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Vincent Lehmann fühlt sich manchmal wie ein Schwächling. Nicht nur, dass er weniger verdient als seine Frau Sophie, auch in der Betreuung der kleinen Tochter Mathilda kann er sie nicht so sehr unterstützen, wie er gerne wollte. Denn Vincent ist oft krank. Kaum ein Infekt, den er nicht aufschnappt. In letzter Zeit kommt eine quälende Müdigkeit dazu. In der Arbeit nickt er ab und zu ein, und sogar, wenn er seine kleine Tochter beaufsichtigt, fällt er von einer Sekunde auf die andere in einen tiefen Schlaf.
Ein weiteres Symptom ist seine Vergesslichkeit. Er verspricht Sophie, die Fahrradbremsen reparieren zu lassen. Darauf vertrauend, dass er dies auch getan hat, schwingt sich die junge Frau am nächsten Tag in den Sattel, und ein Unglück nimmt seinen Lauf ...
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Seitenzahl: 120
Veröffentlichungsjahr: 2023
Cover
Wach auf, Papa!
Vorschau
Impressum
Wach auf, Papa!
Vincent leidet unter einer rätselhaften Krankheit
Von Mona Marquardt
Vincent Lehmann fühlt sich manchmal wie ein Schwächling. Nicht nur, dass er weniger verdient als seine Frau Sophie, auch in der Betreuung der kleinen Tochter Mathilda kann er sie nicht so sehr unterstützen, wie er gerne wollte. Denn Vincent ist oft krank. Kaum ein Infekt, den er nicht aufschnappt. In letzter Zeit kommt eine quälende Müdigkeit dazu. In der Arbeit nickt er ab und zu ein, und sogar, wenn er seine kleine Tochter beaufsichtigt, fällt er von einer Sekunde auf die andere in einen tiefen Schlaf.
Ein weiteres Symptom ist seine Vergesslichkeit. Er verspricht Sophie, die Fahrradbremsen reparieren zu lassen. Darauf vertrauend, dass er dies auch getan hat, schwingt sich die junge Frau am nächsten Tag in den Sattel, und ein Unglück nimmt seinen Lauf ...
»Herrje, ist das schön.« Eingekuschelt in ihre Lieblingsdecke saß Julia Holl in ihrem Sessel am Fenster. Im Haus war es still. Der fünfzehnjährige Chris war mit ein paar Klassenkameraden in der Kletterhalle, seine vier Jahre jüngere Schwester Juju besuchte eine Freundin. Deshalb hatte Julia die Haushälterin auch schon längst nach Hause geschickt, was Cäcilie mehr als recht gewesen war.
Auf dem runden Beistelltisch stand eine kleine Teekanne, daneben eine Tasse. Eine Stehlampe spendete sanftes Licht, während der Himmel draußen dramatisch wirkte wie ein Gemälde von William Turner. Verschiedene Schattierungen von Grau und Blau mischten sich mit dem Licht der untergehenden Sonne, die immer wieder durch die Wolkendecke hervorblitzte.
Doch für diese Schönheit hatte Julia im Augenblick keinen Sinn. Verstohlen wischte sie sich eine Träne aus dem Augenwinkel.
»Was ist passiert, mein Schatz?«
Sie zuckte zusammen, vor Schreck fiel das Buch zu Boden.
»Was fällt dir ein? Du kannst doch eine alte Frau nicht so erschrecken«, schimpfte sie ihren Mann, der eben zur Tür hereingekommen sein musste.
Stefan Holls Wangen leuchteten von der spätsommerlichen Kühle, die seit ein paar Tagen draußen herrschte. Er hob das Buch auf und legte es zurück in Julias Schoß, ehe er ihr einen Begrüßungskuss auf die Lippen drückte.
»Die Frage ist, wer hier wen erschreckt hat. Warum weinst du?«
»Ach, nichts.« Schnell legte Julia die Hände auf den Buchdeckel.
Doch ihr Mann war schneller gewesen und lächelte.
»Soso ... Herzklopfen auf Stonewater Castle ... interessant.«
»Davon verstehst du nichts«, schnaubte Julia und legte das Buch auf den Tisch.
»Von Herzklopfen?«
»Von Liebesromanen.«
»Das ist möglich«, räumte Stefan bereitwillig ein. »Aber ganz bestimmt verstehe ich nicht, was es da zu weinen gibt.«
»Weil Dolores nach vielen Missverständnissen endlich erkannt hat, wer der Richtige für sie ist.«
»Und ich dachte schon, Chris hätte mal wieder eine schlechte Note mit nach Hause gebracht.« Stefan schmunzelte.
»Ach wo«, winkte Julia ab. »Diese Zeiten sind zum Glück ein für alle Mal vorbei. Besonders, seit er mit Lara zusammen ist. Sie ist Klassenbeste und stachelt seinen Ehrgeiz ordentlich an.«
»Das freut mich zu hören. Aber dann möchte ich mal wissen, warum du solche Bücher liest, die dich traurig machen.«
»Das waren Tränen der Rührung und nicht der Trauer«, korrigierte Julia. »Und um deine Frage zu beantworten: Manchmal habe ich einfach Lust, der Realität zu entfliehen, mich zurückzulehnen und ein Stück heile Welt zu genießen.«
»In diesem Fall hätte ich einen Vorschlag«, hielt Stefan dagegen. »Was hälts du davon, wenn wir uns mit unserer eigenen Liebesgeschichte beschäftigen und zusammen essen gehen heute Abend? Nur du und ich.«
Über diesen Vorschlag musste Julia nicht lange nachdenken.
»Wenn ich nicht zu verweint aussehe.« Sie wickelte sich aus der Decke aus, stand auf und ging zum Spiegel neben der Tür. »Wenn mir niemand zu nahe kommt, wird es gehen.«
»Bei mir machst du hoffentlich eine Ausnahme.« Stefan konnte der Versuchung nicht widerstehen. Er beugte sich vor und küsste seine Frau noch einmal.
»Natürlich.« Julia seufzte, nachdem sich ihre Lippen voneinander gelöst hatten. »Deine Liebe ist das beste Schönheitselixier, das ich mir wünschen kann.«
Stefan schwelgte noch in diesem Kompliment, als sie zum kleinen Tisch zurückkehrte und nach dem Buch griff.
»Du willst doch hoffentlich nicht im Restaurant lesen?«, fragte er entgeistert und Julia lachte.
»Natürlich nicht. Aber wenn wir schon einmal unterwegs sind, können wir gleich in der Bücherei vorbeifahren. Herr Lehmann bat mich, das Buch schnell zurückzubringen, weil so viele Leute darauf warten.«
Seite an Seite verließ das Ehepaar das Haus.
»Du meinst Vincent Lehmann?«, hakte Stefan nach und hielt seiner Frau die Wagentür auf. »Wenn ich mich nicht irre, war er kürzlich erst zur Kontrolle in der Klinik.«
»Das könnte durchaus sein. Er hat mir von seiner schweren Nierenbeckenentzündung erzählt«, erinnerte sich Julia auf dem Weg durch die Stadt. »Leider sieht er immer noch nicht besonders gesund aus.«
Obwohl Stefan die Klinik an diesem Abend ausnahmsweise einmal pünktlich verlassen hatte, war es inzwischen dunkel geworden. Nieselregen hatte eingesetzt. Mit leisem Surren verrichteten die Scheibenwischer ihre Arbeit. Im Scheinwerferlicht glänzte der Asphalt wie frisch lackiert. Stefan Holls konzentrierter Blick ruhte auf der Straße.
»Dabei hatte ich in letzter Zeit die Hoffnung, dass sich sein Gesamtzustand gebessert hat und er nicht mehr so anfällig für Infektionskrankheiten ist.«
»Kennst du den Grund für diese Immunschwäche?« Selbst Ärztin war Julia immer eine interessierte Gesprächspartnerin für ihren Mann. Und das war nur einer der unzähligen Gründe, warum sie schon seit so vielen Jahren seine Traumfrau war.
Das beleuchtete Schild der Stadtteilbücherei kam in Sicht. Nach einem Blick in den Rückspiegel setzte Stefan den Blinker und drosselte das Tempo.
»Bis jetzt sind wir dem Übeltäter nicht auf die Spur gekommen«, musste er gestehen. »Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wir bleiben auf jeden Fall dran.« Er stellte den Motor aus und schickte seiner Frau einen bittenden Blick. »Kann ich mich darauf verlassen, dass du dich nicht mit Herrn Lehmann verplauderst und schnell zurückkommst? Ich bin am Verhungern.«
»Sag bloß, du bist von meinem Kuss nicht satt geworden«, scherzte Julia und sprang aus dem Wagen, um ihren Mann nicht länger als unbedingt nötig warten zu lassen.
***
Stefan Holls Sorgen erwiesen sich als unbegründet. Als Julia Holl gegen sechs Uhr in die Bücherei eilte, war der Bibliothekar Vincent Lehmann schon unterwegs zur Kindertagesstätte. Er wechselte sich mit seiner Frau bei der Betreuung der eineinhalbjährigen Tochter Mathilda ab und holte die Kleine wie jeden Dienstag und Donnerstag um sechs Uhr zu Fuß von der Kita ab.
Vincent hatte einen langen Tag hinter sich, und auf dem Weg dorthin fühlten sich seine Augenlider schwer an. Die Versuchung war groß, der Müdigkeit nachzugeben und sich auf der überdachten Bank vor der Kita auszuruhen, nur ganz kurz die Augen zu schließen. Aber nein. Durch ein gekipptes Fenster wehten die Stimmen der Kinder, die noch nicht abgeholt worden waren. Das Lachen seiner kleinen Tochter war das schönste Geräusch der Welt für Vincent. Die Vorfreude darauf, Mathilda gleich in die Arme zu schließen, gab ihm die nötige Energie, um die Erschöpfung zu verdrängen.
Beim Anblick ihres geliebten Papas sauste Mathilda los, sodass ihre blonden Haare in der Luft tanzten.
»Baba da! Baba da!«, jubelte sie und stürzte sich in seine Arme.
»Hallo, Püppi!« Mit einem Schlag war auch noch die letzte Müdigkeit wie weggeblasen. Vincent vergrub sein Gesicht in dem weichen Kinderhaar und atmete den Duft nach Babyshampoo und Vanillepudding. »Na, wie war dein Tag?«
Ein Wirrwarr aus unverständlichen Worten ergoss sich über ihn. Mathilda gestikulierte immer noch mit beiden Händen, als er sie im Buggy nach Hause schob. Plötzlich hielt sie inne und starrte hinüber auf die andere Straßenseite.
»Wauwau«, rief sie begeistert. »Dida wauwau eiei.«
»Du willst den Hund streicheln?«, übersetzte Vincent die Babysprache seiner Tochter und schüttelte bedauernd den Kopf. »Das geht leider nicht. Sieh nur, wie viele Autos hier fahren. Bis wir über die Straße sind, ist der Hund mit seinem Herrchen längst zu Hause.«
Mathilda drehte den Kopf zu ihrem Papa.
»Wauwau heia?«, fragte sie mit großen Augen.
»Ich glaube nicht, dass der Hund schon schlafen geht. Wahrscheinlich bekommt er erst noch Futter. Genauso, wie wir noch zu Abend essen müssen.«
Das war das richtige Stichwort für das kleine Mädchen. Sofort fantasierte Mathilda von Plätzchen und Schokolade, ehe sie etwas anderes auf der Straße entdeckte, das ihre Aufmerksamkeit in Beschlag nahm.
Die Neugier seiner kleinen Tochter war so ansteckend, dass Vincent gar nicht anders konnte, als mit ihr zu lachen und über all das zu staunen, was diese große Welt zu bieten hatte. Seit Mathilda in ihr Leben getreten war, sahen Vincent und Sophie die Welt mit anderen Augen.
Über munterem Geplauder erreichten Vater und Tochter schließlich das hübsche Mietshaus, in dem im Erdgeschoss die Wohnung der kleinen Familie lag.
Vincent parkte den Buggy im Hausflur und schloss die Wohnungstür auf. Mathilda watschelte voraus und begrüßte sämtliche Möbelstücke wie alte Freunde. Diese Gelegenheit nutzte Vincent, um die Lasagne in den Ofen zu schieben, die seine Frau am Abend vorher vorbereitet hatte. Er stellte die Zeit ein und wollte sich an die Zubereitung des Salats machen, als ihn ein Schnaufen ablenkte.
»Baba Buch lest«, verkündete Mathilda, die – schwer bepackt mit ihren Lieblingsbilderbüchern – in der Wohnküche auftauchte.
»Sofort, mein Schatz.« Vincent breitete eine Decke auf dem Boden aus und baute mit den Kissen von der Eckbank ein gemütliches Lager. »Dann wollen wir mal sehen.« Er zog seine Tochter auf den Schoß und schlug das erste Buch auf. Ein Glück, dass er es längst auswendig kannte, denn wie so oft, wenn er müde war, erwachten die Bilder zum Leben. Dann schlichen leibhaftige Piraten durch einen Palmenwald, und Affen und Vögel begannen zu sprechen.
»Baba auwat!« Die Kinderstimme kam von weit her. Kleine Hände patschten in sein Gesicht. »Mama da!«
Vincent blinzelte ins gedämpfte Licht. Zuerst waren die Umrisse noch verschwommen. Doch dann sah er endlich klar und rappelte sich vom Lager auf dem Boden hoch.
»Sophie! Du bist ja schon hier.« Schlaftrunken und mit verwuscheltem Haar stand er vor seiner Frau.
»Schon?« Sophie deutete auf die Uhr an der Wand. »Ich bin eine Stunde zu spät und habe auch ein paar Mal versucht, dich anzurufen.«
»Das muss ich überhört haben.« Vincent wollte seine Frau küssen, doch sein Mund traf ins Leere. Sophie hatte sich gebückt, um Mathilda auf den Arm zu nehmen.
»Dieses Gefühl habe ich allerdings auch.« Ihr funkelnder Blick wanderte durch die Wohnküche. »Obwohl ich zu spät bin, ist der Tisch noch nicht gedeckt und der Salat nicht fertig. Hast du wenigstens die Wäsche zusammengelegt und aufgeräumt, wie ich dich gebeten hatte?«
»Ich habe mit Püppi gespielt. Das ist wichtiger als Hausarbeit«, verteidigte sich Vincent matt.
»Dagegen hätte ich ja nichts einzuwenden. Aber dass du mich belügst und die ach so kostbare Zeit mit unserer Tochter für ein Nickerchen verschwendest, das muss ich ja wohl nicht verstehen.«
Das Blut schoss Vincent in die Wangen.
»Heute war wahnsinnig viel los in der Bücherei. Allein am Vormittag waren drei Schulklassen da und am Nachmittag mussten wir den nächsten Teil der Vortragsreihe vorbereiten. Deshalb bin ich kurz eingedöst.«
Mathilda streckte die kleine Hand aus und bohrte den Zeigefinger in Sophies Wange.
»Mama böse?«
Sophie hielt inne und atmete tief durch. Angesichts der großen blauen Kulleraugen konnte sie nicht länger ernst bleiben.
»Nein, mein Schatz, keine Sorge. Mama ist nur ein bisschen erschöpft von der Arbeit.« Sie drückte einen schmatzenden Kuss auf die Kinderwange und stellte ihre Tochter zurück auf den Boden.
»Was war denn los bei dir?«, erkundigte sich Vincent, um sie von ihrem Ärger auf ihn abzulenken.
Sie füllte ein Glas Wasser an der Spüle und trank es in einem Zug aus.
»Ich habe dir doch von diesem großen Unternehmen erzählt, das wir als neuen Klienten gewinnen konnten. Leider hat sich herausgestellt, dass die Buchhaltung ein einziges Chaos ist. Jetzt bin ich neben all meinen anderen Aufgaben damit beschäftigt, Bilanzen zu bereinigen und die Bücher in Ordnung zu bringen.«
»Das klingt stressig.«
»Ist es auch.« Ein leises Ping ließ sie aufhorchen. »Ist die Lasagne fertig?«
»Natürlich.« Vincent freute sich, die erste gute Nachricht des Abends verkünden zu können. »Und der Salat steht auch gleich auf dem Tisch.«
Diese frohe Botschaft beschwichtigte Sophie, und zehn Minuten später genoss die kleine Familie ihr Abendessen.
***
Graues Licht fiel durch die Ritzen der Jalousie ins Schlafzimmer des Ehepaares Lehmann. Auf der Straße fuhren Autos vorbei, die Bremsen der Straßenbahn quietschte. Ein Mann rief etwas über die Straße, jemand lachte.
Trotzdem wachte Sophie erst auf, als ein Gewicht, schwer wie ein Sandsack, mit einem Plumps auf ihrem Bauch landete. Mathilda war ins Elternbett gekrabbelt und krähte ein fröhliches Lied.
»Um Gottes willen, schon halb acht!« Entsetzt starrte Sophie auf die Digitalanzeige der Uhr, die auf einem Bücherstapel auf dem Nachttisch ihres Mannes leuchtete. »Vince, wach auf! Wir haben den Wecker überhört.« Panisch rüttelte sie an seiner Schulter.
Stöhnend blinzelte Vincent in den Morgen.
»Was ist los?«, fragte er verschlafen und wollte sich auf die andere Seite rollen.
»Wir haben verschlafen. Raus aus dem Bett! Ich komme eh schon viel zu spät in die Firma.« Sophie setzte Mathilda auf seinen Bauch und stolperte hinüber ins Bad. »Die Kleine hat gleich heute früh einen Arzttermin zum Impfen. Kannst du das bitte übernehmen und sie danach in die Kita bringen?«
»Dann brauche ich das Auto.«
»Kein Problem«, hallte es aus dem Badezimmer.
Noch immer unfähig, sich zu bewegen, lauschte Vincent auf das Wasserrauschen. Drei Minuten später tauchte Sophie wieder in der Schlafzimmertür auf. Sie hatte ein Handtuch um den Körper geschlungen, ein weiteres thronte wie ein Turban auf ihrem Kopf.
»Ich nehme das Fahrrad.«
»Perfekt.«
»Kannst du mir mal erklären, was in letzter Zeit nachts mit dir los ist?«, fragte sie, während sie die Haare trocken rubbelte.
Inzwischen hatte Vincent es wenigstens geschafft, sich aus dem Bett zu kämpfen. Er warf sich die kreischende Mathilda über die Schulter und brachte sie ins Kinderzimmer, um sie anzuziehen.
»Keine Ahnung. Was meinst du?«, rief er.
Das war nur die halbe Wahrheit. Natürlich wusste er, dass er in letzter Zeit immer schlechter einschlief. Stundenlang wälzte er sich hin und her, fiel in einen leichten Schlaf, aus dem er aber nur ein paar Minuten später wieder erwachte. Ansonsten wusste er wirklich nicht, wovon seine Frau sprach.
»Du hast gestöhnt und gerufen und dich die ganze Zeit von einer Seite auf die andere gedreht. Deshalb habe ich ja so schlecht geschlafen und prompt den Wecker überhört.«
Während Vincent das Frühstück zubereitete, versuchte er, sich an seine Träume zu erinnern. Vergeblich. Bis auf ein vages Unwohlsein fand er keinen Anhaltspunkt.
