiden Kinder lachten zahnlückig mit der Sonne um die Wette, ein kleiner Bub und ein niedliches Madel.
Freilich war es bloß Werbung, und doch tat der Anblick Sarah weh. Genau so etwas wünschte sie sich für ihr eigenes Leben. Sie sehnte sich danach, eine eigene Familie zu gründen. Jahr um Jahr verstrich, doch noch immer funkelte kein Ehering an ihrem Finger; Alfred schien gar nicht auf die Idee zu kommen, ihr einen Heiratsantrag zu machen. Und an Kinder war erst recht nicht zu denken. Mehrmals hatte sie versucht, das Gespräch auf die Zukunft zu lenken; sie hatte versucht, ihm klarzumachen, wie sehr sie sich eines Tages Kinder wünschte. Es musste ja nicht jetzt sofort sein, doch sie hätte zumindest gern gewusst, ob auch er sich eines Tages Nachwuchs wünschte, oder nicht. Solche Dinge mussten doch besprochen werden, wenn man jahrelang ein Paar war!
Aber wann immer sie Anstalten machte, mit ihm darüber zu reden, blockte er sofort ab. Unglücklich schaute sie jetzt zu ihm, doch er starrte auf seinen Computer und bemerkte sie gar nicht. Sie hätte wohl ebenso gut unsichtbar sein können.
***
Als Sarah und Alfred den Frühstückssaal betraten, wurden sie von herrlichen Essensdüften empfangen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Auf dem Büfett waren frisches Gebäck und appetitlich angerichtete Wurst- und Käsewaren zu finden, hausgemachte Marmeladen und gesundes Müsli mit einer großen Auswahl an Früchten, Waffeln mit Sirup, gekochte Eier und Obstsäfte. Die Serviermadeln, die in adretten Dirndln durch den Raum eilten, brachten Kannen mit Kaffee und Tee an die Tische und servierten auf Wunsch Spiegeleier oder Palatschinken.
»Wie wunderbar, mir knurrt schon der Magen. Am liebsten würd ich alles essen«, rief Sarah beim Anblick der appetitlichen Speisen aus.
Alfred kniff sie leicht in die Seite.
»Na, ob das so eine gute Idee ist? Dann bist du am Ende des Urlaubs dick und rund.«
Sie runzelte die Stirn.
»Also hör mal. Willst du sagen, ich hätt zugenommen?«
Normalerweise reagierte sie da nicht so empfindlich, aber in letzter Zeit kamen von Alfred immer wieder solche Bemerkungen, die ihre Figur betrafen. Dabei verriet der Blick in den Spiegel, dass sie so schlank wie eh und je war. Ihre Hosen saßen nicht enger als sonst, und auch die Waage zeigte keine Veränderung an. Er ging ihm wohl nur darum, zu sticheln. Und selbst wenn sie das ein oder andere Pfund zugelegt hätte, gäbe das ihrem Freund doch wohl kaum das Recht, ihr die Freude am Essen zu verderben!
»Jetzt hab dich doch net gleich so«, beschwichtigte er und legte eine Hand auf ihren Rücken, als sie durch den Raum auf einen freien Tisch zusteuerten. »War ja nur ein Spaß. Nimm das doch net so bierernst. Du hast freilich eine tolle Figur.«
Aber trotzdem ließ Sarah an diesem Morgen die Waffeln und die Schokoladencreme links liegen und griff stattdessen nach etwas Joghurt mit Obst, während Alfred neben ihr genussvoll bei Spiegeleiern und Speck zulangte.
***
Durch die Fenster sahen Sarah und Alfred beim Frühstück, dass es wieder ein wunderbar sonniger Tag war. Perfekt für eine lange Wanderung. Genauso, wie sie es sich für heute vorgenommen hatten.
»Ich hab ein bisserl im Internet recherchiert, es gibt so wunderbare Wanderwege hier in der Gegend«, schwärmte Sarah. »Aber ich hab mir gedacht, wir fragen trotzdem an der Rezeption nach Tipps. Die Hotelchefs und auch die Angestellten kennen sich ja freilich bestens aus hier.«
Aber während sie plauderte, merkte sie schon, dass Alfred nicht ganz bei der Sache war. Er wirkte abgelenkt und schaute immer wieder verstohlen auf seine Uhr, eine Smartwatch, die eingehende SMS, E-Mails und Anrufe anzeigte. Eigentlich eine gute Erfindung, fand Sarah, die aber leider dafür sorgte, dass ihr Freund erst recht nie abschalten konnte. Die Arbeit war somit stets griffbereit, sogar beim Frühstück.
»Ist alles okay?«, fragte sie schließlich.
Er verzog das Gesicht und seufzte.
»Sorry, Schatz. Ich weiß, du hast dich auf die Wanderung gefreut. Aber ich hab grad gesehen, dass eine wichtige Mail aus der Firma gekommen ist. Da muss ich dringend was regeln und mich jetzt erst einmal an den Computer setzen. Nur eine halbe, dreiviertel Stunde. Dann können wir zur Wanderung aufbrechen.«
Sarah seufzte schicksalsergeben. Das fing ja schon gut an. So hohe Hoffnungen hatte sie in den Urlaub gesetzt – und nachdem schon der Ankunftsabend für Alfreds Arbeit draufgegangen war, startete der erste richtige Urlaubstag auf die gleiche Weise.
***
