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Lustspiele, Komödien, Tragödien, Dramen – viele klassische Werke sind für die meisten Menschen heute Bücher mit sieben Siegeln. Insbesondere die altertümliche Sprache und der sprachliche Aufbau als Bühnenstück lassen nicht nur Schülerinnen und Schüler verzweifeln. Die Reihe "Kein Drama" bringt alte Klassiker in Prosa neu heraus. So werden sie endlich für jede und jeden verständlich. Inhaltlich bleiben die Neufassungen stets dicht am Original. Daher sind teilweise Begriffe enthalten, die heute gemeinhin als diskriminierend wahrgenommen werden. Auch die Struktur des mit KI-Unterstützung übersetzten Textes ist jeweils abhängig von der genutzten Vorlage – daher sind missverständliche Passagen nicht ganz ausgeschlossen.
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Seitenzahl: 117
Veröffentlichungsjahr: 2025
Anno Stock
Romeo & Julia - Kein Drama von William Shakespeare
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Table of Contents
Kapitel 2: Die Heiratsfrage Tag 1 - Nachmittag im Palazzo Capulet
Kapitel 3: Masken und Rausch Tag 1 - Abend im Palazzo Capulet
Kapitel 4: Worte in der Dunkelheit Tag 1/2 - Späte Nacht/Früher Morgen im Garten der Capulets
Kapitel 5: Heilige Schwüre Tag 2 - Morgen bis Nachmittag
Kapitel 6: Blut und Verbannung Tag 3 - Mittag in den Straßen Veronas
Kapitel 7: Geteilte Herzen Tag 3 - Nachmittag/Abend im Palazzo Capulet
Kapitel 8: Bitterer Abschied im Morgengrauen Tag 3/4 - Nacht bis Morgengrauen im Palazzo Capulet
Kapitel 11: Versöhnung Tag 5 - Nacht in der Gruft und danach
Impressum neobooks
Romeo und Julia: Ein zeitgenössischer Roman
Kapitel 1: Blut in den StraßenTag 1 - Morgen in Verona
Die Sonne brannte bereits unbarmherzig auf die Pflastersteine der Piazza delle Erbe, obwohl es noch nicht einmal Mittag war. Der Markt brodelte vor Leben – Händler priesen ihre Waren an, Hausfrauen feilschten um jeden Preis, und zwischen den Ständen tollten Kinder herum. Es war ein ganz normaler Montagmorgen in Verona.
Bis Sampson und Gregory auftauchten.
Die beiden trugen die rot-goldenen Wappen der Capulets so offensichtlich zur Schau, als wären es Kriegsbanner. Sampson, der Größere von beiden, schob sich durch die Menge wie ein Ochse durchs Kornfeld, während Gregory neben ihm hertänzelte und jeden anrempelte, der ihm zu nahe kam.
"Ich schwöre dir, Gregory", prahlte Sampson laut genug, dass es jeder hören konnte, "wenn ich einen von diesen Montague-Hunden sehe, spucke ich ihm vor die Füße."
Gregory lachte, ein hässliches, bellendes Geräusch. "Und was, wenn sie zurückspucken?"
"Dann ziehe ich mein Schwert." Sampson klopfte auf den Griff seiner Waffe. "Kein Montague macht mich zum Narren."
Es war, als hätte das Schicksal auf sein Stichwort gewartet. Am anderen Ende des Platzes erschienen Abraham und Balthasar, beide in den blau-silbernen Farben der Montagues. Die Menge teilte sich instinktiv, spürte die Spannung in der Luft wie ein aufziehendes Gewitter.
Abraham sah die Capulet-Diener und sein Gesicht verhärtete sich. Er flüsterte Balthasar etwas zu, aber seine Augen blieben auf Sampson fixiert.
Was dann geschah, würde später jeder anders erzählen. Die einen schworen, Sampson hätte zuerst sein Schwert gezogen. Andere behaupteten, Abraham hätte den ersten Schlag geführt. Die Wahrheit spielte keine Rolle mehr, als der Stahl auf Stahl traf und das metallische Klirren über den Platz hallte.
"Capulet-Abschaum!", brüllte Abraham und parierte einen wilden Hieb.
"Montague-Bastard!", schrie Sampson zurück.
Innerhalb von Sekunden verwandelte sich der friedliche Marktplatz in ein Schlachtfeld. Händler warfen sich schützend über ihre Waren, Mütter rissen ihre Kinder in Sicherheit, und aus allen Gassen strömten weitere Kämpfer herbei – als hätten sie nur auf dieses Signal gewartet.
Benvolio Montague hatte eigentlich nur frische Brötchen kaufen wollen. Stattdessen rannte er jetzt mit gezogenem Schwert über den Platz, aber nicht um zu kämpfen – sondern um den Wahnsinn zu stoppen.
"Aufhören! Sofort aufhören!", brüllte er und warf sich zwischen zwei Kämpfende. "Steckt eure Schwerter weg, ihr Idioten! Wisst ihr nicht, was der Prinz angedroht hat?"
Aber seine Worte gingen im Kampflärm unter. Dann sah er ihn – Tybalt Capulet, Julias Cousin, der sich durch die Menge schob wie ein Raubtier auf der Jagd. Sein Schwert glitzerte bereits in der Sonne, sein Gesicht war eine Maske aus purem Hass.
"Benvolio", zischte Tybalt. "Du ziehst dein Schwert und redest von Frieden? Typisch für einen feigen Montague."
"Ich versuche nur, diesen Wahnsinn zu beenden, Tybalt. Hilf mir lieber dabei!"
Tybalt lachte kalt. "Frieden? Ich hasse das Wort, so wie ich die Hölle hasse, alle Montagues – und dich!" Mit diesen Worten griff er an.
Benvolio hatte keine Wahl. Er parierte Tybalts wütende Hiebe, versuchte nur zu verteidigen, nicht anzugreifen. Aber Tybalt war wie besessen, seine Klinge tanzte mit tödlicher Präzision.
Der Kampf eskalierte vollends, als die Familienoberhäupter eintrafen. Lord Capulet, trotz seiner sechzig Jahre, stürmte aus seinem Palazzo, bereits nach seinem Schwert rufend.
"Mein Schwert! Gebt mir mein Schwert!", brüllte er.
Lady Capulet, eine immer noch schöne Frau Mitte vierzig, packte seinen Arm. "Ein Krückstock wäre angemessener für dein Alter!"
Aber ihr Mann riss sich los, als er Lord Montague auf der anderen Seite des Platzes erblickte. Der war kaum jünger, aber genauso kampfeslustig.
"Dieser Schuft Capulet!", knurrte Montague und versuchte, sich aus dem Griff seiner Frau zu befreien. "Lass mich los, Frau!"
"Keinen Schritt gehst du!", Lady Montague klammerte sich verzweifelt an ihren Mann.
Das Chaos hätte wohl in einem Blutbad geendet, wäre nicht in diesem Moment die Stadtwache eingetroffen. Voran ritt Prinz Escalus höchstpersönlich, sein Gesicht dunkel vor Zorn. Die Menge wich zurück, die Kämpfenden ließen ihre Waffen sinken.
"Genug!"
Das einzelne Wort des Prinzen hallte über den Platz wie ein Donnerschlag. In der plötzlichen Stille hörte man nur noch das schwere Atmen der Kämpfer und das leise Wimmern eines verletzten Mannes.
Escalus stieg von seinem Pferd. Er war ein Mann in den besten Jahren, groß und imposant in seinem purpurnen Mantel. Seine dunklen Augen funkelten gefährlich, als er langsam über den verwüsteten Platz schritt.
"Rebellische Untertanen", begann er, und seine Stimme war leise, aber jeder konnte sie hören. "Feinde des Friedens, die ihr eure Waffen mit dem Blut eurer Nachbarn besudelt – hört ihr nicht?" Seine Stimme wurde lauter. "HÖRT IHR NICHT?"
Niemand wagte zu sprechen.
"Dreimal", fuhr der Prinz fort, "dreimal habt ihr in den letzten Monaten unsere Straßen in Schlachtfelder verwandelt. Dreimal musste ich eingreifen, um ein Massaker zu verhindern. Alte Bürger Veronas mussten ihre Würde ablegen und mit rostigen Waffen einen Frieden erzwingen, den ihr nicht wahren wollt."
Er wandte sich direkt an Lord Capulet und Lord Montague. "Ihr beiden – die Anführer dieser sinnlosen Fehde. Ich habe genug von euren Ausreden und leeren Versprechungen."
Der Prinz zog sein Schwert, und das Sonnenlicht tanzte auf der polierten Klinge. "Hier ist mein Urteil: Wer auch immer in Zukunft den Frieden unserer Stadt stört – sei er Capulet oder Montague – wird mit seinem Leben dafür bezahlen. Habt ihr mich verstanden? MIT SEINEM LEBEN!"
Die Stille war ohrenbetäubend.
"Lord Capulet, Ihr kommt heute Nachmittag zu mir. Lord Montague, Ihr morgen früh. Wir werden diese Sache ein für alle Mal klären." Er bestieg wieder sein Pferd. "Und jetzt – verschwindet! Alle! Bei Todesstrafe!"
Die Menge löste sich hastig auf. Die Verwundeten wurden weggetragen, die Marktfrauen sammelten hastig ihre verstreuten Waren ein. Innerhalb von Minuten war der Platz fast leer.
Benvolio lehnte erschöpft an einer Hauswand und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Seine Tante, Lady Montague, eilte zu ihm.
"Oh Benvolio", seufzte sie erleichtert. "Gott sei Dank, du bist unverletzt. Aber sag mir – hast du Romeo gesehen? Wo ist mein Sohn?"
Benvolio schüttelte den Kopf. "Ich habe ihn heute Morgen gesehen, Tante. Er war draußen vor der Stadt, im Hain bei den Sycamoren. Als er mich kommen sah, ist er tiefer in den Wald geflohen."
Lord Montague trat zu ihnen, sein Gesicht voller Sorge. "Er macht mir Sorgen, Benvolio. Jeden Morgen sieht man ihn dort draußen, läuft allein herum und weint. Sobald die Sonne aufgeht, verschließt er sich in seinem Zimmer, zieht die Vorhänge zu und sitzt im Dunkeln."
"Weißt du, was ihn quält?", fragte Lady Montague.
"Ich habe versucht, mit ihm zu reden", antwortete Benvolio. "Aber er verschließt sich völlig. Was auch immer ihn plagt, er behält es für sich."
"Da kommt er", murmelte Lord Montague und deutete die Straße hinunter.
Tatsächlich näherte sich Romeo langsam. Er war neunzehn, gutaussehend auf eine nachlässige Art, mit dunklen Locken, die ihm in die Stirn fielen. Seine Kleidung war teuer, aber unordentlich, als hätte er darin geschlafen. Als er die Verwüstung auf dem Platz sah, runzelte er die Stirn.
Seine Eltern wechselten einen besorgten Blick. "Wir lassen euch allein", sagte Lord Montague zu Benvolio. "Vielleicht öffnet er sich dir."
Als sie gegangen waren, schlenderte Benvolio zu seinem Cousin. "Guten Morgen, Romeo."
Romeo sah ihn mit müden Augen an. "Ist es noch Morgen?"
"Gerade mal neun Uhr."
"Mein Gott, die Zeit kriecht, wenn man unglücklich ist." Romeo betrachtete die Blutflecken auf dem Pflaster. "Was ist hier passiert? Nein, warte – erzähl es mir nicht. Ich weiß es schon. Hass und noch mehr Hass. Aber wo ist..." Er stockte. "Wo ist die Liebe in all dem?"
Benvolio musterte ihn besorgt. "Romeo, was ist los mit dir? Und komm mir nicht mit ausweichenden Antworten."
Romeo lachte bitter. "Ich bin verliebt, Cousin. Wahnsinnig, hoffnungslos verliebt."
"Das ist doch wunderbar!"
"Wunderbar?" Romeo schüttelte den Kopf. "Sie liebt mich nicht zurück. Rosaline – selbst ihr Name ist Folter. Sie hat geschworen, für immer keusch zu bleiben, wie eine Nonne. Sie will nichts von Liebe wissen, nichts von mir."
"Vergiss sie", riet Benvolio pragmatisch. "Es gibt andere Frauen in Verona."
"Andere Frauen?" Romeo sah ihn ungläubig an. "Es gibt keine anderen Frauen. Es gibt nur sie. Sie ist die Sonne, und alles andere verblasst neben ihr."
Benvolio verdrehte die Augen, aber er kannte seinen Cousin gut genug, um zu wissen, dass Widerspruch zwecklos war. Romeo war schon immer zu Extremen geneigt – wenn er liebte, dann mit jeder Faser seines Seins. Wenn er litt, dann wie ein Märtyrer.
"Komm", sagte Benvolio schließlich. "Lass uns von hier verschwinden, bevor die Stadtwache zurückkommt. Und unterwegs zeige ich dir, dass es sehr wohl andere Frauen gibt."
Romeo folgte ihm widerwillig, aber seine Gedanken waren meilenweit entfernt – bei einer Frau, die seine Liebe niemals erwidern würde.
Zur gleichen Zeit, nur wenige Straßen entfernt, saß Lord Capulet in seinem prächtigen Arbeitszimmer. Ihm gegenüber saß Graf Paris, ein Mann Ende zwanzig, makellos gekleidet und mit den feinen Gesichtszügen eines Adligen.
"Ich verstehe die Situation, Mylord", sagte Paris gerade. "Aber unsere Familien sind beide vom Prinzen ermahnt worden. Vielleicht könnten wir den Frieden wahren?"
Lord Capulet nickte müde. "Das sollte nicht schwer sein, denke ich. Wir sind beide alte Männer, Montague und ich. Es wäre eine Schande, wenn wir nach all den Jahren keinen Frieden halten könnten." Er schenkte sich Wein ein. "Aber Ihr seid nicht wegen des Friedens hier, Graf Paris."
Paris errötete leicht. "Nein, Mylord. Ihr wisst, worum ich bitte. Julias Hand. Was sagt Ihr dazu?"
Capulet seufzte. "Meine Tochter ist noch sehr jung, Paris. Sie ist gerade erst vierzehn geworden. Gebt ihr noch zwei Jahre, dann ist sie reif für die Ehe."
"Jüngere Mädchen als sie sind schon glückliche Mütter", wandte Paris ein.
"Und viele von ihnen sind dabei zugrunde gegangen", entgegnete Capulet scharf. Dann wurde seine Stimme weicher. "Julia ist mein einziges überlebendes Kind, Paris. Alle meine Hoffnungen ruhen auf ihr."
Er stand auf und ging zum Fenster. "Aber ich will Euch nicht ganz abweisen. Werbt um sie, gewinnt ihr Herz. Wenn sie einverstanden ist, will ich meinen Segen geben. Ihre Zustimmung ist mir wichtig."
Paris' Augen leuchteten auf. "Ihr seid sehr großzügig, Mylord."
"Heute Abend gebe ich ein Fest", fuhr Capulet fort. "Ein traditionelles Sommerfest, wie wir es jedes Jahr veranstalten. Ihr seid natürlich eingeladen. Julia wird dort sein, und viele andere schöne junge Damen auch. Schaut Euch um, vergleicht – und wenn Julia immer noch Eure Wahl ist, dann haben wir meinen Segen."
Er rief nach einem Diener. "Pietro! Komm her!"
Ein junger Diener erschien, verbeugte sich tief.
"Nimm diese Liste", Capulet reichte ihm eine Schriftrolle, "und lade alle darauf stehenden Personen zu unserem Fest heute Abend ein. Sag ihnen, sie sind herzlich willkommen, solange sie keine Montagues sind."
Pietro nahm die Liste und verbeugte sich erneut. Das Problem war nur – Pietro konnte nicht lesen.
Pietro stand verzweifelt auf der Straße und starrte auf die Schriftzeichen, die für ihn aussahen wie Ameisenkolonnen. Er kratzte sich am Kopf und sah sich hilflos um. Da näherten sich zwei junge Männer – Romeo und Benvolio, die immer noch über die Liebe diskutierten.
"Entschuldigt, junge Herren", rief Pietro. "Könnt Ihr lesen?"
"Was für eine Frage", lachte Benvolio. "Natürlich können wir lesen."
"Gott sei gelobt! Könntet Ihr mir dann sagen, was auf dieser Liste steht?"
Romeo nahm das Pergament und las vor: "Signor Martino und seine Frau und Töchter... Graf Anselme und seine schönen Schwestern... Die Witwe Vitruvio... Signor Placentio und seine reizenden Nichten... Mercutio und sein Bruder Valentino..." Er hielt inne. "Mercutio? Das ist mein bester Freund."
"Mein Onkel Capulet und seine Frau und Töchter", fuhr Romeo fort und erstarrte. "Capulet? Das ist eine Gästeliste für ein Capulet-Fest?"
Pietro nickte eifrig. "Ja, ja! Heute Abend, ein großes Fest! Alle sind eingeladen – außer Montagues natürlich." Dann sah er die beiden genauer an und wurde blass. "Ihr... ihr seid doch keine Montagues, oder?"
"Wir?" Benvolio grinste. "Niemals. Wir sind... äh... Händler. Aus Mantua."
Pietro atmete erleichtert auf. "Dann kommt doch auch! Es wird Wein geben, Tanz, wunderschöne Frauen..." Er eilte davon, um weitere Gäste einzuladen.
Benvolio wandte sich mit glänzenden Augen an Romeo. "Das ist perfekt! Wir gehen zu diesem Fest!"
"Bist du verrückt? Zu den Capulets?"
"Mit Masken, Romeo! Es ist ein Maskenfest! Niemand wird uns erkennen." Benvolio las die Liste noch einmal. "Hier, sieh mal – 'die schöne Rosaline' steht auch drauf. Deine angebetete Rosaline wird dort sein."
Romeos Herz machte einen Sprung. "Rosaline?"
"Ja! Und ich wette, wenn du sie neben all den anderen Schönheiten siehst, wirst du merken, dass sie auch nur eine Frau ist. Keine Göttin, keine Sonne – nur eine Frau unter vielen."
Romeo schüttelte den Kopf. "Das ist unmöglich. Rosaline überstrahlt alle anderen."
"Dann beweise es", forderte Benvolio ihn heraus. "Komm mit zum Fest und zeig mir, dass ich Unrecht habe."
Romeo zögerte. Es war Wahnsinn, zum Haus ihrer Todfeinde zu gehen. Aber die Aussicht, Rosaline zu sehen, sie vielleicht sogar zu sprechen...
"Also gut", sagte er schließlich. "Ich komme mit. Aber nur, um dir zu beweisen, dass es keine Frau gibt, die sich mit Rosaline messen kann."
Benvolio grinste triumphierend. Er ahnte nicht, dass er gerade das Schicksal herausgefordert hatte. Denn auf diesem Fest würde Romeo tatsächlich eine Frau treffen, die Rosaline vergessen ließ – aber es würde nicht irgendjemand sein.
Es würde Julia Capulet sein.
Und damit würde eine Tragödie beginnen, die ganz Verona erschüttern sollte.
Ende von Kapitel 1
